Frankfurt: Kita besucht Problem-Moschee

Kita besucht unter Verfassungsschutzbeobachtung stehende Moschee

Lehrer und Erzieher werden von der Stadt Frankfurt alleine gelassen mit Zuordnungsproblemen.

Die Frankfurter Bilal-Moschee war auf diesem Blog schon mehrfach Thema. Unter anderem auch deshalb, weil man immer wieder problematische Prediger einlud:

http://web.archive.org/web/20140530061846/http://www.bilal-moschee.de/

Zitat aus einem blogartikel vom März letzten Jahres über eine typische Jahresveranstaltung, hier aus dem Jahr 2014:

Da darf man raten, wer zum Essen kommt. Pierre Vogel dürfte jedem bekannt sein, aber Abu Walaa? Ein Sheikh Al Mohsee? Das war jedoch nicht ein bisschen Erbauung, Folklore und anschließendes Grillen, sondern ein kleines, feines Indoktrinierungs-Festival unter Freunden.

Abu Walaa agiert seit etlichen Jahren bundesweit als Prediger in den fundamentalistischsten Moscheen, macht gemeinsame Veranstaltungen mit anderen Szenegrößen. Al Mohsee* stellt Selbstmord-Attentate nur unter den Vorbehalt, dass sie recht viele Opfer kosten und vor allem in dem Ländern der Ungläubigen stattfinden. Er hält sie aber ansonsten für statthaft:

„In May 2004, Saudi Sheikh Abdallah Al-Muslih, chairman of a MWL commission on the Koran, argued that suicide bombings against non-Muslim enemies were permitted under Islamic law.

“Regarding a person who blows himself up, I know this issue is under disagreement among modern clerics and jurisprudents,” he said, according to a translation provided by the Middle East Media Research Institute (MEMRI).

“There is nothing wrong with [martyrdom] if they cause great damage to the enemy. We can say that if it causes great damage to the enemy, this operation is a good thing. This is when we talk of Dar Al-Harb. But, if we speak of what happens in Muslim countries, such as Saudi Arabia … this is forbidden, brothers!” (Islam divides the world into Dar al-Islam, the house of Islam, and Dar al-Harb, the house of war.)“

http://cnsnews.com/news/article/group-behind-interfaith-conference-has-record-intolerance

Die anderen Herren sind auch kaum integrationsförderlicher.

https://vunv1863.wordpress.com/2016/03/24/spielwiesen-fuer-hassprediger/

Von der Internetseite der Moschee kann man auf den youtube-Kanal** des Imams Mohammed Hashim klicken:

https://www.youtube.com/user/SheikhMohammedHashim

Rechts sind empfohlene andere youtube-Kanäle. Und wer ist da an erster Stelle? Der Herr al Arifi.

https://en.wikipedia.org/wiki/Mohamad_al-Arefe

Wer des englischen nicht so mächtig ist, kann sich beim Verfassungsschutz informieren:

http://www.verfassungsschutz-bw.de/,Lde/Startseite/Arbeitsfelder/Der+weltbekannte+Prediger+al_ARIFI+tourt+durch+Deutschland

Diese Grundhaltung in der Moschee blieb in der Vergangenheit nicht ohne Auswirkungen auf so manchen jungen Menschen. Manche reisten aus, manche radikalisierten sich anders. Kein Ort also, den man jungen Menschen als Haus präsentieren sollte, in dem es nur spirituell zugeht und harmlos. Kein Ort also, an dem informierte Eltern ihre Kinder wissen wollten.

Die Ausrichtung und die Probleme dieses Vereins sind seit  etlichen Jahren bekannt. Auch der Stadt Frankfurt, insbesondere dem Ordnungsamt und dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA).

Die Stadt Frankfurt führt die Bilal-Mosche jedoch als ganz normalen Verein auf ihrer Seite:

http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2717&_ffmpar%5B_id_inhalt%5D=1440967

Der unkundige Leser könnte nach Sichtung dieses Vermerks meinen, es handele sich um einen ganz normalen und unproblematischen Moschee-Verein. Schließlich würde die Stadt Frankfurt doch nicht…?

Falsch gedacht. Leider auch Fehlanzeige bei anderen behördlichen Akteuren. Die gehen meist nicht, zumindest nicht ohne konkreten Anlaß, aktiv auf die Pädagogen zu und informieren – wenn es Veranstaltungen gibt – manchmal nicht konkret genug bezogen auf Einrichtungen und Akteure. Nur keinen Verwaltungsstreit riskieren. Keiner informiert die Lehrer und Erzieher jenseits allgemeiner Veranstaltungen (über einzelne Vorhaben sind sie natürlich auch nicht informiert), die müssten selber fallbezogen nachfragen. Die Jugendeinrichtungen wissen das jedoch meistens nicht und gehen einfach davon aus, dass alle Vereine, die auf der Seite der Stadt Frankfurt stehen, natürlich „überprüft“ seien oder etwas in dieser Art. Also sehen sie keinen Grund, überhaupt einmal beim Staatsschutz oder beim Ordnungsamt nachzufragen

In diesem Dunstkreis aus politischer Verantwortungsverschiebung mag keiner den schwarzen Peter haben, da mal klare Warnungen auszusprechen. Es so konkret zu machen, dass es Kindergärtnerinnen verstehen können. Oder auch nur den Verein von der Seite der Stadt zu nehmen. Das ist ein unerträglicher Zustand, weil man damit die, die vor der Wahl stehen, völlig alleine lässt.

Das hat jetzt für den Kindergarten mit dem netten Namen [update 01.02.2017, 13:30: Name entfernt auf Wunsch der Einrichtung]  dazu geführt, dass man sich in der Wahl des Ausflugsortes fatal irrte. Man mag sich fragen, warum man Fünfjährige nun unbedingt in religiöses Gebäude egal welcher Ausrichtung führen muss. Da wäre vielleicht ein Besuch im Zoo oder in einem Museum schöner und förderlicher für die kindliche Entwicklung. Fünfjährige verstehen religiöse Aspekte eher weniger und sie nehmen vieles wörtlich. Das kann sich also nur um ein pädagogisches Gewöhnungsprojekt handeln, das die Erzieherinnen da im Sinn hatten, wenn sie überhaupt jenseits des Eventcharakters über den Ausflug nachdachten (was mir allerdings im Nachhinein glaubhaft versichert wurde). Das es sich um eine evangelische Einrichtung handelt, ist das Teil des Konzepts.

Man führte junge Kinder in diese Problem-Moschee:

Update 31.01.2017, 14 Uhr: Die entsprechenden Bilder wurden auf Wunsch der betroffenen Einrichtung und zum Persönlichkeitsschutz der Kinder entfernt, nachdem sie der Moschee-Verein von seiner Seite nahm.

Update 01.02.2017, 10:00 Uhr: Die Kita ist namentlich bekannt und die Belege sind natürlich gerichtsfest vorhanden. Auf expliziten Wunsch dieser Einrichtung ist der Name entfernt worden. Es handelt sich um einen evangelischen Kindergarten.

Man kann den Erzieherinnen allerdings kaum einen Vorwurf machen. Die eigene Einrichtung ist evangelisch und die evangelische Stadtkirche nimmt in Person von Dr. Knecht den Verfassungsschutz auch nicht sonderlich ernst, gibt also wahrscheinlich keine Direktive aus, dort wachsam zu sein. Die Erzieherinnen verließen sich darauf, dass sie die Kinder nicht an einen problematischen Ort führten. Die politische Verantwortung dafür liegt bei denjenigen, die da kein ausreichendes Problembewußtsein haben, obwohl sie beruflich mit diesen Dingen beschäftigt sind. Die lieber Erzieherinnen im Regen stehen lassen und riskieren, dass die Eltern der „kleinen Strolche“ dann diese Moschee für einen Ort halten, an dem auch älterer Nachwuchs gut aufgehoben sei. Das ging schon schief und auch das ist der Stadt Frankfurt bekannt. Leider setzt man aber das potentielle Interesse dieser Problem-Moschee über das Interesse der Eltern und der Kinder, die noch nicht wissen, wo sie hingeschickt werden.

Das ist unverantwortlich und maximal schädlich. ABM für VPN durch das AmkA, das dort die Hauptverantwortung trägt. Kinder und Jugendliche in die Hand von Al Arifi-Fans geben, da braucht man sich über wachsende Probleme in den nächsten Jahren nicht zu wundern. Dann wird es wieder keiner gewesen sein wollen.

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.* Abu Walaa sitzt mittlerweile ein:

http://www.n-tv.de/politik/Deutschlands-Terrorfuerst-article19404326.html

Bei Al Muhsli gibt es verschiedene Schreibweisen. Er kommt immer wieder nach Deutschland, eingeladen durch explizite Problem-Vereine. Das ist jedoch dieser Herr, hier bei MEMRI:

https://www.memri.org/tv/saudi-sheikh-abdallah-al-muslih-suicide-bombings

Und das in Frankfurt. Das ist kein Versehen, so einen Prediger wählt man bewußt aus. Immer wieder wurden dorthin Hetzer, Aufwiegler und Hassprediger eingeladen. Genauso wie niemand erzählen kann, er habe nicht gewußt, wer denn Abu Walaa sei, kann man das bei diesem saudischen Scheich in Abrede stellen. Nein, da werden immer wieder bewußt Prediger der radikalsten Sorte ausgewählt. Ein echter Skandal.

** Für all jene, die mit den youtube-Gepflogenheiten nicht so vertraut sind: Man kann als „Kanalbetreiber“ diese Dinge auswählen:

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