ECFR bestimmt neue Führung

Tagung des European Council for Fatwa and Research

Das European Council for Fatwa and Research (ECFR) ist eines der wichtigsten Gremien der Muslimbruderschaft in und für Europa. Besetzt ist das Gremium dominant mit Personen, die nicht in Europa residieren, die aber die Strömungsstrategie für den europäischen Raum mit bestimmen. Das ECFR ist Teil eines relevanten und dichten Aktions- und Organisationsgeflechts und eine der maßgeblicheren Instanzen. Dort werden Verhaltensregeln für die Gläubigen vorgegeben und religiös (selbst-)legitimierte Sichten auf politische Fragen vorgestellt. Deutsche Vertreter in diesem Gremium sind u.a. Dr. Khaled Hanafy, ein Frankfurter Bürger, und Wolfgang Borgfeldt alias Muhammed Siddiq, der lange im hessischen Lützelbach wirkte („Haus des Islam“, HDI). Hanafy ist Vorsitzender des deutschen Ablegers „Fatwa-Auschuss Deutschland“ und Dekan des „Europäischen Instituts für Humanwissenschaften“ (EIHW). Borgfeldt begründete einst die Jugendorganisation „Muslimische Jugend in Deutschland“ maßgeblich mit. Zu beiden und den Einbindungen seien diese beiden Beiträge empfohlen:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/03/12/muslimbrueder-einmal-dublin-und-zurueck/

https://vunv1863.wordpress.com/2017/03/30/fatwa-ausschuss-ecfr-filiale-deutschland/

Langjährig war Yusuf Al Qaradawi Vorsitzender des ECFR, ein wichtiger, wenn nicht der einflußreichste Vordenker der Muslimbruderschaft. Al Qaradawi im aktuellen Bericht des LfV Baden-Württemberg, S. 64 f.:

Auf Twitter empfahl AL-QARADAWI am 20. Dezember 2017:
“Der Jihad um das [muslimische] Land zu verteidigen (difa’an ani l’ard) stellt eine individuelle Pflicht (fard ain) für die Leute [in diesem Land] dar. Sollte die Verteidigung der Anwohner sich als ungenügend erweisen, so sind deren Nachbarn – dies mag sogar alle Muslime mit einschließen – verpflichtet, sie dabei zu unterstützen. Der Islam gestattet es nicht, auch nur eine Handbreit muslimisches Land abzutreten. Und handelt es sich bei diesem Land um Jerusalem, so ist dies die ruhmreichste und ehrenhafteste [Form des Jihad].“ Mit dieser Äußerung zeigt Al-Qaradawi, dass er weder Jerusalems als Hauptstadt Israels anerkennt, noch den israelischen Staat selbst. Vielmehr ruft er darin, unter Verweis auf eine „individuelle Pflicht“, die Palästinenser zum bewaffneten Widerstand und damit zu jihadistischen Handlungen auf.

https://im.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-im/intern/dateien/publikationen/20180524_-Verfassungsschutzbericht_BW_2017.pdf

Al Qaradawi wird in ein paar Tagen 92:

https://de.wikipedia.org/wiki/Yusuf_al-Qaradawi

Er konnte wohl auch nur noch eingeschränkt teilnehmen:

Von der Tagung, Eröffnung:

Die Spitze im screenshot:

Ganz links könnte Prof. Ali Erbas sein, der Diyanet-Präsident. 4. v.l. Qaradawi. 4. v.r Jedaie, 3. v.r. Falah (s.u.). Stehend rechts Hussein Halawa aus Irland.

Möglicherweise in Reaktion auf nachlassende Kräfte Al Qaradawis (Hanafy gibt im post düstere, aber nicht altersunübliche Gedanken Al Qaradawis wieder) gab es einen Wechsel an der Spitze.

 

Präsident soll nach Angaben Hanafys jetzt einer der ehemaligen Stellvertreter sein (Google-Übersetzung): Weiterlesen

Stiftung Islam verfolgt weiter Doppelstrategie

Weitere Informationen zur „Stiftung Islam in Deutschland“

Über eine neue Betätigung des Predigers Abdul Adhim Kamouss war bereits berichtet worden. Kernpunkt der Kritik war, dass Kamouss seit einiger Zeit eine andere Strategie in der Darstellung verfolgt und diese Doppelstrategie verfängt:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/07/21/lernen-bei-den-muslimbruedern/

Zunächst ein weiterer Blick auf die Struktur der Stiftung und ihres Treuhänders.

Die Stifter sind nach den Angaben im Impressum Änis Ben-Hatira und Abdul Adhim Kamouss:

https://stiftung-iid.de/impressum/

Man beachte auch, dass die KT-Bank die Konten führt.

Zu Änis Ben-Hatira, der die problematische Hilfsorganisation Ansaar International unterstützte, siehe Beiträge auf diesem blog.

Beider Stiftung ist eine Treuhandstiftung der Maecenata Stiftung:

https://stiftung-iid.de/ueber-die-stiftung/

https://web.maecenata.eu/actuelles2

Diese Stiftung wurde selber erst 2010 gegründet; hinsichtlich deren Stiftern geht es ein wenig bunt zu. Eine grobe Übersicht:

Ohne Gewähr Eigene Grafik nach Daten aus Bundesanzeiger, Stiftungsverzeichnis, Unternehmens- und Vereinsregister. Blaue Pfeile organisatorische Veränderungen Roter Pfeil: Stiftungskapital Orangefarbener Pfeil Treuhandvermögen als Verwaltungsgut

Nach den Angaben hier ist die Maecenata Mangement GmbH schon 1987 gegründet worden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Rupert_Graf_Strachwitz

Die Maecenator-Stiftung griff unter die Arme:

Aus der Taufe gehoben wurde sie wegen nicht ausreichenden Eigenkapitals als Treuhandstiftung der Maecenata Stiftung, die zivilgesellschaftliches Engagement fördert. Nach ihren Angaben ist die „Stiftung Islam in Deutschland” die erste Stiftungsneugründung nach islamischen Grundsätzen.

https://www.bz-berlin.de/berlin/neue-stiftung-will-miteinander-zwischen-muslimen-und-nichtmuslimen-foerdern

Das dürfte dann wohl einerseits für Ben-Hatira eine preiswerte Sache gewesen sein:

Von den Stiftungsaufsichtsbehörden der Länder wird für die Gründung von selbstständigen Stiftungen mit eigener Stiftungsverwaltung häufig eine Mindestvermögensmasse von € 50.000,00 empfohlen, ohne dass dies in den Stiftungsgesetzen der Länder normiert ist.

https://www.stiftungsagentur.de/glossar/stiftungsvermoegen

Das kann auch sehr viel weniger gewesen sein; nirgendwo taucht zumindest nach meiner Kenntnis das eigene aufgebrachte Stiftungskapital auf. Und andererseits bringt man so den schönen seriösen Schein natürlich zum Leuchten: Ach, eine Treuhandstiftung von der seriösen Maecenator-Stiftung. Das muss ja gut sein.* Diese Stiftung ist allerdings selbst sehr klein:

https://web.maecenata.eu/images/2018_MST_BilanzGuV.pdf

Hier der Jahresabschlluss:

https://web.maecenata.eu/images/2018_MST_BilanzGuV.pdf

Ein Großspender war im Jahr 2017 Alexander Otto:

Zweckgebundene Spenden zur Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung von Herrn Alexander Otto in Höhe von 7.22 Mio EUR im Jahr 2017.

https://web.maecenata.eu/die-stiftung

Ob die Treuhänder da so im Bilde sind? Oder vertrauten sie den Unterstützern, die gemeinhin für respektable Personen gehalten werden, aber auch irren könnten, nicht genügend informiert sein können oder irgendwelchen Sachzwängen unterworfen?

Der Mehrheitsgesellschaft, explizit der Presse wurde ja so etwas vorgeführt, der Imagefilm:

In der Stiftungsmappe der Deutschen Islamstiftung werden allerlei Pläne geschmiedet. U.a. ist auch ein Moscheebau anvisiert. Ein Zentrum für Bildung, eine Sozialkasse etc.

Ein Projekt der Stiftung soll zudem die Neugründung einer muslimischen Gemeinde in Berlin sein, der Kamouss dann selbst als Imam vorstehen will. Noch hat die Gemeinde kein eigenes Objekt.

https://www.bz-berlin.de/berlin/neue-stiftung-will-miteinander-zwischen-muslimen-und-nichtmuslimen-foerdern

Welche Ausrichtung dieses möglicherweise haben wird, wenn der viele weiße Rauch sich verzogen hat, macht Kamouss zumindest hinsichtlich seiner eigenen Empfehlungen weiter öffentlich erkennbar (neben der Anmutung, dass es sich um eine Einrichtung für den Verein Tauhid drehen soll): Weiterlesen

Die Gegengesellschaften und ihre Trugbilder

Organisationen als Tarnstrukturen islamistischer Bestrebungen

Auch auf diesem blog war vielfach über die sogenannte Doppelstrategie von legalistischen Islamisten die Rede. Das ist eine Handlungsweise, die ein unterschiedliches Auftreten und unterschiedliche gesellschaftliche Zielvor- und -angaben beinhalten, je nachdem ob man mit einem Vertreter der Mehrheitsgesellschaft spricht oder mit einem aus der „eigenen“ Community. Es entstehen also zwei unterschiedliche Images von einer Organisation, ein Doppelbild, mit dem Zweck, die Vorteile der hiesigen Mehrheitsgesellschaft zu nutzen und zugleich das organisationseigene Fernziel, das den Interessen dieser Gesellschaft zuwider läuft, zu verbergen. Bei islamistischen Organisationen ist dies die Gestaltung der Gesellschaft nach islamischen Regeln, ein islamistisches Menschenbild und letztlich Gott als Souverän dieses Gemeinwesens. Die Regeln sind also nicht mehr hinterfragbar und wurden in der Vergangenheit schon festgelegt; allenfalls geht es um die Auslegung, das Erkennen des göttlichen Willens und dessen Umsetzung. Neben den Organisationen der Muslimbruderschaft wird diese Strategie auch von einigen anderen Legalisten verfolgt.

Daneben gibt es jedoch Institutionen und Organisationen, bei denen auch schon der Bezug zu einer religiös konnotierten oder motivierten Betätigung nicht ins Auge sticht. Diese Organisationen werden zunächst als nichtreligiöse Organisationen wahrgenommen.

Oftmals wird dies bereits durch eine geschickte Namenswahl bewirkt, die erst einmal keinerlei religiösen Bezug aufweist. Neben Vereinen bieten sich Begriffe an, die weitgehend ungeschützt sind, also keine definierten Bezüge aufweisen oder ganz frei in der Verwendung sind. Da gibt es

– Institute
– Stiftungen
– Zentren
– Verbände
– Gesellschaften
– Bildungsstätten
– usw.

Das „Europäische Institut für Humanwissenschaften“ (EIHW) mit Sitz in Frankfurt zum Beispiel. Der Name ließe arglos vermuten, dass es da vielleicht um anthropologische oder ethnologische Forschungen geht. Mitnichten. Es ist eine Schulungseinrichtung, die klar dem Aktionsnetzwerk der Muslimbruderschaft zuzuordnen ist:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/09/03/eihw-breiter-aufgestellt/

Oder „Time tp help e.V.“, ein Hilfsverein, dessen Bezüge zur Gülen-Bewegung erst bei genauem Hinsehen auffallen:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/05/22/time-to-look/

„Nourenergy e.V.“ das als Umweltschutzverein auftritt, aber zum Aktionsgeflecht der Muslimbruderschaft gehört:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/10/12/erneuerbarer-islamismus/

Ein „Erziehungszentrum Maria e.V.“ lässt eher etwas christliches anmuten. Verdeckt wird damit jedoch schiitisch-fundamentalistische Betätigung:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/10/22/frankfurt-kindererziehung-zur-selbstschaedigung/

„Nordlichter e.V.“, lässt an einen norddeutschen Traditionsverein denken. Mitnichten, es werden Weiterlesen

Marburg: Wie gehabt

Update zu einer Marburger Einrichtung, die das Marketing optimiert hat, nicht jedoch die Haltungen korrigiert

Die muslimische Community in Marburg war auf diesem blog bereits mehrfach Thema. Da war zunächst die Islamische Gemeinde, die eine neue größere Moschee baut, und die sich, flankiert von Marburger Honoratioren*, zur Mehrheitsgesellschaft offen und dialogbereit gibt. Zur eigenen Community hin scheinen jedoch etliche, nicht nur historische Bezüge zur Muslimbruderschaft auf:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/11/25/marburg-eine-stadt-liebt-die-muslimbrueder/

Ein mit dieser größten islamischen Marburger Organisation assozierter Verein und dessen Akteure, die teilweise auch antisemitisch auffielen. waren ebenfalls hier Thema:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/11/29/marburg-nur-nicht-drueber-reden/

Eine weitere Einrichtung war u.a. wegen ihrer problematischen Audios/Videos, die ein Indiz auf salafistische Zuordnung darstellten, aufgefallen. Diese Videos wurden mittlerweile gelöscht:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/02/01/marburg-noch-eine-problemzone/

Badreddine Chabaoui, Vereinssprecher, sagt: „Wir sind keine Salafisten und möchten auch nicht als solche betitelt werden. Wir sind lediglich praktizierende Muslime, die ihren Glauben in Frieden leben wollen.“ Die Priorität in der Gemeinde liege auf Werten wie Güte und Frömmigkeit, Nachsicht und Barmherzigkeit seien Kernbotschaften. Weder der Verein noch seine Mitglieder „gehören irgendwelchen Sekten und fragwürdigen politischen Parteien an“. Man arbeite mit Männer, Frauen und Kindern, helfe Flüchtlingen. „Dabei bewegen wir uns in keinster Weise auf salafistischen Wegen.

http://www.op-marburg.de/Marburg/Moschee-am-Richtsberg-weist-Salafismus-Vorwuerfe-zurueck

[Im Artikel wird zwar vieles korrekt erklärt, aber die „Szene-Kenner“, auf die man sich in mehrfacher Weise beruft, bleiben unbenannt, was ein Manko darstellt. Immerhin haben ja einige der lokalen „Szene-Kenner“ eigene Interessen, die Einschätzungen beeinflussen.]

https://vunv1863.wordpress.com/2017/09/30/lila-charme-offensive/

In Reaktion auf die öffentliche Berichterstattung wohl wurde der Marburger OB Dr. Thomas Spies  Anfang dieses Jahres eingeladen:

Wer meint, bei solchen Gesprächen Fundamentalisten zur Umkehr zu bringen, hat wenig Erfahrung mit Fundamentalisten. Das funktioniert bei Personen, bei denen dieser Fundamentalismus Basis von Selbsteinstufung, Haltungen und der ganzen Persönlichkeit wurde, genauso selten wie bei Scientologen oder anderen Sektenangehörigen. Der Sturz vom selbstgezimmerten Olymp ist regelmäßig zu tief, als dass dies ernsthaft in Erwägung gezogen würde. Diese netten Bilder sollen im Wesentlichen dazu dienen, die laut gewordene Kritik abzufedern, die man an der Ausrichtung und den Betätigungen der Einrichtung begründet haben kann. Mal mit dem OB einen Tee trinken ist eine sehr schlichte Maßnahme des Marketings, um Vorwürfen zu begegnen: Man instrumentalisiert Spies als Testimonial des angeblichen Öffnungswillens.

Seit etwa 6 Wochen gibt es nunmehr einen neuen Vorstandsvorsitzenden: Badreddine Chabaoui, der oben bereits als Sprecher zitiert wurde:

Geändert hat sich aber jenseits des verbesserten Marketings wenig.

Dass sich die Ausrichtung trotz Frauenbewirtung und OB-Besuch natürlich nicht geändert hat, zeigen nämlich posts jüngeren Datums, beispielhaft:

 

Zum Netzwerk, das benannt wird:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/06/23/ausschuss-fuer-mondsichtung-deutschland/

Das ist ein radikales Netzwerk. Wer das als Autorität benennt, auch wenn der Anlass harmlos erscheinen mag, nimmt Bezug auf Kreise, bei denen die Grate zwischen fundamentaler Ablehnung der Freiheitlich-demokratischen Grundordnung, Bestrebungen zu ihrer Abschaffung und der aktiven Bekämpfung sehr schmal werden. Ein Bezug auf diesen Kreis ist ein Indiz dafür, wo man sich selber tatsächlich verortet.

Man verkündet zur Stadtgesellschaft hin das, von dem man glaubt, dass es erwünscht ist und gut ankommt, wohl damit man seine Ruhe hat und vielleicht sogar irgendwelche Fördergelder erhält (das wird schon für vordergründiges Einlenken/Wohlverhalten häufig in Aussicht gestellt). Zur eigenen Community hin hingegen bleibt man natürlich bei seinen Grundüberzeugungen. Das an sich ist statthaft. Nicht statthaft sind hingegen einige Aspekte dieser Art der Ausrichtung und dass versucht wird, die Stadtgesellschaft über diese Ausrichtung zu täuschen (wozu allerdings tatsächlich zwei gehören: einer, der täuscht und einer, der derlei Manöver mitmacht).

Teetrinken führt an diesem Punkt zu einem Abwarten, das nicht mehr zielführend ist. Teetrinken bringt keine Erkenntnisse und keine Umkehr. Sie verlagert die notwendige Debatte in die Zukunft.

In diesem Geist nämlich werden Kinder und Jugendliche erzogen. Darüber müssen auch insbesondere Lehrer aufgeklärt werden, die sonst – OB-Bild und Mondsichtungsausschuss, was der Laie für eine harmlose esoterische Spielerei halten kann – mit den entstehenden Problemen alleine gelassen werden. Die nehmen dann, wenn es zu Konflikten mit Schülern kommt, dies als „Eigenradikalisierung“ wahr und übersehen schlicht, dass dahinter Familien und Gemeinden stehen, die diese Weltsichten befördern. Prävention muss schon da ansetzen, wo die entsprechende Ideologie produziert und tradiert wird. Darüber sollte also nicht beim Tee, also im Hinterzimmer sozusagen, sondern im öffentlichen Raum diskutiert werden.

 

 

 

 

 

*
Der Förderverein residiert an der Adresse des Rathauses:

http://www.foerderverein-moschee-marburg.de/

Man beachte auch, dass durch die Namensänderung der „Islamischen Gemeinschaft in Deutschland“ (IGD) in „Deutsche muslimische Gemeinschaft“ (DMG) künftig das alte Zuordnungsspielchen von vorne beginnt:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/11/11/igd-tabula-rasa-im-internet/

Islamino.net: Prediger to go

Über eine seit längerem bestehende Prediger-Plattform

Unter der Internet-Adresse „islamino.net“ findet sich seit etlichen Jahren eine Vielzahl an Angeboten für Anhänger fundamentalistisch islamischer Ansichten und Legitimationen. Eher klassisch in der Aufmachung mit Predigten und weiteren religösen Erbauungen richtet sich diese Plattform v.a. auch an Muslime, die Predigten auf berberisch („tamazight“) hören möchten.

http://islamino.net/de/index.php

Das Angebot wird über diese Seite, über einen youtube-Kanal, aber auch neuere Dienste verbreitet. Angebote in der Berber-Sprache:

http://www.islamino.net/cat-Amazigh-162.html

Die Facebook-Seite, auf der auch Ankündigungen bekannt gemacht werden:

Islamino.net auf Facebook

Das Netzwerk ist dem salafistischen Spektrum zuzuordnen.

Einer der Prediger, der bei Islamino im Vordergrund steht, ist Mohamed Bouniss. Bouniss predigt auch in berberisch. Hier eine Übersicht über die beteiligten Prediger:

Quelle: Zusammengestellt von der Seite Islamino.net, Abruf 28.10.2018 [Screenshöt bearbeitet (zusammengeschnitten)]

Verschriftlicht, geläufige weitere Schreibweisen durch Kommata in der Zeile abgetrennt:

Mohamed Bonis, Mohamed Bouniss, Mohamed Bonis
Abdul Haq Maazouz
Abdelhak Maazouz, Abdelhak Mazouz*
Shafiq Titai, Chafik Taytay
Najib Zerouali
Hassan Abu Awis, Hassan Abo Oais
Mahdi Alloush, Almahdi Allouch
Mohamed Zrriouh, Mohamed Zaryouh, Mohamed Zriouh
Amin Hershoun, Amin Harchaoun, Amin Hershoun
Abdul Qader Abu Anas, Abdelkader Abo Anas, عبد القادر أبو أنس
Elias Tasouli, Ilyas Tsouli
Tahir Shayo, Attaher Chayo
Abdul Aziz al-Kabir, Abdel Aziz Alkabir, Abdelaziz Alcabir **
Ahmed Medhar
Sayed Bajdi, Said Benjjadi, Said Bajdi
Mohamed Bogdabab, Mohamed Boughadjab, Mohammed Bogdagab
Mohammed Lakhdar, Mohamed Lakhdar, Mohamed Lakdar
Essam Azdimousie, Issam Azdimousa
Mohammed Abu Salma, Mohamed Abo Salma
Mohammed Bilal, Mohamed Bilal
Abdul Aziz Al – Harawi
Abdelaziz Harouach, Abdel Aziz El Haroushy
Abdul Qader Shawah, Abdelkader Choua, عبد القادر ششعة
Abdul Ghani Abu Riyad, Abdelghani Abou Riad, Abdel Ghani Abou Riad
Mustafa ibn Omar, Mostafa Ben Omar, Mostafa Ben Omar
Naguib Azouag, Najib Azouagh
Saeed Dehas, Sagte Dahas
Abu Shaimaa, Abo Chaimae, Abu Shaimaa
Tayeb Ashab, Teyeb Achab, Tayeb Ashab
Nour ad-Din al-Saqli, Nourddin Saqali
Ahmed Talib, Ahmed Taleb, Ahmed Taleb
Mohammed Saidi, Mohamed Ouasaidi, Mohamed Saidi
Abdul Aziz Al Sharqi, Aziz Acherki
Abu Omaimah
Abdul Hafeez
Abdul Hamid Al-Issati, Abdelhamid Elaissati
Nour al-Din Farhawi, Noredin Farhaoui, Nour El Din Farhawi
Hassan Amari
Abu Mohammed Salman

Die Prediger gehen in verschiedene Moscheen bzw. werden v.a. in Einrichtungen von Muslimen eingeladen, die nordafrikanischer Herkunft sind. Mohamed Bouniss sei als maßgeblicher Akteur herausgestellt. Weiterlesen

Frankfurt: Kindererziehung zur Selbstschädigung

Über einen Erziehungsverein schiitischer Ausprägung in Frankfurt

Das „Erziehungszentrum Maria e.V.“ ist ein Verein, der im Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach in unmittelbarer Nähe zur Ahmadiyya Moschee residiert. Die Einrichtung ist noch recht jung und wendet sich an Eltern. Der Verein schreibt über sich:

Über uns
Erziehungszentrum Maria e.V. ist eine Initiative der erzieherische Experten , mit der Absicht die Eltern und ihre Kinder in den Schwierigkeiten in vielen Lebensbereichen wie schulischen und außerschulischen Entwicklung zu unterstützen und zu fördern. Der Verein verfolgt keine politischen Ziele und versteht seine Arbeit als ein Angebot an alle Interessierten ohne Beachtung der politischen und konfessionellen Überzeugung.[…]
[Fehler im Original]

http://www.ez-maria.de/index.php/k2-user-groups/ueber-uns/149-ueber-uns

update 24.10.2018, 12:20: Da der Verein jetzt die ganze webseite in den Wartungsmodus versetzt zu haben scheint, hier der zu Belegzwecken gespeicherte Screenshot des Sachverhalts:

Quelle: Internetseite des Vereins, Abruf 23.10.2018, 00:18 Uhr

Neben Nachhilfe, die „eingekauft“ wird (10 € pro Stunde werden Nachhilfe-Lehrern geboten), und Beratung wird als Projekt auch ein „Erzählcafe“ angeboten, das gefördert wird durch die Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration:

http://ezmaria.de/index.php/157-tell-cafe-im-erziehungszentrum-maria?fbclid=IwAR0voJCOFKCBQKUby_6NeVgnyMI0jml4x-R_R-gJZP9UPRMvpW1TFW4YcoM

Auch der Verband DaMigra unterstützt diesen Verein im Rahmen des MUT-Projekts bei diesem Angebot. Der Verband ist eine Migrantinnen-Selbstorganisation.

Der Verein wird nach aktuellem Vereinsregisterauszug geleitet von Fatemehsadat Fatemi und Fatma Bayar*.

Was bis an diesen Punkt relativ harmlos aussah, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als stramm islamistischer Verein, in dem Kinder in der Gefahr sind, indoktriniert zu werden. Der Aktivist Tariq Al Sayyid hatte auf seiner fb-Seite auf diesen Verein hingewiesen:

Im Angebot sind neben üblichen Reisen schiitischer Muslime:

Das wurde wohl entfernt. Deshalb hier der zu Belegzwecken gespeicherte Screenshot:

Quelle: fb-SEite des Vereins, Abruf 23.10.2018, 01:13 Uhr

auch Kinderangebote: Weiterlesen

Schiiten zur Kopftuchdebatte

Im ersten Halbjahr waren verschiedene muslimische Organisationen und Bewegungen aufgetreten, die gegen das politische Ansinnen auftraten, das Kopftuch bei Mädchen bis 14 oder 18 aus den Schulen in NRW zu verbannen. U.a. von der extremistischen und verbotenen Hizb ut Tahrir propagiert, konnten Islamisten z.T. auch mit Straßen-Aktionen über 170.000 Unterstützerstimmen finden.

https://www.openpetition.de/petition/online/deine-stimme-gegen-das-kopftuchverbot

Einordnung:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/04/15/kampagne-fuer-das-kinderkopftuch-islamistische-akteure/

Die Petition von Terre des femmes für Schule als neutralen Sozialraum, „Den Kopf frei haben!“, findet sich hier:

https://www.frauenrechte.de/online/themen-und-aktionen/gleichberechtigung-und-integration/kinderkopftuch

Am stärksten wurden dort sunnitische Akteure wahrgenommen. Sunniten stellen etwa 75% der hier lebenden Muslime. Doch auch auf schiitischer Seite schloss man sich der Kampagne, die die identitäre Markierung schon von Kindern als ein Freiheitsrecht vermarktet, an. Auf einer vom nächsten Umfeld der Brüder Özoguz betriebenen Webseite kann man diese ganzen Akteure einsehen.

„Vereine, Organisationen, Institutionen und Gruppen
62 Unterzeichner

Ahlu El-Bayt Versammlung e.V., Kassel
Al-Huga e.V., Northeim
Al-Irschad e.V., Berlin
Alis Weg e.V., Essen
Al Kawthar e.V., Karlsruhe
Al-Mahdi Kulturverein e.V., Bad Oeynhausen
Almustafa Gemeinschaft e.V., Bremen
Almustafa Versammlung e.V., Stuttgart
Al Nour e.V., Düren
Al-Salam e.V., Varel
Al Torath e.V., Berlin
Al Zaman Jugend, Kassel
Arabisch-Deutscher Verein e. V., Beckum
Aschura AG NRW
Das Licht e.V., Münster
Deutsche Libanesische Familie e.V., Ingelheim
Deutschlibanesische Kultur- und Glaubensgemeinschaft e.V., Hildesheim
Deutsch-Libanesischer Kulturverein e.V., Duisburg
Deutsch-Libanesischer Kulturverein e.V., Nordhorn
Die Feder, Hannover
Ehl-i Beyt Nida Kulturgemeinde e.V., Menden
Ehlibeyt Kültür Verein e.V., Nürnberg
Einheit e.V, Dortmund
Enzyklopädie des Islam, Bremen
Fatima Versammlung e.V. – Imam Mahdi Zentrum, Münster
Gemeinschaft der Mitte e.V., Köln
Gemeinschaft Libanesischer Emigranten e.V., Bottrop
Gemeinschaft Libanesischer Emigranten e.V., Dortmund
Gemeinschaft Libanesischer Emigranten e.V., Osnabrück
Gib Frieden e.V., Bremen
Helfen macht glücklich e.V., Koblenz
Hudschat an-Nisa’, Berlin
Imam Ali Kulturzentrum e.V., Gelsenkirchen
Imam Cafer Sadik Moschee, Berlin
IMZ Jugendgruppe, Münster
Irakische Sozial- und Kulturgemeinde e.V., Essen
Islamisches Imam Hassan Werk e.V.
Islamische Kulturgemeinschaft Sindelfingen e.V., Sindelfinden
Islamisches Zentrum Imam Riza e.V., Berlin
Initiative islamischer Quellenforschung e.V., Witten
Islamische Gemeinde Ludwigshafen e.V., Mannheim
Islamischer Kulturverein Prophet Muhammad e.V., Berlin
Islamischer Weg e.V., Delmenhorst
Islamisches Zentrum Osterholz e.V., Osterholz-Scharmbeck
I. Z. Salman Farsi Moschee e.V., Hannover
Kasseler Familien Verein e.V., Kassel
Libanesisch-Deutscher Kulturverein Paderborn e.V., Paderborn
Libanesischer-Deutsch Kultur e.V., Recklinghausen
Libanesische Kulturelle Versammlung Imam Al-Hussein e.V., Wolfsburg
Libanesische Kulturelle Wohlfahrtsgemeinschaft e.V., Hamburg
Muslimische Gemeinde e.V., Bochum
Muslim Sportverein Delmenhorst e.V.
Muslim-Treff e.V., Oldenburg
Muslim-TV, Bremen
Orientalisch-Deutsches Haus e.V., Augsburg
Radio Wilaya, Delmenhorst
Rat der Islamischen Schiitischen Gemeinden in Berlin/Brandenburg i.Gr.
Taha-Jugendgruppe, Bottrop
UISAE, Aachen
Verband muslimischer Familie und Partnerschaften Münster e.V., Münster
Verlag Eslamica, Bremen
Zentrum der Islamischen Kultur Frankfurt e.V., Frankfurt“

https://offenkundiges.de/stellungnahme-von-muslimischen-organisationen-und-einzelpersonen-zur-kopftuchdebatte/

Des Weiteren sind Einzelpersonen verzeichnet. Man beachte die Namenswahl manches Vereins, die wenig Hinweis auf die fundamentalistisch-schiitische Konnotation bietet.

Diese Haltung und diese Ausrichtung sollten kommunale Akteure jedoch wahrnehmen. Nicht nur Sunniten können radikal sein, sondern auch Schiiten können westliche Wertesysteme grundsätzlich ablehnen. Das ist mal pro-iranisch, mal nicht, aber die fundamentalistische Schulung der Kinder ist oftmals ganz ähnlich. Siehe dazu auch:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/10/05/iranische-kinder-propaganda-fuer-deutschland/

und

https://vunv1863.wordpress.com/2017/10/06/hizbollah-kinder-in-bremen/

Die Jungen werden häufig so weit indoktriniert, dass sie ihren Glauben absolut setzen und ggf. aggressiv verteidigen. Bei Mädchen hingegen wird zunehmend ebenfalls identitär und aggressiv aufgeladen. Dort geht es auch um die Abgrenzung und als Zeichen dieser Abgrenzung wird das Kopftuch als etwas unmittelbar zum Glauben und zur Person gehörendes definiert: Ähnlich wie bei der sunnitischen Kampagne „Nicht ohne mein Kopftuch“ von radikaler Seite (was nahtlos zur muslimbruder-konnotierten Kampagne „Nicht ohne meinen Glauben!“ passt), soll das Kopftuch, die „islamische Bedeckung“ schon für Kinder vorangebracht werden.

Diese Indoktrination zeigt sich, sobald diese Prägung auf das Erfordernis oder die Bitte trifft, bei einer Betätgung im gemeinsamen sozialen Raum doch einmal auf die Kennzeichnung zu verzichten. Das ist nichts, was frei gewählt wäre. Ein aktuelles Beispiel aus Essen: Weiterlesen