Die „Muslime der Zukunft“

Neues islamistisches Kader-Programm aus England

Der politische Islam formiert sich. Um die Förderung des salafistischen „Führungsnachwuchses“ nicht mehr dem Zufall und den örtlichen Gegebenheiten zu überlassen, wird ein britisches Programm nun in Deutschland propagiert.

Natürlich wurde die Nachwuchsförderung auch bislang schon fest in die Hand genommen. Von den Ahmadiyya bis hin zu den Muslimbrüdern – alle straffer organisierten fundamentalistischen Gruppierungen haben mehr oder weniger verdeckt eine Jugendorganisation, die nicht nur dafür sorgen soll, dass die Jugend bei der Stange bleibt, sondern in der auch die künftige Elite herangebildet werden soll. Bei Gruppierungen wie der „Muslimischen Jugend Deutschlands“ (muslimbrudernah) lernt man z.B. wohl die geschmeidige Kontaktaufnahme und Einbindung in politische Parteien, Selbstdarstellung, offensives Vorbringen angeblich eigener Interessen, die doch nur die kollektiven sind, die man ihnen vorgibt. Bei letztgenannter Gruppierung klappt das so gut, dass man aktuell von eher unwissenden Politikern befragt wird.* Die ahnen anscheinend meist nicht, dass die Gruppe zumindest früher vom Verfassungsschutz beobachtet wurde. „Jugend“ klingt immer harmlos. Wunderbare Testimonials, denn sie wissen wahrscheinlich nur Gutes über die neuen Bekannten zu sagen. Sie sind ganz geblendet vom persönlichen Eindruck: So reizende junge Leute…

In der konkret salafistischen Szene gibt es auch solche Bestrebungen, jedoch in strukturierter Form bisher eher noch angedacht wie in den Beiträgen von Marcel Krass. Dabei hat Deutschland, wie der Akteur aus dem unten verlinkten Video meint, doch so großes Potential für die Heranbildung einer islamistischen Elite, Anwälte, Politiker… Persönliche und Organisationsentwicklung nach Salafi-Art.

Um das mehr zu vereinheitlichen, d.h. Jugendliche aller Strömungen anzulocken, sie fit zu machen im Ideologischen Kampf, sie bereit dafür zu machen, nicht mehr nur gesellschaftliche und APO zu sein, versucht man Neues:

http://sabeelgermany.jimdo.com/

Ein Promotion-Video extra für Deutschland gibt es auch schon, man möchte die „Muslime der Zukunft“ formen:

 

und ein allgemeines für GB:

 

 

Der Herr Haibatan hat auch einen blog:

Blog von Herrn Haibatan

Ein anderer Akteur der gleichen Organisation:

 

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Haitham_al-Haddad

Man will nicht innehalten, bis der Islam (ihrer Prägung) den ihm gebührenden Platz erhält. Welcher das ist, ist klar: Herrschaftsanspruch, Scharia.

Natürlich gibt es auch eine entsprechende facebook-Seite:

https://www.facebook.com/sabeelgermany/?fref=ts

Die dahinterstehende Organisation ist die „Muslim Research and Development Foundation“ (MRDF). Über die Ziele spricht man halboffen:

MRDF upholds the fact that Islam is not just important for human flourishing and the renewal of society, but that society can only truly thrive if Islam is given its due right. Thus we believe that societal development will come about through developing Muslim leaders, scholars and intellectuals who are well founded in Islamic knowledge and are able to promote the pristine teachings of Islam to Western audiences. The foundation is devoted to the articulation of classical Islamic principles in a manner that provides a platform for Islam to be the cure for all of humanities ills.

MRDF UK

Das soll also die zukünftige Salafi-Elite heranbilden, die dann die fundamentalistische Sicht noch stärker propagieren soll, aber immer schön 5 cm unter dem Radar des Rechtsstaates bzw. einer Beobachtung bleibend. Man kann sich das lebhaft vorstellen. Islamistische Juristinnen, die ein wenig in den Volksparteien aufschlagen und da – man kennt die Mechanismen – begeistert nach vorne und oben geschoben werden, weil man die Agenda nicht erkennt. Mehr noch, wegen einer falschen und unzureichenden Integrationsdefinition wird man gerade diese als leuchtende Vorbilder präsentieren: So zielstrebig, so selbstbewußt, wunderbar… Der geschulte Kader-Protagonist erzählt, was dort gerne gehört wird und bei genügender Etablierung kommen dann die reaktionären Inhalte hervor. Das jeweilige politische Umfeld hat dann die bittere Wahl, den Fehler einzugestehen oder mitzumachen. Zu häufig – das lehrt die Erfahrung aus den letzten Jahrzehnten – entscheidet man sich, sich dem klammheimlich zu beugen. Wegducken. Man tut einfach so, als bemerke man weiterhin nichts. Wird es offenkundig oder ist es – z.B. dank der Presse – nicht mehr zu leugnen, so erklärt man die ideologische Herkunft gerne zum Privatvergnügen. Das kennt man von der IGMG, das kennt man von den Grauen Wölfen usw. Es gibt keinen Zweifel daran, dass das Rückgrat so mancher durch weitere Akteure, die die Lage noch unübersichtlicher machen, nicht fester wird. Es wäre wirklich wichtig, da intern und auch den eigenen Blick zu schärfen.

Diese „Muslim Research and Development Foundation“ hält die westliche Gesellschaft und uns alle also für krank. Man schickt sich an**, totalitär geschulte „Ärzte“ für Deutschland auszubilden.

 

 

 

 

 

* Ob die Einlader da korrekt zugeordnet haben, kann – zu ihrem Vorteil – bezweifelt werden. Auf jeden Fall werden sie jetzt hübsch als Testimonials benutzt:

 

** Nächstes Wochenende geht es los, man bietet eine „Transformation“ durch das Programm. Ein ebenso zutreffender wie entlarvender Begriff:

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