Rechtgeleitete Jugend

Jugendeinrichtungen stellen wichtige Anlaufstellen für all diejenigen dar, die zu Hause zu wenig Platz für eigene Beschäftigung oder Betätigung oder auch zu wenig Anregung vorfinden. Oft werden Freizeitangebote gemacht und Sozialpädagogen kümmern sich um die Jugendlichen. Man hilft, eigene Ziele zu entwickeln, sich als angehender Erwachsener im eigenen Leben und den neuen Verantwortlichkeiten zurecht zu finden. Man trifft andere Jugendliche, denen es ähnlich geht.

Wegen der soziokulturellen Änderung und Schwerpunkten an bestimmten Wohnorten werden Jugendeinrichtungen in manchen Gegenden bzw. in manchen Kommunen mehrheitlich von Jugendlichen mit Migrationshintergrund besucht. Es gibt verschiedene Träger dieser Jugendarbeit. Viele sind in Dachverbänden organisiert.

 

In den letzten Jahren wird vermehrt eine Jugendarbeit gefordert, die muslimischen Jugendlichen spezielle Angebote macht. Auch wenn man es für wenig integretionsförderlich halten kann, muslimische Jugendliche abzusondern, wird dies gegenwärtig als Maßnahme auch gegen Radikalisierung vorangetrieben. Es ist zwar in der Breite falsch und benutzt Integrationsgelder für Segregation. Politischen Entscheidern wird von Lobbyisten jedoch erzählt, dass genau diese Art der Separation im Grunde integrationsförderlich sei und es nur im Sinne einer auch organisierten Partizipation sei, da was ganz eigenes zu machen. Die speziellen Angebote könnte man zwar auch bei anderen Trägern gestalten, aber das erschient einigen nicht angenehm. Die Forderung nach spezialisierten Angeboten, die auch eher nur von musimischen Akteuren umgesetzt werden, wird breit getragen, von Mazyek bis Weiterlesen

Vogel – Mazyek 1:0

Über Zielgruppen und Zielerfüllung islamistischer Marketing-Experten

Pierre Vogel und Aiman Mazyek stehen beide im Licht der Öffentlichkeit. Beide scheinen das zu genießen, man könnte sie beide also etwas salopp und nicht beleidigend gemeint als „Rampensäue“ bezeichnen, also Personen, bei denen der öffentliche Auftritt gewollt Teil der persönlichen Wirkung ist. Beide produzieren sich dem Anschein nach gerne vor Publikum. Das ist an sich, einmal losgelöst von den problematischen Inhalten, die beide vertreten, nichts Ehrenrühriges und ist vielfach vorzufinden, von den Medien über Show-Geschäft bis hin zur Politik. Das kann einem liegen, da ist Vieles aber auch erlernbar und übungsabhängig. Es ist bei beiden aber auch Teil des persönlichen Geschäftsmodells. Beide scheinen von ihren Auftritten und den Medien zu leben.

Doch wie wirken beide in die Gesellschaft hinein?

PV IS-Hoody 160415

Vogel zieht über die Wahl der Medien, die nicht ganz freiwillig ist – er ist seit Jahren nicht mehr in den Talkshows – ein jüngeres Publikum an und will das auch. Er veröffentlich viel über You-Tube, mithin selbstproduzierte Videos, macht live-Mitschritte auf Facebook und in anderen sozialen Medien. In den Medien wird über ihn berichtet, weniger mit ihm noch gesprochen (im Gegensatz zu Bernhard Falk). Das behindert ihn allerdings kaum. Auch die Art der Auftritte macht die junge Zielgruppe deutlich: Er zieht umher. nennt das „Dawa“, also Missionierung, und tritt in Moscheen ebenso auf wie in der Fußgängerzone. Er erfüllt und gibt den Dress-Code vor der Personen, die er Weiterlesen

Die Revolution frisst ihre Kinder

Pierre Vogel und Bilal Philips auf „Todes-Liste“ des IS

Das Magazin „Dabiq“ ist als Veröffentlichung des sog. Islamischen States (IS) Teil von dessen Medienstrategie. Mehrfach im Jahr wird dort „Erbauliches“ für den Kämpfer von morgen berichtet, werden Tipps und Hinweise gegeben, wie man sich islamistisch korrekt benimmt (vor allem auf der Seite für die „Schwestern“) und werden auch bereits „erfolgreiche“ Mitstreiter herausgestellt. In der neuen Ausgabe findet sich folgerichtig auch eine Würdigung der Brüsseler Attentäter.

Darüber hinaus wird in einem weiteren Artikel explizit dazu aufgerufen, nachfolgende Personen zu töten. Ausgeschmückt ist der Artikel mit Bildern von einem blutigen Messer und einer Szene, in der ein Mann den Kopf auf dem Hinrichtungsblock hat, das Beil des Henkers bereits über sich. Die Liste der persönlich aufgeführten Muslime ist erstaunlich kurz, so daß es sicherlich als eine Art bizarrer Ehre gewertet werden kann, zu dem erlauchten Kreis derer zu gehören, den der IS so ausdrücklich zur baldigen „Berücksichtigung“ durch die Leserschaft empfiehlt. Der Autor des Artikels stellt dem Leser nämlich die rhetorische Frage, wie es denn, obwohl man sich „im Westen“ so frei bewegen könne, sein könne, dass diese Abtrünnigen noch unter den Lebenden weilen?

Begründet wird die Benennung bei Philips und Vogel damit, dass sie (Bildunterschrift) „Apostaten“ seien, Weiterlesen

Fifty shades of black

Geschlechter-Apartheid bei den Salafisten

Jungen Frauen, so könnten man meinen, bietet der salafistische Islam wenig Anreize. Das klare Schema von Ein-und Unterordnung unter die andere Hälfte der Menschheit bietet Frauen ein besonders trübes Bild. Dabei wird verkannt, dass Freiheitsliebe kein per se natürlicher Antrieb des Menschen ist, sondern er zunächst auf einfacherer Stufe von seinen Einbindungen in soziale Systeme abhängig ist. Insbesondere Frauen sind oft stärker als Männer darauf fixiert, wie diese Einbindungen sich gestalten und welche Kooperationen und Wertungen sich aus ihnen ergeben. Aus dem unterschiedlichen Hierarchisierungsverhalten (Frauen haben flachere soziale Hierarchien) und der leichter ausgeübten sozialen Kontrolle (aktiv und passiv) bei Frauen untereinander ergeben sich geschlechterdifferente Anwerbe- und Argumentationsmuster. Selbst bei Kenntnis dieser Muster erstaunt jedoch, wie leicht manchmal ein freiheitlicher Ansatz zugunsten eines autoritären aufgegeben wird.

Manche Frauen sind mit Freiheit und Freizügigkeit überfordert. Das Maß der Wahlmöglichkeiten, die Anstrengung, wenn man eine Wahl hat, diese auch selber treffen zu müssen, ist manchen zu viel eigene Bemühung. Vor allem aber die Folgen, die eine eigene falsche Wahl hätte, werden gefürchtet. Eigene Wahl heißt eigene Verantwortung. Beim Scheitern eines Lebensentwurfs ist es in der modernen Gesellschaft nicht Schicksal, sondern kann aus eigenem Versagen und mangelnden Möglichkeiten sowie Zufällen zusammengesetzt sein. Es ist angenehm, statt sich Möglichkeiten zu schaffen, also gegebenfalls kreativ zu sein, sich darauf verlegen zu können, dass es ausschließlich die äußeren Bedingungen seien. Noch bequemer ist es, wenn man eine Gruppe Schuldiger ausmachen und benennen kann.

 

 

Fundamentalistische Muslime bieten nun diesen einfachen Ausweg: Ist man Mitglied dieser Gruppe, Weiterlesen

Spielen mit der AK-47

Der Frankfurter Rapper SadiQ, Sadiq Zadran, eine Art lokale musikalische Szenegröße im kleinkriminellen und islamistischen Milieu, ist wohl festgesetzt und heute wieder freigelassen worden.

Er postete vor einigen Stunden auf seiner Seite „endlich wieder auf freiem Fuß – fuck SEK“

 

Vorgeworfen wird der mögliche Besitz einer AK-47, also einer Kriegswaffe nach Gesetz. Diese wollte man auffinden und sicher stellen. SadiQ hatte wohl mit einer solchen Waffe posiert, das fotografiert und dies dann ins Netz gestellt. Was wollte er mit einem solchen  Bild ausdrücken? Da schon der Besitz einer solchen Waffe als Verstoß zählt, sollte man so etwas nicht tun. Ganz einfach. Vor allem nicht, wenn man wohl solche Texte macht:

komm mit der AK – Al-Qaida Slang – Schieße für Gaza, Guantanamo, Mali – ich baller mit Arabern – Pariser renn‚“

Ja, da kann schon mal geschaut werden.

Hier der komplette „Lied“-Text, damit es nicht heißt, das sei ganz aus dem Kontext gerissen. Eine Niederschrift aus dem Netz:

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Die „Muslime der Zukunft“ II

Mehr zur britischen Import-Propaganda

Im vorherigen Beitrag zum Thema islamistische und insbesondere salafistische Kaderbildung waren u.a. die jüngsten Aktivitäten einer “Muslim Research and Development Foundation” ausgeführt worden:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/04/06/die-muslime-der-zukunft/

Die Gruppierung erregt in Großbritannien einiges Ausfsehen, da führende Köpfe sich klar gegen Juden und Homosexuelle, hingegen für die weibliche Genitalverstümmelung aussprechen. Ob man sich positiv zu Osama bin Laden (Haitham Al Haddad) positionierte, wird verschieden dargestellt. Al Haddad soll das fragliche Video, auf das sich u.a. zwei britische Zeitungen bezogen, gelöscht haben, um danach zu verkünden, er habe dies nie gesagt*. Gegen einen Auftritt eines der Leiter, Al Haddad, gab es eine Petition an der Universität von Westminster, um seinen Auftritt zu verhindern:

Haitham-Al-Haddad MRDF 160407

Bild: aus dem verlinkten Independent-Artikel

Dr Haitham Al-Haddad has gained a controversial reputation after he labelled homosexuality a “scourge” and a “criminal act” in an article published on an Islamic website, and argued that there is a “proper” way of performing FGM in a YouTube video.

The University of Westminster Islamic Society (UW Isoc) has invited the scholar and television presenter to appear as a keynote speaker at an event called “Who is Muhammad” on Thursday.

But organisers of the National Student Pride festival fear Dr Al-Haddad’s presence on campus will make it difficult to create a safe space for the thousands of LGBT students attending the start of the festival the next day.

In der Aufzählung wegen des „sicheren Raumes“, der durch diesen Mann gefährdet sei, berücksichtigte man nicht die genitalverstümmelten Studentinnen und vor allem auch die jüdischen Studenten. Die vergaß man vielleicht, die haben auch keinen Gedenktag.

http://www.independent.co.uk/student/news/thousands-sign-petition-to-stop-anti-gay-scholar-haitham-al-haddad-from-speaking-day-before-national-10066017.html

Das ist also einer derer, die Biildung für die Zukunft gestalten möchten. Weiterlesen

Duisburg: Buy one, get two

Auch Duisburg hat weiteren Moscheeverein, der Hassprediger einlädt

Vor zwei Wochen, nach den Anschlägen von Brüssel, sollten zwei deutschlandweit bekannte Hassprediger. Tarik Chadlioui und Abdelkader Chouaa, in Duisburg und Essen auftreten. Beide Oberbürgermeister positionierten sich eindeutig zu diesen Veranstaltungen. Es gab ein großes Medien-Echo, denn nach Brüssel war man auf belgische Import-Propaganda besonders schlecht zu sprechen. Das Echo ist verhallt, die Problemzonen sind jedoch noch da und alleine durch diese Prediger sichtbar größer als bislang betrachtet. Dies ist jedoch beiden OB möglicherweise entgangen? Dass sie nämlich weitere Moscheevereine in ihrer Stadt haben, die genau die gleichen Handlungen in der Vergangenheit vollzogen. Wie in

https://vunv1863.wordpress.com/2016/04/02/essen-lippenbekenntnisse-zu-hasspredigern/

und

https://vunv1863.wordpress.com/2016/04/02/essen-lippenbekenntnisse-zu-hasspredigern-ii/

dargelegt, sind weitere Moscheen in Essen betroffen.

In Duisburg nun hat die Masjid Ali ebenfalls ibn Ali und andere sog. Hassprediger eingeladen. Weiterlesen

Die „Muslime der Zukunft“

Neues islamistisches Kader-Programm aus England

Der politische Islam formiert sich. Um die Förderung des salafistischen „Führungsnachwuchses“ nicht mehr dem Zufall und den örtlichen Gegebenheiten zu überlassen, wird ein britisches Programm nun in Deutschland propagiert.

Natürlich wurde die Nachwuchsförderung auch bislang schon fest in die Hand genommen. Von den Ahmadiyya bis hin zu den Muslimbrüdern – alle straffer organisierten fundamentalistischen Gruppierungen haben mehr oder weniger verdeckt eine Jugendorganisation, die nicht nur dafür sorgen soll, dass die Jugend bei der Stange bleibt, sondern in der auch die künftige Elite herangebildet werden soll. Bei Gruppierungen wie der „Muslimischen Jugend Deutschlands“ (muslimbrudernah) lernt man z.B. wohl die geschmeidige Kontaktaufnahme und Einbindung in politische Parteien, Selbstdarstellung, offensives Vorbringen angeblich eigener Interessen, die doch nur die kollektiven sind, die man ihnen vorgibt. Bei letztgenannter Gruppierung klappt das so gut, dass man aktuell von eher unwissenden Politikern befragt wird.* Die ahnen anscheinend meist nicht, dass die Gruppe zumindest früher vom Verfassungsschutz beobachtet wurde. „Jugend“ klingt immer harmlos. Wunderbare Testimonials, denn sie wissen wahrscheinlich nur Gutes über die neuen Bekannten zu sagen. Sie sind ganz geblendet vom persönlichen Eindruck: So reizende junge Leute…

In der konkret salafistischen Szene gibt es auch solche Bestrebungen, jedoch in strukturierter Form bisher eher noch angedacht wie in den Beiträgen von Marcel Krass. Dabei hat Deutschland, wie der Akteur aus dem unten verlinkten Video meint, doch so großes Potential für die Heranbildung einer islamistischen Elite, Anwälte, Politiker… Persönliche und Organisationsentwicklung nach Salafi-Art.

Um das mehr zu vereinheitlichen, d.h. Jugendliche aller Strömungen anzulocken, sie fit zu machen im Ideologischen Kampf, sie bereit dafür zu machen, nicht mehr nur gesellschaftliche und APO zu sein, versucht man Neues:

http://sabeelgermany.jimdo.com/

Ein Promotion-Video extra für Deutschland gibt es auch schon, man möchte die „Muslime der Zukunft“ formen:

 

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Pierre Vogel macht (verspätete) Aprilscherze

Pierre Vogel trifft sich mit Hassprediger Bilal Philips

Der umtriebige Prediger Pierre Vogel, aktuell wieder auf Reisen, hat sich vor einigen Tagen mit Dr. Bilal Philips getroffen. Gegen Philips gibt es immer wieder Einreiseverbote, so z.B. in die USA und Australien, da er als radikaler Hassprediger gilt. In Deutschland gilt er als eher unerwünschte Person. Als 2011 bekannt wurde, dass er im Lande ist, wurde ihm eine Ausreiseverfügung binnen 3 Tagen zuteil.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bilal_Philips

Wer sich mit Philips trifft, setzt damit Zeichen für die Szene*. 2011 war Philips nämlich auf Vogels Einladung zu einer Frankfurter Kundgebung geladen. Ideologisch sollte, zumindest wenn die Kameras aus sind, wenig inhaltliche Differenz zwischen beiden bestehen.

Von dem kürzlich absolvierten Besuch gibt es das Video „Dr Bilal Philips & Pierre Vogel – Verändert die Lage der Umma durch Bildung, nicht durch Anschläge!“: Weiterlesen

Teetrinken unter Freunden

Treffen islamistischer Aktivisten in Istanbul

Muhammed Ciftci, türkischstämmiger Prediger, tritt seit Jahren in den verschiedensten islamistischen Zusammenhängen auf: Ursprünglich an die in Deutschland mittlerweile endgültig verbotetene IHH bzw. ihren türkischen Zweig angeknüpft, machte er mit Sven Lau gemeinsam den Verein „Einladung zum Paradies“. Dieser entging dem Verbot durch Selbstauflösung. Seine Verbindungen in die Türkei mögen aus den 90er Jahren stammen, in denen er für die in IHH tätig war. Die IHH besteht in der Türkei allerdings fort. Als „Abu Anas“ ist er Imam einer Braunschweiger Moschee. Er bereist die Moscheen der Republik, gibt Unterricht, vernetzt. Braunschweig, Fulda, Karlsruhe, Hannover und noch einige andere Anlaufstellen. Zwischendrin bietet er seit Jahren Begleitung bei religiösen Reisen an über den Pforzheimer Anbieter Kaaba Reisen:

 

Immer wieder wird Ciftci in den Medien auch mit Gewalttätern in Verbindung gebracht: Weiterlesen