Münchner Kindl

Hinsichtlich der islamistischen Aktivitäten gibt es Schwerpunkte, in denen die Szene jenseits der legalistischen Gruppierungen besonders aktiv ist. Eine der Städte, in der sich die Lage in den letzten Monaten verschlechtert hat, ist auch München. Vor Jahr und Tag wurde ein kleiner LIES-Stand wohl von bosnischen oder albanischen Frauen betrieben. Trotz der LIES!-GmbH im Hintergrund dürfte dieser Stand vom Radikalisierungspotential unterdurchschnittlich gewesen sein. Seit zwei Jahren haben jedoch die jungen Männer übernommen:

Noch aufgenommen von Sabri Ben Abda nebenbei.

Und hier der aktuelle LIES-Stand München vom 10.05.2015:

Lies München 150510

Quelle: fb-Seite „Die wahre Religion“

Man kann erahnen: Da sind auch Konvertiten dabei. Die jungen Muslime werden auch in manchen Moscheen angeworben, die Konvertiten eher in peer groups und auf der Strasse. Nicht zu vergessen das Internet.

Ob Muslim oder Konvertit, ob mit oder ohne Migrationshintergrund: Das sind Münchner Kinder und Jugendliche. Nicht auf dem Bild, aber auch nicht zu vernachlässigen: beiderlei Geschlechts.

Das ist oben natürlich nur das, was man sieht. Vieles andere sieht man nicht auf der Strasse. Das findet im Hinterhof oder in der Wohnung statt. In München auch in zwei Moscheen (womit München eine unterdurchschnittliche Zahl Problem-Moscheen hätte, wenn es denn stimmt).

Diese Veränderung ist nicht nur durch die Anleitung von Herrn Abou-Nagie zustandegekommen. Es zeigen sich jetzt auch die Folgen jahrelanger, nahezu ungestörter Betätigung anderer Akteure.

Zum Beispiel Abul Baraa. Abul Baraa ist seit etlichen Jahren in der Berliner As Sahaba Moschee aktiv. Dort verkehrten auch Hassan Dabbagh, Reda Seyam und Dennis Cuspert alias Deso Dogg oder seit einiger Zeit umbenannt in „Abu Talha al almani“. Neuer Beruf: International gesuchter Top-Terrorist. Abul Baraa machte und macht regelmäßige Bayern-Tourneen. Ein paar Beispiel-Videos für seine Haltungen:

So war der Herr Baraa 2010 drauf, der Islam wird angegriffen (Westergaard-Preis)

Und so 2011: Muslime verteidigen sich nur gegen Angriffe

Die Auswanderung ist Pflicht (2012)*:

http://www.myvideo.de/watch/8536225/Ist_die_Auswanderung_Hidschra_Pflicht_Ahmad_Abul_Baraa

Keine Freundschaft zu Ungläubigen (2013):

Ungläubige trauern nicht für Muslime etc.  (2014):

In München geht der Herr Baraa seit Jahren immer wieder u.a. in die Gemeinde in der Schöttlstr. 5.

Vor 10 Wochen gab es einen Bericht über Baraas Aktivitäten in Bayern. Dass der BR nun darüber berichtet, ist ja schön, aber auch der BR wurde schon vor Jahren auf diese Tourneen aufmerksam gemacht:

http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/radikaler-salafist-tourt-durch-oberpfalz-100.html

Daraus:

„Laut Bayerischem Verfassungsschutz leben rund 550 Salafisten in Bayern, davon 200 in München. Die Szene gilt dementsprechend als sehr groß. Vieles spricht dafür, dass einige aus München nach Syrien ausgereist sind oder eine solche Reise planen. Insgesamt betrifft das bayernweit 40 Salafisten. […]

Es ist vor allem ein Jugend-Phänomen, das bisher unterschätzt wurde. […]“

Jugend-Phänomen, das klingt eigentlich ganz nett. So wie unerfahren einen über den Durst trinken. Auch wenn das von einigen so eingeordnet wird: Nein, so „nett“ ist das m.M.n. nicht. Nicht alles, was *auch* Jugendliche betreiben, ist ein Jugendphänomen. Die Art, wie das ausgelebt wird, ist bei Jugendlichen vielleicht verschieden und auch die Art der Anwerbung mag anders ablaufen beim Teen. Das mag aktuell auch bei Jugendlichen gehäuft vorkommen. Aber man muss es auch sehen wie eine Sekte UND wie eine politische Strömung. Die Begriffe „Jugend-Phänomen“, „Pop-Kultur“ sind n.m.M. in der Mehrheitsgesellschaft mit den falschen Assoziationen und Konnotationen verknüpft. Das wird dem Phänomen nicht gerecht. Das beruhigt eher zu stark, sorgt für weitere Unterschätzung.

Auch der BR,vom letzten September:

http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/salafismus-muenchen-100.html

Der letzte BR-Bericht vom März hatte offenkundig keine Folgen für den Verein, von Einsicht ganz zu schweigen. Im April war der Herr Baraa denn auch fröhlich wieder vor Ort:

http://heyevent.de/event/rftwurwz3wvaaa/eilmeldung-abulbaraa-kommt-am-24042015

Und die nächste Tour steht an:

„Deutschlandtour im Süden:

Am Freitag den 12.6.15 um 20 Uhr in Regensburg

Am Samstag den 13.6.15 um 15 Uhr in Schwandorf

Am Samstag den 13.6.15 um 20 Uhr in München“

Quelle: http://as-sirat.de/

Der Herr Baraa geht also wieder Menschen fischen in 10 Tagen.

 

 

* Man muss sich wundern, dass der Herr Baraa noch hier ist.

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