Die Mitternachtssonne über Frankfurt

Ein Blick auf schiitische Strukturen in Frankfurt

Schiitische Gläubige gibt es in Frankfurt und Hessen seit langen Jahren, organisierte Gemeinden seit einiger Zeit. Neben der wohl wichtigsten Frankfurter Struktur, dem Zentrum der Islamischen Kultur Frankfurt e.V., existieren weitere, kleinere und öffentlich weniger in Erscheinung tretende Vereine. Seit etlichen Jahren sollte in Hausen eine neue Moschee erbaut werden, die mehr Platz bietet. Mit Spendengeldern soll die erforderliche Millionensumme aufgebracht worden sein. Trotzdem geht es nicht so recht voran, wie aktuell die Frankfurter Rundschau berichtet:

Zehn Jahre, nachdem erbittert über ihren Bau gestritten wurde, ist die Hazrat-Fatima-Moschee immer noch nicht mehr als ein Rohbau, ein Betonkörper ohne Glieder (Minarette) oder Herz (Inneneinrichtung). […] „Wenn sie mir damals gesagt hätten, dass das hier zehn Jahre dauert, hätte ich gesagt: Ich bin weg“, sagt Shamshad Hussain Malik, der zusammen mit Kaymakçi im Vorstand der Gemeinde sitzt. „Aber wir sind nicht müde geworden.

http://www.fr.de/frankfurt/islam-in-frankfurt-eine-moschee-die-nicht-fertig-wird-a-1359946

Seinerzeit bei der Grundsteinlegung hielt der Herr Kaymakci eine Rede und bezeichnete sich dort als Generalsekretär der Gemeinde:

http://www.irh-info.de/nachrichten/nachrichten/2009/dok/UK_20090613_Rede_Grundsteinlegung_Hazrat_Fatima_Moschee.pdf

Im Vereinsregisterauszug des einen Vereins tauchen beide Herren nicht auf. Aber vielleicht gab es Neuwahlen – der letzte Eintrag ist dort vom Februar dieses Jahres (es besteht jedoch keine Verpflichtung, dort alle Funktionen und Funktionäre zu benennen):

Hazrat Fatima HE-Frankfurt_am_Main_VR_10069+Chronologischer_Abdruck-20171003203934

Beim zweiten Verein, der PAK HAIDRY ASSOCIATION, findet sich der Herr Malik als Vorstandsmitglied. Dort wird ausgesagt, bei der Gemeinde bzw. der Vorgängermoschee handele es sich um die Moschee des Pak Hardy Vereins:

Quelle: Screenshot Pak Hadry Ass., Abruf 03.10.2017

https://www.pakhaidry.com/about_us

Für die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) sitzt der Herr Kaymakçi  im Frankfurter Rat der Religionen, neben der IRH ist die Hazrat Fatima Gemeinde als entsendende Organisation benannt:


[Zu den Herren ben Neticha und Taskinsoy s. Beiträge auf diesem blog.]

http://rat-der-religionen.de/ueber-den-rat/mitglieder

Der Verein war zur Zeit der Grundsteinlegung in der öffentlichen Diskussion, weil der damalige Imam an einer problematischen Demonstration teilgenommen haben soll und nicht nur dabei wohl antisemitische Inhalte verbreitet wurden:

Die Vorwürfe gegen den Imam waren in einem Bericht des hr-Fernsehens laut geworden. Der Trägerverein der Moschee hatte die Vorwürfe anschließend als „Hasskampagne“ zurückgewiesen.[…]Der Verein der Fatima-Zehra-Moschee baut seit vergangenem Sommer ein Haus im Frankfurter Stadtteil Hausen.

https://www.op-online.de/region/frankfurt/streit-imam-eskaliert-638082.html

Der Imam musste seinerzeit gehen, nachdem nicht nur die SPD-Fraktion klare Forderungen artikuliert hatte*:

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Oesterling sagte, wer sich wie Türkyilmaz auf einen menschenfeindlichen Extremisten wie Khomeini berufe, zeige, dass er zur Integration nicht bereit sei. Die Gemeinde solle auch ihr Verhältnis zum Islamischen Zentrum Hamburg klären, das laut Verfassungsschutz als Instrument der iranischen Staatsführung zu betrachten sei.

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/hazrat-fatima-moscheegemeinde-frankfurter-moscheeverein-unter-starkem-druck-1940770.html

Da haben sich die Verhältnisse etwas geändert. Wohl auf Vorschlag dieses Islamischen Zentrums Hamburg (nach dem bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz, Bericht 2012, S. 31) wurde ein Dachverband gegründet, die „Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands e.V.“. Das IZH ist die einflußreichste schiitische Struktur in Deutschland. Dieser Dachverband weist aktuell diese Vereine auf seiner Seite für den Frankfurter Raum aus:

Quelle: Screenshot der Moschee-Suche auf der IGS-Internet-Präsenz, Abruf 03.10.2017

 

Verein: Pak Haydary ASS e.V.
Kontaktperson: Herr Shamshad Malik
Anschrift: Linkstr. 77 65933 Frankfurt am Main
[Das ist der zweite Trägerverein der Moschee der Hazrat Fatima Moschee.
Die angegebene Adresse ist jedoch dieselbe:

Quelle: Screenshot Vereinsregister, Abruf 03.10.2017

An der Adresse ist auch noch ein „Islamisches Privatkolleg Jamia Mustafa“ eingetragen.]

Verein: Zentrum der Islamischen Kultur Frankfurt e.V.
Kontaktperson: Herr Scheich Mahmoud Khalilzadeh
Anschrift: Am Alt Hausen 15 60488 Frankfurt am Main

Verein: Libanesischer Kulturverein Frankfurt e.V.
Kontaktperson: Herr Ali Mortada
Anschrift: Sandweg 66 60316 Frankfurt am Main

Verein: Imam Sadjad Kulturzentrum e.V.
Kontaktperson: Herr Asadullah Akbari
Anschrift: Orber Str. 49-51 60386 Frankfurt am Main

Verein: Hosseinieh Al-Hadi Islamischer Verein e.V.
Anschrift: Strahlenbergerstr. 5 63067 Offenbach a. M.

Verein: Islamisches Zentrum Ehl-i Beyt Offenbach e.V.
Kontaktperson: Herr Schaich Murteza Ibrahim Cakar
Anschrift: Dietesheimer Str. 14 63073 Offenbach a. M

Da wurde also rein gar nichts „geklärt“, wie die SPD seinerzeit forderte, sondern über einen Dachverband institutionalisiert. Man hat es sozusagen nur ein wenig anders aufgezogen.

Da die Pak Haydary ASS e.V. nur eine knappe englischsprachige Seite besitzt, der Hazrat Fatima Verein nur eine sparsam mit Fotos bestückte Facebook-Seite, lässt sich darüber wenig Aussage treffen was die Inhalte betrifft. Es ist aber zu vermuten, dass klassische IGS-Inhalte auch geteilt werden, wenn man diesem Dachverband angehört. Doch zunächst zur lokal wichtigsten Struktur.

Auch das für Frankfurt wichtige Zentrum der Islamischen Kultur Frankfurt e.V., ebenfalls IGS-Mitgliedschreibt recht sparsam  selber über sich:

Über uns
Das Zentrum der Islamischen Kultur Frankfurt e.V. wurde mit den Bemühungen iranischer Muslime, zur Wahrung und Entwicklung der islamischen Kultur und religiöser Identität gegründet.“ weiter hier:

http://www.izfrankfurt.de/de/uber-uns/

und ganz unten auf der Seite:

Das Zentrum der Islamischen Kultur Frankfurt e.V. ist bemüht die Identität der Religion zur schützen und diese und deren Entwicklung, durch die Entfaltung kultureller Aktivitäten in und um Hessen zu fördern.

Der Leiter ist Mahmood Khalilzadeh:

Herr Mahmood Khalilzadeh ist seit 2010 Leiter des Zentrum der Islamischen Kultur e.V. und der Islamischen Gemeinschaft der Schiitischen Gemeinden in Deutschland. Angesichts der Tatsache, dass Herr Khalilzadeh neben seiner Muttersprache Farsi, auch Arabisch, Türkisch und Deutsch beherrscht, erfreut er sich in großer Beliebtheit bei den Muslimen und Schiiten in dieser Region.

http://www.izfrankfurt.de/de/vorstellung-des-leiters-des-islamischen-zentrums-frankfurt/

Diese Führungsstruktur zeigt sich auch im Vereinsregister, in dem der Verein seit 2010 eingetragen ist:

Der Leiter des Frankfurter Zentrums Khalilzadeh ist aber auch der Vereinsvorsitzende des Dachverbandes:

Quelle: Screenshot von der Internetpräsenz der IGS, Abruf am 03.10.2017

 

Im Vorstand des Dachverbandes finden sich auch der Wiesbadener Vorsitzende des dortigen Vereins (s. Beitrag auf diesem blog) Dawood Nazirizadeh und der Frankfurter Vertreter Ünal Kaymakci, die gemeinsam im Vorstand des IRH saßen (die IRH zeigt ihre Vorstandsmitglieder seit einiger Zeit nicht mehr öffentlich). Die Region ist mit dem Vorsitzenden und zwei Vorstandsmitgliedern also gut vertreten im IGS Dachverband.

Um einmal einen Eindruck von den Inhalten, die hinter den Strukturen, den Dialogbetätigungen und dem Eigenmarketing stehen, zu erhalten, einige Inhalte von der Internet-Seite des IZF.

Wer mag wohl mit „Sonne ohne Untergang“ gemeint“ sein, ein Mensch, der auf der Seite der Frankfurter Gemeinde 2016 als ein Vertreter eines „freien, vernünftigen und ausgeglichenen Islam“ gepriesen wird? Dessen Todestag man in Trauer beging?

02.06.2016: “ Die Sonne ohne Untergang
Im Gedenken an den Jahrestag des Ablebens eines großartigen und heiligen Gelehrten der islamischen Welt, der die reine Lehre des heiligen Propheten Muhammad (Frieden sei mit Ihm und seiner reinen Familie) wiederbelebte. Er, Ayatollah Imam Ruhollah Musawi Khomeini war der Vertreter des freien, vernünftigen und ausgeglichenen Islams in der Ära von Übertreibung und Gewalt.“

http://www.izfrankfurt.de/de/abhaltung-des-internationalen-jahrestages-zum-ableben-des-imam-khomeini/

Das ist kein Zufall, denn dieses Jahr fand eine solche Feierlichkeit wieder statt:

Quelle: Screenshot Internet-Seite des IZF, Abruf 03.10.2017

http://www.izfrankfurt.de/de/sonderveranstaltung-zum-jahrestag-des-dahinscheiden-des-ayatollah-imam-khomeini-ra/

Oder beim Dachverband, dessen Inhalte ebenfalls letztendlich beim aktuellen Vorsitzenden verantwortet werden: Einer kritische Berichterstattung neulich begegnete man u.a. mit einer solchen Pressemitteilung

Die IGS ist eine Religionsgemeinschaft in Deutschland die sich vorbehaltlos und uneingeschränkt zu den Werten einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft bekennt.

Wohlfeil in dieser Formulierung.

http://www.igs-deutschland.org/news/presse/presseerklaerung/422-igs-weist-unwahre-bezichtigung-der-terrorunterstuetzung-zurueck

Der Journalistin wird unterstellt, sie habe die journalistischen Standards nicht eingehalten:

Mit Entsetzen stellen wir fest, dass die BILD-Zeitung wie auch bereits in der jüngeren Vergangenheit, einen böswilligen Artikel verfasst hat. Wir weisen diesen Artikel entschieden zurück, da er ohne Rücksicht auf journalistische Standards verfasst wurde.

Worin nun genau die Verletzung der journalistischen Standards besteht, wird nicht ausgeführt (Behauptungen solcher Art sollten dann schon substantiert sein).

In einer anderen Presseveröffentlichung wird klar, wo der Dachverband Grenzen steckt:

Auch scheine der Beschluss des Bundestages über die „Ehe für alle“ unseres Erachtens nach nicht nur verfassungswidrig zu sein, sondern auch eine offensichtliche Auflehnung und Ablehnung der göttlichen Gebote anzustreben.

Das geht natürlich gar nicht, dass sich Nichtmuslime (und auch andere, liberale Muslime) gegen „göttliche Gebote“ in der Teheraner Hamburger Auslegung auflehnen**.

Als Muslime jedoch haben wir in einer pluralistischen Gesellschaft das Recht und die Pflicht, die Etablierung von falschen Werten bei der Jugend, den Familien und der Gesellschaft anzusprechen und Irrwege, die der Gesellschaft als Weg zur Freiheit und Vervollkommnung suggeriert werden, aufzudecken. Für die Erfüllung unserer religiösen Verpflichtung erwarteten wir keinen Beifall, noch fürchten wir den Tadel der Tadelnden“, schließt der Vorsitzende der IGS Khalilzadeh.

Wohlan:
Was ist denn der rechte Weg in der Gesellschaft für Homosexuelle?
In Deutschland im Jahr 2017?
Der Teheraner Weg?

Seit der Islamischen Revolution von 1979 wurden im Iran über 4000 Homosexuelle öffentlich hingerichtet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_in_Iran#cite_note-1

Nun läßt Chomeini nicht nur Schah-Freunde, sondern auch Homosexuelle an die Wand stellen. Auch darin sehen viele Iraner einen Akt der Befreiung.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40349187.html

Khomeni war nicht nur religiöser Führer, sondern übte auch Macht aus.
Man belese sich über seine Untaten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ruhollah_Chomeini

ausführlicher in der englischen Version:

https://en.wikipedia.org/wiki/Ruhollah_Khomeini

DAS ist das große Vorbild, die „Sonne ohne Untergang“, die die größte und wichtigste Frankfurter schiitische Gemeinde feiert.
Möge dieser Todesstern hier nie aufgehen.

Die Hinterfragung eines solchen Personenkults und der dahinter stehenden politischen Haltung, Khomeni war ja auch 10 Jahre Staatsoberhaupt, hat übrigens wenig mit „Islamophobie“ zu tun. Sondern mehr mit der Frage, ob und in welchem Maß da faschistoide Handlungen über die Verehrung der religiösen Person, die auch politische Person war, mitgetragen und solche Haltungen nachfolgend auch propagiert werden. Es gibt übrigens auch hier in Frankfurt genügend Exil-Iraner, die wenig sonnig aus ihrer Heimat wegen genau dem Herrn und seinen Schergen fliehen mussten. Was die wohl zu so einem Personenkult hier in Frankfurt sagen würden?

Ein Eindruck von den religiösen Aktivitäten zu Ashura, dem höchsten Trauertag, vor einigen Tagen:

 

Nun gut, das ist jedem Erwachsenen selber überlassen, ob er da mitmacht.
Man sollte aber durchaus darauf achten, dass Kinder anläßlich dieses Fests nicht einbezogen werden (was mancherorts vorkommt) und z.B. geschnitten werden. So weit gehen Elternrecht und religiöse Erziehungsfreiheit nicht, dass die Kinder in einer solchen religiösen Andacht verletzt werden dürften.

Grob vereinfachend kann man konstatieren, dass die damalige Debatte wenig an den Haltungen verändert hat. Man hat das Marketing verbessert (auch beim Jugendverband der IGS wird dies schon eingeübt***), versucht, allerorten über den persönlichen Kontakt die dahinter stehende politische Haltung vergessen zu machen. Von verbessertem Marketing sollte man sich jedoch nicht beeindrucken lassen und hinterfragen, welches politische Gesellschafts- und Menschenbild da vertreten wird, wenn Khomeni als „Mann der Mitte“ propagiert wird, gar als heiliges Vorbild. Nur über solche Fragen und eine ehrliche Diskussion kann herausgefunden werden, welche Vorstellungen das Gegenüber tatsächlich hat. Und nur bei einer solchen ehrlichen Haltungsdebatte kann man über die vertretenen Inhalte, wie die Stellung von Homosexuellen oder der Frau, sprechen. Wer zulässt, dass Fragen zu Khomeni oder der Stellung von Homosexuellen mit dem Verweis auf „Islamophobie“abgetan werden, macht das Marketing-Geschäft von Khomeni-Fans und Homophoben mit: Dadurch wird eine notwendige Debatte über solche Inhalte sozial und gesellschaftlich verunmöglicht. Das kann man tun, sollte sich aber auch der eigenen Verantwortung bewusst sein und sich vor allem fragen: Ist man bereit, zur allgemeinen Abwehr einer diffusen „Islamophobie“**** solche konkreten Haltungen nicht zu hinterfragen und auch bei anderen diesen Komplex so zu immunisieren (das ist die Wirkung einer solchen Zuordnung)?

Über schiitische Islamisten findet sich im aktuellen Bericht des Landesamtes für Verfassungsschutz Hamburg, wo die wichtigste Einrichtung in Deutschland dieser Art (IZH) ansässig ist, auf S. 54:

Sowohl auf der innen- wie außenpolitischen Bühne wird ein antiwestlicher und rigoros islamistischer Kurs mit dem in der iranischen Verfassung deklarierten Leitmotiv der Islamisierung der westlichen Nationen („Export der islamischen Revolution“) gepflegt. Proiranische Einrichtungen in Deutschland sind grundsätzlich als Instrumente der iranischen Staatsführung zu bewerten, die deren theokratische Staatsdoktrin vertreten. Sie repräsentieren eine Werteordnung, die mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung nicht vereinbar ist.

http://www.hamburg.de/contentblob/8873924/a0a91c9416c772101e55f1a69109443c/data/verfassungsschutzbericht-2016-pressefassung-vom-01-juni-2017.pdf

Das alles sind Dinge, die man auch noch zu dieser Gemeinde, ihren Einbindungen und ihrer Ausrichtung wissen sollte. Die Riten, die Erwachsene freiwillig vollziehen, sind nicht das Problem. Der Bau ist nicht das Problem. Sondern die Frage, welches Menschenbild darin vertreten wird. Darüber wird man reden müssen.

 

 

 

 

 

*
Der Herr ging aber wohl nicht wirklich, sondern nur nach Berlin. Auf dem den Ösoguz-Brüdern nahestehendem Blog-Portal „Offenkundiges“ wird er im Juli zur „Ehe für alle“ befragt. Dort ist angegeben, er sei „Leiter des Islamischen Zentrums Imam Riza in Berlin“:

https://offenkundiges.de/homosexualitat-ist-eine-moralische-perversion-scheich-turkyilmaz-uber-die-islamische-position-zur-homosexualitat-und-homehe/

 

**
Bei allem Dissens: In dieser Sache muss man der IZF-Gemeinde zustimmen:

http://www.izfrankfurt.de/de/einladung-zur-solidaritats-und-protestveranstaltung-anlasslich-der-hinrichtung-von-sheikh-nimr-baqir-al-nimr/

Man scheint aber nicht generell gegen die Todesstrafe zu sein, s.o., was dieses Engagement völlig entwertet.

***

Die Jugend lernt, sich so zu präsentieren, dass die fragwürdigen Grundhaltungen nicht mehr hinterfragt werden. Für die „Professionalisiserung der Jugendarbeit“ gibt es Workshops etc.

https://www.facebook.com/IGS-Jugend-149091668872181/?hc_ref=ARSCp_fiacWjWqRIz8EAnl1LPcMy33Beu55MZKQiGpeYbuklXZ9Lo4NmKUhqjnK4O9c

Die Akademie selber hat aktuell ein leeres Impressum:

https://muslimische-medienakademie.de/impressum/

Da vertritt man dieses, man will die Sache mit der Bild „nicht auf sich sitzen lassen“::

https://www.facebook.com/Muslimische-Medienakademie-1609733172665753/?hc_ref=ARRpPdzAdEYhoi_LuLi8C1rwiKInNUe5lbiuS3UQs0qspW6xxmofB6DJZsIY0u-TYNA

****
Die Art und Weise, wie die Debatte vor 10 Jahren lief, erscheint verbesserungswürdig. Die Drohungen waren völlig verachtenswert und inakzeptabel. Gerade aber, um solchen Personen den Wind aus den Segeln zu nehmen, muss man über konkrete Punkte sprechen, denn Haltungen wie die Khomeni-Verehrung oder die Haltungen zu Homosexuellen oder Israel sind nachweislich vorhanden. Die Debatte über solche Inhalte muss in der Mitte der Gesellschaft geführt werden: frei und friedlich, offen und so menschenfreundlich wie möglich. Mit dem Vorbehalt der FDGO und unter Berücksichtigung, dass man Khomeni-Anhängern und Personen, die Schwule als Menschen zweiter oder dritter Klasse sehen, nur bedingt Sympathie entgegenbringen kann. Mit einer allgemeinen Höflichkeit sollten jedoch auch diese rechnen können.

Man beachte in diesem Kontext auch die umfangreiche Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage zu den schiitischen Verbänden vom 21.08.2017:

„Die inhaltlichen Positionen des IZH ergeben sich aus der Verbindung des IZH zur Islamischen Republik Iran, vor allem durch die vom „Büro des Revolutionsführers“ vorgenommene Entsendung des jeweiligen Leiters des IZH. Die Islamische Republik Iran erklärt in ihrer Verfassung den weltweiten „Export“ der iranischen Revolution zum Staatsziel. Die Inhalte der Verfassung der Islamischen Republik Iran sind nicht mit den Prinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland vereinbar.[…] Seit dem Führungswechsel im IZH im Jahr 2010 sind extremistische Bezüge der Einrichtung wieder stärker festgestellt worden.

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/133/1813362.pdf

Ein Gedanke zu „Die Mitternachtssonne über Frankfurt

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