Münster: „we love Muhammad“ in Aktion

Pierre Vogels Aktion „we love Muhammad“ noch nicht in der Fläche vertreten

Nach dem Verbot der Aktion „LIES!“ vom 15.11.2016 gestaltet sich die Fortführung der Strassenmissionierung/-radikalisierung wahrscheinlich auch für Vogel unerwartet zäh. Die bundesweiten Razzien hatten die besonders aktiven Teile von Abou Nagies Netzwerks umfasst und ihre Operationsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Ein gewisses Maß an Abschreckung wegen der Durchsuchungen in Moscheen, aber auch Privatwohnungen mag auch eine Rolle gespielt haben:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/11/15/verbot-von-lies-wo-ist-abou-nagie/

Da bei den Maßnahmen auch notwendige Gebrauchsgegenstände wie Smartphones oder Computer beschlagnahmt wurden, ist die Szene zumindest kurzfristig gehemmt. In einigen Städten ist das weniger der Fall als in anderen. So ist man nach Frankfurt auch in Münster bereits wieder in radikaler Mission unterwegs, hier mit Vogel persönlich:

 

Münster hatte über die Zeit meist recht große Stände, das unten ist eine relativ kleine Aktion ohne Tisch und Aufbauten. Vor drei Wochen noch wurde das unter der LIES-Flagge von diesen Personen betrieben:

lies-muenster-161105-161127

Man beachte u.a. den Mann ganz links im Bild.

Pierre Vogel setzt indes neben der persönlichen Präsenz auf ein Motivationsvideo. Das ist zwar von 2013, ist aber aktuell noch einmal eingestellt worden:

 

Pierre Vogel ist also durch das Verbot von „LIES“ weiterhin wenig beeindruckt. Bei der Anhängerschaft, die direkt betroffen war durch die Razzien, sieht das ein wenig anders aus. Das Netzwerk ist zwar da, weil die Personen da sind, aber die „Kampagnenfähigkeit“ hat doch spürbar gelitten. Der eine oder andere mag auch am ideellen Lohn der neuen Aktion zweifeln: Gab es doch bei der Koranverteilung, die sich explizit auch an Nichtmuslime wandte, durch die Gewinnung potentieller Neumuslime Glaubenspluspunkte. Die Aktion Vogels richtet sich hingegen mehr an Muslime. Der ideelle Bonus ist dort nicht zu sehen und so mancher mag ihn auch bezweifeln: Anderen Muslimen die Lebensgeschichte Mohammeds schenken? Den Glauben kann man ihnen nicht (mehr) bringen, sondern allenfalls den nach Vogel-Lesart „richtigen“ Islam – oder den Kontakt zu Vogel. Der allerdings ist in seinem Nutzen durchaus erläuterungsbedürftig, der ist nicht selbstzweckhaft. Vogel müsste sich also über die reine Verteilung, die ja durchaus gefällig ist, wenn auch nicht so sehr wie die Koranverteilung an Nichtmuslime, erklären. Ein Netzwerk wofür? Darauf muss er mehr Antworten bieten, als das Dawa-Video oben eigentlich bieten kann. Eine Andeutung bekommt man aber am Ende des Videos: „Du kannst nur etwas verändern, wenn du aufstehst. […] Lasst uns aufstehen.“ Was immer er damit meinen mag.

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