Frankfurt: Pecunia olet

Klassische Doppelstrategie? DIV meldet sich zurück

Die Frankfurter Attassamuh Moschee fiel in den vergangenen Jahren dadurch auf, sich besonders der Mehrheitsgesellschaft zuzuwenden. Man lud allerlei Politiker ein. Dagegen wäre nichts einzuwenden, würde man die Spielregeln dieses Gemeinwesens auch tatsächlich achten. So mancher politisch Aktive ging hin in der Hoffnung, dort Stimmen zu holen*. Der Verein machte Medienarbeit, erzählte Journalisten bunte und fröhliche Geschichten. Warb mit der Jugendarbeit. Ein Beispiel:

[Was macht eigentlich das Logo der FES auf dem Plakat? Gab es Sponsoring für diese Veranstaltung an diesem Ort und wer vermittelte dieses?]

Dass diese Jugendarbeit stark segregativ ist, scheint wenigen aufzufallen.Vielleicht ist es vielen politischen Entscheidern auch egal, Hauptsache, ein Problem weniger auf dem Tisch und die Sache mit der unterfinanzierten üblichen Jugendsozialarbeit lastet weniger auf dem Stadtsäckel. Bei der Arbeit in den Moscheegemeinden muss man ja, wenn man unterstützt, nur einen Teil tragen. Man hat den Eindruck, dass die Stadt wegen unzureichender Grundlinie in manchem Amt sogar bei der Fördermittel-Erlangung durch manch fragwürdigen Kantonisten aus anderen „Töpfen“ hilft. Dies schien schon bei dem letztlich gescheiterten Jugendarbeit-Projekt im letzten Jahr auf und ist auch bei anderen legalistisch agierenden Zuwendungsnehmern durchaus wahrscheinlich.

Man verlagert, so scheint es auf, die Probleme mit schwierigen Moscheevereinen, Legalisten wie Extremisten, lieber in die Zukunft und so mancher verhält sich wie der sprichwörtliche Frosch im heißer werdenden Wassertopf. Da ab und an „Schichtwechsel“ im Topf ist, schadet es nicht so sehr, wenn beim eigenen Bad die Temperatur nur etwas ansteigt: Man kann ja bei nur 5 Grad mehr aussteigen. Soll der Nachfolger dann schauen, wie es ihm ergeht.

Eine fatale Fehleinschätzung.

Man belobigt also für die eigene Vereins- und Verbandsarbeit, die aber durchaus auch den Zweck hat, die Jugendlichen von Betätigungen IN der Mehrheitsgesellschaft abzuhalten und in der eigenen Gemeinschaft zu halten. Identitäres eben, das sich deutlich von den meisten christlichen Angeboten unterscheidet, mit denen man es aus Oberflächlichkeit gleich setzen mag.** Man sorgt so dafür, dass die Jugendlichen auch in der Freizeit sorgsam abgetrennt werden. Die „Professionalisierung“ dieser Jugendarbeit dient oftmals nicht dazu, die Jugendlichen im mehrheitsgesellschaftlichen Sinne Teil dieser Gesellschaft werden zu lassen, sondern m.A.n. dazu, sie zu besseren „Parteisoldaten“ zu machen. Zumindest aber diesen solche Angebote der Selektion, wer geeignet erscheint und wer nicht. Die Interessen, die sie später vertreten, sind dann andere.

Eine Person, die auf dem Plakat zu sehen ist, posiert auch schon mal mit dem Herrn Qaradaghi und war bei der Konstituierung des Fatwa-Ausschusses dabei. Die imaginierten (andernorts aber vorhandenen) „Wunschmuslime“ der politischen Entscheider wissen von derlei Events eher nichts. Ziemlich sicher ist hingegen, dass solche Betätigung zur eigenen Community hin eher nicht den werten Testimonial-Gästen erzählt wird:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/11/20/leicht-gemacht/

Lanjahdi macht wohl vornehmlich die Jugendarbeit dieses Vereins.

Das ist also der ideologische Boden, auf dem das ruht, wenn die Kameras nicht da sind (man beachte auch die wiederholte Einladung von Mouhsine Chtaiti). Man fühlt sich dem Anschein nach mittlerweile sogar so sicher, dass man eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Deutsch-islamischen Vereinsverband (DIV) plant:

Der DIV wurde letztes Jahr – n.m.M. berechtigt – unter Beobachtung gestellt.

Der Referent der Veranstaltung wurde auf Facebook befragt, setzt aber gegen die konkreten Vorwürfe zum DIV sinngemäß nur das allgemeine Urteil, dass man dem Verfassungsschutz nicht trauen könne. Das ist für einen studierten Politikwissenschaftler eine erstaunlich dürre Argumentation (mag aber dem Medium geschuldet sein oder anderen Faktoren; wobei man sich bei einem solch heiklen Vorhalt Zeit nehmen sollte):

 


Der Flyer:

 

Offensichtlich geben weder der Referent*** noch der mit ausrichtende Verein etwas auf den Verfassungsschutz im Allgemeinen. Man kann sich vorstellen, in welche Richtung eine deratige veranstaltung gehen wird. Integrativ wird das nicht sein. Aber das ist ja auch das Gesicht zur Community hin.

Man setzt wohl darauf, dass Politiker, die sich instrumentalisieren lassen beim Versuch, ihrerseits die Anwesenden zu beeinflussen, das schon wieder ausgleichen in der öffentlichen Meinung. Das funktioniert nur deshalb eine zeitlang, wenn sich politische Akteure auf eine solche Weise einbinden lassen und sie natürlich auch getäuscht werden. Vielleicht gibt es da ja jetzt Besinnung.

Das sollte man in der Frankfurter Stadtpolitik zur Kenntnis nehmen.

 

 

 

 

 

 

*
Daran ist – begründbar – zu zweifeln.

**
Siehe auch Beitrag:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/08/16/integration-bunt-ist-es-nur-von-weitem/

***

Der Herr Rezek hat seine Bachelor-Arbeit (!) im Verlag eslamica publizieren lassen:

https://www.eslamica.de/buecher-nach-themen/gesellschaft/816/integration-trotz-islam-der-bildungsgrad-der-muslime-in-deutschland

Zum Verlag u.a.:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/08/03/delmenhorst-teheran-und-zurueck/

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2 Gedanken zu „Frankfurt: Pecunia olet

  1. Ich betrachte solche „Vereinaktivitäten“ nicht als „bunte Bereicherung“ unserer Gesellschaft, wie Merkel und Co das gerne propagieren möchten, sondern als Unterwanderungsstrategie fundamentaler Islamisten mit dem langfristigen Ziel, unsere Ordnung durch ihre religiöse Diktatur abzulösen. Ich sehe also in solchen Vereinen verfassungsfeindliche Aktivitäten. Daraus folgt zwingend, dass einheimische Politiker, die solche Aktivitäten unterstützen sich zu Kollaborateuren des fundamentalen Islam machen, einer Religion, die der bekannte Soziologe Hartmut Krauss nach einer sehr strengen wissenschaftlichen Untersuchung als „menschenrechtswidrige Herrschaftskultur“ bezeichnet. Und seitdem gegen diese Form der Religion ankämpft. Denn der Begriff „Religion“ wird nur dazu mißbraucht, eine kriegerische, vorzeitliche Herrschaftsstruktur zu etablieren. Der Islam ist keine reine Religion! Während unsere Funtkionäre einfach mal ganz naiv und in unserer eigenen kulturellen Denkungsweise verhaftet, glauben hier wollten ein paar Leute nur mal ein bißchen beten, arbeiten die Funktionäre des fundamentalen Islam mit internationaler Unterstützung islamischer Länder, etwa Saudi Arabien, an der Untergrabung unserer freiheitlich-rechtlichen Grundordnung. Bisher haben sie dabei auch schon Erfolg gehabt. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die GG-Änderung von 2012, die die Religionsausübung unter staatlichen Schutz stellt. Unsere eigenen Abgeordneten haben hier zugelassen, daß ein Mechanismus installiert wurde, der unsere Grundordnung gefährdet, denn der Islam ist eben nicht nur eine Religion, er ist eine Herrschaftskultur, eine Lebensweise und eine Weltanschauung. Unsere Abgeordnete haben also eine unserer Grundordnung komplett widersprechende Lebensart unter Schutz gestellt, deren Ziel die Abschaffung unserer Ordnung und die Etablierung eines Gottesstaates ist. Das ist der Gipfel der Perfidität! Denn unter dem Deckmantel „Religion“ wurde hier eine feindliche Herrschaftskultur unter Schutz gestellt.

    Dabei wäre es für politische Funtionsträger ein Leichtes, die diametralem Unterschiede zwischen dem fundamentalen Islam und unserer Regierungsform und Gesellschaftsordnung im Gespräch deutlich herauszuarbeiten. Sie bräuchten nur die Gebiete Homosexualität, Juden, Gleichberechtigung, Geschlechtertrennung und Trennung von Staat und Kirche zum Thema zu machen. Auf all diesen Gebieten ist der Islam hoffnungslos unterentwicklelt weil er sich der Anpassung an sinnvollere gesellschaftliche Entwicklungen stets verweigert hat. Doch es gibt Lichtblicke. Herausragende Muslime wollen eine Anpassung ihrer Religion an die sich verändernden Bedingungen einer immer weiter wachsenden Weltbevölkerung. Sie haben verstanden, dass Strategien (Lebensweisen, wie der fundamentale Islam), die die sich verändernden Umweltbedinungen mißachten, keine Überlebenschancen haben werden.
    Das bietet unserern Politikern die wunderbare Gelegenheit ihre „Weltoffenheit“ zu demonstrieren und unsere Grundordnung trotzdem nicht zu gefährden. Sie brauchen sich nur den moderaten Muslimen zuwenden. Muslime wie Seyran Ates oder Mina Ahadi warten händeringend auf politische Unterstützung, denn sie kämpfen bisher allein gegen die äußerst gewaltbereiten Vertreter einer menschenrechstwidrigen Herrschaftskultur (man schaue sich mal die Videos von Hamed Abdel Samad auf youtube an, vor einer Neuköllner Moschee).
    Unsere Politiker brauchen sich gar nicht den Ruf der Islamfeindlichkeit auszusetzen, sondern können sich mit Vertretern eines mordernen, angepaßten Islam treffen und diese unterstützen, indem sie sie mit ihrer Aufmerksamkeit „adeln“. Und andererseits den Vertretern des Steinzeitislam den finanziellen Boden entziehen, sie streng beobachten lassen und bei den kleinsten Anzeichen menschenrechtswidrigen Verhaltens (Homosexualität, Geschlechtertrennung, Gleichberechtigung, Judenfeindlichkeit) verbieten lassen.
    Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

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  2. Verzeihung, da hat sich ein böser Tippfehler eingeschlichen: im letzten Absatz „…sondern können sich mit Vertretern eines mordernen, angepaßten Islam treffen und diese unterstützen…“ es muß natürlich ….MODERNEN Islam….heißen!

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