Eremitin, ledig, jung sucht…

Neues islamistisches „Hilfswerk“ für weibliche Eremiten

Die islamische Geschlechtertrennung wird von verschiedenen islamistischen Gruppierungen und Kreisen unterschiedlich streng gehandhabt. Am rigidesten wird dies wohl im Mutterland des Wahabismus in Saudi-Arabien gehalten, wo Frauen wenig alleine tun dürfen. „Es gibt ein Sprichwort: „Eine gute Frau ist nur zweimal in ihrem Leben auf der Straße zu sehen: das erste Mal, wenn sie als Braut in das Haus ihres Gatten kommt und das zweite Mal, wenn sie es auf der Bahre wieder verläßt“.“

https://www.ibka.org/artikel/miz95/frauen.html

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Frankfurterin Quelle: fb

Diese Vorschriften scheinen sich manche Fundamentalistinnen nun zur Lebensmaxime auch hierzulande zu machen. Was noch rein in der Umsetzung funktionieren kann, wenn man einen Gatten oder Angehörige hat, die es unterstützen oder gar fordern, dass Frauen gar nicht mehr das Haus verlassen, funktioniert nicht mehr, wenn Familie oder Mann fehlen.

Ein neues islamistisches Hilfswerk „Ansarul Akhawat“, dt. „Unterstützer der Frauen“, hat sich zusammengefunden, um dort abzuhelfen: Die Glaubensschwestern sollen „beschützt“ weitgehend zu Hause bleiben dürfen. Man darf berechtigt fragen, wie der Lebensunterhalt erwirtschaftet wird, wenn weder Betätigung noch Familienunterhalt dazu beitragen. Selbst staatliche Unterstützung ist ja an Kooperation hinsichtlich der eigenen Arbeitsaufnahme geknüpft sofern man jung und gesund ist. Zum Vergleich die Lage in Saudi-Arabien:

https://de.wikipedia.org/wiki/Menschenrechte_in_Saudi-Arabien#Situation_der_Frau

http://www.morgenpost.de/politik/article206821755/Was-Frauen-in-Saudi-Arabien-noch-alles-verboten-ist.html

Zielgruppe sind Frauen ohne Vormund, den Mahram, also einen Mann, den sie nicht heiraten könnten theoretisch. Sie sollen dabei unterstützt werden, in völliger Klausur zu leben, auch wenn sie Single sind oder der Gatte z.B. einsitzt. „Ansarul Akhawat“ bietet neben einem Einkaufs- und Behördenservice auch einen Ehepaar-Escort-Service an – alles ehrenamtlich arrangiert. Der Ehepaar-Escort-Service ist nötig, damit die Frau, deren Mann den „Beschützer“ gibt, nicht mit der alleinstehenden Frau sprechen muss:

 

Mit dieser „Hilfsleistung“ wird völlige Abschottung unterstützt und vorangetrieben. Bislang scheinen die Services in Bonn und Düsseldorf hinsichtlich des Ehepaar-Escort-Service und in einigen anderen Städten hinsichtlich des Einkaufsservice organisiert. Auch wenn das nur Einzelfälle sein mögen, so ist es doch interessant, worüber man sich in Islamisten-Kreisen so alles sorgt. Die Sicherung des Lebensunterhaltes stünde normalerweise doch sicher im Vordergrund.

Man kann berechtigt bezweifeln, ob sich die Damen diese Art der islamistischen Klausur in islamischen Ländern so leisten könnten. Eine finanzielle Unterstützung in dieser Konstellation gibt es dort meist nicht, so dass die Damen entweder heiraten müssten oder arbeiten gehen – auch wenn man dann weniger glaubensstreng nach eigener Auslegung leben kann. Schon wenn bei maximaler islamistischer Bekleidung nur eine verschwommene Sicht auf die Außenwelt bleibt, verschwimmt der Blick für die Realität dann vollends:

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Blick durch den Augenschleier, hier dunkelblau mit Vergleichsbild

Verlässt man das Haus gar nicht mehr, so ist man auch jeglichem Sozialkontakt entzogen. Die Welt außerhalb der sektoiden Vorstellungen erscheint immer imaginärer, immer bedrohlicher, unerreichbar wegen selbst gesetzter strikter Vorschriften und Ängsten. Um so anfälliger ist die Person für die Sozialkontakte, die dort noch bleiben. Das ideologische Gefängnis ist nahezu vollkommen: Willkommen in der Matrix.

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