Mahnwache vom 02.07.2016

Von 15-17 Uhr vor dem „My Zeil“ in Frankfurt. Vielen Dank an die Frankfurter Polizei für die aufmerksame Betreuung.

Eine ältere autochthone Dame kam nur vorbei, um mir zu sagen, dass sie sich für uns schäme. Es wäre unglaublich, dass wir „das“ dürften. Als ich meinte, sie verstünde sicher gar nicht, worum es ginge, wurde abgewimmelt: Man verstünde sehr wohl, es sei eine Schande. Sie rauschte davon.

Zwei jüngere englischsprachige Männer ließen sich die Aktion erläutern. Beide schienen ethnisch einen nahöstlichen Hintergrund zu haben. Bei der Unterscheidung Islam und Islamism war der eine Mann nicht einverstanden: Ich müsse schon begreifen, dass das der Islam in Gänze sei. Islamismus gebe es so nicht. Der Islam sei menschenfeindlich und man müsse ihn als Ganzes bekämpfen, sonst werde dies fatal enden für uns in Europa. Der andere Mann widersprach. Ich erläuterte, dass es diese Unterscheidung vielleicht nicht theologisch so scharf gebe, aber politisch eine solche Unterscheidung notwendig sei und auch definierbar. Einfach um Muslimen die Möglichkeit zu geben, sich nicht gegen ihren Glauben, aber für Demokratie und FDGO zu entscheiden. Diese Muslime bräuchten wir als Teil und Mitstreiter für eine freie Gesellschaft. Er war damit nicht einverstanden. Die beiden Männer diskutierten miteinander weiter.

Drei junge Frauen mit Kopftüchern wollten sich die Aufschriften erläutern lassen, insbesondere auch das Wort Islamismus. Nachdem sie Anlass und Zweck der Aktion verstanden hatten, pflichteten sie bei: Ja, man müsse dagegen vorgehen, dass junge Menschen erst ihr Leben und dann nachfolgend auch das anderer Personen zerstörten. Sie meinten, vielleicht könne man das noch besser formulieren. Vorschläge hatten sie jedoch keine. Wir verblieben so, dass wir in drei Wochen wieder da sind und sie bis dahin sich was überlegen können. Dann könnten wir noch mal reden. Sie blieben am Rande und diskutierten miteinander noch eifrig bestimmt eine halbe Stunde weiter.

 

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Zu Beginn der Aktion

Mehrere Passanten kamen eigens zu uns, um auf die Schulter zu klopfen oder die Hand zu drücken. .Ein Mann meinte im Vorübergehen, wir machten uns verdient um dieses Land, weil wir die Debatte über diese Dinge furchtlos aufnähmen dort auf der Straße. Einige andere unterschiedlichen Hintergrundes beschimpften uns en passant als Nazis, auch „Fotze“ fällt als Schimpfwort.

Eine ältere Frau regte sich maßlos darüber auf, dass wir Polizeischutz bekommen. Weiterlesen