Wie erhält man seine Ehre?

Spätestens seit dem eindrucksvollen Film „Kampf Im Klassenzimmer“ von Güner Balci ist auch breiteren Kreisen bekannt, was manche Personen unter Ehre verstehen. Sie verstehen darunter vor allem eine rigide Sexualmoral – vorrangig die ihrer weiblichen Verwandten:

 

Es ist nicht bekannt, ob der junge Mann immer noch diese sehr diffusen Vorstellungen vertritt, die aber „alles“ für ihn sind. Balci hat das hier noch einmal ein wenig ausgeführt:

 

[Die Dokus „Kampf im Klassenzimmer“ und „Der Jungfrauenwahn“ sind unbedingt sehenswert. Sie seien ein weiteres Mal empfohlen.]

Viele Prediger verstärken das oftmals bereits von den Eltern angelegte schlechte Gewissen: Sexualität ist etwas Niedriges, Schmutziges, über das man am besten gar nicht spricht („dies, das“). Allenfalls im Raum der Ehe ist das – in Grenzen – statthaft. Viele Dinge, die in der „westlichen“ Gesellschaft relativ offen thematisiert und ausgelebt werden, sind im Grunde tabu. Wenn v.a. Frauen durch Sexualität „beschmutzt“ werden, nicht mehr „rein“ sind, ist dies aber nicht mehr nur persönliches Problem, sobald an dem Ausleben oder Nichtausleben die ganze Familie teilhat. Diese Übertragung einer rituellen Reinheitsvorstellung nebst einer Sicherstellung der biologischen Vaterschaft (früher gab es keine Vaterschaftstests) in einer patriarchalen Gesellschaft verquickte sich zu Traditionen, die schwer aufzulösen sind und durch islamistische Hardliner Urständ feiern. Junge muslimische Menschen, die oftmals sowieso wegen prekärer Wohnverhältnisse kaum Raum für Privatheit haben, werden so in Frühehen gedrängt, die manchmal mehr wegen einer Triebumlenkung und wegen der familiären „Ehre“ geschlossen werden denn aus persönlicher Vorliebe.

In diese Kerbe schlägt dieser junge Mann von „Macht´s klick“, einem Facebook- und Videoportal von Weiterlesen

Frankfurt: Mädelsache

Über einige (auch) städtischen Projekte, die vom Integrationsdezernat nicht genannt werden, weil sie vielleicht diesem nicht bekannt sind oder weil man sie nicht so an die große Glocke hängen mag, war schon berichtet worden:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/02/04/ein-sofa-fuer-die-gegengesellschaft/

Aktuell soll in einer seit Jahren bekannten Problem-Moschee, die der Muslimbruderschaft zugerechnet werden kann, ein Selbstverteidigungskurs angeboten werden:

 

Zum Islamischen Zentrum Frankfurt:

Der IGD sind bundesweit verschiedene Moscheegemeinden und sogenannte Islamische Zentren zuzuordnen, die formal von ihr unabhängig sind. In Hessen befinden sich solche Zentren unter anderem in Frankfurt am Main und Marburg.

https://lfv.hessen.de/sites/lfv.hessen.de/files/Bericht2012/static/node147.htm

Was genau soll der Sinn dieser Maßnahme sein? Weiterlesen

Osmanen unter sich

Vernetzung rechter Gruppierungen Türkischstämmiger

Gruppierungen, die schon im Namen die Rückbesinnung auf die angeblich glorreiche Geschichte des Osmanischen Reichs führen, waren bereits mehrfach hier Thema. Beschworen wird eine Art türkisches Utopia, ein Goldenes Zeitalter von Macht, Größe und Stärke und angeblich auch Gerechtigkeit, Wohlstand und Frieden. Negative Punkte und der blutige Teil der Geschichte werden ausgeblendet oder verbrämt.

Beispielhaft:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/01/22/das-osmanische-reich-2-0/

[Die Suchfunktion ergibt weitere Beiträge.]

Dieser Narrativ erfreut sich wachsender Beliebtheit. Er wird als Gegenmodell zur westlichen Kultur aufgebaut, als einendes Moment, das einer als verderbt und dekadent dargestellten Gesellschaft der „Westler“ gegenübergestellt wird. In dieser geschichtsklitternden Sicht finden sich vom DITIB-Jugendlichen bis zum jungen „Grauen Wolf“ so einige wieder, die ihre Herkunft als Identitätsaspekt betonen und auch überbewerten wollen. Äußerlich integriert verfolgt man jedoch einen klar segregativen Ansatz bis hin zu der Vorstellung, dass man „unter sich“ bleiben solle (was sich in den sozialen Medien auch schon spiegelt: Man bleibt unter sich, unter Gleichgesinnten gleicher Herkunft, auch wenn man nach außen hin, jenseits des sozialen Nahbereichs, anderes vorgibt). Als „Osmane“ fühlt man sich ohne eigene Leistung alleine als  selbstempfundener Träger dieser Historie als Erbe einer überlegenen Zivilisation*. Das ist nationalistisch bis in den Kern und meist auch islamistisch überhöht.

Aktuelle Follower-Zahlen alleine in den sozialen Medien lassen nichts Gutes ahnen. Man besinnt sich auf die Herkunftsethnie, die Herkunftsnationalität, die Geschichte und den Islam als angeblich einigende Kraft. Dass da einige draussen bleiben müssen, ist klar. Christen, Aleviten und Kurden beispielsweise. Atheisten und Juden sowieso.

Schaut man sich einmal nur einschlägig benannte Portale an, erhält man einen Eindruck:

Osmanische Generation                                               46355

Osmanische Generation 2                                             9092

Omanische Republik                                                     46030

Osmanen Germania Frankfurt BC                                 3843

Osmanisches Blut (heißt so)                                          2903

[Stand 12.02.2017]

Zusammen beschwört man das gemeinsame Erbe:

 

Die Osmanen Germania bringen jetzt auch ein osmanisches Wappen:

 

Jüngster Sproß dieser osmanischen Propagandaschlacht um die Köpfe junger Deutschtürken ist die Weiterlesen