Gegengesellschaft on air

Neuer islamischer Fernsehsender geplant – von dem Salafisten Muhamed Ciftci

Muhammed Ciftci ist seit vielen Jahren in der salafistischen Szene eine prominente Figur.

Mit Sven Lau hat der Braunschweiger Muhmed Ciftci, so sein richtiger Name, jahrelang zusammengewirkt. Er war der Vorsitzende des vom Verfassungsschutz beobachteten Vereins „Einladung zum Paradies e.V.“ und hat immerhin einen eigenen Wikipedia-Artikel. Auch ihn unterschätzt man, wenn man in ihm vorrangig einen Herrn sieht, der abergläubischen Unfug, wie eine Sonnenfinsternis als Vorzeichen für den Germanwings-Absturz deuten, verbreitet. Öffentlich wird zwar die Abkehr von Gewaltaufrufen zelebriert; immer wieder werden jedoch Fälle von jungen radikalisierten Männern bekannt, die ihm zuhörten.

http://www.ruhrbarone.de/nicht-nur-zur-weihnachtszeit/118583

Zur Einordnung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Muhamed_Ciftci

Aktuell wird die Eröffnung des „ersten islamischen Fernsehsenders“ angekündigt:

Erstes islamische deutschsprachige اول قناة إسلامية في المانيا ، الله اكبر ولله الحمد،

Unterstützt dieses Vorhaben liebe Geschwister. Wir können ab dem 1 März islamisches TV gucken.

Bitte verbreitet diese Meldung

Barak Allahu feekum

 

Erreichen will man den „ganzen deutschsprachigen Raum“. Da sollte man doch einmal schauen, wo dieses Fernsehstudio sein soll. Natürlich kann das – per Satellit ist einiges möglich – im Prinzip überall sein. Ob der Herr Ciftci, der das dem Anschein nach maßgeblich steuern und auch mit Inhalten („Unterrichte“ etc.) füllen wird, jedoch seinen Lebensmittelpunkt derart verlegt hat, ist fraglich. In Deutschland würde so etwas den Regularien der Medienanstalten unterliegen. Auf jeden Fall zielt man darauf ab, jetzt noch mehr Personen an die salafistische Auslegung zu gewöhnen und zu binden und viele Menschen damit dauerhaft zu erreichen.

Dass der geplante Sender allerdings der erste sei, ist nicht zutreffend. Er ist nicht einmal der erste deutschsprachige salafistische Sender. Bis vor einiger Zeit gab es

http://www.huda.tv/de/

Erst recht im englischsprachigen Raum gibt es viele Angebote. Z.B. ein britisches Salafi-Medien-Angebot:

http://www.islam21c.com/

Man darf also hinsichtlich der weiteren Breitenwirkung mit bleibenden Anstrengungen und neuen Herangehensweisen rechnen. Vereinsverbote sind gut, aber die Auseinandersetzung mit dem fundamentalistischen Islam wird auf vielen Ebenen zu führen sein.

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