LIES Essen: Früh übt sich…

Nach dem Bombenanschlag in Essen auf einen Sikh-Tempel letzten Samstag wurden bislang zwei 16 jährige türkischstämmige Jungen festgenommen. Mindestens einer soll schon bei Koranverteilungen in Essen aufgefallen sein. Ein weiterer festgenommener Verdächtiger wurde wieder auf freien Fuß gesetzt:

http://www.morgenpost.de/politik/article207456051/Fahnder-vermuten-islamistischen-Terrorakt-in-Essen.html

Man kann sich nun berechtigt fragen, wie so junge Menschen, halbe Kinder, zu Tätern werden können. Bei sehr jungen Tätern muss immer betrachtet werden, ob die Familie einen Anteil an dem letztlich fatalen Ereignis hatte. Die 15 jährige, die einen Polizisten schwer mit einem Messer verletzte vor sechs Wochen in Hannover, war als Kind schon in extremistische Moschevereine mitgegangen und hatte gemeinsame Video-Auftritte mit Pierre Vogel:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article152903029/Mutter-hielt-Messerstecherin-von-Reise-zum-IS-ab.html

Auch von etlichen anderen mutmaßlichen Tätern ist bekannt, dass die Familie nicht nur der radikalen Frömmigkeit, sondern dann auch den radikalen Taten billigend wenn nicht wohlwollend gegenübersteht. Das sind Familien, in denen radikale Äußerungen kaum auffallen, weil sie zum Familientenor gehören. Das sind nicht die Familien, die bei Präventionsprogrammen anklopfen. Schließlich sehen sie im radikalisierten Kind keine hilfsbedürftige Person, sondern einen zukünftigen Kämpfer, eine kommende Heldenmutter. Ein Objekt des Stolzes, nicht der Sorge. Dass unter diesen Umständen oftmals mehr als eine Person aus einer Familie sich auf den Weg nach Syrien macht, dass oftmals Brüder gemeinsam den Weg in den Terror gehen, erscheint als Beleg dafür, dass nicht selten auch bereits fundamentalistische Familien zum Ablauf beitragen.

Auch die Dawa, die islamische Mission ist erwünscht. Manche Eltern mögen nicht informiert sein, dass ein guter Teil der Lies-Aktivisten eine Weg in die rituelle Gewalt sucht, anderen mag dies egal sein. Man kümmert sich vielleicht wenig um den Nachwuchs, kennt seinen Freundeskreis nicht. Wieder andere begleiten auch die islamistische Betätigung durch Koranverteilung wohlwollend.

In Essen, aber auch den Nachbarkommunen, finden regelmäßig solche Koranverteilungsaktionen statt. Es gibt ein größeres Archiv an Bildern von diesen Events. Manche muslimische Eltern schicken ihre Kinder bewußt zu den Aktionen, hier dieser Tage eine türkischstämmige Mutter aus Essen:

 

LIES Essen Brief 1 160422

Brief auf der Seite des „Lies-Projekts“ vom 17.04.2016

LIES Essen Brief 2 160422

Brief auf der Seite des „Lies-Projekts“ vom 17.04.2016 Teil 2

 

Das sieht dann so aus, hier mal in Essen:

Oder in Gelsenkirchen:

 

Es gibt Bilder von noch Jüngeren. Ob aber alle Eltern das jeweils wissen?

Aber bei Treffen werden auch ganze Familien eingeladen und sie kommen auch:

 

Das ist letzten August ein Großaufgebot an Hasspredigern gewesen. Das hat sicherlich Personen aus weiterem Umfeld angezogen. Von solchen Treffen gibt es dann solche Bilder, wobei nur die auf den Bildern sind, die schon zu weit außerhalb der Gesellschaft stehen oder bei denen es beruflich egal ist, in welchem Kontext sie sich öffentlich zeigen. Es werden nur die „Männer“ fotografiert, man beachte die Jungen im Vordergrund:

LIES Ruhrpott Treffen 160422

Quelle: https://www.facebook.com/LiesRuhr gebiet/photos/a.1623503474546537.1073741827.1623503427879875/1699273073636243/?type=3

 

Fundamentalistische Familie, islamistische Freizeitgestaltung und die entsprechenden Moscheen werden auch passend ausgesucht. Vom Jugendlichen selber, von Eltern oder eher zufällig. Das kann getrennt vorkommen, aber auch alles zusammen.

Im aktuellen Fall soll es Hinweise nach Dinslaken hin geben. Das ist deshalb ein wichtiger Hinweis, weil dort vor Jahren eine ganze Jugendgruppe ausgereist war, die „Lohberger Brigade“. In Lohberg ist auch diese türkische Moschee:

http://www.tagesschau.de/inland/is-201.html

Der Koranheiler, der seinerzeit verstrickt war in die, nun ja, touristischen Ambitionen der jungen Männer, ist immer noch aktiv. Zumindest als Koranheiler. Auch er ist türkischstämmig.

Da die Jungen teilweise geständig sind, ist mit weiteren interessanten und hoffentlich der Aufklärung dienenden Ergebnissen zu rechnen. Leider muss man mittlerweile ganz ohne Zynismus sagen: Nach der Tat ist vor der Tat. Mögen möglichst viele verhindert werden.

Unabhängig davon muss man die Eltern erreichen, die nicht wollen, dass ihre Jugendlichen mit problematischen Inhalten fanatisiert werden. Diese Teilmenge kann erreicht werden und das muss sie auch. Dazu muss man die Eltern informieren. Und zwar konkret. Abstrakt ist das wenig erfolgversprechend, da die Aufforderung nicht verstanden wird oder die eigene Urteilsfähigkeit zu sehr gefordert ist. Wie sollen durchschnittliche Eltern wissen, welche Einrichtung als radikal gilt? Wie soll jemand, der übliche Medien nicht nutzt, erfahren – wenn die Moschee-Gemeinde die häufig vorliegenden Abgrenzungsprobleme zu LIES selber hat – dass dort Jugendliche fanatisiert werden? Aus dem Satellitenkanal aus dem Herkunftsland erfährt er das sicher nicht. Bleibt nur die Schule. Das funktioniert aber auch nicht, wenn man da als Kommune nicht klar benennt und halt auch mal einen Streit vor dem Verwaltungsgericht riskiert. Das ist halt so in einem Rechtsstaat und man sollte das nicht zu sehr fürchten. Verloren hat man, wenn man darauf baut, dass Menschen mit Migrationshintergrund in der Breite die üblichen hiesigen Medien konsumieren. Das ist schon bei der Mehrheitsgesellschaft im Schwinden. Auch die Hoffnung, dass die vielen runden Tische und Integrationskommissionen an diesem Punkt etwas bringen, sollte man deutlichst nach unten setzen. Die Erwartung, dass die dort versammelten Vertreter auch die Inhalte, demokratisches Bewußtsein mit hin zurücknehmen in die Gemeinden, sollte man reduzieren. Die dortigen Akteure handeln eher wie Lobbyisten: Sie versuchen gemeinsam Forderungen zur Mehrheitsgesellschaft hin zu artikulieren. Innerislamische Kritik, Bearbeitung von Problemen mit radikaleren „Geschwistern“ werden dort kaum besprochen werden, wenn das nicht konsequent eingefordert wird. Das wird also so nicht funktionieren. Man muss sich da andere Wege überlegen. Konsequenter gegen LIES vorzugehen als Kommune ist ein Anfang.

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