US: Charme-Offensive der Muslimbrüder 2016

Die Muslimbrüder agieren auch in vielen westlichen Ländern, in denen sie eine deutliche Minderheit stellen, oftmals sogar unter den Muslimen. Ungeachtet dessen ist ihr Anspruch politisch, sie wollen Gesellschaft nach ihren Vorstellungen umgestalten. Das ist – sofern es gewaltfrei geschieht – durchaus legitim. Weniger legitim ist es jedoch, die Zugehörigkeit zur Muslimbruderschaft nicht offen zuzugeben, was eine politische Gegenhaltung zu den politischen Ansprüchen erschwert und erschweren soll: Man gibt sich im Marketing gerne moderat. Unter dem Mäntelchen des Liberalen, von Dialogbemühungen etc. steht jedoch die knallharte Ideologie, der Fundamentalismus. Diese Masche ist in Deutschland höchst erfolgreich, mit einem Schutzschild aus heißer Luft dringt man mit den Muslimbrüdern im Gepäck bis in höchste Kreise vor, die oftmals nur zu gerne glauben wollen, was man ihnen vorgeblich liebedienerisch darbietet. Der Mummenschanz ist erforderlich, da die Muslimbrüder vom Verfassungsschutz beobachtet werden. So ist man bei den Namensgebungen kreativ und schiebt die persönliche Ebene vor: Seht her, können DIESE Augen lügen? Nicht doch.

In den USA z.B. agiert man offener, die Zugehörigkeit wird nicht verschleiert, man hält offen Kongresse ab.

 

 

Ein Blick in so andere Länder wäre für die politisch Tätigen sehr notwendig. Man erkennt, was ähnlich verläuft. Man erkennt übliche Handlungs- und Argumentationsmuster. Man denkt langfristig, was dem oft nur noch auf Sicht fahrenden westlichen Politiker fremd geworden ist und in der Beharrlichkeit und Langfristigkeit auch zu mühsam: Dieser eine kleine Baustein, was schadet da das Nachgeben? Die Summe macht es und das Gewirr aus persönlichen Beziehungen, die *auch* von politisch Tätigen manchmal für Freundschaft gehalten werden, tut da sein Übriges. So werden Claims abgesteckt mit Zuckerbrot und Peitsche.

In den USA steht schon einmal die Planung der Muslim Brüder für 2016, ganz frisch vom 21.12.2015:

1) Register one million new voters prior to the 2016 election cycle,

2) Build a bridge between the Muslim Brotherhood and non-Muslim Americans to enhance their understanding of American Muslims and Islam through a “One American Campaign”,

3) Establish a “National Open Mosque Day”,

4) Form new and strengthen existing alliances with interfaith partners, social justice groups, and other minority communities, and

5) Address the rising number of [alleged] hate crimes by increasing emergency preparedness for Islamic institutions and individuals in the community.

https://www.centerforsecuritypolicy.org/2015/12/22/muslim-brotherhoods-uscmo-launches-2016-political-campaign/

Wem jetzt das eine oder andere bekannt vorkommt, liegt richtig.
Damit soll den Kandidaten eine Karotte gereicht werden. Das Programm ist im Allgemeinen eher auf die Mehrheitsgesellschaft gerichtet, gute Stimmung von den und für die Fundamentalisten.

Gleichzeitig wird man deutlich:

If you as a political candidate choose to spew hatred, bigotry, and to vilify Muslim Americans, you do so at your own political risk. We will use every democratic, small d, democratic means and political strategies to ensure you, your candidacy never succeeds.

Es ist zu bezweifeln, dass sie dies können, aber der eine oder andere politisch Aktive zumindest hierzulande ist alleine schon durch eine solche Drohung zu erschrecken, anstatt in Ruhe Politik für alle zu machen. Anhören ja, aber solche Stellungnahmen zeigen dann doch eher auf, dass man dem Gesprächspartner nicht zutraut, dass er das von alleine einhält.

Man wird sehen, ob und welche Zugeständnisse von den Kandidaten kommen (nicht von allem mag man da öffentlich erfahren).

Natürlich sind pauschale Verunglimpfungen inakzeptabel. Was allerdings alles als Beleidigung gewertet wird – nun, da gehen die Meinungen auseinander.

Beim deutschen Arm der Muslimbrüder fühlt man sich, nimmt man prominente Vertreter her, durchaus schon bei der Frage nach Demokratiekompatibilität beleidigt. Geht gar nicht, dass man da mal nachfragt, eine Frage, die jedoch durchaus berechtigt ist, wenn es zwischen „die Scharia ist demokratie-konform“ und Beobachtung durch den Verfassungsschutz ganz viele offene Fragen gibt. Das ist dann meist das Ende des Charmes, da wird es erst ärgerlich, dann verbal aggressiv.

Man darf also auf des deutsche Programm gespannt sein, denn einige der Punkte haben wir hier bereits. Wir werden es lesen, hören und sehen, denn der Medienmann u.a. der Muslimbrüder ist ja immer vorne dran, wenn er mit seinem kleinen Verband, dessen reale Mitgliederzahl er nicht nennen mag, vorgibt, für die Muslime Deutschlands zu sprechen. Glücklicherweise tut er das nicht.