Kriminell organisierte Religion oder religiös organisierte Kriminalität?

Der Kampf gegen die religiös motivierten oder verbrämten Netzwerke, die fanatisierte Anhänger zu den verschiedensten Straf- und Untaten anstiften, ist eine Querschnittaufgabe. Bislang stehen an vorderster Front dieses Kampfes vor allem Islamwissenschaftler, manchmal Soziologen und Sicherheitspolitiker. Doch zur erfolgreichen Bekämpfung bedarf es neben einer wachsamen Gesellschaft auch Politikwissenschaftler,  Sektenspezialisten (wegen manchen Aspekts der Mitgliederwerbung) und Personen, die Erfahrung in der strukturellen Erfassung organisierter Kriminalität haben. Es wird womöglich auch der einen oder anderen Gesetzesanpassung an die aktuellen Herausforderungen bedürfen.

In Belgien wurden Anfang des Jahres etliche Mitglieder des Netzwerks „shariah4belgium“ zu langen Haftstrafen verurteilt. Vorhalt und Ansatzpunkt war dort, man habe eine kriminelle Vereinigung gebildet:

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Lange-Haftstrafe-fuer-den-Guru-der-Islamisten/story/17964006

Auch in Deutschland gibt es einen entsprechenden Paragraphen im StGB, den § 129, dessen Anwendbarkeit auf die sich bildenden Strukturen man immer wieder prüfen sollte. Sicher ist dazu mehr notwendig als ein vager Anfangsverdacht und ganz sicher mehr als Spekulation. Fakt ist jedoch, dass man bereits aus öffentlich verfügbaren Quellen die Bildung von Strukturen erahnen kann, deren Existenz beunruhigen muss.

Die Frankfurter Gruppierung Dawaffm wurde im Jahr 2013 verboten. Dort waren unter der Leitung von Abdellatif Rouali, einem ehemaligen Hausmeister, seit Jahren gemeinsame Aktivitäten organisiert worden. Weitere Personen, die in diesem Umfeld agierten, nennen sich Abu Dujana (Said El Emrani), Abu Abdullah (Brahim Belkaid) oder agieren unter Klarnamen wie Bilal Gümüs, Ilyas K. oder Tunay R. (Namen bekannt). Bis zum Verbot agierte man öffentlich eher getrennt, nach dem Verbot waren die Gruppen zunehmend unter dem LIES-Logo aktiv.

Schon 2012 unternahmen Dawaffm-Akteure eine Gruppenreise mit Abou Nagie in die Türkei, wo sie auf den dortigen Sportminister Kilic trafen:

 

Dawaffm Türkei 2012

Von links: Abu Dujana, Abu Abdullah, Sportminister Suat Kilic, Abou Nagie Bild: http://www.der-kosmopolit.de/2015/07/lies-aktion-turkischer-minister.html

 

Was die Herrschaften miteinander besprochen haben, ist nicht bekannt, auch nicht, ob es sich um ein zufälliges Zusammentreffen bei einer Veranstaltung oder einen ausgemachten Gesprächstermin handelte.

Bilal Gümüs, Frankfurter „Filialleiter“ der LIES-GmbH ist seit Monaten immer wieder in Berlin, um sich dort mit Ashraf Rammo zu treffen.

 

Ashraf Rammo Gümüs Bildschirmfoto 2015-04-21 um 12.14.00

Ashraf Rammo, Bilal Gümüs, April 2015 Bild: fb-Seite von Gümüs

 

 

Bilal Berlin 150707

Gümüs vor Al Nuur Moschee, Berlin Anfang Juli 2015, Bild: fb-Seite von Gümüs

 

Und aktuell:

Ashraf Rammo Gümüs 150730

Rammo, Gümüs Ende Juli 2015 Bild: fb-Seite von Gümüs

 

Das erscheint mehr als eine bloße Männerfreundschaft. Ashraf Rammo ist nicht nur Musikmanager, sondern auch Teil eines arabischen Netzwerks. Er hat vor einigen Wochen ein schönfärbendes Lied über Gümüs Geschichte herausgebracht. Schon 2010 schrieb die Bild (wohl unwidersprochen) über ihn:

Es ist Ashraf Rammo (28), Araber und Manager des Gangster-Rappers Massiv (27). Und: Er ist kein unbeschriebenes Blatt. Er ist Mitglied einer der schlimmsten Gewalt-Gangs aus Berlin! Er war schon in Schießereien verwickelt, saß insgesamt wegen Raubüberfällen und Körperverletzung drei Jahre im Knast!

http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/ex-knacki-banden-mitglied-manager-von-gangster-rapper-massiv-11791502.bild.html

Als im Mai zwei Brüder, Berliner Unterweltgrößen, bei einem Unfall ums Leben kamen, postete er auf fb einen Hinweis auf deren Beerdigung und bezeichnete sie als „Löwen“:

 

 

Macht Bitte duah für diese beiden Brüder Allah yerhamken 2 Brüder 2 Löwen wie eine Wand die sich von ihrer Familie trennen mussten.möge Allah den angehörigen viel Geduld schenken.ahmad aref und Aziz aref möget ihr in Paradies weilen.euer tot war qualvoll daher bitten wir Allah euch in jenseits mit dem paradies zu belohnen.AMIN!

https://www.facebook.com/ashraf.rammo.12?fref=ts

Rammo war früher nicht sehr religiös. Seinen, nun ja, rechtsstaatlich problematischen Ambitionen scheint er nicht abgeschworen zu haben bzw. da nach wie vor reichlich Kontakte zu haben. Seit Monaten postet er gelegentlich Inhalte von „Die wahre Religion“ und vernetzt sich mit deren Mitgliedern. Das wird Gegenstand weiterer Recherche sein.

Was sich da bildet und zeigt, kann man für Kooperationen halten. Welchen Zweck die für die Beteiligten haben werden, wird die Zukunft zeigen.

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Galoppierender Totalitarismus

Anjem Choudary 1507030

Anjem Choudary Bild: http://www.anorak.co.uk

zuerst auf fb veröffentlicht am 29.10.2014

Salafisten, Islamisten, wie sie uns als Anhänger der „Islamischen Staates“ (IS) entgegentreten, wollen mit aller Macht zurück in die Zukunft. Sie imponieren als fleischgewordener Anachronismus, alles erscheint ihnen bereits vorgegeben und geschrieben, man muss die ideale Lebensweise nur dem Koran und der Sunna entnehmen. Ihr Utopia ist der Staat des 7. Jahrhunderts wie er von dem kleinen lokalen Herrscher Mohammed* mit eiserner Faust vorgelebt wurde. Autokratische Führung von Gottes Gnaden ist ihnen Vorbild und Ziel.

Wer dies nur als Religion sah, beging einen folgenschweren Fehler: Das sind im Kern politische Ambitionen und nur wer in den letzten Jahren sich ständig mit dem Hinweis beruhigte, es handele sich ja „nur“ um Religion, verkannte, dass es eine Säkularisierung im Islam nicht gab. Daraus ergibt sich auch die Schwierigkeit vieler sehr konservativer Muslime, sich nun abzugrenzen von den Handlungen des IS, auch wenn man vielleicht die Brutalität im Einzelnen abscheulich findet und ablehnen mag. Von den Haltungen des IS, auch wenn man den Exzess und die Steigerung ins Extreme nicht teilen mag, sich zu distanzieren, fällt schwer, auch weil es eine große Schnittmenge in den Einstellungen (der Islamwissenschaftler Abou Taam spricht von 90 %) gibt: Einen Eindruck verschafft der Blick in die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam, 1990 unterschrieben von 56 Mitgliedsstaaten, die die Menschenrechte unter den Vorbehalt von Koran und Sunna stellt.

Die Virulenz in der modernen Gesellschaft, bei manchen jungen Menschen, mag erstaunen. Man bietet Gleichwertigkeit, Gleichberechtigung und Gleichbehandlung. Das ist jedoch manchem nicht genug. Er möchte gerne ein besserer Mensch sein. Selbstempfunden und in der Wahrnehmung durch sein Umfeld. In der modernen Gesellschaft muss man sich dafür anstrengen, muss lernen und sich bemühen. Das Angebot des fundamentalistischen Islam ist ein anderes: Man ist Teil einer selbstempfundenen Elite, wenn man bestimmte Dinge schon nur unterlässt, bestimmte Dinge meidet und einige Rituale einhält. Man kann schon mehr gelten, wenn man sich nur mehr an der als heilig empfundenen Handlungsweise und Person des Vorbildes orientiert.

Da es sich um einen Menschen aus dem 7. Jahrhundert handelt, sind die Vorgaben notwendigerweise sehr schlicht. Da es sich um einen im späteren Leben autokratisch herrschenden Menschen handelte, sind seine Vorgaben oftmals brutal und mit modernen Vorstellungen kaum vereinbar. Eine Änderung dieser Vorgaben wird von fundamentalistischen Anhängern als „Bid´a“ gesehen, als unerlaubte Neuerung.

Hielt man das bislang vielleicht nur für eine bizarre Parallelwelt, so schwappt diese nun über in die Gesellschaft. Das ist alles keine Folklore, sondern zunehmend unverholen der Griff nach politischer Macht. Macht, auch dem Andersdenkenden vorzuschreiben, wie er zu leben hat. In dieser Parallelgesellschaft ist einiges möglich, die Biographien der Wortführer erinnern an Personen aus der Geschichte anderer gesellschaftlicher Bewegungen, die die Maßstäbe der Gesellschaft veränderten oder in Frage stellten. Abdellatif Rouali beispielsweise, der Chef des verbotenen Netzwerkes Dawaffm, ist im richtigen Leben Hausmeister und war u.a. Besitzer eines kleinen Ladens. Er gibt Unterrichte im Islam, versteht aber nicht einmal einfachste Behördenschreiben, wie er im Netz selbstentblössend darlegt. Von seinen Anhängern wird er aber als Lehrer für die letzten Wahrheiten gesehen, ist also in seiner Parallelwelt eine Größe. Agieren diese Anhänger zunehmend in der realen Welt, tragen ihre Vorstellungen aus dem Hinterhof in die Fußgängerzone und in die Vorstadt, so muss man auch dozierende Hausmeister ernst nehmen.

Will man wissen, wie ein Anhänger dieser politischen Strömung denkt, so muss man nur zuhören wollen, was die Vordenker der Bewegung wie der Extremist und bekannte pakistanischstämmige britische Prediger Anjem Choudary von sich geben. Sie tun dies oftmals ganz offen verfügbar im Internet, nutzen die Meinungsfreiheit dafür, der Demokratie den Kampf anzusagen:

Wir haben lange genug unter der Tyrannei von Demokratie und Freiheit gelebt!

Anjem Choudary in der Dokumentation „Das Kalifat des Schreckens“ vom 28.10.2014.

Das ist „1984“ in Reinkultur.
Krieg ist Frieden
Liebe ist Hass
Freiheit ist Tyrannei
Demokratie ist Tyrannei
usw.

Es gibt Gedankenverbrechen, es gibt Neusprech, es gibt fast alles, was in „1984“ beschrieben wurde, nebst der Entfremdung der Menschen voneinander.
Im IS wird dieses totalitäre Denken auch an den Universitäten umgesetzt:
Diese haben erfahren, dass sie verpflichtet seien, ihrer Arbeit nachzugehen, dass aber folgende Fakultäten und Abteilungen aufgelöst werden, weil sie angeblich „gegen die Scharia“ verstießen. Die Fakultäten für Jura, Politologie, Kunst, Archäologie, Sportwissenschaft und Philosophie werden aufgezählt, außerdem die Tourismusschule und die Hotelfachschule.
http://www.faz.net/…/der-islamische-staat-macht-die-univers…

Das nächste Opfer wird wohl die Lehre von der Geschichte sein. Dann würde es so sein, als ob die unerlaubten Neuerungen nie geschehen wären, die Historie nur an das flüchtige Gedächtnis der Überlebenden geknüpft. Das ist ein Utopia nach Orwellscher Prägung, der galoppierende Totalitarismus.

Will man dieser totalen Abkehr von der Moderne, diesem totalitären Gegenentwurf begegnen, will man von einer ggf. auch brutalen Umsetzung nicht überrollt werden in einigen Bereichen, muss man weg von verharmlosenden Begriffen wie „Jugendkultur“ oder „Popkultur“. Die Jugendlichen sind nur die, die man sieht und wahrnimmt. Die, die sie klammheimlich oder offener zumindest weitgehend ideologisch unterstützen, die, die sie auch lenken und anregen, sind weniger im Licht. Es wird nicht der Untergang des Abendlandes sein, dazu ist die Macht, wenn man sich auf sie besinnt, zu ungleich verteilt, der Wille, wenn man ihn denn aufbringt, zu deutlich. Aber die Probleme werden unnötig größer und schwerer in der Handhabung, wenn man eine politische Strömung nicht ernst genug nimmt. Das zeigt die Geschichte. Man sollte immer aus ihr lernen, sonst wiederholt sie sich.

.
* Wer jetzt meint, ja, aber das ist doch ein Religionsgründer usw.:
Ja, ist er, wenn es ihn als Person gab, wovon alle konservativ gläubigen Muslime ausgehen. Und friedliebende Muslime sehen in ihm auch etwas anderes bzw. reduzieren auf die Anteile, die auch erkennbar sind aus den Schriften, die friedlich und freundlich daher kommen und eher aus der frühen Zeit seines Lebens stammen. Die Person, die zentriert wird, ist dem säkularen, dem friedliebenden Muslim eine andere als den IS-Anhängern, es werden unterschiedliche Haltungen und Handlungen als Vorbild genommen. Worauf jemand seine Friedlichkeit stützt, weswegen jemand ein guter Demokrat ist, ist für die Gesellschaft sekundär. Das ist privat. Die privat gelebte Religion und die private Frömmigkeit sind nicht Gegenstand dieser kurzen Betrachtung.
Es ist jedoch notwendig, den islamistischen Totalitarismus politisch zu betrachten, weil er politisch auftritt, und er muss als islamisch betrachtet werden, weil er islamisch begründet wird. Politischen Extremismus als kulturelle Besonderheit dastehen zu lassen, ihr nicht politisch zu widersprechen, ist verantwortungslos und geschichtsvergessen.
Man kann weder den politischen noch den religiösen Aspekt hinwegdenken, will man das Problem in der Breite, in seiner Tiefe und in seiner potentiellen Wucht erfassen. Vor die Problemlösung ist jedoch die Analyse gesetzt, die hiermit grob und ganz kurz versucht wird.
http://de.wikipedia.org/wiki/1984_%28Roman%29
Der Extremist Choudary live:
https://twitter.com/anjemchoudary

Mahnwache vom 25.07.2015

Von 17-19 Uhr vor dem „My Zeil“. Vielen Dank an die Frankfurter Polizei.

Herzlichen Dank auch für die Unterstützung duch den Kurdisch-Israelischen Freundschaftsverein e.V. (KIFA).

Der widerwärtige und tödliche Anschlag von Suruc, der 32 junge Menschen das Leben kostete, die nur helfen wollten, ist kein Thema bei der Mahnwache. Ein weiteres Mal entsteht der Eindruck, als fänden diese Vorgänge völlig getrennt von der muslimischen Lebensrealität statt, als hätten diese Handlungen so gar nichts zu tun mit der extremen Auslegung des Islam. Zumindest nicht bei denen, die sich durch unsere Plakate provoziert fühlen. Die, denen schon das Wort Islamismus zuwider ist, obwohl sie es oftmals gar nicht verstehen. Die es sich aber auch nicht ruhig erläutern lassen wollen, sondern sofort und sehr stark in eine Erregung geraten, die kaum noch Diskussion zulässt.

 

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Mehrfach wird wegen Plakaten wie „Islamismus ist antiegalitär,frauenfeindlich, homophob, kreationistisch, judenfeindlich“ oder einer schlichten Auflistung der in Frankfurt aktiven Gruppen vor mir ausgespuckt, mir die Fahrt in die Hölle gewünscht. Dass mich solche „frommen“ Wünsche unbeeindruckt lassen, macht die Wünscher nur aggressiver. Einer, der mich als Höllenfutter sieht, zischt mit demselben Atemzug, dass sich wünsche, ich sei ein Mann, damit er mich schlagen könne.

Mehrfach bekomme ich mit, wie muslimische Passanten die Polizei befragen, ob ich das dürfe, was da tue. Bizarrerweise obwohl ein großes Schild dabei ist: „Friedliche und säkulare Muslime, schließt Euch an!“ Das eine oder andere Mal fragt man sich, ob überhaupt weitergelesen wird, wenn nur der Wortstamm Isl… auf einem Schild gesichtet wird.
Eine Gruppe junger Frauen jedoch lässt sich alles ruhig erklären. Sie sind entsetzt. Sie wussten das mit der Anwerbung nicht, wollten sich aber nachfolgend in den von mir genannten Beiträgen informieren.

Eine kleinere Gruppe junger Männer, möglicherweise Studenten, wahrscheinlich aus einem afrikanischen Land, gut deutsch sprechend, kommt auch nur bis zum Wortstamm. Das eine oder andere Mal erscheint der erkennbare formale Bildungsgrad nicht aktivierbar bei dem Thema. Ja, es wird eloquent gesprochen. Die Thesen bleiben aber seltsam: Ablehnung der westlichen Medien, der westlichen Gesellschaft als im Grunde verkommen.

Eine weitere kleinere Gruppe versucht über „Was würdest du machen, wenn wir uns mit einem solchen Schild gegen Christen hinstellen würden?“ zu punkten. Da mich – ich oute mich als Atheistin – das kalt lässt und ich sie dazu ermuntere, dass es auch ihr Recht sei, zu demonstrieren, wenn auch nicht gegen andere Menschen, sondern nur deren Ideen oder Strukturen, lässt sie das ganz ratlos zurück. Anscheinend hatten sie damit gerechnet, mich damit zu verstören.

Einer, der im letzten Jahr eine stärkere Rolle in der Organisation der LIES-Stände hatte, aber selten auf den Bildern war, ist wieder vor Ort wie schon vor 2 Wochen. Er hört zu, versucht dann gegenzuhalten, wenn die Debatte mit einer Gruppe junger Menschen kippt, also wenn ich nicht mehr aggressiv angegangen werde, sondern man mir zuhört. Das ist seine Minute, dann doziert er vor den jüngeren. Ich breche dann immer ab, um ihm kein Forum zu bieten. Er bleibt da, beobachtet weiter.

Etliche Passanten machen Mut und wollen gerne mehr erfahren.

Die LIES-Gruppe ist am Samstag nicht anwesend. Am Hauptbahnhof ist eine Kurden-Demo angemeldet. Die Polizei spricht von 1500 Teilnehmern. Mir war mitgeteilt worden, dass etliche bei uns vorbei schauen wollten. Nachdem sie gehört hatten, dass Gümüs und Kumpane nicht auf der Zeil sind, bleiben auch sie weg.

Die Frankfurter LIES-Aktivitäten scheinen in der offenen Form geringer zu werden. Zumindest in den letzten Wochen finden die Verteilungen nur unregelmäßig statt.

Aktionstag der Muslime war auch keine Eigeninitiative

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Fassade des Hundertwasser-Krawinahauses in Wien Bild: NnScolae, Wikipedia, freie Nutzung

Aktuell ist die Mahnwache am Brandenburger Tor vom Januar dieses Jahres (Charlie-Hebdo-Gedenken) in den Medien. Problematisch ist nicht nur die Frage der Finanzierung, sondern auch, dass dies von Parteiseite, eigentlich sogar von Regierungsseite angestoßen wurde, es aber als muslimische Veranstaltung der Öffentlichkeit verkauft wurde.

http://www.ruhrbarone.de/duennes-eis-der-parteienbeteiligung-fuer-muslimische-mahnwache/110799/comment-page-1#comment-980886

Dass dem „Eigenantrieb“ der muslimischen Verbände etwas nachgeholfen werden musste, wenn es um die Positionierung zu Taten geht, die im Namen des Islam verübt werden, ist aber nicht neu. Ebenfalls des Anschubs bedurfte es beim „Aktionstag gegen Gewalt und Terrorismus“ vom letzten September. Ich schrieb seinerzeit dazu:

Mahnwachen in Moscheen sind allenfalls erstes Zeichen gegen Extremismus, 16.09.2014

Für diesen Freitag wurde von einigen muslimischen Verbänden ein Aktionstag angekündigt. Schaut man sich die geplanten Termine für diesen Aktionstag gegen Extremismus einmal genauer an, so finden mitnichten irgendwelche Aktionen auf der Strasse statt oder neben oder an den Orten der Radikalisierung. Auch wird nicht ein Bündnis ins Leben gerufen, das die Mitglieder verpflichtet, keine Hassprediger mehr einzuladen oder Moscheevereine auffordert, solches zu unterlassen.
Nein, es werden in die beteiligten Moscheen nur Vertreter der Politik eingeladen:
http://koordinationsrat.de/detail1.php?id=150&lang=de
Bitte, was soll das? Das ist ein Aktionstag für die Presse, mehr nicht. Das richtet sich ein wenig an die Mehrheitsgesellschaft, nicht jedoch gegen diejenigen, die den Extremismus im Islam vertreten und in die Köpfe junger Menschen implantieren.
Angeblich sollen 2000 Moscheen bundesweit an der Aktion teilnehmen. Was da wohl alles mitgezählt wurde? So viele richtige Moscheen gibt es in D gar nicht:
http://de.statista.com/…/muslimische-moscheen-und-gebetsra…/
Auch dieser Aktionstag wurde – so mein Eindruck – nur eilig geplant, weil es jetzt etwas Druck gibt. Von einer wirklichen Distanzierung zum Kalifat, zu dem „Islamischen Staat“ (IS) liest man ebenfalls wenig. Das wird so vermengt, dass nichts Klares und Klärendes mehr herauskommt. Das ist definitiv zu wenig angesichts dieser Probleme:
http://www.focus.de/…/aus-deutschland-in-den-dschihad-vier-…
Wenn manche muslimische Mitbürger der Meinung sind, der IS missbrauche ihre Religion, dann sollten sie das auf die Strasse tragen. Z.B. zu denjenigen, die das ganz ungeniert in ihrer Kommune vor aller Augen betreiben. Kaffee trinken mit Politikern ist unzureichend und nur ein wenig Schaumschlägerei.
Für Frankfurt ist die Abu Bakr Moschee angegeben. Das ist die Moschee, in die u.a. der mittlerweile tote Junge Enis aus der Doku „Sterben für Allah“ und auch Kreshnik B., gegen den derzeit wegen seiner Handlungen in Syrien verhandelt wird, gingen. Dort wird morgen Bouffier erwartet. Was es – jenseits der Eigendarstellung – gegen Extremisten bringen soll, wenn der Ministerpräsident zum Schnittchenessen kommt, erschließt sich mir nicht. Wenn das ein „starkes Zeichen“ sein soll wie manche Kommentatoren meinen, dann sind wir schon sehr entwöhnt, überhaupt Zeichen aus dieser Richtung wahrzunehmen.

Und am Tag danach die Presseschau:

Kleine Presseschau zum Aktionstag des KRM, 20.09.2014

Auf der Seite des KRM wurde zwar von „2000 teilnehmenden Moscheen“ gesprochen. Kaum ein Journalist scheint diese Zahl zu hinterfragen, denn schon die Statistikseite Statista gibt diese Gesamtzahl gar nicht her. Konkret benannt wurden 9 ausgewählte Orte. Betrachtet man, was an diesen Orten, die angeblich nur für viele andere standen, gemacht wurde, so fällt auf, dass in den vom KRM angegebenen Städten der angegebene Veranstaltungsort meist als der einzige, wenn überhaupt, benannt wird. Es handelt sich um bundesdeutsche Großstädte, jeweils mit zig Moscheen.
http://koordinationsrat.de/detail1.php?id=150&lang=de
Ausgewählte Orte nach KRM:
1. Berlin: (Programm Beginn: 13:30 Uhr)
Jenseits der Aktion in der Mevlana Moschee ist nichts zu finden.
http://www.berliner-zeitung.de/…/mevlana-moschee-in-berlin-…
Petitesse von dem Imam Sezan Cakan
„Allah mache keinen Unterschied zwischen Herkunft und Nationalität von Menschen.“
Interessant, worauf da abgestellt wird. Aber er macht einen Unterschied im Bekenntnis und im Geschlecht. Aber das sagt wieder keiner.
2. Oldenburg:
Wohl eine kleine Mahnwache nach dem Freitagsgebet.
http://www.nwzonline.de/…/muslime-setzen-ein-zeichen_a_18,0…
3. Mölln:
Da hat es wohl nur ein Pressestatement gegeben:
http://www.faz.net/…/deutsche-muslime-wer-angst-hat-kann-vo…
4. Hannover:
Hier wird nur die Veranstaltung mit Maizière benannt. Von weiteren wird konkret nichts bekannt, es tauchen aber die ominösen „2000 Moscheen“ auf.
http://www.welt.de/…/De-Maiziere-besucht-Moschee-bei-Hannov…
5. Bielefeld:
Hier ist von einer „zentralen Aktion“ die Rede. Von weiteren wird konkret nichts bekannt, es tauchen aber wieder die ominösen „2000 Moscheen“ auf.
http://www.welt.de/…/Muslime-stellen-sich-gegen-Hass-und-Un…
6. Frankfurt:
s.u.
7. Stuttgart:
Jenseits der Veranstaltung mit Öney hat wohl nichts weiter stattgefunden.
http://www.welt.de/…/Muslime-im-Suedwesten-sprechen-sich-ge…
8. München:
„15 Imame unterstützen eine Erklärung auf Initiative des vielleicht bekanntesten Imams Deutschlands, Benjamin Idriz aus Penzberg (Kreis Weilheim-Schongau). Er will in München eine große Moschee errichten und hat derzeit mit manchem Rückschlag zu kämpfen. Das interessiert beim Aktionstag aber nur am Rande. Die 16 Imame aus München und Oberbayern setzen ein Zeichen. Sie haben eine gemeinsame Erklärung vorbereitet, die „Nicht im Namen Allahs und nicht in unserem Namen“ heißt.“
http://www.ovb-online.de/…/kein-terror-namen-islam-3882329.…
Klartext: Ohne diese Initiative dieses Imams, der aber aktuell ein Moscheebauprojekt vorantreibt, wäre wohl jenseits des Auftrittes von Aydan Özoğuz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration in der
Türkisch islamischen Gemeinde zu München e. V. wenig bis nichts passiert.
9. Hamburg:
„Die Veranstalter schätzen, dass an dem Aktionstag in der Centrum Moschee als EINZIGEM Hamburger Veranstaltungsort rund 1500 Menschen teilgenommen haben.“
http://www.abendblatt.de/…/Protest-hunderter-Hamburger-Musl…

Vorläufiges Fazit:
Eine reine PR-Aktion, die auf Druck der Regierung (siehe hr-Bericht) zustande kam.
Überzeugung und Überzeugendes sieht anders aus. Leider.

In der Hessenschau vom 19.09.2014 wird über den Aktionstag in der Frankfurter Abu Bakr-Moschee berichtet. Die Politprominenz, der Herr Mazyek und der Herr Graumann, damals noch Vorsitzender des Zentralrats der Juden, waren zu Gast:

http://www.hr-online.de/website/archiv/hessenschau/hessenschau.jsp?t=20140919&type=v

Von 0:30 bis etwa 6:30

Die Abu Bakr Moschee hat in den vergangenen Jahren immer wieder den belgischen Hassprediger Tarik ibn Ali zu Gast gehabt. Der Herr Mazyek verkündete einen Monat später in einem HR-Interview, er habe sie „wegen der schönen Architektur“ gewählt.

Mittlerweile ist diese Gemeinde jedoch Neumitglied im Zentralrat der Muslime.

Anscheinend hatte außer dem Herrn Siefert vom HR bundesweit kein einziger Journalist mal das Zustandekommen dieses Aktionstages hinterfragt. Alle haben die Marketingstory von Herrn Mazyek gekauft und gefeiert. Die Politik war voll des Lobes. Ob die Lobenden immer um das Zustandekommen wußten? Die Finanzierung wird da nicht problematisch gewesen sein: Das konnte die Abu Bakr Moschee sicher mit Bordmitteln stemmen. Aber der mangelnde Eigenantrieb, dass die Politik die muslimischen Verbände zu Aktionen treibt, die sie dann selber abfeiert – ja, das ist schon bizarr. Das hat was von Kino.

Man kann sich anderes wünschen.
Wünsche alleine ändern die Realität jedoch nicht.

Ernst, blutiger Ernst

Von nicht wenigen Personen werden die jungen Männer und Frauen, die der IS-Ideologie anheim fallen, wie verirrte Kinder gesehen. Kinder, denen man noch fast alle kindlichen Eigenschaften zubilligen möchte: Noch unreif, wenig in der Lage, differenzierte Urteile zu fällen und im Grunde kindlich ungefährlich, wenn auch ein bisschen fehlgeleitet. Kinder, die durch die Diskriminierung in der Gesellschaft das wurden, was sie nun sind.

Das ist eine Sicht auf fanatisierte und bösartige Personen, die mehr über den beschreibenden Menschen aussagt als über die betrachtete Person. Sie bezieht nämlich alle Projektionen mit ein. Es ist eine Projektion, wie sie in friedlichen Gesellschaften entstehen kann, in denen schon der falsche Blick in einen Dirndl-Ausschnitt ein tagelanger Aufreger ist und ähnliche Belanglosigkeiten. Wer sich über so etwas aufregt – ohne das vergleichen zu wollen – hat als Person, als Gesellschaft keine echten Probleme, erkennt sie nicht oder will sich und andere von ihnen ablenken.

Nein, da ist nichts kindlich.
Das ist bei vielen ein Fehleindruck. Nicht wenige sind nicht diskriminiert worden, auch wenn das vorkommt, sondern haben nur keinen gesonderten Platz, keine herausragende Stellung. Sie gehen zur Schule oder Uni, machen Ausbildungen. Sie fahren normale Autos oder noch gar keines. Das Normale ist einigen aber schon persönliche Herabsetzung. Sie haben ein überbordendes Selbstwertgefühl, einen Lebensentwurf, wonach sie ohne besondere Leistung etwas besseres sein wollen. Und zwar auf klassisch faschistoide Weise: Man erkennt anderen Menschen wegen ihrer Gruppenzugehörigkeit Wert und Rechte ab, um die eigene Gruppe über sie stellen zu können. Das Normale genügt in dieser Selbstsicht nicht. Es genügt nicht, Pizzabote zu sein oder Student, Schülerin oder junge Mutter. Nein, man ist Herrenmensch, am besten imaginierter Herrscher über Leben und Tod anderer. Wer noch an der Bösartigkeit mancher dieser junger Menschen zweifelt, der betrachte sich beispielhaft dieses facebook-Profil:

https://www.facebook.com/bero.montana?fref=pb&hc_location=friends_tab

Der junge Mann, aus Dinslaken stammend wie die „Lohberger Brigade“, von denen einige mittlerweile tot sind, hat als Titelbild eine Hinrichtungsszene. Eine Szene, in der knieenden gefesselten Gefangenen nicht nur einfach in den Kopf geschossen wird, sondern wie ihnen das Gesicht förmlich weggeblasen wird. Ihr Kopf explodiert, ein Bild, wie man es nur mit einer guten Kamera überhaupt hinbekommt. Um so ein Bild zu erhalten, muss man schon einiges an Material durchforsten oder man ist Teil eines Netzwerks, dass sich durch Weiterreichen solcher Bilder gegenseitig hochschaukelt. Er selber hat sich militärisch anmutende Kleidung besorgt und stellt sich in ihr zur Schau.

Vor 6 Jahren spielte Murat Semjani Fussball, war auf einer Dinslakener Berufsschule.

Murat Demjani Disnlaken 150725:
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dinslaken/sport/dernjani-huetet-rws-tor-aid-1.1024440

Danach fand bei ihm eine Gehirnwäsche statt, wie sie bei einigen der Dinslakener Jugendlichen verfing. Und wie man sieht, ist dieser Schoß noch fruchtbar. Er lebt hier mitten unter uns.

In der Klarheit und Bösartigkeit dieser Selbstdarstellung muss man konstatieren, dass dieser Dinslakener sich als Soldat einer fremden Armee sieht, der nur zufällig noch in Dinslaken ist. Wer so ein fb-Profil macht, hat in seiner Wahnwelt schon etliche Male getötet, er fiebert es geradezu herbei, zu morden.

Da erscheint mindestens aktuell keine Grundsozialisation mehr verfügbar, auf die zurückgegriffen werden könnte. Die Gehirnwäsche macht aus Ersatztorwarten imaginierte Kampfroboter. Wenn dieser junge Mann töten könnte, würde er es tun.

Daran müssen wir alle ihn hindern. Dazu müssen wir als Gesellschaft aber endlich begreifen, dass das alles kein Spiel ist, sondern blutiger Ernst.

Bildungsbeauftragter Vogel empfiehlt Bilal Philips

Pierre Vogel, Salafistenprediger und Abiturient (über alles Weitere gehen Meinungen und Meldungen auseinander) hat pünktlich zum Ferienbeginn warme Empfehlungen für andere Abiturienten parat:

„Da jetzt alhamdulillah viele Geschwister Ihre Abitur Zeugnisse bekommen haben und evtl unentschlossen sind, möchte ich euch auf den Bachelor Studiengang islamic Studies an der islamic online University aufmerksam machen. Ihr könnt euch auf folgendem Link informieren:

http://www.islamiconlineuniversity.com/bais/curriculum.php

Frühere Gelehrte sagten:“ Es gibt nichts besseres als das Streben nach Wissen mit aufrichtiger Absicht“
Willst du nicht endlich Klarheit? […]

Nimm dir vor ein Prediger zu werden, um zum Guten aufrufen zu können.“

Weiter hier:

https://www.facebook.com/PierreVogelOffiziell?fref=ts&hc_location=ufi

Bilal Philips ist ein international bekannter Hassprediger:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bilal_Philips

Das ist ein Mann, der u.a. vielen anderen widerwärtigen Dingen die Todesstrafe für Homosexuelle fordert und den man in Deutschland nur von hinten sehen will.

 

VLUU L110 / Samsung L110

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Vogel und Philips auf dem Goetheplatz in Frankfurt September 2011

Bild: Wikipedia, User Blogotron
Der Herr Vogel aber möchte also, dass seine jungen „Geschwister“ dort „studieren“. Nicht, dass sie in der realen Welt etwas mit diesem „Studium“ anfangen könnten. Vielleicht können sie werden wie Pierre Vogel selber, was aber nun – in der realen Welt – auch kein erstrebenswertes Ziel sein kann. Von Hasanat in den Mund leben mag für eine gewisse Körperfülle ausreichen; eine echte Karriere sieht aber sicher anders aus als andere auf das Jenseits vorzubereiten.

Die „Examina“ dieses jenseits Salafi-Kreisen wertlosen Bildungsweges sind hier im Raum übrigens an einem afrikanischen Kulturverein in Frankfurt Fechenheim, der African Muslims Association e.V., Sontraer Str.15, in Mainz in der bekannten Al Nur Moschee des Arab Nil-Rhein Vereins in der Mombacher Straße 67, und in Rüsselsheim in der Othman Ibn Affan Mosque, Kobaltstraße 13 abzulegen.

http://web.archive.org/web/20150928113026/http://www.islamiconlineuniversity.com/bais/approved-exam-center.php

Im Vergleich zum letzten Mal, als ich auf die „Centers“ schaute, was vor etwa einem halben Jahr war, haben sich diese Orte in Deutschland übrigens reichlich vermehrt. Rausgefallen ist die Tauhid-Moschee Offenbach (die Moschee, vor der sich immer noch LIES-Aktivisten treffen und vor der das Report Mainz-Team angegriffen wurde), an der bis vor einiger Zeit „Schwestern-Examina“ angeboten wurden. Vielleicht hat sich meine Kurzintervention bei einem der Imame der Moschee doch gelohnt und es wurde unterbunden.

Der Herr Vogel scheut sich also nicht, junge Menschen auch auf diesen fatalen Weg zu leiten. Da muss man selber ja gar nicht öffentlich die Todesstrafe für Homosexuelle fordern. Da bleibt die Vogel-eigene Weste ganz sauber. Es genügt, entsprechende Bildungseinrichtungen zu empfehlen. Da ergibt sich dann alles weitere von alleine. Dann ist der Herr Mazyek mit seinem Twitter-Freund Bilal Philips auch nicht mehr so alleine, wenn den „Onkel Pierre“ auch noch empfiehlt.

Frankfurt, total normal: Muslimbrüder im öffentlichen Gebäude

Die Muslimbrüder, in Frankfurt u.a. im Gewand der „Islamischen Informations- und Serviceleistungen e.V.“, waren schon mehrfach Thema, u.a. hier:

https://vunv1863.wordpress.com/2015/05/09/der-nette-muslimbruder-von-nebenan/

Diese Einrichtung bzw. diese Gruppierung begeht am Samstag das Eid Fest.

 

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Bild: http://de.slideshare.net/zooooni/muslim-brotherhood

 

Bei etwa 300 geladenen Personen, von denen nur ca. 70 zugesagt haben, wäre das problemlos auch im eigenen Gebäude möglich gewesen. Man möchte jedoch in die Stadtgesellschaft hinein, in die es schon viele, viele ungute Verflechtungen gibt, und wählte daher wohl einen neutralen Ort. Die geschickte Öffentlichkeitsarbeit wird in Frankfurt übrigens wohl professionell amtlich unterstützt. Ganzheitliche liebevolle Betreuung von Verfassungsfeinden also. Räume, Know how, da fühlt man sich doch so richtig wohl.

Das EID Fest begehen die Muslimbrüder jedoch nicht irgendwo, sondern im traditionsreichen Saalbau Griesheim:

https://www.facebook.com/events/586050054871495/

Die Saalbau GmbH ist eine 100 % Tochter der stadteigenen ABG Frankfurt Holding. Aus dem Leitbild:

Wir bieten in Frankfurt am Main den Rahmen dafür, dass sich Menschen verschiedener Generationen, Milieus und aller Kulturen treffen können. Dabei erfordert die Verantwortung gegenüber unseren Kunden und Gästen, aber auch gegenüber unserer Auftraggeberin, der ABG FRANKFURT HOLDING, und unseren Mitarbeiter/innen ein erfolgreiches und klar kostenbewusstes und umweltfreundliches Handeln.

Unser wirtschaftlicher Erfolg stellt sicher, dass die SAALBAU auch in Zukunft ihre gesellschaftlichen Aufgaben erfüllt, Begegnungen möglich macht und damit einen wichtigen Baustein für das kulturelle und gesellschaftliche Miteinander in Frankfurt am Main darstellt.

Damit ist sicher nicht das Zusammentreffen mit Milieus gemeint, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

Der Hessische Verfassungsschutz meint zu den Muslimbrüdern:

Mit vordergründig positiven Aktivitäten im Alltag soll die islamistische Ideologie der MB in Staat und Gesellschaft etabliert werden.

Völlig korrekt. So ein gemeinsames Fest und Essen ist ziemlich positiv und ziemlich vordergründig. Im Hintergrund gibt es dann weitere Verflechtungen, Kontakt zu Stadt-Honoratioren als Testimonials. Und ganz hinten steht die Ideologie. Ebenso festgefügt wie verdeckt. Ob das keiner bei der Stadt Frankfurt weiß? Vielleicht ist die Vergabe an eine solche Gruppierung ja auch nur besonders ausgebufftes Manöver: Da kann man viel, viel besser beobachten als in der Mainzer Landstraße 116.

Spaß beiseite: Wie kann eine Tochter der Stadt Frankfurt Räume vergeben an eine Gruppierung, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird? Ist da er Kompass noch in Ordnung? Hat man einen?