Lies Frankfurt – gestern, heute, morgen

Die auf der Strasse sichtbaren Aktivisten von LIES! dienen nicht nur der Koran-Verteilung und der direkten Mission. Sie stellen auch den repräsentierten Teil der Gruppierung gegenüber Spendern und der eigenen Community im Netz dar.

Insofern werden Fotos von den Infoständen gemacht, um die Aktivität gegenüber diesen Spendern zu dokumentieren und neue Mitstreiter zu gewinnen.

Die Frankfurter Gruppierung leidet seit einiger Zeit unter optischem Schwund, der einen realen Schwund bei dieser Form der Missionierung darstellen kann, aber nicht muss. Bei unverändert wachsender Gemeinde und steigender Anzahl sich von der Gesellschaft abkehrender junger Menschen, mag sich nicht jeder dort präsentieren und will auch nicht jeder seine radikalen Sichten derart dokumentiert wissen. Die Jungen und Männer am rande und im Hintergrund sah man kaum auf den Fotos und nur selten in Videos.

Bilal Gümüs, Frankfurter Abteilungsleiter der LIES!-GmbH, stellt in letzter Zeit vermehr Alt-Bilder ein. So postet er zum 4. Jahrestag der Frankfurter Aktion dieses alte Bild:

 

 

Zum Vergleich ein durchaus derzeit typisches Bild der letzten Aktion:

 

 

[Man beachte die exakt gleiche Zahl likes bei den Bildern.]

 

Das mag an der überregionalen Einbindung und Beschäftigung von Herrn Gümüs, der ein sehr aktiver Vernetzer in die Sossenheimer Szene war, liegen. Es kann auch am bürgerschaftlichen Gegenwind durch die Mahnwache liegen und an den vermehrten Personenstandkontrollen. Der Schwund ist relevant auch durch die Abreise vor einigen Monaten von Aktivisten nach Syrien bedingt, dem nicht mehr Aktivisten in gleicher Zahl als Ersatz folgten.

Natürlich gibt es immer Schwankungen und noch letztes Jahr waren LIES!-Aktionen zu beobachten, an denen sehr viele junge Menschen teilnahmen, v.a. wenn sich Personen wie Sven Lau ankündigten.

Andere Aktivitäten wie Grillfeste gab es dieses Jahr wohl nicht. Zu diesen Grillfesten wie hier in 2014 waren Szenegrößen wie Abdellatif Rouali und Bernhard Falk geladen:

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/polizei-kontrolliert-salafisten-treffen-sich-in-frankfurter-waeldchen-12992377.html

Das zog natürlich eine Menge Personen.

LIES! Frankfurt scheint also bei unverändertem Zulauf zu der Szene auf einem absteigenden Ast. Die Frankfurter Szene verlagert sich, diversifiziert sich, trifft sich woanders und in anderen Formen. Das wird man genau beobachten müssen, auch wenn es der Beobachtung weniger leicht zugänglich ist.

Denn die Personen mit faschistoidem bzw. totalitärem Gedankengut werden weiterhin da sein und aktiv sein, auch wenn die LIES!-GmbH dereinst verboten wird. Es wird andere Formen geben. Diese gilt es frühzeitig zu erkennen und gegenzuwirken.

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