Problematischer Fechenheimer Jugendtreff

Wohin gehen die jungen Flüchtlinge aus der Edisonstraße?

Vor zwei Monaten war berichtet worden, dass Flüchtlinge aus der Unterkunft in Fechenheim auch die Abu Hanifa Moschee des bekannten Predigers Said Khobaid Sadat in der Edisonstraße in Frankfurt besuchen.

http://hessenschau.de/tv-sendung/video354~_story-fluechtlinge-moschee-islamismus-102.html

http://hessenschau.de/gesellschaft/fluechtlingsheim-in-bedenklicher-naehe-zu-islamistisch-beeinflusster-moschee,fluechtlinge-moschee-islamismus-102.html

Schön, wenn die Jungen jetzt da nicht mehr hingehen. Die Alternativen sind aber auch nicht unproblematisch*. In fußläufiger Nähe ist die Moschee eines afghanischen Kulturvereins (die Moschee, in der Sadat vor Jahren tätig war), das Afghanische Kulturzentrum Maihan mit der Ansar Moschee . Dort agiert wohl seit einiger Zeit eine Jugendgruppe, die zunehmend mehr Zulauf erhält und die sich „My Community“ nennt:

https://www.facebook.com/muyoco/

 

Schon in den öffentlichen Vorträgen scheint auf, dass man mindestens eine ultraorthodoxe Linie vertritt. Es wird eingeschworen auf die muslimische Gemeinschaft, der eine unverbrüchliche Solidarität gelten soll. „Wir unterstützen einander, so lange jemand die Aqida des Islams trägt.“ In dem folgenden Vortrag wird deutlich, dass die Nichtgläubigen Feinde sind, denen man den Bruder oder die Schwester nicht „ausliefern“ soll, unabhängig davon, was sie getan haben. Es wird dazu aufgerufen, sich von KEINEM Muslim zu distanzieren, weil man „sonst niemals siegreich“ sein werde.

[Im ersten Teil des Dreiteilers wird ab 6:30 beklagt, dass bei einer „Veranstaltung der CDU“ vor Wochen der cake day als „Anlaufstelle für Radikalisierung“ benannt wurde. Nicht gesagt wird in dem Zusammenhang, dass es sich bei dem Kuchenstand aus dem Vortrag um den cake day von „Medizin mit Herz“ handelte, eines Vereins, der unter Beobachtung steht (s. Blogbeiträge hier). Ich weiß das zufällig, weil ich den Vortrag hielt und der junge Mann aus dem Video wohl anwesend war. Im dritten Teil gegen Ende so ab Minute  7:00 beschwört der junge Mann, „möge Allah uns zu den Siegreichen machen.“]

Man kann sich berechtigt fragen, was für eine Art Sieg das sein soll. Und über wen.
Das kann relativ harmlos der „Sieg“ sein, ins Paradies einziehen zu dürfen. Muss es aber nicht.

Es wird vehement darauf abgestellt, die muslimische Identität zu wahren. Was darunter alles zu verstehen ist, kann man in dem Bereich der schriftlichen Ausarbeitungen sehen. Dort wird u.a. auch auf die muslimische (und nur diese) Freundschaft abgestellt:

Wahre und dauerhafte Freundschaft wird es also nur im Islam geben,
da sie auf klaren Vorschriften und nicht auf dem Nutzen oder der eigenen Neigung aufbaut.

https://www.facebook.com/muyoco/app/190322544333196/

Was für ein widerwärtiges, totalitäres Menschenbild: Die Religion soll noch über engsten menschlichen Beziehungen stehen.

Man müsse auch darauf achten, dass die muslimische Jugend ihre Freizeit „nicht im haram“ verbringe. Deswegen müsse man eigene Angebote machen. Klar ist dabei, dass dies segregative Angebote sein werden, Veranstaltungen von Muslimen für Muslime.

Die Veranstaltungen sind gut besucht (eher im Industriegebiet Fechenheims!):

 

Es scheint eine Schnittmenge an Personen zu geben, die die auch „Realität Islam“ befürworten. Der Verantwortliche für „My Communty“ ist ein Kürsat Cifci, der auch eine Adresse in Mörfelden-Walldorf angibt wie der Verantwortliche für „Realität Islam“, Raimund Hoffmann:

Impressum

Kürsat Cifci
Reviolstraße 16
64546 Mörfelden Walldorf

Der muslimisch-identitätsfixierte Ansatz wird auch aus diesem Video, das Gruppenziele umschreibt, deutlich:

 

Für den 31.12. ist wieder eine Veranstaltung geplant, ein Silvester-Event:

 

Sollten junge Flüchtlinge den Weg in diese Jugendgruppe finden, darf bezweifelt werden, ob sie sich jenseits äußerer Funktionalität gut integrieren werden. Wer diese jungen Menschen als Leitbilder sieht, die sich selber abgrenzen, die selber einen tiefen Graben aufwerfen zur Mehrheitsgesellschaft, wird vielleicht die deutsche Sprache lernen, wird vielleicht mitnehmen, wie man schöne Vorträge hält oder nette Videos erstellt. Er wird aber auch mitnehmen, dass man sich doch absondern muss, dass die Freundschaft und Loyalität eher nur dem Mitmuslim gilt und nicht dem „Feind“ da „draußen“. Dass die muslimische Identität zählt und anderes weniger (wie Gesetzestreue). Er wird sich mit anderen Worten in einer hippen, modern scheinenden Parallelwelt einrichten, die unter dem schönen Schein die alten Inhalte fundamentalistischen Islams trägt.

 

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* Der Betreiber der Flüchtlingsunterkunft, der Verein Kubi e.V., wurde schon vor 6 Wochen per mail auf die Problematik aufmerksam gemacht. Erst hieß es, der Verantwortliche sei im Urlaub. Danach kam irgendwie nichts mehr. Scheint ein langer, langer Urlaub zu sein.

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