Muslimische Melange

Eine kurze Betrachtung zum Bericht über Wiener Kitas

Mit einer Vorstudie wollte man in Wien der Frage nachgehen, wie es um Ausrichtung, pädagogische Herangehensweise und gelehrte Inhalte an Wiener Kindertagesstätten und -gärten aussieht, die als muslimische Einrichtungen erscheinen. Dieses Projekt wurde vom 01.07.2015 bis zum 31.01.2016 am Institut für Islamische Studien an der Universität Wien durchgeführt bzw. in dieser Zeit wurden Daten erhoben, recherchiert und Gespräche geführt. Schon die klare Zuordnung und Klassifikation erwiesen sich allerdings als unerwartet schwierig.

Da sich islamische Kindergärten und Kindergruppen – wie aus dem Vereinsregister ersichtlich – meist nicht als explizit „islamisch“ titulieren, musste eine breitere Recherche angestellt werden. Solche Kindergärten bzw. Kindergruppen wählen in der Regel Bezeichnungen wie „Bildung“5 , „Multikulturell“6 , „Integration7 “, „Dialog“8 oder nationale Namen9 bzw. arabischislamische Namen10. Durch eine derartige Recherche konnten zahlreiche islamische Kindergärten und -gruppen ausfindig gemacht werden.“ S. 9 f. Weiterlesen

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Genderapartheid ante portas

Die Trennung des männlichen und des weiblichen Lebensbereichs ist eine Gestaltung der sozialen Zone, die seit einigen Jahren mehr oder weniger verdeckt wieder vorangetrieben wird. Im Unterschied zu „Sex“ oder „Geschlecht“ bezeichnet Gender das soziale Geschlecht, die gesellschaftliche Zuordnung und die jeweils für dieses Geschlecht als angemessen oder untypisch oder gar verboten zugeordneten Verhaltensspannbreiten oder Handlungsoptionen. Genderapartheid ist demnach die unterschiedliche Behandlung der biologischen Geschlechter und die Zuordnung von Geschlechterrollen. Einschränkungen im Vergleich zum jeweils anderen Geschlecht betreffen beide Geschlechter, jedoch stärker Frauen, da diesen meist mindere Rechte und eine untergeordnete Stellung zugewiesen wird.

Gleichberechtigung und der gleich mögliche Zugang von Frauen zu allen Lebensbereichen ist ein Kernmerkmal unserer demokratischen Gesellschaft. Wer dieses Kernmerkmal angreift und in Frage stellt, stellt die gleiche Behandlung und die gleichen Rechte von Menschen generell in Frage.

 

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Das Ende vom Lied Bild: http://rawa.org/beating.htm , Taliban schlägt Frauen

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Islamismus-Marketing

Wie Islamisten stubenfein werden

„Islamismus“ ist wichtiger Begriff. Er dient der Abgrenzung des privaten Glaubens von dem politischen Anspruch. Islamismus zielt auf eine andere Gesellschaftsordnung ab, auf eine, deren Gesetze nicht durch Menschen demokratisch bestimmt werden, sondern deren Regeln angeblich göttlich bereits vorgegeben sind. Die Gesetze sind somit schon geschrieben und für alle Zeiten bindend. Gültig sind sie auch für alle Menschen gleichermaßen. Nicht nur der eigene Lebenswandel soll also bestimmt werden durch die Religion, sondern möglichst aller anderen auch. Das gesamte gesellschaftliche Zusammenleben wird somit von der Religion durchdrungen.

 

 

Islamistische Gruppierungen sind demnach solche, deren eigentliches Bestreben auf die Weiterlesen

Das Herings-Prinzip

Wie islamistische Gruppierungen die Öffentlichkeit narren

Heringe haben ein wichtiges Überlebensprinzip: Sie treten im Schwarm auf. Durch dieses kollektive (dort instinktive) Verhalten wird der an dem Fang interessierte Räuber verwirrt und kann sich kaum auf einen einzelnen Hering konzentrieren: Den fangen oder lieber den oder welchen denn nun? Wem schwimmt er nach und wem nicht? Ein entscheidungsunfreudiger Thunfisch verhungert so schon mal inmitten lauter Beute.

So weit die Metapher aus der Biologie.

 

fishes

Islamistische Gruppierungen tendieren dazu, viele lokale Einzeldependancen zu gründen. Dieses Prinzip ist von Gülen bis hin zu den islamistischen Hilfsvereinen zu beobachten. Viele Vereine heißt, dass mühsam und mit rechtsstaatlicher Gründlichkeit die ideologische Ausrichtung und nachfolgend die mutmaßliche Zugehörigkeit nachgewiesen werden muß, bevor auch nur ein klarer Satz von öffentlicher Seite geäußert wird. Denn mittlerweile fürchten öffentliche Stellen, dass sie sofort verklagt werden, sogar wenn die Vorhaltungen stimmen, aber die Indizienkette einen winzigen Spielraum für Verfahren bietet. Manches Mal sogar dann, wenn es ziemlich wasserdicht ist, wird der Gang vor den Kadi angetreten oder angedroht: Verfahren werden gescheut, das weiß die Gegenseite und so kann sie über die Instanzen und mit Anwälten, die verschiedene juristische Mätzchen aufführen, auf Zeit spielen oder unliebsame Wahrheiten im Keim zu ersticken versuchen. Dann ist da noch der Datenschutz – für unbescholtene Bürger zu deren Freiheitsrecht und -gefühl ersonnen und meist ja auch völlig angemessen. Tarner und Täuscher, Personen bei so unehrbaren Betätigungen wie Organisierter Kriminalität bis zum Jihad-Geldsammeln, schützt dies jedoch genauso. Weiterlesen

Mahnwache vom 13.02.2016

Von 15-17 Uhr vor dem „My Zeil“. Ein besonderer Dank an die Frankfurter Polizei. Die Kollegen harrten in kaltem Nieselregen aus.

Einige junge, „westlich“ gekleidete Frauen kamen näher und meinten, das Plakat (Aufschrift „Mahnwache gegen die islamistische Strassenradikalisierung usw.“) sei rassistisch, ich solle das lassen. Auf meine erstaunte Gegenfrage, wo sie denn Rassismus im Text sähen, meinten sie, die Botschaft wende sich gegen alle Muslime. Ich führte aus, dass es allgemein um Islamismus ginge, also um eine Ideologie, und speziell um die Männer, die am gleichen Ort üblicherweise Korane verteilten und die eine fundamentalistische Lesart verträten. Privater Glaube, private Ausübung nur für die Person selber seien uns völlig egal. Eine der Wortführerinnen, vielleicht 20-25, die sehr bestimmend war, meinte, das Wort Islamismus gebe es gar nicht, Ich verwies auf Verfassungsschutz und Wissenschaft, was sie unbeeindruckt lies: Sie nannte „Islamismus“ einen „westlichen Propagandabegriff“.  Es war erkennbar, dass sie sich mit der Sache, mit einer innermuslimischen Abgrenzung des radikalen und politischen Islams, noch nie beschäftigt hatte, aber „wusste“, dass dies „Propaganda“ sei. . Sie lehnte das rundweg ab. Sie sei Muslima und daher wisse sie, dass es keinen Islamismus gebe. Auch die allgemeine soziale Sorge zählte nicht. Sie sprach mir ab, mich darum überhaupt bekümmern zu dürfen, Das seien alles Weiterlesen

Gut im Glauben – schlecht in Anatomie

Die Arabische Medizin hat durchaus einen Ruf. Leider nicht die heutige – das ist etwa 1000 Jahre her. Zu Zeiten von Avicenna (arab. Ibn Sina) wurde in seinem Alterssitz Isfahan Medizingeschichte* geschrieben – es entstanden Werke, die über Jahrhunderte genutzt wurden. Nicht weil sie ihrer Zeit so weit voraus gewesen wären, sondern weil Forschung, die im anatomischen Bereich nun mal auch mit der Sektion von Menschen zum Funktionsverständnis verbunden ist, schlicht nicht stattfand. Avicenna war seinerseits von griechischen Lehren (Hippokrates, Galen) beeinflusst. Man hielt die Werke der Alten für den erreichbaren Stand und übte sich im finsteren Mittelalter lieber im vermehrten Gebet. Auch in der muslimischen Welt schritt man nicht mehr wesentlich voran. Von konservativen Muslimen ohne naturwissenschaftliche Kenntnisse werden ibn Sina und seine Sichten gerne als Monstranz durch das medizinische Dorf getragen. Das ist der Leuchtturm, mit dem man ein wenig Selbstbewußtsein hinsichtlich der aktuellen Rückschrittlichkeit im Vergleich zur „westlichen Medizin“ zurückgewinnen will.

Dass die ganze muslimische Welt, die seine Erkenntnisse wesentlich früher hatte als die christliche (es gab ja noch kein Whatsapp), seine Befunde wenig nutzte, um auf ihnen aufzubauen, bleibt meist unerwähnt. Lieber sonnt man sich im Abendglanz vergangener Größe. Weiterlesen

Dorian Gray am Dialogtisch

Manchmal irritiert, wie Menschen darauf reagieren, wenn ihnen eigentlich klar werden sollte, dass sie die Realität nicht richtig oder nur einen Teil von ihr wahrgenommen haben. Im Integrationsbereich gibt es viele Personen, die sich über Jahre hinweg bemüht haben, in Dialog-Veranstaltungen mit Vertretern von Moscheegemeinden ins Gespräch zu kommen. Teilnehmer sind manchmal auch Gemeindevorstände, die ein Doppelleben führen: Zur Mehrheitsgesellschaft hin wird ein Image aufgebaut, man gibt sich freundlich, aufgeschlossen, einsichtig und gesprächsbereit. Real wird jedoch das eigentliche Eigenleben geführt: Da werden anti-integrative Reden geschwungen, man beschwört die Ummah mit Abwertung der Mehrheitsgesellschaft oder lädt Hassprediger ein.

 

Tritt der Fall ein, dass Teile dieses Doppellebens offenbar werden, werden also hässliche Inhalte bekannt oder ist ein Besuch eines Hasspredigers nachweislich, sind verschiedene interessante Reaktionen zu beobachten. Von Seiten der Gemeinde wird zunächst geleugnet, dass dieser Hassprediger da war. Hält diese Linie nicht, so wird nachgeschoben, das müsse ein Irrtum sein, das sei schon ganz lange her, dass der Herr zu Gast war. Mindestens vor der letzten Eiszeit, vergangene Vorstände hätten vielleicht irgendwann einmal… hätte man vielleicht gehört. Aber nur vielleicht, man sei sich da gar nicht sicher. Ob denn das Gegenüber sicher sein könne? Bestimmt ein Missverständnis. Wird auch das als Schutzbehauptung enttarnt, Weiterlesen