IGMG Offenbach: Bei der Jugendarbeit hinsehen!

Die Mevlana Gemeinde in Offenbach hat ihren Sitz seit Jahren in der Sandgasse in Offenbach. Der Verein gehört der IGMG an, also der „Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş“ (IGMG). Diese schreibt über sich:

Die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) ist eine Religionsgemeinschaft. Sie hat das Ziel der Vermittlung und Pflege des islamischen Glaubens, seiner Verwirklichung in allen sozialen Bezügen und der Erfüllung der koranischen Gebote. Darüber hinaus vertritt die IGMG ihre Mitglieder in gesellschaftlichen, sozialen und politischen Angelegenheiten und setzt sich für die Sicherung ihrer Grundrechte ein. […] Heute ist die IGMG eine Gemeinschaft, die der umfassenden Religionsverwirklichung dient und mit ihrer Frauen-, Jugend-, Studierenden- und Frauenjugendorganisation 2.330 Zweigstellen unterhält. Sie ist eine fest etablierte Organisation, die ihre Arbeit in 12 verschiedenen Staaten Europas, sowie in Australien und Kanada durchführt. Sie hat 35 Regionalverbände, 17.000 Mitwirkende und rund 127.000 Mitglieder, die Freitagsgemeinde umfasst 350.000 Personen.

https://www.igmg.org/selbstdarstellung/

Hinsichtlich der Verknüpfung zwischen der IGMG und der Diyanet, der türkischen Religionsbehörde, gab es eine Kleine Anfrage im Bundestag, S. 6:

Nach Angaben der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) sind derzeit 43 Diyanet-Imame in IGMG-Gemeinden beschäftigt. Ebenfalls nach Angaben der IGMG läuft dieses Modell der Beschäftigung aufgrund der schrittweisen Einstellung von Imamen aus einem eigenen  Nachwuchsprogramm aus. Über weitergehende Gründe liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.“

http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/018/1901869.pdf

Keine kleine Organisation also.

Das Hessische Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) schreibt in seinem aktuellen Bericht, ab Seite 152:

Zu den Anhängern der Millî-Görüş-Ideologie gehörten der IGMG-Landesverband in Hessen und einige seiner Ortsvereine. Ihre Zugehörigkeit zur Ideologie Erbakans unterstrichen sie zum einen durch gemeinsame Aktivitäten mit der SP, zum anderen führten sie Veranstaltungen mit hochrangigen ehemaligen Funktionären der IGMG durch, etwa im Dezember, als der Ortsverein Limburg ein ehemaliges Mitglied des Vorstands der IGMG-Zentrale in Nordrhein-Westfalen als Gastredner einlud. Die Verehrung Erbakans und seiner Ideologie wurde bereits im Kinder- und Jugendalter gefördert und nahm in den Jugendabteilungen der IGMG in Hessen einen hohen Stellenwert ein. So wurden ideologische Schulungen durchgeführt und bei verschiedenen Veranstaltungen an den Gründer der Bewegung erinnert.

https://lfv.hessen.de/sites/lfv.hessen.de/files/content-downloads/Verfassungsschutzbericht%202016.pdf

Die Offenbacher Gemeinde selber stellt sich so dar:

https://www.facebook.com/KgtOff/

In der gestrigen Ausgabe der Offenbach Post wurde bekannt gegeben, dass die Gemeinde einen Neubau plant:

https://www.op-online.de/offenbach/offenbach-moschee-neubau-geplant-9962685.html

Jenseits der berechtigten Frage, woher die Gelder für einen so großen Neubau kommen, die ich hier aber nicht stellen werde, werfen sich aber noch andere Fragen auf. Zum Beispiel die, ob die Jugendarbeit eine integrative oder eine segregative ist (geschlechtergetrennt geht es da sowieso auch jenseits der Gebetszeiten zu; auf den Bildern sind immer nur Jungs zu sehen: Wo sind die Mädchen?). Neben der sicher wertvollen – käme sie ohne Beeinflussung der Kinder und Jugendlichen aus – Betreuung und Sport ist bei der Jugendarbeit aber auch noch anderes im Programm. Hinweise darauf, dass es eher nationalistisch-identitär zugeht, finden sich auf der Facebook-Seite der eigenen Jugendgruppe:

https://www.facebook.com/igmg.offenbach/

Da gehts mal um einen der letzten Sultane:

https://de.wikipedia.org/wiki/Abd%C3%BClhamid_II.

Mal um den Eroberer von Konstantinopel, Mehmet den II. und das osmanische Reich:

Ein wiederholtes Thema:

Mal wird das Grab Erbakans aufgesucht:

Mal das Grab des unbekannten Soldaten aus der Schlacht von Canakkale: Weiterlesen

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Islamic Relief: Vermeidbare Eigentore

Über das Fußballturnier des KDDM in Düsseldorf und einige Fragwürdigkeiten

Der Düsseldorfer Verbund „Kreis der Düsseldorfer Muslime“ (KDDM), ein Zusammenschluss muslimischer Vereine, veranstaltet seit mehreren Jahren einmal jährlich ein oft gut besuchtes Fussball-Event. Es treten Mannschaften gegeneinander an, die von muslimischen Gemeinden gestellt werden. Hier die Eigendarstellung:

+++ Erfolgreicher Tag geht zu Ende +++ 8.000 Besucher beim KDDM CUP +++ neuer Rekord +++Gestern ist der 6. KDDM Cup…

Posted by KDDM – Kreis der Düsseldorfer Muslime on Thursday, May 10, 2018

Die Veranstaltung ist immer gut besucht und erfreut sich wachsenden Zuspruchs:

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/duesseldorf-fussball-turnier-cup-pfarrer-imame-islam-100.html

Weil man annimmt, das Ganze sei für einen guten, einen friedlichen Zweck, dürften die Spenden reichlich fließen. Es gibt jedoch begründete Zweifel.

Mitveranstalter ist Islamic Relief Deutschland.

http://www.islamicrelief.de/nachrichten/artikel/imame-siegen-nach-elfmeterschiessen/

Die Einnahmen an dem Tag fließen dieser Organisation zu. Islamic Relief ist – strukturell und personell – eine Institution im Aktionsgeflecht der Muslimbruderschaft. Vom israelischen Verteidigungsministerium wurde sie dem „Finanz-System der Hamas“ zugerechnet:

In einem Dokument des israelischen Verteidigungsministeriums, das der B.Z. vorliegt, wird der deutsche Ableger von Islamic Relief als „Teil des Finanz-Systems der Hamas-Organisation“ genannt. Aus diesem Grund ist es ihr verboten, in Israel Geschäfte abzuwickeln. Im Juni 2014 wurde eine vormalige Entscheidung aus dem Jahr 2008 bestätigt.

„Es handelt sich um eine Organisation, die Spenden für die Hamas sammelt, dies tut sie mit weltweiten Chapters, darunter in Europa und Deutschland“, sagte ein Sprecher der B.Z

https://vunv1863.wordpress.com/2016/06/30/oeffentliche-gelder-fuer-israelfeinde-teil-i/

Islamic Relief stellt das in Abrede. Deren öffentlich einsehbare Stellungnahme dazu findet sich hier:

http://www.islamicrelief.de/fileadmin/user_upload/pdf/2017/Stellungnahme_Islamic_Relief_Deutschland.pdf

Der Vorsitzende von Islamic Relief Deutschland ist Dr. Almoutaz Tayara. Er ist auch in der britischen Zentrale einer von fünf Direktoren:

Quelle: Company house, Abruf 22.05.2018

[Solche personellen Verflechtungen hatte der Geschäftsführer, Tarek Abdelalem in Abrede gestellt. Vor mehreren Spruchkörpern hatte er das mit einer Eidesstattlichen Versicherung bekräftigt. Das OLG Köln befand, dass diese „unstreitig falsch“ sei.]

Wenig friedlich zeigte sich Dr. Tayara jedoch auf seiner Facebook-Seite, die mittlerweile nicht mehr zugänglich ist, auch selber und präsentierte solche Vorlieben:

Quelle: Facebook-Profil Dr. Tayara, Abruf 10.10.2017

Google übersetzt das so: Weiterlesen

Berlin: As-Sahaba-Moschee schließt – neues Domizil gesucht

Bekannte Einrichtung mit Prediger Abul Baraa vor dem Aus

Wie der Imam der Berliner Moschee Ahmad Abul Baraa auf seinem youtube Kanal verkündet, wird die umstrittene As-Sahaba Moschee zum Monatsende ihre Pforten schließen.

Die Moschee ist seit etlichen Jahren ein Kristallisationspunkt fundamentalistischer Kräfte. Prediger wie der Leipziger Imam Hassan Dabbagh waren bei Baraa ebenso zu Gast wie Dennis Cuspert oder Reda Seyam, der die Einrichtung mit gründete. Über die Moschee aus der Lageanalyse „Hintergründe zu den Angehörigen des salafistischen Spektrums in Berlin“, Januar 2018, S. 19:

Salafismus des Berliner Verfassungschutzes:

Die Gefährten e.V.“ – „As-Sahaba-Moschee“ in Wedding
Die kleinste der drei noch aktiven salafistischen Moscheen wurde von 130 Personen der Stichprobe aufgesucht, darunter von 32 ausschließlich. Der „Grad an Exklusivität“ ist bei dieser Moschee damit niedrig. Unter den Nutzern sind die 83 deutschen Staatsbürger deutlich in der Mehrheit, die Gruppe der 47 Ausländer wird von je acht Türken und Russen angeführt, gefolgt von einem breiten Nationalitätenmix. Der Anteil der Frauen liegt mit etwa 7 % gering. Auffällig ist das niedrige Durchschnittsalter der Männer von 31,8 Jahren, dass nur von der „Fussilet-Moschee“ unterboten wurde (siehe unten) und mit fast vier bzw. 7,5 Jahren Abstand signifikant das Durchschnittsalter der beiden Großmoscheen unterschreitet. Auffällig ist auch der Anteil der jihadistischen Salafisten, der mit 61 Personen fast die Hälfte aller Nutzer umfasst und zeigt, dass die Moschee ideologisch gerade noch dem „Graubereich“ des politischen Salafismus zuzurechnen ist. In der „As-Sahaba-Moschee“ dominieren junge Männer deutscher Staatsangehörigkeit, darunter sicher auch Migranten der zweiten und dritten Generation, die auch Hintergründe zu den Angehörigen des salafistischen Spektrums in Berlin von dem Umstand angezogen werden, dass die salafistischen Predigten und Unterrichte
auf Deutsch abgehalten werden.

https://www.berlin.de/sen/inneres/verfassungsschutz/publikationen/lage-und-wahlanalysen/

Das aktuelle Statement von Abul Baraa:

Da er jedoch weitermachen will, werden gegenwärtig Spenden eingeworben, um ein neues Objekt anzumieten oder zu kaufen: Weiterlesen

Die Rolle der Jugend

Über Jugendansprache durch fundamentalistische Akteure, mit dem Beispiel Gießen

Identitätsfindung und -bildung in der Kinder– und Jugendzeit ist nicht immer einfach. Eigentlich sollte sie sogar nicht ganz leicht sein, denn nur das Kennenlernen und die Auseinandersetzung mit verschiedenen Möglichkeiten, mit Irrtümern und Neigungen, machen zum erwachsenen Individuum durch die eigene Wahl. Ganz frei ist diese Wahl jedoch nicht. In der Jugendzeit sind einige Gruppen, denen man angehört, relativ frei ausgesucht, andere sind vorgegeben. Neben der Klassengemeinschaft in der Schule, bestehen außerhalb dieser Zeit Wahlmöglichkeiten, sofern es lokal z.B. durch Jugendarbeit Angebote gibt. Die allgemeine Jugendarbeit war jedoch in etlichen Jahren zurückgefahren worden. Erst mit der Herausforderung durch die Radikalisierung muslimischer Jugendlicher wurden wieder mehr Mittel aufgebracht. In einem zurückliegenden HR-Interview wünschte sich Aiman Mayzek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, einmal Mittel für die Professionalisierung der Jugendarbeit in den Moscheen. Der Ruf verhallte nicht ungehört, wenn auch Wege beschritten wurden, die man durchaus hinterfragen kann.

Die Jugendarbeit ist den Organisationen aus dem fundamentalistischen Spektrum besonders wichtig, da in der Jugend Freundschaften oft fürs Leben geschlossen werden und Jugendliche natürlich noch in der Weisungsbefugnis ihrer Eltern stehen. Trennt man zu dieser Zeit ab, bleibt dies im sozialen Nahbereich oft für das ganze Leben so. Beeinflusst man die Identitätsbildung, nimmt man auf die Wahrnehmung der eigenen Person in Relation zu anderen Menschen Einfluss. Die abgetrennte Jugendarbeit hat ein oft stark segregatives und identitäres Moment, das prägt: Man geht zwar seinen beruflichen Weg in der Mehrheitsgesellschaft. bleibt dieser aber sozial eher fern. Bei fundamentalistischen und islamistischen Bewegungen hat das System: Man soll sich in seinem Gemeinschaftsgefühl vor allem auf die „eigene Gruppe“ beziehen. Da nicht wenige konservative Vereine primär an der Herkunftskultur ausgerichtet sind, versucht man, die „eigenen“ Jugendlichen auch bei der eigenen Strömung zu behalten, was alleine durch die Sprache, die neben deutsch beherrscht wird, vermittelt wird. Das funktioniert aber auch über die Vermittlung segregativ-identitärer Haltungen, die ein oftmals bereits durch Eltern vermitteltes „othering“, also die Überbetonung der eigenen Gruppenzugehörigkeit, angelegt ist (s. dazu Beitrag: „Ich, du, der andere“ auf diesem blog).

Einige allgemeine Betrachtungen dazu:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/08/16/integration-bunt-ist-es-nur-von-weitem/

Auf die „Notwendigkeit“ der Identitätserhaltung (gemeint ist hier die islamische) wies im Jahr 2006 bereits die IGMG hin:

https://www.igmg.org/hutba-unsere-islamische-identita%C2%A4t-bewahren/

Ist eine Gesellschaft multikulturell angelegt, bestehen besondere Interessen, primär die Identität der Herkunftskultur zu erhalten. Bei Konkurrenz der Interessengruppen werden mitgliederstärkere mehr Gehör finden; individualistische Ansätze werden gegen kollektivistische Optionen zurücktreten. Sind die religiösen Gruppen politisch aktiv, besteht die optimale Strategie für Individuen darin, sich einer möglichst großen Gruppe anzuschließen (oder diese zu schaffen, z.B. auch durch Dachverbände), für die Verbände, möglichst groß zu erscheinen. Das Interesse der Verbände ist segregative, nicht integrative Jugendarbeit, weil das den Selbsterhalt und der Ausweitung des politischen Einflusses verspricht. Es besteht weiterhin Interesse, diese segregative Jugendarbeit nicht als segregativ erscheinen zu lassen, sondern sie im Gegenteil als Integrationsmaßnahme darzustellen. Bewerkstelligt wird das u.a. durch die Behauptung, religiöse Bildung immunisiere gegen „Radikalität“. Mit diesem Kniff wird dann auch religiöse Verbandsarbeit, die eigentlich in manchen Programmen nicht gefördert werden soll, förderfähig.

Organisationen wie die Islamische Gemeinschaft in Deutschland (IGD) oder Milli Görüs (IGMG) machen neben der Jugendarbeit in den Einrichtungen oftmals sogenannte Jugendcamps, die für kleines Geld Jugendlichen eine Freizeitgestaltung ermöglichen. Die Jugendlichen sollen Gemeinschaft erleben, die auf die Herkunftskultur oder – umfassender – auf eine „islamische Identität“ gerichtet ist. Richtet sich das Angebot an alle Jugendlichen muslimischer Eltern, sind die Angebote oft in deutscher Sprache, neben die aber auch das Arabische als verbindende Ritualsprache tritt.

Für solche Zwecke wurde – zumindest ist das in diesem Fall nachweisbar – von muslimbrudernahen Akteuren sogar die Bildungsstätte in Arnsberg erworben. Auch die Bad Orber „Wegscheide“ wurde oft genutzt. Inhalte sind häufig neben der primär religiösen Unterweisungen identitäre Vorstellungen, die auf eine Orientierung an und Priorisierung einer „islamische Identität“* abzielen. Auch Angebote, die „Islamophobie“ nicht dort angehen, wo es eigentlich, folgt man dem Ansatz, und unterscheidet nicht zwischen Ideologiekritik und antimuslimischem Rassismus, sinnvoll wäre, nämlich von Akteuren der Mehrheitsgesellschaft für Akteure der Mehrheitsgesellschaft, verfolgen den Zweck der Identitätsbildung und -befestigung. Eine Gruppe muslimischer Jugendlicher lernt bei solchen Angeboten, die „muslimische Identität“ zu entwickeln, zu vertreten und positiv darzustellen. Kritisches Hinterfragen der „muslimischen Identität“ wird man vergeblich suchen, werden diese Angebote doch meist von Gruppierungen gemacht, bei deren Akteuren mindestens der politische Islam im Hintergrund steht. Auch dafür werden nebenbei Fördergelder vergeben.

Die muslimische Jugendarbeit ist – je nach Akteur – differenziert zu betrachten. Bei Strukturen, bei denen man vermuten kann, dass es nicht nur um schlichtes „Kümmern“ um die „eigenen Jugendlichen“ geht, sondern man durchaus auch identitär normieren und schulen möchte, ist Vorsicht angebracht. Erst recht nicht sollte man da unbesehen fördern, will man nicht das genaue Gegenteil des Gewollten voran bringen.

Die Verbände haben oftmals ihre eigene Jugendarbeit, die auf die Jugendlichen der eigenen Mitglieder gerichtet ist. So „bunt“ im Sinne von Wahlfreiheit, wie sich das mancher Aussenstehende vorstellt, ist das also nicht. Wegen des Beispiels Gießen und wegen des aktuellen Bezugs sei hier einmal auf Beispiele aus der Jugendarbeit der in Gießen relevanten Akteure beschränkt.

Die Muslimbruderschaft geht allgemein – neben eigenen speziellen Angeboten über ihre Unterorganisationen – einen strömungsübergreifenden Weg, sofern dieser durch lokale Besonderheiten gangbar ist. Als panislamistische Bewegung mit Führungsanspruch bieten sich ihr besondere Chancen, die lokal unterschiedlich umgesetzt werden.

In Gießen bzw. Hessen gibt es mit der „Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen“ (IRH) seit vielen Jahren ein Bündnis, dessen Verantwortliche v.a. in Gießen aktiv sind:

„IRH – Vorstand September 2013

Vorsitzender Ramazan Kuruyüz
Stellvertretender Vorsitzender Ünal Kaymakçı
Stellvertretender Vorsitzender Nevzat Bölge
Generalsekretär Dr. Diaa Rashid
Kassenführer Dr. Abul B.M. Amanullah
Schriftführer Dr. Mahmut Ay
Beisitzer Dawood Nazirizade“

http://www.irh-info.de/index.php?kon=profil&kpf=profv&zeige=vorstand

Die IRH stand etliche Jahre unter Beobachtung des hessischen Verfassungsschutzes. Die Gründung geht maßgeblich auf den damals noch stärker in Frankfurt aktiven Dr. Amir Zaidan zurück. Zaidan stellt nach wie vor eine wichtige Größe im Netzwerk der Muslimbruderschaft dar, wenn auch seit einigen Jahren von Wien aus.** Aktuell ist in Deutschland sein Sohn Taha Zaidan in gleicher Weise sehr aktiv (s. Beiträge auf diesem blog). Der Herr Kuryüz ist in der Buchara-Gemeinde in Gießen aktiv.

Er sprach auf dem diesjährigen „Stadtiftar“, also einem öffentlichen Fastenbrechen, für alle muslimischen Gemeinden in Gießen. Bei dieser Rede kam auch zur Sprache, dass es seit einigen Wochen Debatten zur Rolle der Islamischen Gemeinde Gießen (IGG) und ihren (nunmehr wohl nicht mehr angetretenen) Vorsitzenden Dr. Diaa Rashid und seinen Vorgänger gab. Kuruyüz verteidigte Rashid vehement. Bei der IGG waren seit einiger Zeit problematische Betätigungen auch zuordnungsfähig geworden (s. Gießener Allgemeine ab dem 22.02.2018 und Folgeartikel):

Posted by IRH – Islamische Religionsgemeinschaft Hessen on Tuesday, June 5, 2018

 

Aber auch sonst machen die Gießener Gemeinden einiges gemeinsam.
Es gibt weitere gemeinsame Auftritte einiger Gießener Gemeinden zur Mehrheitsgesellschaft hin:

 

Bildzusatz durch die IGMG Jugend Gießen: „Mit IGG Deutschland und Ditib Jugend Giessen

In der Jugendarbeit nun stellen sich seit einiger Zeit Aktivitäten dar, die bei verschiedenen Einrichtungen gleichermaßen vorzufinden sind.*** So gibt es Referenten wie den Herrn Mouhsine Chtaiti, der in der Rhein-Main-Region vor allem in Einrichtungen geladen wird, die der Muslimbruderschaft zuzuordnen sind. Hier ein Vortrag für Jugendliche in der T.U.N. Moschee Frankfurt (als Beispiel für Inhalte, wie sie dann auch andernorts sicher vertreten werden):

 

Da kommen dann so Inhalte wie „nur wer glaubt, kommt ins Paradies“ [=> Hölle für alle anderen ungeachtet der Taten, SHM], „die Gläubigen müssen einander lieben“ [=> nicht die Menschen allgemein, SHM], „wer nicht mehr glaubt, ist in der Dunkelheit“ [=> die Nichtgläubigen sind im Zustand geistiger Finsternis, SHM]. Was das für die Sicht auf anders oder gar nicht Glaubende bedeutet, kann sich jeder ausrechnen. Einem vom Elternhaus vorgegebenen othering wirkt das sicher nicht entgegen, sondern bringt es zu voller Blüte.

Oder hier (wahrscheinlich in der Abu Bakr Moschee Frankurt): Man soll den Propheten mehr lieben als sich selbst und alle Menschen:

Man ahnt: Sicherlich ist damit verbunden, dass man auch dem Religionsgründer mehr gehorchen muss als allen Menschen – oder dem eigenen Gewissen.

Der Herr Chtaiti ist auch immer wieder in Gießen, in der DITIB-Moschee: Weiterlesen

Al Quds Tag: Judenfeindliche Kundgebung in Berlin morgen

Alle Jahre wieder in Berlin israelfeindliche Demonstration angemeldet

Ein sogenannter Al Quds Marsch, der am Tag nach dem iranischen „Al Quds Tag“ angesetzt ist, wird morgen in Berlin stattfinden. Al Quds – das ist Jerusalem. Die Erfindung des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Chomeini, wird begangen werden, um gegen Juden und Israel auch in Deutschland aufzurufen. Das wird – wie in den vergangenen Jahren – eine Menge Personen und Organisationen zusammenzubringen, deren sonstiger Umgang nicht immer von gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist. Der iranische „Feiertag“ an sich existiert schon länger. Chomeini rief 1979 zum ersten Mal dazu auf, Israel, ergänzend auch die Gottlosen an und für sich, zu vernichten. Dazu wird eine Gemeinschaft der Muslime beschworen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Quds-Tag#Festlegung_des_Datums

In der Diaspora finden sich mehr unterschiedlich ausgerichtete Gruppen als im Iran. Für einen Tag vereint durch ihre Gegnerschaft zu Israel, werden dem nicht mehr nur Schiiten folgen, sondern ein bunter Strauß an israelfeindlichen Gruppierungen. Immer wieder kommt es zu erheblichen Ausfällen und Hassreden gegen Israel und Juden:

Ein knapper Überblick über Teile der diesjährigen Unterstützerszene morgen wird in diesem lesenswerten Beitrag geboten:

Unter den Teilnehmern finden sich Unterstützer von Terrorgruppen wie Hamas oder PFLP, besonders jedoch der Hisbollah. Auf der offiziellen Webseite der Veranstaltung liest man davon nichts, dafür aber die Behauptung, der Marsch trete für „Frieden auf der ganzen Welt“ ein. Das wirkt umso bizarrer, wenn man sich dessen wichtigste Köpfe anschaut.Weiterlesen

Tarik ibn Ali sitzt in Madrider Gefängnis ein

Prediger nach Familienangabe an Spanien ausgeliefert – Familie erhebt schwere Vorwürfe

Der marokkanischstämmige Prediger Tarik Chadlioui alias Tarik ibn Ali, der jahrelang auch im Rhein-Main-Gebiet predigte, war im letzten Juni in Birmingham festgenommen worden:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/06/28/tarik-ibn-ali-in-birmingham-festgenommen/

Die Anklage wird von Spanien aus geführt, wohin er ausgeliefert werden sollte.

https://vunv1863.wordpress.com/2017/08/30/tarik-ibn-ali-wird-an-spanien-ausgeliefert/

In letzter Zeit gab es keine Neuigkeiten jenseits der Meldung im Januar, dass Personen, die im Verdacht standen, inspiriert durch ihn auf Mallorca eine Terrorzelle gegründet zu haben, freigelassen wurden:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/08/30/tarik-ibn-ali-wird-an-spanien-ausgeliefert/

Im Dezember gab es berwits einen Aufruf eines Sohnes von ibn Ali, der um Spenden bat. Gegen die Auslieferung wurden wohl Rechtsmittel eingelegt, die im Ergebnis offensichtlich erfolglos waren.

Die Familie teilt nunmehr auf Facebook Videos auf Chadliouis Account. In diesen Videos bitten Familienangehörige, darunter Mutter und Tante, um Hilfe. Er sei mittlerweile in Spanien:

Die Familie erhebt aktuell schwere Vorwürfe. Chadlioui werde gefoltert in der spanischen Haft: Weiterlesen

Wiesbaden: Keine Bannmeile für Muslimbrüder

Über den muslimbrudernahen Verein Islamische Informations- und Serviceleistungen (IIS) in Wiesbaden

„Information und Service“ trägt der Wiesbadener Verein Islamische Informations- und Serviceleistungen e.V. (IIS-WI) schon im Namen, ähnlich wie der Verein Islamische Informations- und Serviveleistungen in Frankfurt (IIS-F). Zu dem Frankfurter Verein finden sich etliche Beiträge auf diesem blog, ältere und auch aktuelle (der Verein plant eine neue, größere Einrichtung in Frankfurt Enkheim). Das IIS-F wird vom Landesamt für Verfassungsschutz der Islamischen Gemeinde in Deutschland (IGD) und damit der größten Organisation, in der sich Muslimbrüder zusammenfinden, zugerechnet::

IIS ist laut LfV Hessen Mitglied in der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD) und damit Teil der größten MB-Organisation hierzulande.

http://ezw-berlin.de/html/15_8530.php

In Wiesbaden befindet sich der „Infoladen mit Gebetsraum“ nach eigener Angabe in der Bertramstraße 9.

Doch nicht nur der Name ist gleich. Es finden sich auch ganz ähnliche Referenten und Bezüge. Hier zum Beispiel der Herr Johari vom Frankfurter IIS:

Quelle: iis-wiesbaden.de, Abruf 16.04.2018

https://www.iis-wiesbaden.de/image/170384535544

Es referieren der Herr Fadil:

Quelle: wie oben

und der Herr Zaidan: Weiterlesen