DITIB LJV Rheinland Pfalz: Unbunte Seminarreihe

Die DITIB Landesjugendverbände stellen sich selber als relativ selbständige Jugendorganisationen dar. In Hessen sind sie beispielsweise seit einigen Monaten als Träger der freien Jugendhilfe angemeldet. In Rheinland-Pfalz ist der Vorsitzende Ibrahim Alboga, der Sohn von Dr. Bekir Alboga, dem Beauftragten für interreligiösen Dialog des DITIB Bundesverbandes.

In der Jugendarbeit ist es besonders wichtig, welche Art von Selbstverständnis vermittelt wird. Schließlich sind manche Haltungen noch in der Findungsphase und auch die Lernbereitschaft ist oft auf einem besonders hohen Niveau. Im Grunde segregative Jugendangebote, unabhängig von welcher Seite, erscheinen gerade im Hinblick auf ein gutes Miteinander als Erwachsene wenig hilfreich, nehmen aber zu. Die Kontakte gerade in der Freizeit sind eigentlich wichtig, um Freundschaften entstehen und gedeihen zu lassen. Zusätzliche Konzepte wie Geschlechtertrennung erscheinen nur in wenigen Fällen wirklich nützlich und förderlich (z.B. wenn eine gesonderte Mädchen- oder Jungenförderung notwendig ist). Bei größeren Events, wie z.B. hier bei einer Jugendleitertagung der DITIB Jugend in Hessen, geht es zumindest auch hinsichtlich der geladenen Gäste noch relativ „bunt“ zu:

 

Bei eher internen Veranstaltungen ist das meist anders.

Der DITIB Landesjugendverband Rheinland-Pfalz plant aktuell eine Seminarreihe. In der Folge dieser Veranstaltungen tritt nicht nur der bereits erwähnte Landesvorsitzende auf, sondern es sind weitere Referenten eingeplant:

 

Mehmet Alparslan Celebi ist seit fast einem Jahr stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Muslime. Nach zuletzt vorliegenden Angaben vom letzten August ist er auch noch im Vorstand der ATIB, einer Vereinigung aus dem Graue Wölfe-Spektrum:

Vorstandsmitglied ATIBs und stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Mehmet Alparslan Celebi betont, dass der Begriff „graue Wölfe” vor allem in der linksextremen Szene als Kampfbegriff zur Denunzation benutzt wird.

https://www.islamische-zeitung.de/atib-union-wehrt-sich-gegen-vorwuerfe/

In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die LINKE führt die Bundesregierung im letzten August aus:

Im Mai 2016 veröffentlichte die ATIB eine Presseerklärung, in der sie sich dage-gen verwahrte, „fälschlicherweise in einen direkten Zusammenhang mit den so-genannten ‚Grauen Wölfen’ gebracht“ zu werden. Dass man mit den „Grauen Wölfen“ in „direkten Zusammenhang“ gebracht werde, empfinde man als Diffamierung. Vielmehr distanziere man sich „ als eine in Deutschland verortete Religionsgemeinschaft von jeglichem menschenverachtenden und rassistischen Gedankengut“ und bejahe die Vielfalt und weise die ständigen Vorwürfe scharf zurück. Die insgesamt vorliegenden Erkenntnisse lassen eine Bewertung unter dem Aspekt der Glaubwürdigkeit nicht zu. […] Im Jahr 2012 wurde die ATIB-Jugend in der Argumentation gegen den Vorwurf des Genozids an den Armeniern geschult, 2014 gab es eine ähnliche Veranstaltung während eines Bildungslagers des hessischen Jugendverbandes der ATIB.

https://kleineanfragen.de/bundestag/18/9353-stellung-der-avrupa-tuerk-islam-birligi-atib-im-spektrum-der-grauen-woelfe

Die Bundesregierung steht sicher nicht in dem Verdacht „linksextrem“ zu sein.

Talha Taskinsoy arbeitet bei VPN. Parallel sind jedoch neben der DITIB auch weitergehende Einbindungen zu betrachten:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/12/27/friede-auf-erden-2/

{Es empfiehlt sich, vorher Teil I zu lesen:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/12/26/friede-auf-erden/ ]

Herr Selcuk Dogruer ist in Hessen der Landeskoordinator der DITIB. Jenseits der aktuellen Vorkommnisse, die auch die DITIB als Dachverband in die Kritik rückten, z.B.:

http://www.ardmediathek.de/tv/defacto/Zweifelhafter-Partner-Ditib-Wie-unabh%C3%A4/hr-fernsehen/Video?bcastId=3437388&documentId=38911946

werden gute Vernetzungen auch zur lokalen Muslimbruderschaft gepflegt inkl. Solidaritätsadresse:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/12/17/ditib-tango-mit-verfassungsfeinden/

Der Herr Chtaiti wiederum ist mittlerweile überregional als Prediger unterwegs, wobei das Schwergewicht früher auf muslimbrudernahen Einrichtungen lag, in letzter Zeit allerdings auch manche DITIB-Veranstaltung mit ihm als Referent besetzt ist. Hier beispielsweise beim DITIB Landesjugendverband Hessen:

 

Chaiti wird im Verzeichnis der nicht unproblematischen Hamburger Al Nour als Referent geführt (siehe Einordnungen dazu auf diesem blog):

http://www.vereint-im-islam.de/referenten/

Last but not least Herr Alboga Junior.

Vielfältig ist das schon. Aber nicht liberal bunt, sondern eher ultra-konservativ bis fundamentalistisch-unbunt. Was man unter einer „tugendhaften Jugend“ im Sinne von Diyanet/DITIB verstehen mag, kann man auch schon ahnen. Vielleicht so etwas wie bei diesem türkischen Jugendverband

 

Da kann man spekulieren, dass die geschulte Jugend dann gerne Fähnchen schwenken würde.

Guten Abend.

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