Iranische Kinder-Propaganda für Deutschland

Kindersoldaten-Propaganda mit deutschen Untertiteln für die Diaspora

„Muslim-TV“ ist das Medienangebot der m-haditec GmbH, deren Geschäftsführer die Brüder Dr. Gürhan Özoguz und Dr. Yavuz Özoguz sind. Beide sind langjährig als Islamisten bekannt, bezeichnen sich auch selber so. Ihre Schwester ist Aydan Özoguz. Über den kleinen Konzern der Brüder und ihre Einbindungen war hier bereits berichtet worden:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/08/03/delmenhorst-teheran-und-zurueck/

Beide gehören der schiitischen Glaubensrichtung an und sie machen aus ihrer anti-israelischen Haltung keinen Hehl. Immer wieder finden sich so auch auf „Muslim-TV“ Berichte von den „Al Quds“-Aufmärschen, sogar „Sondersendungen“ zur Teilnahme am Quds Tag finden sich:

http://muslim-tv.de/muslim-tv-sondersendung-teilnahme-am-quds-tag/

Dieser Tag wird auch Jerusalem Tag genannt, weil er sich auf einen Aufruf von Khomeini bezieht. Beschworen wird – grob gesagt – die muslimische Einheit, um Israel zu vernichten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Quds-Tag#Hintergrund

Zu den Haltungen pro-iranischer schiitischer Vereine und des Dachverbands IGS, insbesondere auch die Verehrung des ehemaligen iranischen Staatsoberhaupts Khomeini, finden sich in diesem Beitrag einige Beispiele.

https://vunv1863.wordpress.com/2017/10/04/die-mitternachtssonne-ueber-frankfurt/

Der Iran und die Türkei haben aktuell ein neues Bündnis geschlossen:

Nach einer Erklärung, die das Büro von Chamenei nach dem Gespräch veröffentlichte, waren sich Erdoğan und der eigentliche Herrscher im Iran einig, dass das kurdische Referendum vor allem ein Komplott Israels und der USA sei. Erdoğan habe demzufolge erklärt, die Türkei habe Dokumente darüber, dass der kurdische Autonomieführer Masud Barzani von Israel und den USA angestiftet worden sei, auch wenn die USA öffentlich etwas anderes behaupten. Das Ziel sei „ein weiteres Israel“ in der Region, also eine von den USA und Israel gesteuerte Enklave in der arabisch-muslimischen Welt. Das soll in jedem Fall verhindert werden.

http://www.taz.de/!5452616/

Da passt es wunderbar in Grundhaltung und aktuelle Entwicklung, wenn iranische Kinder auf die „Vertedigung“ des Allerheiligsten, auf Schreine und Führer eingeschworen werden. Israel hat man auch fest im Blick. Dafür werden offenkundig bereits entsprechende Propaganda-Videos gefertigt. Über „Muslim TV“ ist ein solches Video auch für die deutsche Diaspora verfügbar geworden. Das Video wurde mit deutschen Untertexten versehen. Das hochmanipulative und professionell gemachte Video ist aller Wahrscheinlichkeit nach „importiert“ und dann mit Untertiteln versehen worden. Iranischer Mullah-Agitprop.

Text:

Szene: Ein Junge mit einer weißen Porzellamtaube sitzt nachdenklich auf dem Boden vor seinem Bett. Die Eltern stehen vor dem Zimmer und sehen sich ernst an. Eine Jungengruppe kommt die Straße entlang, bis auf einen in Militärkleidung alle in Schuluniformen. Sie singen.

Seit meiner Kindheit bin ich Diener dieser geehrten Familie. Wie Habib ibn Mudhahir bin ich Verteidiger dieses Schreins (haram). Mit der Absicht, den Schrein zu schützen, werde ich mich erheben. Begleite die Armee der Verliebten zu Imam Husain in den gleichen Schritten. [Der Junge in Militärkleidung läuft auf den Vater zu, spricht mit ihm. Dieser zeigt auf seinen zögerlichen Sohn, der im Fenster die Szene beobachtet. Der Junge in Militärkleidung nickt dem Jungen freundlich zu. Die Jungen singen wieder.] „Wenn der Weg zu diesen Schreinen oder nach Kerbela versperrt wird, werde ich die Besatzer des Iraks und Syriens so zerschlagen, dass sie zusammenbrechen. Den Befehl zur Verteidigung des Schreins erhielt ich vom Herrn von Nadschaf*. Gemäß dem Befehl meines Herrn (Imam Chamenei) bin ich stets opferbereit. Das Ziel ist nicht nur die Befreiung des Iraks und Syriens, mein Weg führt über Aleppo, und Jerusalem (quds) ist mein Ziel.

Quelle: Screenshot Video „Verteidiger des haram“, Muslim TV, Abruf 06.10.2017


„Weder sorge ich mich über die Trennung von den Geliebten und der Heimat, gemäß dem Befehl der Wahrheit und auf dem Weg der Herzen trage ich mein Leichentuch.“

Quelle: Screenshot Video „Verteidiger des haram“, Muslim TV, Abruf 06.10.2017


„Um aus dem Käfig zu fliegen bedarf es keiner Flügel, die Liebe ist der Flügel und die habe ich bereits!
[Man sieht einen Knaben Militärstiefel anlegen.] Die Lobpreisung auf meinen Lippen ist: O Zeinab. Im Herzen trage ich keine Furcht. [einem vielleicht 10 jährigen Knaben wird die Kopfbinde angelegt.] Ich habe keine Wünsche, außer Pilgern zum Sohn von Fatima. [Der Junge, der in der ersten Szene eine weiße Porzellan-Taube in den Händen nachdenklich und zögernd gezeigt wurde, verabschiedet sich nun, mit Kopfbinde, vom kleinen Geschwisterchen und der Mutter, alle blicken froh] Möge mich Allah von diesem Haus (ahl-ul-bait) nie entfernen, die Sehnsucht nach diesem Haus wird kein Ende haben.[Der Vater des Knaben weint nun, als er geht. Man sieht Militärstiefel durch Wasser stapfen.] Die rote Linie vor diesem Schrein stammt von meinem Blut. Ich bin eine Wasserquelle, deren Stillstand ihr Tod wäre. Zu Fuß gehe ich von Maschhad (von Imam Ridha) nach Syrien [Kinder mit Kopfbinden und Militärkleidung schwenken Fahnen] Das Gefühl der Tauben um den Schrein, ist auch mein Gefühl. Wie Habib ibn Mudhahir bin ich Verteidiger dieses Schreins (haram).“

Quelle: Screenshot Video „Verteidiger des haram“, Muslim TV, Abruf 06.10.2017

 

Der ganze Clip:

http://muslim-tv.de/videoclip-verteidiger-des-haram-03-10-2017/

Solche Videos wecken böse Erinnerungen zum Leben:

Die Bassidsch [„Freiwillige“, oft Kindersoldaten, SHM] hingegen marschierten klaglos, furchtlos, wie von unsichtbarer Hand gesteuert in ihren Tod. Befremdlich klangen schon die Parolen, mit denen sie in die Schlacht zogen: „Gegen den Yazid unserer Zeit!“, „Die Karawane Hussein zieht weiter!“, „Ein neues Kerbala wartet auf uns“. Yazid, Hussein und Kerbala sind Schlüsselbegriffe der schiitischen Religion. Ihr Ursprungsmythos ist die im Jahr 680 in Kerbala ausgefochtene Schlacht zwischen den Gründern des sunnitischen und des schiitischen Islam. Die Hauptfigur der Schiiten ist Imam Hussein, der Enkel des Propheten Mohammed. […]

… hat doch Ajatollah Chomeini den spirituellen Kern des auch heute noch gepflegten Rituals übernommen und ihn politisiert. Er hat die nach innen gerichtete Leidenschaft auf den äußeren Feind gelenkt. […]

Hätte Chomeinis Hass auf das Leben auch ohne den tiefverwurzelten Kerbala-Mythos im Krieg gegen den Irak seine Wirkung entfalten können? Vermutlich nicht. Mit ihren Kerbala-Parolen auf den Lippen zogen die Bassidsch erregt in die Schlacht. Und alle zogen mit. Ali Chamenei, der heutige Revolutionsführer, lobte iranische Mütter, die für die Verluste ihrer Söhne Gratulationen statt Beileidsbekundungen entgegennahmen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/bassidsch-brigaden-wir-lieben-den-tod-a-420539.html

In der Zusammenschau, also Khomeini-Kult in manchen Gemeinden plus Regierungs-Gefolgschaft einiger schiitischer Organisationen in Deutschland, gruselt das Video doppelt und dreifach: Was soll da Kindern vermittelt werden? Wofür will wohl die iranische Regierung die Wehrbereitschaft von Kindern und Jugendlichen erhöhen? Erst recht: Was sollen hier lebende Kinder schiitischer Mitbürger damit anfangen? Will man die nachfolgende Generation einschwören auf Gefolgschaft? Was ist, wenn die iranische Regierung entschiede, Deutschland versperrte (auf welchem Weg auch immer) irgendwie den „Weg nach Kerbela“ (Irak)?

Dazu noch einmal die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage zu den schiitischen Verbänden vom 21.08.2017:

Die inhaltlichen Positionen des IZH ergeben sich aus der Verbindung des IZH zur Islamischen Republik Iran, vor allem durch die vom „Büro des Revolutionsführers“ vorgenommene Entsendung des jeweiligen Leiters des IZH. Die Islamische Republik Iran erklärt in ihrer Verfassung den weltweiten „Export“ der iranischen Revolution zum Staatsziel. Die Inhalte der Verfassung der Islamischen Republik Iran sind nicht mit den Prinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland vereinbar.[…] Seit dem Führungswechsel im IZH im Jahr 2010 sind extremistische Bezüge der Einrichtung wieder stärker festgestellt worden.

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/133/1813362.pdf

Dieses Video lässt ratlos zurück. Eines ist jedoch klar: Solche Videos sind fanatisierend und menschenverachtend. Und der Völkerverständigung sind sie auch abträglich.

Es wäre an der Zeit, dass den pro-iranischen Verbänden, aber auch der Familie Özoguz die entsprechenden Fragen gestellt werden.

Wer Kinder so indoktriniert, liebt sie nicht. Sondern sieht sie als Diener der eigenen Ideologie. Da hilft es auch nicht, wenn unten auf der Seite die „Kultur der Liebe“ besonders groß geschrieben wird:

Quelle: Screenshot http://muslim-tv.de, Abruf 06.10.2017

 

Da wird evtl. unter Liebe etwas ganz, ganz anderes verstanden.

Es gibt ein berühmtes Zitat von Golda Meir, wonach es (sinngemäß) Frieden erst dann geben werde, wenn „die Araber ihre Kinder mehr lieben als sie uns [die Juden, SHM] hassen“. Das lässt sich vielleicht um die iranische Regierung erweitern. Diese Haltung zu Israel und diese religiös legitimierte Militanz wird auch nach Deutschland importiert. Mit Untertiteln.

 

 

 

* Eine Stadt in der eines der wichtigsten Heiligtümer, die Imam Ali Moschee:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nadschaf

**
https://de.wikipedia.org/wiki/Ahl_al-bait

 

Nachtrag 06.10.2017, 16:16 Uhr:

Das Video ist, wie gerade gefunden, bereits ein Jahr alt:

http://www.bild.de/politik/ausland/iran/iran-wirbt-kinder-fuer-syrien-an-45571612.bild.html

Es wird jetzt allerdings breiter über den Muslim Markt wieder verfügbar gemacht. 

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