Offenbach: Schulbesuche bei Fundamentalisten

In manchen Kommunen machen Schulen seit einigen Jahren Moschee-Besuche. Es gilt als integrationsförderlich und so mancher Lehrer zieht dies in Erwägung. Auch wenn man berechtigt fragen kann, ob die intensive Beschäftigung mit eher religiös-kulturellen Dingen nun wirklich noch in den Besuch von Gebetshäusern münden muss, scheint dies nicht breiter hinterfragt zu werden. Der gemeinsam verbrachte Vor- oder Nachmittag könnte ja alternativ auch in den vielen Museen verbracht werden. Geschichte, Handwerks- oder Naturkunde bieten auch für Kinder und Jugendliche fassbarere Konzepte als unterschiedliche Vorstellungen, die rein kultureller Natur sind, aber soziale Auswirkungen haben. Nun könnte man auch darüber noch – sofern die Pädagogen gut geschult und im Bilde sind, wohin sie sich begeben – hinwegsehen, sofern begleitend Informationen vom Pädagogen kommen. Sind die Pädagogen jedoch selber nicht im Bilde, werden evtl. Kinder in Kontakt gebracht zu Personen, deren Verhältnis zur FDGO man begründet in Zweifel ziehen kann. Oder um es klarer zu sagen: Bei jeder anderen Extremismusform wäre es ganz undenkbar, Kinder und Jugendliche erst in Kontakt zu bringen mit Personen und Institutionen, bei denen zumindest Zweifel bestehen. Beim Islamismus herrscht jedoch verbreitet Unkenntnis vor und so kann es geschehen, dass Lehrer mit ihren Klassen mal kurz auf Stippvisite in Problem-Moscheen gehen.

In Offenbach z.B. fanden wohl im Mai und Juni durch gleich zwei Schulen Besuche an der Al Huda Moschee statt, gibt der Verein auf seiner Seite bekannt:

al-huda-of-schulen-160918

Screenshot 18.09.2016

http://adkulturverein.de/2016/06/

Die Al Huda Moschee ist Mitglied im Dachverband Deutsch-islamischer Vereinsverband (DIV) e.V., s.u., der seit einem Monat in Gänze unter Beobachtung steht. Dass das vom Hessischen Landesamt für Verfassungsschutz so beschlossen würde, konnte man im Mai oder Juni dieses Jahres noch nicht wissen. Als Lehrer, der oftmals nicht ausreichend gewarnt wird, sowieso. Ahnen konnte man es allerdings, weil der belgische Hassprediger Tarik ibn Ali dort wiederholt eingeladen wurde. Das zeigt durchaus die Grundlinie auf: Wer ibn Ali nicht als Fundamentalisten erkennt, hat da eine Unschärfe in der Unterscheidung, lässt es auch zu, dass Geld für fragwürdige Ziele gesammelt wird.

2013:

2014:

 

Das ist also etwas, was in schöner Regelmäßigkeit zelebriert wurde. Wer jetzt fragt, woher man die Ahnung nehmen kann, dass das in der Al Huda Moschee stattfand, fragt zu Recht. ibn Ali macht immer kleine Tourneen, wenn er im Raum ist. Er fährt meist nicht nur zu einer Besuchsgelegenheit von Antwerpen oder Brüssel ins Rhein-Main-Gebiet, sondern sucht mehrere Moscheevereine auf. Früher machte er das offensichtlicher, er gab seine Tourneerouten vorher bekannt. Ende März bis Anfang April 2013 war ibn Ali in der Rhein-Main-Region (das obere Video stammt von Anfang April 2013). ibn Ali hat die Gewohnheit, immer zeitnah seine Besuchsvideos hochzuladen. Man kann also davon ausgehen, dass das genau die Al Huda Moschee (der Name ist nicht sehr häufig) in Offenbach war, auch wenn sie im Video nicht genannt ist:

 

In Kommunen mit relevanter marokkanischstämmiger Bevölkerung gibt es meist auch Moscheen, die eher diese Besucher spirituell versorgen. Offenbach hat eine nennenswerte Population diesbezüglich. Auch in der marokkanischen Moschee El Fath in der Waldstr. 114 war ibn Ali wiederholt zu Gast, auch oben in dem Video der Besuchstournee März/April 2013 ist sie genannt.

Der Imam des Vereins Sheikh Ahmad Holeil ist in dem einschlägigen Verein RIGD und war da auch aktiv:

http://adkulturverein.de/team-view/der-imam/

und zwar als Mitbegründer:

http://www.islamische-zeitung.de/kompetenzen-buendeln-der-rigd-moechte-imamen-in-deutschland-mehr-gehoer-verschaffen-von-yasin-alder/

Ob er dort immer noch aktiv ist? Wer weiß. Man ist dort ein kleines bisschen konspirativ.

Diese Moschee zählt demnach zu jenen, die dem eher fundamentalistischen Spektrum zuzuordnen sind. Freundlich formuliert.

Dort also bringen Lehrer der Leibnizschule und der Geschwister-Scholl-Schule Offenbach – nach Angaben des Vereins – vermutlich nichts ahnend* und freundlich beseelt ihre Schüler hin und lassen sich das, so viel Marketing muss sein, als ganz normale Moschee verkaufen. Weil sie nicht im Bilde sind. Das ist traurig für die Pädagogen. Für die Schüler kann man das als „nicht hilfreich“ bezeichnen. Freundlich formuliert.

Was für ein schöner Schulausflug. Ob für die Gewerbefläche, denn als das erscheint das Gebäude in der Schumannstr. 59, eine Genehmigung besteht, dort so etwas wie eine „arabische Schule“ durchzuführen? Auch hier: Wer weiß.

Vielleicht gibt es ja dann demnächst mehr solcher lustiger, bunter Kinderbilder:

[Die Kinder auf dem Bild sind definitiv NICHT die besuchenden Schüler, sondern Kinder der „arabischen Schule“, die dort auch nach Eigenangabe unterhalten wird.]

 

 

* Die zuständigen Behörden wurden vor 2 Monaten informiert. Schulen beantworten Nachfragen diesbezüglich i.d.R. nicht bzw. geben Schulfremden keine Auskunft. Solche Dinge laufen dann über das zuständige Schulamt oder den Dezernenten.

Update 26.09.2016: Mittlerweile wurde offenbar, dass es diese Besuche tatsächlich gab.

 

Screenshot DIV e.V., Mitglied Al Huda:

al-huda-div-160918

 

Update 15.03.2016 wegen Nachfrage s.u.:

Vereinsgründung am angegeben Ort 2010:

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2 Gedanken zu “Offenbach: Schulbesuche bei Fundamentalisten

  1. Wie bescheuert seid ihr eigentlich?

    Die gennante Masjid Al Huda ist nicht die in offenbach. Der Beweis dafür ist, dass der Verein erst seit 2015 existiert ihr Idioten.

    Gefällt mir

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