Neues von der Furkan-Bewegung

Jugendangebote in Dortmund, Gründer hat Einreisesperre in Dänemark

Die türkische Furkan-Bewegung ist eine stark auf den Gründer und derzeitigen Anführer Alsparslan Kuytul ausgerichtete Gruppierung. Die Gruppierung ist fundamentalistisch ausgerichtet, zur Grundlinie:

https://vunv1863.wordpress.com/2015/06/17/noch-ein-weltenherrscher-alparslan-kuytul/

Der Beitrag ist von 2015. Mittlerweile wird die Bewegung von zwei Verfassungsschutzämtern in den Berichten aufgeführt.

Vor 4 Wochen war das Oberhaupt der Bewegung un der Türkei festgenommen worden. Auch wenn das manche Journalisten jetzt verkennen: Von Erdogan als Gegner verhaftet worden zu sein, macht aus Alparslan Kuytul keinen Demokraten. Konkreter Anlass war wohl die Kritik an der türkischen Militär-Offensive in Afrin:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/01/31/tuerkei-oberhaupt-der-furkan-gemeinschaft-inhaftiert/

Aber auch schon vorher stand die Gruppierung auch in der Türkei unter Druck:

http://www.mesop.de/parallelstaat-als-politischer-kampfbegriff/

Vor allem scheint man auch in Dänemark aktiv. Die Bewegung in Dänemark auf Twitter, letzten Mai bei einer Kundgebung:

 

Bei einer Konferenz in Dänemark war auch die deutsche Sektion vertreten:

Offensichtlich war Dänemark jedoch nicht bereit, diese Umtriebe weiter hinzunehmen.

Im August folgte dann eine Einreisesperre:

https://www.nyidanmark.dk/en-GB/Words-and-concepts/US/Religious-workers/Religious-preachers-with-entry-ban/

Seine Erklärung zu dem Einreiseverbot:

 

https://www.nyidanmark.dk/en-GB/Words-and-concepts/US/Religious-workers/Religious-preachers-with-entry-ban/

Derweil in Deutschland fromme Wünsche von der Furkan-Facebook-Seite:

Dafür funktioniert der Rechner aber noch ganz gut.

Solche Inhalte, versetzt mit allerlei Verschwörungstheorien und anti-westlichen Stereotypen werden dann dann an die Anhänger gebracht. Man hat jetzt ganz aktuell ein Jugendbildungsangebot in Arbeit, zunächst in Dortmund:

Die Dortmunder Jugendgruppe ist nicht ganz klein:

Quelle: Facebook-Seite der Gruppierung, Abruf 12.03.2018

Und in rosa für die Mädchen:

 

Das sollten Lehrer v.a. in Dortmund zur Kenntnis nehmen.

Die Ankündigung zur Kundgebung 2015 mit Bildern von 2014 in Dortmund:

So lange der Gründer der Bewegung einsitzt und möglicherweise die Gruppe als Ganzes in der Türkei weiter unter Druck gerät (es gab Durchsuchungen auch bei Anhängern), werden die Gemeinden in der Diaspora wichtiger und schließen sich enger zusammen. Das ist ähnlich wie bei der Gülen-Bewegung. Kuytul hat auf Twitter (Twitter wird in der Türkei stärker genutzt als in Deutschland) etwa 77.000 Anhänger, die sicher ganz überwiegend in der Türkei zu verorten ist. Die Schätzung bzw. Angabe des NRW-Verfassungsschutzes in seiner Informationsschrift von 2016, nach der es in NRW ca. 25 Unterstützer gäbe, ist allerdings stark in Zweifel zu ziehen:

http://m.mik.nrw.de/fileadmin/user_upload/Redakteure/Verfassungsschutz/Dokumente/VS-Berichte/Islamismus/2016/Furkan.pdf

Der aktuelle Hamburger Verfassungsschutzbericht gibt für die dortige Sektion etwa 80 Mitglieder an, S. 58:

Die etwa 80 Mitglieder und Sympathisanten des Hamburger „FURKAN Bildungs- und Kulturzentrum e.V.“ treffen sich für ihre Zusammenkünfte vornehmlich in Privatwohnungen. Kerninhalte und Grundideologie teilt die Hamburger Gemeinschaft mit der Hauptorganisation in der Türkei. Auch ist eine starke Ausrichtung auf ihr Oberhaupt Alparslan Kuytul erkennbar. Die Anwerbung und das Hineinziehen in die Gemeinschaft erfolgt teils ohne offen erkennbaren Furkan-Bezug. Der Mitgliederzuwachs und der Missionsgedanke sind als derzeitige Kernziele des „FURKAN Bildungs- und Kulturzentrums e.V.“ in Hamburg anzusehen

http://www.hamburg.de/contentblob/8873924/38b7f14ba1da5dd3693b6b1a833d9c43/data/verfassungsschutzbericht-2016-lfv-hh.pdf

Wegen des stark missionarischen Charakters und der Vorstellung, man werde eine „islamische Zivilisation“ errichten, könnten auch in Hamburg absehbar Jugendschulungen erfolgen.

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Ein Gedanke zu „Neues von der Furkan-Bewegung

  1. Eine Darstellung der Furkan-Bewegung zu den Vorhalten in der Türkei. Interessant darin:

    „Manche Jugendlichen sollen, ohne unsere Kenntnis, an unseren Unterrichten teilgenommen haben, sich dann getrennt und nach Syrien gegangen sein. Aber weder haben wir davon irgendeine Kenntnis, noch dazu einen Beitrag geleistet. Im Gegenteil, wir haben das immer kritisiert.“

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