Hanau ganz brüderlich

Der Hanauer Verein Islamisches „Informations- und Begegnungszentrum e.V.“ (IIB) war bereits einmal Thema auf diesem Blog im Zusammenhang mit den Vorkommnissen um den Dachverband „Deutsch-islamischer Vereinsverband Rhein-Main“ (DIV). Dessen Beobachtung durch das hessische Landesamt für Verfassungsschutz wurde im August 2016 bekannt:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/09/29/unbelehrt/#more-6876

Das IIB war nach letztem Kenntnisstand – die Internetpräsenz des DIV ist seit geraumer Zeit nicht mehr zugänglich – Mitglied im DIV:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/04/29/praevention-boecke-und-gaertner-i/

Weiterhin „Wartungsarbeiten“ beim DIV:

http://www.div-rm.de/

Auch ein „Islamisches Jugend- und Informationszentrum (IJIZ) e.V.“ war Mitglied und betreibt die Badr Moschee. Auch dieser Verein wird in der Auflistung der Stadt Hanau unter Moschee-Vereinen geführt:

http://www.hanau.de/lih/gesellschaft/kirchen/064937/index.html?print=1

Auf dieser Seite der Stadt ist lediglich die Selbstdarstellung wiedergegeben; eine Einordnung durch die Kommune fehlt. Nach eigenen Angaben des Vorsitzenden im FR-Interview 2014 ist das IIB aus dem Islamischen Arbeiterverein hervorgegangen:

Das IIB ist aus der Jugendgruppe des Islamischen Arbeitervereins hervorgegangen. Schon vor der Gründung des IIB wollten wir Projekte initiieren.

und weiter, zu den Einbindungen:

Wir bestellen einen Referenten vom Verein Islamische Informations- und Serviceleistungen (IIS) in Frankfurt. Es sind Leute, die in Mainz Islamistik studiert haben. Zum IIS bestand schon früh eine enge Kooperation. Er war auch Vorbild für uns bei der Gründung des IIB.

http://www.fr.de/rhein-main/alle-gemeinden/main-kinzig-kreis/hanau-verqueres-bild-vom-islam-a-538461

Der „Islamische Arbeiterverein“ wurde in Hanau 2004 eingetragen:

Islamischer Arbeiterverein Hanau VR HE-Hanau_VR_1302+Chronologischer_Abdruck-20180211094820

Neben den IIB-Seiten im Internet allgemein:

http://iibev.de/

Schaut man sich die Betätigungen des IIB an, so fällt eine starke Dialogorientierung zur Mehrheitsgesellschaft hin auf, bei der man sich modern und moderat gibt. Die Akteure des IIB werden bei entsprechenden Anlässen auch von den Medien kontaktiert und geben sich auch dort wenig Blößen. Die Betätigungen zur eigenen Community hin zeigen jedoch ein anderes Bild: Man ist mittendrin in muslimbrudernahen Kreisen, wichtige Vereinsmitglieder betätigen sich auch selbst derart. So finden sich unter den Vortragenden Akteure wie Mohamed Naved Johari, der für die Frankfurter IIS in verschiedenen Funktionen auffiel und der auch überregional als Vortragsredner in einschlägigen Kontexten bekannt ist:

http://iibev.de/aktivitaeten/fuer-muslime/vortraege/

Neben Johari wird auch der bundesweit bekannte Ferid Heider aufgeführt, der v.a. in Berliner Institutionen tätig ist, die vom dortigen Verfassungsschutz beobachtet werden.

Der IIB weist mit IIS Frankfurt und IIS Mainz eine erhebliche Schnittmenge bei den Referenten auf. Was hinsichtlich der Einordnung des hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz zum IIS gilt, trifft meiner Einschätzung nach ebenso für das IIB zu. Dies scheint in Hanau jedoch wenig Thema zu sein. Vielmehr wurde dem IIB vom Ausländerbeirat (ALB) ein Preis verliehen. Unkenntnis oder Absicht beim ALB?

Neben Jaoid Darsane als Vorsitzendem, der auch schon beim IIS Redner war, ist als „ehrenamtlicher Geschäftsführer“ Youness Rahbaoui eingetragen:

 

Der Herr Rahbaoui hält auch Predigten. Auch wenn da manche Reflexion dabei ist, so wird doch behauptet, man sei die beste aller Gemeinschaften, vertritt also das Primat der Muslime alleine wegen ihres Glaubens:

 

Da verwundern solche Phantasien dann nicht wirklich, die er mit seinen Facebook-Kontakten teilt:

Der Herr Rahboui war nun kein Teenager mehr als er das postete, sondern einh erwachsener Mann von etwa 32 Jahren.

Der Herr Abdullah Malano hält ebenfalls Vorträge am IIB. Religion, die „Liebe zum Propheten“ muss über allem anderen stehen:

 

Auch beim IIS Mainz tritt er immer wieder auf.

Der Herr Malano war nun nach den Einlassungen auf seiner Facebookseite bereits beim  „Institut Européendes Sciences Humaines“ (I.E.S.H., Château-chinon). Diese Einrichtung war schon mehrfach auf diesem blog erwähnt worden. Sie ist sozusagen das Vorbild für das Frankfurter EIHW, das „Europäische Institut für Humanwissenschaften“. Auch dieses wird vom hessischen Verfassungsschutz klar der Muslimbruderschaft zugeordnet. Es wird sogar als „Kaderschmiede“ bezeichnet. Wenn man bedenkt, wie wenige Auszubildende dort sein sollen, trifft das noch mehr für das IESH zu:

https://de.wikipedia.org/wiki/Institut_Europ%C3%A9en_des_Sciences_Humaines

Die Bilder vom Herrn Malano vom IESH:

Bild: https://www.facebook.com/brandonadeabd ullah.malano/posts/762349817157296 , Abruf 11.02.2018

 

Er versucht, weitere Personen dorthin zu bringen:

 

Neben dem Marketing gibt es beim IIB und den anderen Einrichtungen, die an diesem Prediger-Pool und den lokalen Netzwerken teilhaben, auch die Community-Seite, wo dann die Wege zu den Hardlinern sehr, sehr kurz werden. All jenen, die meinen, die „Marketing-Abteilung“ sei doch so nett, sei dieser zusammenfassende Beitrag empfohlen:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/01/01/muslimbrueder-ein-puzzle-mit-vielen-teilen/

Die Nettigkeit ist Teil einer verbreiteten Doppelstrategie. Das ist in Hanau so wie in vielen anderen Kommunen. Über den grundlegenden Dissens, über Menschen- und Gesellschaftsbild müssen wir als Gesellschaft reden und können das nicht der nächsten (Politiker-)Generation zuschieben. Das muss schon die jetzige Generation Entscheider angehen.

Natürlich sei der Leitsatz des VGH Kassel vom November und die entsprechende Entscheidungsbegründung wärmstens anempfohlen**:

Es bestehen tatsächliche Anhaltspunkte für die Annahme, dass die auf deutschem Boden agierenden, der Muslimbruderschaft ideologisch und organisatorisch nahestehenden Organisationen des Rates der Imame und Gelehrten (RIG) und die Islamische Gemeinschaft Deutschlands (IGD) gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung gerichtete Bestrebungen im Sinne von § 11 Satz 1 Nr. 1 StAG verfolgen.

Es bestehen dagegen keine Anhaltspunkte dafür, dass diese Organisationen einbürgerungsunschädliche Strömungen aufweisen.

Eine Person, die Vertreter dieser Organisationen zu öffentlichen Auftritten einlädt, regelmäßig an Veranstaltungen und Seminaren der Organisationen teilnimmt und in sozialen Netzwerken als Repräsentant bzw. Ansprechpartner der Organisationen in Erscheinung tritt, bietet Anhaltspunkte dafür, dass sie Bestrebungen im vorgenannten Sinne unterstützt. […]

Nach dem Verfassungsschutzbericht des Landes Bayern 2014 ergebe sich aus einem im Rahmen eines polizeilichen Ermittlungsverfahrens sichergestellten Dokuments ein Vierjahresplan der MB. Die darin vorgesehenen Maßnahmen basierten auf einer Doppelstrategie, um damit die eigentlichen Ziele der IGD und der Mutterorganisation – der MB – zu verdecken. Vordergründig und in der Außendarstellung agierten die Organisationen tolerant und dialogbereit und vermieden in der Öffentlichkeit Bekenntnisse zur MB und verfassungsfeindliche Äußerungen. Ziel der Organisation sei aber die Errichtung einer auf der Scharia basierenden gesellschaftlichen und politischen Ordnung.

http://www.lareda.hessenrecht.hessen.de/lexsoft/default/hessenrecht_lareda.html#docid:8021065

Wer es gut meint mit Personen, die noch keine Staatsbürger sind, macht als kommunaler Akteur auf solche Einrichtungen aufmerksam. Das ist auch für Pädagogen relevant, wie ihre Schüler beeinflusst und geschult werden, wenn sie dorthin gehen. Und wer es gut meint mit unserem Gemeinwesen, macht solche Einrichtungen und Akteure nicht hoffähig.

 

 

*
Aus dem IIB-youtube-Kanal, wohl vom Herrn Darsane beigefügt (s. Signatur
Der Frankfurter Akteur Khaled El Sayed alias Khaled el Bakry war in Hanau nach dem Eindruck auf dem Kanal besonders aktuv:

Interessant in dieser Klarheit der Zuordnung: Es gibt keinen Zufall, aber ausnahmslos alles hat eine Bedeutung:

 

Eine Menge eingefangene Verschwörungstheorien, aus 2010 auf die Frage Darsanes, was die Ursache von „Islamophobie“ sei. Man (die Medien insbesondere) wolle unbedingt das Negative vom Islam zeigen::

Kollektivistisches und archaisches, es gibt „kein Volk, zu dem kein Prophet geschickt worden ist“. Jesus, Noah, Mose seien Muslime gewesen. Der cLjajic, der auch häufig beim IIS Mainz zugange ist:

**

Sollten kommunale Akteure oder Journalisten Schwierigkeiten mit der anonymisierten Fassung haben: Ich kann das gerne ausführen, wer und was hinter den Abkürzungen steht.

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