Mahnwache vom 14.02.2015

Die „Mahnwachen gegen Salafismus und die Koranverteilungen auf der Zeil“ finden seit September 2014 regelmäßig auf der Frankfurter Zeil statt.

Hintergrund ist, dass zu wenig gegen die Radikalisierung, die im Umfeld stattfindet, unternommen wird. Es gibt Nachweise, dass Jugendliche durch diese Radikalisierung den Weg nach Syrien zum IS und in den eigenen Tod fanden

Ein Augenzeugenbericht.

Mahnwache vom 14.02.2014

Heute mal an einem anderen Ort: Neben der Pizza-Hut. Von 15-17:30 Uhr . Mein Dank gilt der Frankfurter Polizei, mit der wir es heute schwer hatten und ohne die wir das heute gar nicht hätten machen können.

In kleiner Besetzung hatten wir es sofort und dann zunehmend auf bis zuletzt mit so 10-12 Antifa-Anhängern zu tun (später dann Akhis*, etwa 30, muslimische und nichtmuslimische Passanten sowie ein 5-köpfiges Team von Sabri ben Abda). Bei mindestens 3 Leuten dieser Gruppe hatte ich zudem den Eindruck, dass sie unter Drogen stehen. Schon nach wenigen Minuten wurde es sehr aggressiv mit zunehmender Anzahl von deren Seite. Von einem jungen Mann, der uns bedrohte, wir sollten die Schilder ganz flott herunternehmen, nur dann würde uns vielleicht nichts passieren, musste ich die Personalien aufnehmen lassen.

Die Antifa-Leute agierten recht ähnlich wie die islamistischen Unterstützertruppen: Möglichst dicht ran, sich das Wort Islamismus wieder und wieder erklären lassen wollen, immer wieder Provokationen, Beleidigungen, Unterstellungen und das alles im Gruppen-Maschinengewehr-Tempo, wirklich so etwas wie ein abscheu- oder hasserfülltes Gesicht. Bizarr. Wir wurden alleine schon durch diese aggressive Gruppe, die nicht zuhörte, sondern wieder und wieder gleiches Falsches wiederholte, in Anspruch genommen.

Ein iranisches Paar und wenige andere Passanten unterstützten uns spontan und hielten tapfer stand trotz der unübersichtlichen und aggressiven Lage vor Ort.

Verschiedene Bürgerinnen und Bürger machten ebenfalls zwischendurch Mut und bedankten sich für die Aktion.

Um verschiedene Passanten, die stehenblieben und diskutierten, bildeten sich Pulks von Leuten, die zuhörten oder sehr emotional mitdiskutierten. Es war heute um einzelne Teilnehmer wieder sehr eng und für manche beklemmend. Personen, die ich klar von vergangenen Aktionen wiedererkannte, leugneten, mir schon einmal begegnet zu sein. Man braucht bei diesen irrsinnigen und nervenden Aktionen gutes Standvermögen und Ruhe sowie einen stabilen Realitätssinn.
Ein Antifa-Mann bemühte sich dauernd, mir jedes Wort im Munde herumzudrehen, sofort aggressiv nachzuhaken. Egal, was ich tat: Wenn ich erklärte, genügte die Erklärung nicht (er hörte erst gar nicht zu) oder was ich sagte war „eh scheisse“. Wenn ich ankündigte, nicht mehr ihm reden zu wollen, fiel er mir ins Wort und sagte, ich täte es doch gerade. Auf ernsthafte Ansprache als erwachsene Person (er war vielleicht 32) reagierte er auch nicht.

Etwa 30 m entfernt sah man eine Männergruppe, teilweise in traditioneller islamischer Kleidung mit Army-Look gemischt. Man redete mit einem Kameramann (vermutlich Talha Kemiksiz), der Aufnahmen machte. Da mit dem Objektiv meist in unsere Richtung gezielt wurde, wollte ich mir das – die heute anwesende Polizei erachtete dies wohl als unproblematisch – näher ansehen. Als ich hinzutrat und die Aufnahmen unserer Gruppe untersagen wollte, drehte sich der Mann, der zunächst mit dem Rücken zu mir stand, um. Es war Sabri ben Abda. Mir entfuhr „ach, der Herr Sabri“, woraufhin er mich auf seinen Nachnamen verwies (das ist ja auch korrekt) und fragte, woher ich ihn kenne. Ich verwies auf den Offenbacher Prozeß vor einem Jahr etwa. Er versuchte dann verschiedene Mätzchen, worauf ich nur entgegnete, dass er solche Spielchen wie mit den Journalisten mit mir nicht machen könne, da ich seine Videos kenne. Er stellte sich dann als Opfer widriger Umstände dar, der die Geldstrafe nicht zahlen könne, da ihn als angeblicher Salafist niemand einstelle (ja, das kann ein Problem sein; ich war in diesen Momenten der Überraschung jedoch nicht geistesgegenwärtig genug, anzumerken, dass es aber für die Syrien-Trips gereicht habe…). Der Kameramann drehte weiter, was ich dann bemerkte. Ich untersagte dieses dann ein weiteres Mal, worauf der Kameramann beharrte, man filme nicht mich, sondern allgemein. Der eine Antifa-Mann, der mir seit 20 Min. an den Rockschößen hing und mich ständig provozieren wollte, war mir gefolgt und souflierte nun zur Salafigruppe hin verschiedenes. So, dass der Kameramann dies dürfe und überhaupt. Ich trat einen Schritt nebenan und raunte dem Mann zu, dass das jetzt mal unter Erwachsenen sei und gerade eine ernste Angelegenheit, er sich nicht einmischen solle und das nicht ungefährlich sei. Ich wisse, was ich tue, er aber gerade nicht. Das beeindruckte ihn nicht im Mindesten und er fuhr fort, den Salafisten Bizarres zu mir vorzugeben. Mit der von mir bekundeten Gefährlichkeit für mich schien er ganz zufrieden. Ben Abda meinte, er sei doch ganz harmlos und spreche nur… Als ich das Recht am eigenen Bild wieder reklamierte, meinte der Kameramann, er sei beim Herrn Scherzberger und ich würde von seinem Anwalt hören (worüber?). Man trollte sich dann aber doch und postierte sich 50 m weiter zum Kaufhof hin.

Zwischendurch, im Vorbeigehen erklärte mir ein Junge (wohl von der Antifa, aber ich bin mir nicht sicher), er habe alle unsere Plakate bespuckt, ich hielte jetzt seine Spucke in den Händen. Meine spontane Eingabe ihm nachzurufen „prima, da haben wir ja einen DNA-Nachweis für den Täter der Sachbeschädigung“ hat er wohl nicht verstanden.

Als dann neben den muslimischen Passanten und der Antifa auch noch die Akhis auftauchten, wurde es sehr, sehr eng. Jeder von uns war von einer Traube teilweise aggressiver Menschen umgeben und anderen, die diese Aggressionen offenkundig billigten Man stellte sich absichtlich sehr dicht hinter mich, bedrängte mich von vorne und wenn ich dann 20 cm zurückwich, machte mich der Hintermann an. Passierte genau so mehrfach, kann also irgendwie nicht so recht Zufall gewesen sein. Das waren auch immer die Antifa-Leute.

Ein junger, großer Mann war aus einer Nachbarstadt extra angereist, um uns zu unterstützen. Er besah sich die Lage und entschied sich aus Furcht gegen eine offene Teilnahme. Konkret wurde Nachgehen und Verprügeln sowie Erkennen in dieser Heimatstadt befürchtet und körperliche Auseinandersetzungen deswegen. Er blieb aber am Rand und debattierte mit. Ich bedanke mich, dass er die Angst soweit überwand.

Die Akhis fühlten sich heute sehr stark. Einem Mitstreiter wurde ein Koran in die Hand gedrückt und dann rief ein Akhi beim Herrn Sabri an, er solle nunmehr eine Konvertierung filmen. Daraus wurde zwar nichts, es war ja nur reine Provokation. Ein älterer Junge lachte die ganze Zeit, als er mich fragte, was Islamismus sei. Es wurde fragemäßig nachgesetzt und dann begann er einfach von vorn. Wollte ich aus dem Spielchen raus, wurde aggressiv gesagt, ich hätte keine Antworten.

Ein Akhi, demnächst Abiturient an einer Frankfurter Schule und IS-Anwerber nach eigenen Angaben (was bei ihm, ich kenne ihn, stimmen dürfte), gefiel sich darin, sehr primitiv zu werden. Ich halte mein Plakat immer hoch und muss dazu natürlich die Arme nach oben strecken. Das nahm er als Anlass, mir über etliche Minuten (ich war eingekreist und konnte kaum weg) immer wieder zu sagen, ich würde stinken, ich solle mich unter den Armen waschen, er würde mir auch Deo spendieren und dann wieder von vorne… Das ist nun eine häufiger zu beobachtende Masche: Man nimmt etwas, was sonst unter keinen Umständen sozial adäquat wäre zu sagen, unwahr ist, aber peinlich wäre und wiederholt das ständig. Man baut darauf, dass das den anderen verunsichert und herabsetzt und er die Kontrolle über sich wegen dieser Frechheit verliert. Da ich diese Masche seit Jahren kenne, nur von diesem Früchtchen noch nicht, zieht diese Nummer bei mir natürlich nicht.

Von Passanten gab es wieder einige interessante Infos und Hinweise.
Solche Tipps machen das Ganze neben Aufklärung und Flagge zeigen sowie den Beobachtungen immer wieder lohnend, auch wenn es heute doch recht herbe war und anstrengend.
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* Akhi = Bruder. Hier: Mitglieder der islamistischen Unterstützerszene für LIES!, die organisiert sind und strukturiert und kollektiv agieren.

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