Oh, wie schön ist Panama

Über einen, der sich Journalist nennt

Martin Lejeune ist ein freundlicher junger Mann auf den ersten Blick. Er sagt von sich selber, er sei Journalist. Nun ist das keine Bezeichnung, die geschützt wäre. So kann sich ein jeder nennen, dem es so in der Eigenbeschreibung gefällt, auch wenn es ernsthaften Journalisten das Blut in den Kopf treibt. Um die Infarktrate bei den journalistischen Lesern dieses blogs also nicht mutwillig in die Höhe zu treiben, seien im folgenden Anführungszeichen benutzt. Einen Überblick über seine Aktivitäten bietet ein Wikipedia-Artikel zu ihm:

https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Lejeune_(Aktivist)

Interessanter als die quasi nicht real existierende journalistische Vita von Herrn Lejeune ist allerdings sein aktueller Umgang. Herr Lejeune war und ist Aktivist, der sich der islami(sti)schen Sache insbesondere im Spannungsfeld des Nahen Ostens verschrieben hat.

Der „Journalist“ Lejeune ist vor Jahren zum Islam konvertiert, wie erst kürzlich in einem Video herauskam. Zuvor hatte er sich von „Brüdern“ jedoch für die aktuelle Konversion abfeiern lassen:

 

Drei Tage später dann dieses, er ist in Wirklichkeit schon 2003 übergetreten. Irgendwie zumindest:

{Die Videos mit der Kennzeichnung „Bruder Bilal“ stammen von Bilal Gümüs. Aus dem Video geht auch hervor, dass Israel ein Einreiseverbot verhängt hat.]

Die neuen besten Freunde von Lejeune sind denn auch von türkisch-nationalistisch bis hin zu jihadistisch-inspiriert gemischt. Neulich nahm er an einem Protest gegen die Schließung des Gebetsraumes an der Berliner TU teil. Auf der Kölner Großdemo am 31.07.2016 hielt er eine Rede. Er war nach eigener Angabe 2 Wochen vorher in der Türkei.

Wer sich nun fragt, was der Herr Lejeune da so macht, fragt berechtigt, erst recht, wenn man das Posen mit einem Grauen Wolf am Rande dieser Demo so sieht:

 

Nach seiner Rede, in der er u.a. die deutschen Medien wegen ihrer ihm missliebigen Türkeiberichterstattung und eines angeblichen „Türkei-bashings“ geißelte, wurde er als „deutscher Journalist, der die Wahrheit spricht“ gefeiert.

Eine Woche danach trat er dann eine Reise an, die ihn wieder in die Türkei führte, wo er verschiedene Würdenträger und politische Entscheider traf. Und natürlich die aktuelle Erdogan-Demo abfeierte:

 

 

Immer im Kampf gegen angeblich finstere Mächte, die irgendwie auf der Achse Israel-Europa-USA liegen. Wen kümmern schon Details wie die Realität, wenn man ein statisches Feindbild hat.

Aber auch sonst ist der Herr Lejeune nicht sehr wählerisch. Seine „guten Brüder“ (alle, die anti-westlich und pro-islamistisch eingestellt sind) finden sich überall. Sogar hier immer wieder:

 

Bei einer solchen Männerfreundschaft  bleibt kein Auge trocken und da können sich einem schon mal Fragen stellen. Zum Beispiel diese hier:

Lejeune merkel Depp 160808

Das kann man sicher verneinen. Das ist dem Herrn Lejeune alles bitterernst. Der Herr Lejeune ist eher von Radio Panama. Vielleicht kauft ihm ja der Herr Erdogan eine Tigerente.

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