Hanau: Über Opfer und Opfer

Zwei junge Männer sollen tot sein aus der Hanauer Baraat-Gruppe

Vor einigen Monaten war die Berichterstattung des HR von demjenigen juristisch angegriffen worden, der sich zu Unrecht in den medialen Fokus gesetzt wähnte und auch nichts von den Vorwürfen zugeben wollte:

https://vunv1863.wordpress.com/2015/09/10/hanauer-salafist-bemueht-den-rechtsstaat-den-er-ablehnt/

Bei einer weiteren mündlichen Verhandlung heute klärte sich aber das Bild weiter. Ein öffentliches Interesse an der Berichterstattung wurde bejaht. Im Weiteren wurde ausgeführt, der Kläger habe nach Aussage mehrerer unabhängiger Informanten Kontakte zu Dennis Cuspert alias Deso Dogg unterhalten. Er teile i.W. dessen Ansichten. Auch seien von den 5 Personen, deren Radikalisierung und Ausreisepläne man ihm zuordne, zwei als Selbstmordattentäter geworben worden. Diese jungen Männer seien auch schon als Selbstmordattentäter gestorben.

Das sind – lässt man die Personen, die durch die Hand der Radikalisierten vielleicht starben einmal außen vor – die ersten indirekten Opfer des Klägers, von denen dies öffentlich bekannt wird.

 

 

All dies lasse darauf schließen, dass der Tenor des Berichts berechtigt war.

Das hinderte den Kläger jedoch nicht daran, zuvorderst sich selbst als Opfer zu sehen und dies durch Weiterlesen

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Kein Osterfriede bei LIES

LIES-Frankfurt Koordinator entlassen

Ibrahim Abou Nagie, seines Zeichens Erfinder der LIES-Koranverteilungen, Geschäftsmann und verurteilt wegen des unrechtmäßigen Bezugs von Sozialleistungen, hat immer wieder auch Probleme in der Marketing- und Befehlskette. Als Chef der LIES GmbH und der etwas verborgenen, aber zugehörenden britischen Limited achtet er peinlich darauf, dass Umsatz gemacht wird. Alles, was das stört, soll minimiert werden. So haben die Verteiler Anweisung, wie sie sich zu verhalten haben, und werden auch explizit angehalten, nicht zu diskutieren, sondern zu verteilen. Wer diskutiert, verteilt in der Zeit nicht und Nagie kommt es an diesem Punkt – ganz Geschäftsmann – auf die Menge der verteilten Exemplare an.

Der Frankfurter Bilal Gümüs, der jahrelang für das Projekt wichtiger Organisator der Verteilungen in Frankfurt war, wurde aktuell von Nagie aus dem Projekt gebannt:

 

 

Gümüs machte mit und für Nagie vielerlei Reisen auch ins europäische Ausland inkl. Türkei. Dass er nun nicht mehr dabei ist, wird von Nagie damit begründet, dass er Statements zu Brüssel abgegeben habe. Gemeint ist wohl eine recht geschmacklose Einlassung auf seinem facebook-Account, hier von Ismail Tipi zusammengestellt:

 

Das mag eine Rolle gespielt haben. Noch interessanter sind allerdings Nagies Einlassungen, wonach man „keine Verträge mit den Brüdern“ zu machen habe und LIES auch kein Projekt sei, das von einer Nationalität dominiert werde. Das hört sich so an, als habe Gümüs im LIES-Franchise eine Ebene zur eigenen Gewinnabschöpfung eingezogen und hätte somit versucht, sozusagen aus dem Franchise ein Schneeball-System zu machen. Bislang ist dies zwar Spekulation. Aber vielleicht ergibt sich diesbezüglich demnächst mehr.

Bis dahin bleibt es abzuwarten, ob die Frankfurter LIES-Aktion diese Maßnahme des Chefs übersteht. Zuletzt waren die Aktionen unregelmäßig durchgeführt und insgesamt seltener geworden, nicht nur wegen des Überprüfungsdrucks der Frankfurter Polizei.

Update 19.04.2016:

Die Facebook-Präsenz „LIES Frankfurt/Quran Verteilung“, auf der jahrelang die Frankfurter Aktionen durch Bilal Gümüs koordiniert wurden, ist wohl nicht mehr aufrufbar.

Osmanische Muskelspiele

Aggressive Demonstration türkischer Ultra-Nationalisten

Über verschiedene neo-osmanische Gruppierungen, die sich auch in den sozialen Netzwerken abbilden und zeigen sowie die Osmanen Germania war bereits berichtet worden. Zur Einordnung der ideologischen Grundlage empfiehlt es sich, zunächst diesen Beitrag zu lesen:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/01/22/das-osmanische-reich-2-0/

Für gestern, aber auch heute und vor allem den 10. April sind in verschiedenen Städten nun erstmals unter diesem Bezug größere Straßen-Aufmärsche geplant. Man zeigt Präsenz im öffentlichen Raum:

 

 

Wie vermutet entlarvte sich die Demonstration als Aufmarsch aggressiver Personen, unter denen auch Weiterlesen

Achtung Namensgleichheit Mohamed Belkaid

Ein Mohamed Belkaid wurde letzte Woche bei dem Zugriff auf den Paris-Helfer Abdeslam getötet.

Da ich vermehrt Suchen nach dem Herrn in meinem Archiv sehe, bitte ich zu beachten: Der Brüsseler Mohamed Belkaid und Mohamed Belkaid von Medizin mit Herz e. V. sind nicht identisch.

Da das dem Anschein nach sogar in Spiegel TV landete und Herr Belkaid sich dagegen – hier berechtigt – zur Wehr setzt, verlinke ich einmal sein Video zu dem Vorgang:

 

 

Mohamed Belkaid ist hierzulande polizeibekannt. Insofern passt auch das nicht mit der Aussage im Beitrag zusammen.

Damit dieser Fehler sich nicht wiederholt, bitte ich um gründliche Recherche und Beachtung.

Davon unbenommen sind die sonstigen Bedenken, die Bewertung der Handlungen seines Vereins und auch die Erwähnung im Verfassungsschutzbericht des Landes NRW.

Seine Behauptungen, auch im Falle seiner Betätigungen an den Flüchtlingsheimen etc. letztes Jahr ungerecht behandelt worden zu sein von den Medien, entbehrt allerdings der Grundlage. Wer sich als Akteur öffentlich betätigt, muss sich auch einer öffentlichen Betrachtung und ggf. Kritik stellen. Das ist ganz normal und Merkmal einer demokratischen Gesellschaft. Berichterstattung ist keine „Hetze“. Daran sollte man sich gewöhnen. Im Falle falscher Bezichtigungen kann man das anmahnen. Eine andere Meinung allerdings muss man ertragen, genauso wie die Gesellschaft die Sichten und das Weltbild von Herrn Belkaid oder die seines Bruders Brahim Belkaid ertragen muss.

Das Nador-Netzwerk

Wie Tarik ibn Ali eine spezielle marokkanische Diaspora vernetzt

Nach Jahren nahezu ungehinderten Wirkens waren zwei geplante Auftritte des belgischen Predigers Tarik ibn Ali oder Tarik Chadlioui gestern und vorgestern etwas breiter in den Medien. Konkreter Anlass waren die Attentate in Brüssel und seine bevorstehenden Besuche in Duisburg und Essen. Beide Gemeinden widerriefen die Einladungen auf erheblichen öffentlichen Druck hin. Nach außen hin wurde bekundet, man kenne den Prediger nicht so gut und seine Inhalte auch nicht. Nun wird ibn Ali – seine Predigten gelten als unterhaltsam, aber theologisch nicht sehr entwickelt – weniger der Gelehrsamkeit halber geladen, sondern wegen seines Bekanntheitsgrades und seiner Verbindungen. Beides nun nicht gewußt haben zu wollen, erscheint befremdlich. Immerhin holte man ihn aus dem Ausland herbei; wäre es nur um die Erbauung gegangen, hätte es vielleicht auch ein Kollege aus Köln getan. Doch wie sehen diese Einbindungen nun aus?

 

Tarik ibn Ali Mitte Februar in Frankfurt Bild: Tarik ibn Ali-fb-Account

 

Ibn Ali kommt wie viele Personen im Rhein-Main-Gebiet, im Ruhrpott und auch in Molenbeek aus Nador, Weiterlesen

Pierre Vogel: Hohn für Brüsseler Opfer

Dass Empathie nicht gleich verteilt ist und Betroffenheit meist auch von der Nähe zu Opfern abhängt, ist eine banale Erkenntnis. Etwas anderes ist es jedoch, am Tag nach einem schweren Terroranschlag noch einmal explizit zu posten, dass man an einem ähnlichen Ort am Tag zuvor war. Ein Bild, auf dem man feixt. Er erbaut sich offenkundig daran, welche Wirkung die eigene Präsenz an einem solchen Ort haben mag.

Genau dies hat Pierre Vogel vorgestern vorexerziert: Er postet ein Foto, wie er grinsend in einem Gebetsraum im Frankfurter Flughafen steht:

 

 

Auch ohne explizite Ausführung weiß Vogel ganz genau, welche Wirkung das auf Anhänger und Gegner Weiterlesen

Spielwiesen für Hassprediger

Warum sich die deutsche Justiz schwertut, Hassprediger und problematische Einrichtungen aus dem Verkehr zu ziehen

In etlichen Moscheen werden Inhalte verbreitet, die nicht geeignet sind, zum friedlichen und gedeihlichen Zusammenleben beizutragen. Man versucht Einfluß darauf zu nehmen, wie die Zuhörer ein gottgefälliges Leben führen oder wie sie andere Menschen sehen sollen. Mit der Autorität des theologisch Gebildeten werden diese Weisungen gegeben und die oft autoritär geprägte Zuhörerschaft nimmt dies hin. Schließlich beruft sich der örtliche Imam oder der eingeladene Sheikh auf Stellen im Koran oder gibt als „Beweis“ die eine oder andere Überlieferung an. Um dagegen halten zu können, müsste der skeptische Zuhörer also eine andere einschlägige Stelle im Koran oder eine anders lautende Überlieferung, einen Hadith, benennen können. Das kann man – der Text ist als Gesamtwerk widersprüchlich – häufig durchaus tun oder eine andere Deutung dagegenstellen. Nur fehlt es dazu den Zuhörern meist an islamischer Bildung und so wird das hingenommen.

Immer wieder gehen aus diesen Einrichtungen auch Personen hervor, zu deren Radikalisierung solche Predigten, Unterrichte und Seminare beigetragen haben. Wird dies bekannt, so wundert Weiterlesen