„Falk News“ sind Makulatur – Falk weiter aktiv

Facebook-Portal wurde von Facebook gelöscht

Bernhard Falk, Beauftragter für die Belange islami(sti)scher Gefangener nach eigenen Gnaden und auf eigene Kasse, verfolgt mit dieser Betätigung ein eigenes Geschäftsmodell:

https://vunv1863.wordpress.com/2015/04/06/extremistische-wiederganger/

https://vunv1863.wordpress.com/2016/11/30/bernhard-falk-eigenmarketing-und-die-realitaet/

Falk definiert sich und seine Anhänger als „normale Muslime“. Aus dem Umstand, dass er beobachtet wird bei seinen staatsfeindlichen Betätigungen, leitet er ab, DIE Muslime litten unter Repression. Das tun sie so natürlich nicht, aber er versucht, das so zu kontextuieren und darüber umzudeuten. Was ihm persönlich widerfährt, wird so zur „Repression des Unrechtsstaats BRD“ (sinngemäß) gegen die Muslime hochgeschrieben. Schon vor etwa einem Jahr gab er bekannt, dass er kein eigenes Bankkonto (mehr) besitze:

Quelle: Facebook-Account Falk News, 10.09.2016

 

Seine frequentierte Facebook-Seite ist seit einigen Tagen nicht mehr aufrufbar.
Diese Seite hatte über 4.000 Abonnenten und er bemühte sich dort, seine Betätigungen immer zeitnah seiner Community zur Kenntnis zu gegeben. Neben Videos von seinen Besuchen von Gerichtsverhandlungen wurde dort auch das Aussageverhalten und das Verhalten von anderen Prozessbeteiligten kommentiert und in seiner speziellen Weltsicht eingeordnet. Das hat seine Funktion in die Szene hinein, dass einschlägig Angeklagte davon ausgehen können, dass ihr Verhalten in der Szene auch wahrgenommen wird. Eine Kooperation mit den Behörden wird von Falk verkündet und deutlich kritisiert. Mancher mag sich davor fürchten, was ihm bei kooperativem Verhalten mit den Behörden seitens der „Geschwister“ später dann drohen könnte.

Falk hat, s.u., nunmehr kein eigenes aktives, breiter bekanntes Facebook-Profil mehr. Da er aber trotzdem weiter auf dem eingeschlagenen Pfad bleiben will, finden sich Beiträge von ihm noch auf youtube. Dort hat man aktuell (Start des Kanals 11.09.2017) Falks News und „Im Auftrag des Islam“, einem Portal von mehrheitlich Metin Kaplan Anhängern, verschmolzen:

Screenshot youtube-Kanal, Abruf 03.10.2017

 

Auf Facebook finden sich seine Stellungnahmen auf den Seiten seiner Anhänger und Kombattanden*, z.B. hier:

https://www.facebook.com/ImAuftragdesIslam1/

Zur Schließung seines Portals ab 4:30 und immer mal wieder im Vortrag:

 

Ab Minute etwa 17 Verschwörungstheoretisches zur Generalbundesanwaltschaft und zu den Generalstaatsanwaltschaften zur Bewertung des „internationalen islamischen Widerstandes“.

Ab 29:30 erläutert er, dass man, seiner Meinung nach, die „muslimischen politischen Gefangenen“ nur als „Kriegsgefangene“ sehen und bezeichnen sollte.

Er möchte für die „Kriegsgefangenen“ möglichst lokale persönliche Kontakte organisieren. Das soll zunächst über Briefkontakte gehen und dann in eine persönliche Beziehung münden.

Falk möchte, ab 35, darauf hinwirken, dass das „Bezugssystem“ für seine Anhänger ein islamisches ist. Das solle man nicht mit der üblichen Rechtssicht vermischen und daher nicht über die Schuld oder Unschuld in dem „anderen Bezugssystem BRD-Recht“ debattieren. Die Solidarität müsse daher zunächst einmal allen „muslimischen politischen Gefangenen“ gelten.

Ab Minute 44 führt er aus, dass man seiner Ansicht nach nicht mit dem „Justiztheater“ auf den Angriff von Safia S. (sie hatte unter Nutzung des Überraschungsmoments einen Polizisten in Hannover am Hauptbahnhof beinahe getötet**) hätte reagieren sollen. Man wisse ja, wie ungezogene Kinder seien – da brauche man doch kein Strafrecht.

[Sprachliche Petitesse am Rande: Falk hat über die vielen Verhandlungsbesuche seine Sprache angepasst. Das im üblichen Sprachgebrauch antiquierte, aber im juristischen Sprachgebrauch noch äußerst lebendige „hinreichend“ wird von ihm verwendet (ab 33)]

Der Herr Falk wähnt sich u.a. als „Widerstandkämpfer“, als einer, der politisch verfolgt werde, während der Herr Vogel im „internationalen islamischen Widerstand“ nicht ernst genommen werde.

Man muss sich nebenbei fragen, warum in dem Video ein Lageplan des OLG auftaucht:

Screenshot obiges Video, Minute 56:02, Abruf 03.10.2017

 

Didaktisch notwendig ist dieser Plan eher nicht. Ob das einen anderen Zweck hat?
Um die Minute 56 führt er aus, die „westliche Welt“ polemisiere „gegen den Wunsch von uns Muslimen, in einem islamischen Staatswesen in Ruhe und Frieden leben zu können„.

Nun, dass man das tun könne, aber, sofern man nach nur eigenen Regeln leben möchte, eher außerhalb dieses Landes, wird nicht in Frage gestellt. Lebt man gemeinsam, muss man sich arragieren, muss die „Bezugssysteme“ entweder bzgl. der gemeinsam benutzten Sozialräume zur deckung bringen oder unterordnen. Das heißt, dass er seine Vorstellungen unterordnen muss wie alle Personen mit religiös legitimierten politischen Ambitionen. Das gilt für Schiiten genauso wie für Buddhisten oder Hindus. Auch deren Vorstellungen über ein Kastenwesen müssen sich der FDGO unterordnen. Dass Nichtmuslime – und auch viele Muslime – nicht in einem „islamischen Staatswesen“ leben wollen, scheint er für nicht akzeptabel zu halten. Dieses imaginierte Ansinnen der, aller Muslime, wie er es anscheinend sieht, würde „mit militärischen Mitteln“ bekämpft.

Die angeklagten „Brüder“ übrigens, um die es sich bei dem Vortrag primär drehen sollte, sind u.a. Abu Walaa, der für den IS angeworben haben soll. Auch dieser Personenkreis ist für den Herrn Falk offensichtlich „normale Muslime“, zugleich aber auch „politische Gefangene“, gar „Kriegsgefangene“. Hoffentlich lassen sich die bislang 665 Zuschauer dieses aktuellen Videos von den Plänen nicht zu „Plänen“ animieren, wollen „Kriegsgefangene“ befreien oder anders in den „Krieg“ eingreifen.

Bernhard Falk bleibt – obwohl seine Facebook-Präsenz nicht mehr besteht – als Akteur des politisch extremen Islams also auch in der öffentlichen Debatte erhalten: Er findet Wege, wie er sich seinen Anhängern mitteilen kann. Dafür, dass er sich „mit allen Mitteln“ bekämpft (ab 1:01:30) sieht, ist er doch noch recht aktiv. Und laut.

 

 

 

*
Einen Eindruck geben hier zwei junge Männer aus diesem Kontext, die nach eigenen Angaben auf der hessischen „Gefährder-Liste“ seien. Man ist nebenbei völlig unbeirrt, nicht einsichtig angesichts der staatlichen Maßnahmen (deren Anlaß sie meiner Sicht nach nicht korrekt wiedergegeben):

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http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Sechs-Jahre-Haft-fuer-Safia-S-wegen-IS-Attacke,safia196.html

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