Berlin: Die Marketing-Abteilung

Vernetzungen des Berliner Vereins Inssan, Testimonials und Förderung

Der Berliner Verein Inssan war bereits mehrfach Thema auf diesem blog. Sei es als ein in einer Bertelsmann-Publikation protegiertes und propagiertes Projekt:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/08/17/bertelsmann-bad-practice/

Sei es wegen der Kooperationen mit anderen:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/08/26/bertelsmann-bad-practice-iii/

Der Verein ist muslimbrudernah, s.u.. 2007, 2008 und 2009 wurde er wegen dieser Einstufung im Berliner Verfassungsschutzbericht aufgeführt. Zur Erinnerung: Das höchste Verwaltungsgericht Hessens, der VGH, hat erst im November unmissverständlich klar gestellt, dass es nach der Sicht des befassten Senats keine unproblematischen Zweige auch der hiesigen Muslimbruderschaft gibt.

http://www.lareda.hessenrecht.hessen.de/lexsoft/default/hessenrecht_lareda.html#docid:8021065

Dieser Sicht ist gut begründet zu folgen, insbesondere auch unter Maßgabe der jüngeren Entwicklungen seitens dieser Bewegung und unter Kenntnis der hierzulande umgesetzten Strategie:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/01/01/muslimbrueder-ein-puzzle-mit-vielen-teilen/

An der Ausrichtung und strukturellen Aufstellung des Vereins Inssan hat sich seit Gründung nichts substanziell geändert, in der personellen Zusammensetzung auch wenig (es gab ein paar Rochaden): Man ist, was man war. Etwas anderes war wohl der Grund, dass der Verein seit einigen Jahren nicht mehr im öffentlichen Bericht aufgeführt wird. Die spezielle Berliner Sicht nur hinsichtlich dieses Vereins hat sich offensichtlich verändert, weniger der Verein, dem man allerdings ein respektables Marketing zugestehen muss: Das muss man erst einmal hinkriegen, das wird schon zielstrebig und umtriebig in dem Sinne umgesetzt, als dass es dem Zielen und Absichten des Vereins und seiner Kooperationspartner dient. Das wenig erwünschte Bild trat zurück, ebenso die – n.m.M. nach wie vor korrekte – damalige Einstufung des Verfassungsschutzes. Im Ergebnis wurde also das Fremdbild in jahrelanger Arbeit verändert.

Das ist meiner Ansicht nach auf die spezielle Lobby-Arbeit der Protagonisten des Vereins zurückzuführen, denen die Ohren poliitischer Entscheider dem Anschein nach zunehmend offen standen. Ein bisschen wie in der Werbung: Bei Dauerberieselung wird irgendwann die neue Schokoladensorte gekauft, auch wenn man ahnt, das sie nicht fit, schlank und schön macht.

Inssan ist mittlerweile bestens vernetzt und wird politisch und finanziell massiv gefördert. Von Berlin und vom Bund. Das geschieht leider überwiegend unter SPD-Ägide*, was das besonders traurig macht. Mittel kamen jedoch nicht nur aus hiesigen öffentlichen Händen, sondern auch aus den Golfstaaten – von der Vorsitzenden selber in älteren Interviews eingeräumt, wenn auch da für ein konkretes Projekt.

Auch bei Inssan ist die bewährte Doppelstrategie zu beobachten. Erst wird abgestritten (2004):

„Im Streit um das geplante islamische Kulturzentrum in der Neuköllner Pflügerstraße haben sich nun dessen Initiatoren zu Wort gemeldet. Der Verein Inssan, der das Kulturzentrum bauen will, bestreitet in einer PresseErklärung den Vorwurf, er unterhalte Beziehungen zur Muslimbruderschaft.

Beim Berliner Verfassungsschutz hieß es dagegen, man wisse von Verbindungen zwischen dem Verein Inssan und der „von der Muslimbruderschaft getragenen Islamischen Gemeinschaft in Deutschland“.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/verein-bestreitet-kontakt-zu-islamisten-moschee-gruender-inssan-bejahen-demokratie-und-rechtsstaat/484426.html

Aus der gleichen Quelle, schon damals gab es Fragen:

hat unterdessen Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) vorgeworfen, er habe das Genehmigungsverfahren für das islamische Kulturzentrum ohne Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden an sich gezogen.

Frau Nofal äußerte sich 2008 im Tagespiegel-Interview dann so, da wurde es dann als etwas völlig normales dargestellt. Dafür dann die nächste Linie:

^Wie ist es mit Ägypten? Inssan wird eine Nähe zur Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD) nachgesagt. Die gilt für den Verfassungsschutz als Hort der Muslimbruderschaft in Deutschland. Die Muslimbrüder kommen aus Ägypten, wo Teile von ihnen für einen muslimischen Gottesstaat eintreten.

Wir haben Kontakte zur IGD und zu deren Präsidenten Ibrahim al Zayat. Aber zu den Muslimbrüdern oder zu Ägypten haben wir überhaupt keine Beziehungen. Die IGD steht auf dem Boden des Grundgesetzes und wir knüpfen grundsätzlich Kontakte zu allen Gruppen, von denen wir wissen, dass sie auf der Basis des Grundgesetzes stehen und sich zur Mehrheitsgesellschaft öffnen. [—]Weiterlesen

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Offenbach: Dawat e Islami plant Einrichtung

Problematische Gruppierung will in Offenbach aktiv werden

Die pakistanische Missionsbewegung Dawat e Islam will eine Moschee in der Schloßstraße in Offenbach eröffnen. Die Hauptströmung, der die Bewegung zugeordnet werden kann, Barelwi, macht regional unterschiedlich erhebliche Bevölkerungsanteile in Pakistan aus. Die Barelwi-Bewegung grenzt sich (wie auch umgekehrt) von anderen lokal relevanten Richtungen ab. Schwerpunkt ist die Provinz Punjab:

The stronghold of Barelvism remains Punjab, the largest province of Pakistan. By one estimate, in Pakistan, the Shias are 18%, ismailis 2%, Ahmediyas 2%, Barelvis 50%, Deobandis 20%, Ahle Hadith 4%, and other minorities 4%. “

https://www.globalsecurity.org/military/intro/islam-barelvi.htm

Auch wenn einige theologische Herleitungen und Handlungsweisen mit dem Sufismus gemein sind bzw. auch von Sufis vollzogen werden, erlaubt dieser Umstand im Gegensatz zur öffentlichen Assoziation per se keine Aussage über die Friedfertigkeit (das ist eine ganz andere Frage). Die obige Abgrenzung geht bis hin zu dem Punkt, an dem der andere zum Ungläubigen erklärt wird. Zur Strömung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Barelw%C4%AB-Bewegung

Das Oberhaupt der Untergruppe Dawat e Islami:

Dennoch wurde die Barelwi-Bewegung durchaus in Pakistan eine zeitlang staatlich gefördert, um ein Gegengewicht zu den seinerzeit als gefährlicher eingestuften Deobandi (die ideologisch z.B. die Taliban beeinflussten) zu schaffen. Dies wurde insbesondere nach 2001 voran gebracht und mündete in einer gewissen Institutionalisierung:

After 9/11, the Musharraf regime started to institutionalize Sufi Islam in Pakistan to counter the new wave of religious extremism by establishing the ‘National Council for Promotion of Sufi Council.’ It was argued that Sufism was based on tolerance and harmony which suited Pakistan’s diversity. The United States also took a great interest and even sponsored the Sunni Ittehad Council (SIC)—a Barelvi religious party which was primarily established to incite Barelvis to counter the influence of the Taliban and extremist ideologies. After the Musharraf regime, the Pakistan People’s Party—consisting mainly of the descendants of Sufis i.e. Pirs (saints) and Pir-landlords – also started to promote Sufi values to counter the threat of extremism and terrorism by renaming the Council as ‘Sufi Advisory Council’ (SAC). Barelvi clerics also declared that Deobandis were responsible of the violent extremism in the country and this narrative further widened the gulf of sectarianism in society.“

Quelle: nächster link.

So weit die staatliche Planung. Unterschätzt wurde jedoch, dass diese fundamentalistische Strömung mit ihren vielen Unter-Organisationen dennoch das blieb, was sie ist: Ein Sammelbecken unterschiedlicher fundamentalistischer Organisationen und Unter-Strömungen, die bei einem einenden Ereignis gemeinsam agieren können. Ein gemeinsamer Feind, eine gemeinsam verurteilte und abgelehnte Haltung kann sofort das Ende der vorher gut geglaubten Zusammenarbeit und der Friedfertigkeit bedeuten. Wenn nicht die Haltung bekämpft wird, Menschen abzuwerten, sondern nur auf eine momentane Friedensbekundung gesetzt wird, ändert sich nichts am erheblichen und sofort aktivierbaren Fanatismus und der dann zutage tretenden gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Dieser Fall ist in Pakistan eingetreten und die Strömung wirkt zunehmend radikal und militant: Weiterlesen

Auf dem Weg zur Einheitsreligion II

Christlich-muslimische „Friedensbewegung“ gegründet

Auf vielen Ebenen und an vielen Orten kann man das immer stärkere Zusammenwirken von kirchlichen Strukturen und muslimischen Organisationen und Strömungen beobachten. Das geht von der kleinen lokalen Ebene, wo in Dialogen gemeinsame Interessen gesucht und gefunden werden, bis zu den obersten Ebenen. In vielen Kommunen dienen Kirchenfunktionäre als Testimonials des legalistischen Islams und selbst explizite Extremisten werden noch gegen Kritik und öffentliche Nachfragen in Schütz genommen. So mancher evangelische oder katholische Funktionär kämpft um den Ruf DES Islams (ja, das wird es dann plötzlich ganz pauschal) gegen Handlungen, die er bei seiner eigenen Organisation, bei seinem eigenen Glauben klaglos hinnimmt. Eine solche Beschützerhaltung wäre statthaft, wäre der Islam monolithisch und ginge es nicht in solchen Angelegenheiten um konkrete Vorhalte. Da wird relativiert, abgewimmelt und beschönigt, was Buchstaben und die Kehle nur hergeben, zum Teil wird selber und aktiv an Medien herangetreten. Dass einmal ein Dialog beendet oder auch nur öffentlich in Frage gestellt wurde, weil der Partner sich als Extremist, als Person mit höchst problematischer Gesinnung, als Antidemokrat herausstellte, wurde nicht beobachtet. In einer solchen Lage, bei hohem öffentlichem Druck wurde dann allenfalls geschwiegen, die nächste Linie im Rückzugsgefecht definiert – und hinter verschlossenen Türen einfach weitergemacht. Da wird beschützt in einer selbstverleugnenden Weise, die die legendäre Löwenmutter wie ein Rabenvieh aussehen lässt. Um eine Metapher aus der Wirtschaft zu benutzen: Man könnte mancherorts fast meinen, als stelle die Kirche nur den Firmenmantel und die kooperierenden muslimischen Verbände brächten frisches Kapital und die neue Geschäftsidee ein. Leider läßt sich unter dem Deckmantel angeblich abrahamitischer Gemeinsamkeiten auch manche jüdische Gemeinde in diese Gegenhaltung einbeziehen. Dass sie, sollte es um Kernfragen zwischen Muslimen und Juden gehen, da von den Kirchen wohl im Stich gelassen würden, scheint zu wenig bewußt. Sie erscheinen in solchen Konstellationen oft genug allenfalls als Feigenblatt, ein temporärer Juniorpartner, dessen Interessen im Dissens dann nachgeordnet werden, wenn die islamistischen Verbände etwas wirklich ernst meinen. Im Zweifel halten die machtbewußten Großen zusammen bzw. Kirchenfunktionäre stellen sich an die Seite der ihrer Einschätzung nach mächtigeren Gruppe (man erinnere sich an Frankfurt 2014: der Rat der Religionen nahm lieber einen Bruch mit den Juden hin denn mit denjenigen, die sich antisemitisch geoutet hatten. Der eine Protagonist sitzt immer noch im Rat, man tut so, als sei nichts passiert, wobei die Vertreter der anderen Religionen im Rat da auch ihre Unschuld verloren. Man hätte überstimmen können, hätte sich klar positionieren können, unterließ dies aber).

Die Kirchenfunktionäre verleugnen jedoch nicht nur sich selbst* und nicht geringe Teile ihrer Gläubigen mit solchen Strategien, sondern stellen sich oftmals auch noch gegen das Votum der Sicherheitsbehörden (z.B. in Marburg, Gießen, Frankfurt, Berlin auch im Verbund mit der jeweiligen Stadtpolitik). Häufig wird sogar eine gemeinsame Front aufgebaut gegen den Verfassungsschutz, d.h. selbst wenn so konkrete Hinweise auf eine extremistische Betätigung vorliegen, dass beobachtet wird, stellen sich diese Kirchenfunktionäre auch öffentlichkeitswirksam gegen das Votum der Sicherheitsbehörden, gerne auch im Verbund mit Lokalpolitikern oder lokalen Honoratioren. Man kann sich kaum vorstellen, dass der normale an Politik interessierte christliche Gläubige dies gutheißt, würde er dies wahrnehmen oder angemessen einordnen.

Das geht aber leider bis hin zu höchsten Ebenen:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/02/05/auf-dem-weg-zur-einheitsreligion/

Man kann sich berechtigt fragen, auf welche Konstellation dies langfristig hinführen soll. Ein „Clash of Civilisations“ weniger als Auseinandersetzung von Kulturräumen, sondern – weil die großen Kirchen im Zweifel eine gemeinsam gedachte Ideologie stärker gewichten als ihre eigentliche Zugehörigkeit zu einem westlich gedachten Kulturraum – als vielmehr eine gemeinsame Bekämpfung des Säkularen? Die Frage nach dem Schutz der eigenen Gläubigen wird nicht oder kaum vernehmbar öffentlich gestellt, weil der mit den Aggressoren manchmal verbundene hiesige Vertreter als Instrument gebraucht werden soll, um den als gefährlicher für die eigene Ideologie empfundenen Abfall vom Glauben zu bekämpfen? Gemeinsame Gegenhaltung zu von Menschen gemachten Gesetzen? Ideologieschutz vor Menschenschutz? Die Verfolgung der eigenen Gläubigen weitgehend schweigend als Kollateralschaden hinnehmen, wenn denn nur ein gemeinsam gedachter Glaube überdauert? In Kauf nehmend, dass die Unterordnung einen point of no return erreichen könnte, weil man die Grundsatzfragen dauernd verschob um einer gemeinsamen Gegenhaltung Willen? Man akzeptiert die Rechte als Mensch zweiter Klasse, weil in der gemeinsamen Gegenrealität der Glaube an sich nicht hinterfragt wird, sondern „nur“ eine andere Hierarchie gilt? Wenn man so weit entgegenkam, wann will man das Trennende besprechen, die eigene Glaubensidentität, wo die rote Linie ziehen? Wie häufig zeigt sich das auch daran, wo Israel in dieser gedachten Zukunftslandschaft gesetzt wird.

Aktuell wurde eine „christlich-muslimische Friedensinitiative“ gegründet:

Noch mal größer: Weiterlesen

Muslimschwester-Strukturen II

Über die andere, die weibliche Seite der Muslimbruderschaft in Deutschland
Beispiele muslimbrudernaher Vereine von lokaler Ebene

Das Lesen von Teil I empfiehlt sich:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/01/03/muslimschwester-strukturen-i/

In Teil I war es vornehmlich um die europäische Ebene und ihre Vernetzung auf die oberen Strukturen bzw. Personen in Deutschland gegangen. Hier sollen vornehmlich die innerdeutschen Strukturen aufgezeigt werden.*

In vielen Städten gibt es mittlerweile Frauenvereine, die mal an Moscheegemeinden angebunden sind, mal sich frei bilden. Das Stichwort „Selbstorganisation“ ist auch in diesem Kontext relevant, wenn auch bei näherem Hinsehen und spätestens bei der Etablierung oft wieder bekannte Akteurinnen auftauchen. Die Bekanntheit speist sich mal aus eigener Betätigung, manchmal aber auch durch den Gatten oder die Familie, die im gleichen Kontext aktiv sind. Frauen-Engagement in dieser Richtung greift Themen auf, die man frauennäher wähnt oder diese Themen Frauen einfach zuordnet (das betrifft nicht nur den fundamentalistischen, sondern auch den konservativen Islam).

Da es sich bei Frauenthemen anbietet, werden mehr Individualrechte eingefordert, die mal mehr, mal weniger eine Einbindung oder auch Verkennung als reines Frauenengagement erfahren. Gesundheit, Hilfsangebote und Bildungsangebote für muslimische Mädchen, Mädchencamps, Frauen-Konferenzen sind solche Angebote muslimbrudernaher Vereine. Die Zugehörigkeit zur Islamischen Gemeinde Deutschlands (IGD), der größten Organisation Deutschlands, in der sich nach Verfassungschutzämtern Muslimbrüder organisieren, wird regelhaft in Abrede gestellt. Das hat den Sinn, nicht als IGD-Mitgliedsverein die Gemeinnützigkeit in Gefahr zu bringen.

Bei einigen der länger bestehenden Moscheevereine sind Frauengruppen auszumachen, hier als Beispiel Aachen, enge Anbindung an die europäische Ebene:

2. v-l. wohl Frau El Amri, s. Teil I.

Der Verein imponiert als typisch muslimbrudernah. Neben einschlägig bekannten Aktionen („Leben wie die Sahaba“) auch Mitteilungen der IGD, Einladungen zu den bekannten Treffen der IGD und natürlich auch immer wieder bekannte Personen. Auf der Facebook-Seite wurde auch für Weiterlesen

Offenbach: Salafistische Vernetzung

Fragwürdige Aktivitäten in Offenbach

Die Moschee Al Fath des marokkanischen Vereins in der Offenbacher Waldstraße besteht seit etlichen Jahren. 2006 sollte dorthin Pierre Vogel kommen, was aber dann doch nicht stattfand. Weniger wahrzunehmen war jedoch, dass eine Reihe noch problematischerer Prediger immer wieder zu Gast war. Das beginnt mit Tarik ibn Ali, der wiederholt auftrat.* Der Prediger sitzt mittlerweile in Großbritannien ein und steht unter dem Verdacht, eine Terrorgruppe instruiert zu haben. Allgemein wurde vermutet, dass er Gelder nicht nur für Moscheebauten, sondern auch für die Unterstützung des IS einsammelte. Seine Betätigungen sind in etlichen Beiträgen hier auf dem blog dokumentiert. Das geht über Amen Dali, der Anfang 2016 in der Einrichtung predigte. Dali ist der Imam des unter Beobachtung stehenden Al Faruq Centers:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/03/04/seelenfang-statt-seelsorge/

Dali ist im Netzwerk des Stuttgarter Imams Fathy Eid und des Neil bin Radhan. Dieses Netzwerk ist salafistisch ausgerichtet und seit Jahren Gegenstand der Beobachtung des baden-württembergischen Verfassungsschutzes. Siehe dazu auch:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/01/30/heilbronn-stuttgart-und-halal/

Zu bin Radhan:

http://www.verfassungsschutz-bw.de/,Lde/Startseite/Arbeitsfelder/Neil+ibn+RADHAN+propagiert+den+bewaffneten+Angriffskrieg+und+eine+als+islamisch+verstandene+_Sex_Sklaverei_

In diesem Netzwerk ist auch Issam Abu Abdallah alias Abu Abdallah At Tunissi alias Issam Benhamed – wohl in Frankfurt wohnhaft – immer mal aktiv (Benhamed ist wie Dali tunesischstämmig).**

 

So hier in Stuttgart:

 

Oder beim gemeinsamen Seminar mit dem Herrn bin Radhan:

 

Benhamed war vor wenigen Tagen wieder in der Al Fath Moschee in Offenbach:

 

Dies war jedoch wohl nicht der erste Besuch:

2016, beispielhaft:

 

Letzten Dezember, beispielhaft für verschiedene Aktivitäten im Jahr 2017:

 

Und hier eine Konversion in der Al Fath letzten November:

 

In den Jahren 2016 und 2017 gab es also etliche Gastauftritte in der Al Fath.

Benhamed scheint auch Wohnungs-Dawa zu machen:

 

Der Herr Benhamed legt seine Vorstellungen zu Neuerungen dar:

Es wird maximale Unterwerfung und Gehorsam gepredigt, Die einzig richtige Gottesliebe ist Gehorsamkeit. Jede Neuerung (bida) wird abgelehnt.**

Über seinen youtube-Kanal verbreitet er seine Predigten und die Inhalte anderer ausgewählter Personen:

https://www.youtube.com/channel/UCzM1Ei8XY8UkGjLgo6xliJw

Das ist so exklusiv, dass neben ihm fast nur Fathy Eid bzw. die Kommentierung eines Buchs von Eid selektiert wird:

https://www.youtube.com/channel/UCzM1Ei8XY8UkGjLgo6xliJw/videos?sort=dd&view=0&shelf_id=1

Unter anderem die Videos werden auch auf Facebook verbreitet:

https://www.facebook.com/al.estiqamah.de/

Mit Amen Dali und anderen werden Seminare veranstaltet:

 

Diese Einbindung in salafistische Kreise wird auch hier deutlich:

Gefällt mir Angaben fb Profil Benhamed

Wohl nicht nur über den Studienort Darmstadt – eigene Angabe – bestehen Kontakte auch zur dortigen Szene, siehe Facenook-Profil, Interaktionen von Aktivisten der „Darmstädter Muslime“, „gefällt mir“ Angabe bei „Islamic Care“ (siehe Beiträge dazu auf diesem blog).

Es fragt sich also, warum man bei der Al Fath einen Prediger etliche Male wiederholt einlädt, der derartig eingebunden ist und derartige Inhalte verbreitet. Man muss auch deutlich damit rechnen, dass ein solcher Prediger ähnlich strukturiertes Publikum zusätzlich anzieht. Solche Auftritte sprechen sich ja herum. Will man in Kauf nehmen, dass v.a. Jugendliche zusätzlich auf einen sehr fundamentalistischen Weg geführt werden? Integrativ ist das alles nicht.

Und auch ein Trauerspiel: Die andere Moschee, in der sich marokkanischstämmige Mitbürger in Offenbach engagieren bzw. aufsuchen, wirkt zunehmend muslimbrudernah (die zugehörende Koranschule sollen über 400 Kinder (!) aufsuchen). Marokkanischstämmige Muslime sollten in Offenbach darauf achten, was ggf. ihren Kindern beigebracht wird. Und die Stadtgesellschaft sollte hinschauen, in welcher Weise an diesen Einrichtungen agiert wird.

 

 

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Aus den Jahren 2012 und 2013 liegen Videos vor.
ibn Ali war aber neben weiteren Problemmoscheen auf seinen Tourneen auch in der Al Huda-Moschee in Offenbach (das ist die weitere Einrichtung Marokkanischstämmiger, die im Beitrag benannt wird). ibn Ali tourte im Schnitt zweimal pro Jahr in der Region.

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Man beachte den Hintergrund:

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Eune aktuelle Predigt, gehalten an unbekanntem Ort. So zwischendrin, ab 11:40 auch etwas in deutsch (was mir aber unwesentlicher erscheint):

Gemeinnützigkeit für Islamisten?

Update zum Verein Islamic Care in Darmstadt

Der Darmstädter Verein „Islamic Care“ sammelt in Deutschland Spenden und setzt mit diesen Spenden nach eigenen Angaben Projekte in Ländern wie Somalia um. Im Mittelpunkt stehen dabei Verteilungen von Wasser und Lebensmitteln. Diese Verteilungen werden meist per Video dokumentiert, z.B. auf der Facebook-Seite des Vereins:

https://www.facebook.com/islamiccare2008/

Der Verein wirbt intensiv um Mitglieder und Spenden. Das ist deshalb problematisch, weil der Verein seit Jahren fragwürdige Kontakte in das radikal-islamistische Lager unterhält:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/06/26/darmstaedter-biedermann-auffuehrung/

Dazu in einem Artikel vor einem Jahr im Echo:

Anfang Februar berichtete das ECHO auf der Hessenseite über Hinweise des Verfassungsschutzes, dass der Darmstädter Verein aufgrund seiner Nähe zu bekannten Salafisten der islamistischen Szene zugeordnet werde. Auf eine vorangegangene E-Mail-Gesprächsanfrage der Redaktion hatte „Islamic Care“ nicht reagiert.

Nach Erscheinen des Artikels konnte der Vereinsvorsitzende Mohamed Youssuf telefonisch erreicht werden. Er erklärte jedoch, sich nicht direkt äußern zu wollen. Man möge ihm Fragen schriftlich zusenden, „dann werden wir über die Beantwortung beraten“. Der Verein bekam daraufhin eine Reihe von Fragen zu seiner Tätigkeit und zu möglichen verfänglichen Kontakten zugesandt. Beantwortet wurden sie nicht.

„Islamic Care“ veröffentlichte stattdessen auf seiner Facebook-Seite eine Stellungnahme zu dem ECHO-Artikel. Darin wird anerkannt, dass in dem Bericht die Distanzierung des Vereins von Gewalt – dazu findet sich ein Satz im Internet-Auftritt – erwähnt wird. Gleichwohl heißt es, der Artikel habe einen „manipulatorischen Duktus“ und enthalte „unzumutbare Anschuldigungen und unbegründeten Verdacht“. Man habe rechtliche Schritte dagegen eingeleitet. Widerlegt werden die Verdachtsmomente in der wortreichen Stellungnahme freilich nicht.

http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/verschlossene-helfer-islamic-care_17702702.htm

Viel offener ist man aktuell nicht, die ursprüngliche Seite ist im Wartungsmodus (14.03.2018)*.

Dafür gibt es was neues, schönes, buntes:

http://staging.islamic-care.de/ueber-uns/

Schaut man im Vereinsregister nach, findet man als offiziellen Vereinssitz nach wie vor Bad Vilbel:

Quelle: Vereinsregister, Abruf 14.03.2018

Aus dem Vereinsregister geht auch hervor, dass man im Vorstand einen kleinen Wechsel vollzogen hat: Vorsitzender ist nunmehr seit etwa einem Monat der Rüsselsheimer Abdirahman Abdi, Stellvertreter der Darmstädter Abdikalik Abdulkadir. Auf noch einer Seite findet sich dann dieses Impressum:

https://islamic-care.org/index.php/en/home/impressium

Im Verein sind mehrere Abdis aktiv; Hirsi Abdi und Hussein Abdi hatten auch schon Funktionen inne:

Islamic Care Ansar Da VR HE-Darmstadt_VR_83136+Chronologischer_Abdruck-20180314173926

Der langjährig bekannte islamistische Prediger Muhamed Ciftci ist Ehrenmitglied. Ciftci war verantwortlich für die Gruppierung „Einladung zum Paradies“, die einem Verbot des BMI nur durch Selbstauflösung entging. Unter seinem alten Namen „Ansar“ hatte „Islamic Care“ auch immer wieder noch andere Prediger wie Hassan Dabbagh eingeladen. Dabbagh ist Imam der unter Beobachtung stehenden Ar Rahman Moschee in Leipzig.

Der im Netz angegebene Vereinssitz hingegen und manche Akteure des Vereins sind identisch mit der Gruppierung „Darmstädter Muslime“.

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Demokratie leben: Alles beim alten?

Verantwortliche von „Demokratie leben“ weiter ohne rote Linie

Das Bundesprogramm „Demokratie leben“ war hier schon mehrfach Thema. Es handelt sich um ein finanziell mit über 100 Mio. gut ausgestattetes Programm, das sich selber so beschreibt, aus der ausführlichen Selbstdarstellung:

So werden Projekte zur Radikalisierungsprävention und Demokratie­förderung sowohl mit kommunalen wie auch mit regionalen und überregionalen Schwerpunkten gefördert.

https://www.demokratie-leben.de/bundesprogramm/ueber-demokratie-leben.html

Die Steuerung des Programms ist beim Bundesfamilienministerium angesiedelt, in der Gruppe „Demokratie und Vielfalt“ unter Leitung von Thomas Heppener:

https://www.bmfsfj.de/blob/100814/890b02d65b86fb8af67966bd5289184c/pdf-organigramm-data.pdf

Die administrative Umsetzung ist seit einiger Zeit beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben untergebracht:

Das Bundesamt gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Ministerium hat die Fach- und Dienstaufsicht über das Bundesamt.

https://www.bafza.de/startseite.html

In einer Antwort der Bundesregierung auf eine aktuelle Anfrage werden die Projekte und Organisationen mit den entsprechenden Fördersummen aus dem Programm „Demokratie leben“ aufgeführt: Weiterlesen