Marburg: In Treue fest

Wie die Marburger Stadtregierung mit ihrer muslimbrudernahen Zone umgeht

Vor etwa zwei Wochen war im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ eine Veranstaltung in Marburg angekündigt worden, die in einer örtlichen Einrichtung stattfinden sollte, die seit Jahren immer wieder im Bericht des Landesamtes für Verfassungsschutz auftaucht.

Siehe:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/11/25/marburg-eine-stadt-liebt-die-muslimbrueder/

 

Das Plakat zur Veranstaltung:

 

Wer sich wegen des Logos rechts unten auf dem Verantaltungsplakat verwundert die Augen reibt: Ja, die Veranstaltung wurde mitgetragen vom gesamten Magistrat der Stadt Marburg.

Während man von OB Spies eine Unterstützung dieser Einrichtung zwar schon kennt, s. mannigfache Beiträge hier auf dem blog, erscheint die Unterstützung durch den ganzen Magistrat jedoch neu. Dr. Spies wiederholte seine Darstellung über die Einschätzung des Landesamtes für Verfassungsschutz in einer Debatte auf Facebook:

 

Dr. Spies ist halt besser als „nachrichtendienstliche Ermittlungen“. Seine Menschenkenntnis überwiegt einfach alles. Er ist – gemessen an seiner eigenen Realität seiner Person – nicht zu täuschen. Sein Vertrauen in sich selbst ist ebenso groß wie sein Vertrauen in die ihm bekannten Herrschaften von der Einrichtung.

Hinweise und Belege an „der Realität der Personen“ prüfen – das ist doch mal ein ganz neuer Ansatz. Bei genauer Überlegung kann man mit diesem revolutionären Gedanken sicher das Strafrecht reformieren. Man fragt den Beschuldigten einfach, ob er dies oder jenes getan hat. Wenn der verneint, hat man ausreichend an „der „Realität der Person“ ( = Eigendarstellung) geprüft und kann einstellen. Oder man fragt weiter, bis es einer zugibt. Das Resultat: lauter nette Menschen um einen herum. Und erst die Medizin! Bei Prüfung an „der Realität der Person“ könnte man auf einen Schlag die Zahl der Alkoholiker um mindestens 50 % vermindern. Wenn das mal kein Fortschritt wäre. Alles durch dieses ebenso einfache wie geniale Vertrauen in die Selbstauskunft. Oder: nur noch treue Ehemänner ( und -frauen). Auch die Scheidungsrate gleich mal, wupps, um 30 % reduziert. Sensationell.

So weit die News aus dem Phantasialand.

Es dürfte sich um einen ziemlich einzigartigen Vorgang handeln, dass der Oberbürgermeister einer mittelgroßen Stadt derart die klare Einstufung einer Landesbehörde nicht nur massiv in Abrede stellt, sondern diese auch öffentlich abwertet.

Ob Frau Dr. Weinbach und Dr. Kahle (die beiden anderen Hauptamtlichen) sowie die ehrenamtlichen Mitglieder das tatsächlich mittragen, ist nicht bekannt.

Frau Weinbach und Herr Kahle jedenfalls ignorieren Facebook-Markierungen. Es mag sein, dass Herr Kahle Facebook nicht allzu häufig nutzt. Frau Weinbach jedoch postet munter, reagiert jedoch nicht.

Dr. Spies jedenfalls lässt sich bei dem, was von seinem Auftritt bekannt ist, in keiner Weise irritieren von nachweislichen Einbindungen. Wen interessieren schon Al Qaradawi-Fotos, wenn „Kennen“ genügt, um Fakten aufzuwiegen, wenn Kennen alleine schon aus verfassungsfeindlichen Organisationen wie der Muslim World League eine gute Sache macht. Denn der Herr Bilal El Zayat kennt den Herrn Al Qaradawi. Und der kennt den Rest der Truppe. Fall geschlossen.

Wie sehr da die Einstellung eine Rolle zu spielen scheint, wird an diesem kurzen Video-Mitschnitt deutlich. Der OB ist „sehr dankbar“ in der Einrichtung sein zu dürfen, die beobachtet wird:

 

Das sollte man der Öffentlichkeit nicht vorenthalten.

Ob die Dankbarkeit wegen der Schaffung von Arbeitsplätzen beim Verfassungsschutz besteht?

Bei einer panislamistischen Organisation eine Veranstaltung gegen Rassismus mit zu tragen und zu veranstalten – das ist schon was neues. Man hätte übrigens diesen Tag durchaus woanders unter Einladung dieser Gemeinde begehen können. Aber so weit reicht der Einfluß von Dr. Spies auf seine geschätzten Gesprächspartner denn dann wohl doch nicht. Woanders hätte er nicht derart instrumentalisiert werden können. Man wollte das so. Also geht er hin. Und zwar zu den Regeln der dortigen Gemeinschaft, also mit Geschlechtertrennung, wie man unschwer erkennen kann, auch außerhalb des Gebets.

Da solle mal einer noch sagen, der Marburger OB wäre nicht multitaskingfähig:

Gleichzeitig eine Veranstaltung gegen Rassismus und eine Demonstration für Sexismus – das mache ihm einer erst mal nach.

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