Auf dem Weg zur Einheitsreligion II

Christlich-muslimische „Friedensbewegung“ gegründet

Auf vielen Ebenen und an vielen Orten kann man das immer stärkere Zusammenwirken von kirchlichen Strukturen und muslimischen Organisationen und Strömungen beobachten. Das geht von der kleinen lokalen Ebene, wo in Dialogen gemeinsame Interessen gesucht und gefunden werden, bis zu den obersten Ebenen. In vielen Kommunen dienen Kirchenfunktionäre als Testimonials des legalistischen Islams und selbst explizite Extremisten werden noch gegen Kritik und öffentliche Nachfragen in Schütz genommen. So mancher evangelische oder katholische Funktionär kämpft um den Ruf DES Islams (ja, das wird es dann plötzlich ganz pauschal) gegen Handlungen, die er bei seiner eigenen Organisation, bei seinem eigenen Glauben klaglos hinnimmt. Eine solche Beschützerhaltung wäre statthaft, wäre der Islam monolithisch und ginge es nicht in solchen Angelegenheiten um konkrete Vorhalte. Da wird relativiert, abgewimmelt und beschönigt, was Buchstaben und die Kehle nur hergeben, zum Teil wird selber und aktiv an Medien herangetreten. Dass einmal ein Dialog beendet oder auch nur öffentlich in Frage gestellt wurde, weil der Partner sich als Extremist, als Person mit höchst problematischer Gesinnung, als Antidemokrat herausstellte, wurde nicht beobachtet. In einer solchen Lage, bei hohem öffentlichem Druck wurde dann allenfalls geschwiegen, die nächste Linie im Rückzugsgefecht definiert – und hinter verschlossenen Türen einfach weitergemacht. Da wird beschützt in einer selbstverleugnenden Weise, die die legendäre Löwenmutter wie ein Rabenvieh aussehen lässt. Um eine Metapher aus der Wirtschaft zu benutzen: Man könnte mancherorts fast meinen, als stelle die Kirche nur den Firmenmantel und die kooperierenden muslimischen Verbände brächten frisches Kapital und die neue Geschäftsidee ein. Leider läßt sich unter dem Deckmantel angeblich abrahamitischer Gemeinsamkeiten auch manche jüdische Gemeinde in diese Gegenhaltung einbeziehen. Dass sie, sollte es um Kernfragen zwischen Muslimen und Juden gehen, da von den Kirchen wohl im Stich gelassen würden, scheint zu wenig bewußt. Sie erscheinen in solchen Konstellationen oft genug allenfalls als Feigenblatt, ein temporärer Juniorpartner, dessen Interessen im Dissens dann nachgeordnet werden, wenn die islamistischen Verbände etwas wirklich ernst meinen. Im Zweifel halten die machtbewußten Großen zusammen bzw. Kirchenfunktionäre stellen sich an die Seite der ihrer Einschätzung nach mächtigeren Gruppe (man erinnere sich an Frankfurt 2014: der Rat der Religionen nahm lieber einen Bruch mit den Juden hin denn mit denjenigen, die sich antisemitisch geoutet hatten. Der eine Protagonist sitzt immer noch im Rat, man tut so, als sei nichts passiert, wobei die Vertreter der anderen Religionen im Rat da auch ihre Unschuld verloren. Man hätte überstimmen können, hätte sich klar positionieren können, unterließ dies aber).

Die Kirchenfunktionäre verleugnen jedoch nicht nur sich selbst* und nicht geringe Teile ihrer Gläubigen mit solchen Strategien, sondern stellen sich oftmals auch noch gegen das Votum der Sicherheitsbehörden (z.B. in Marburg, Gießen, Frankfurt, Berlin auch im Verbund mit der jeweiligen Stadtpolitik). Häufig wird sogar eine gemeinsame Front aufgebaut gegen den Verfassungsschutz, d.h. selbst wenn so konkrete Hinweise auf eine extremistische Betätigung vorliegen, dass beobachtet wird, stellen sich diese Kirchenfunktionäre auch öffentlichkeitswirksam gegen das Votum der Sicherheitsbehörden, gerne auch im Verbund mit Lokalpolitikern oder lokalen Honoratioren. Man kann sich kaum vorstellen, dass der normale an Politik interessierte christliche Gläubige dies gutheißt, würde er dies wahrnehmen oder angemessen einordnen.

Das geht aber leider bis hin zu höchsten Ebenen:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/02/05/auf-dem-weg-zur-einheitsreligion/

Man kann sich berechtigt fragen, auf welche Konstellation dies langfristig hinführen soll. Ein „Clash of Civilisations“ weniger als Auseinandersetzung von Kulturräumen, sondern – weil die großen Kirchen im Zweifel eine gemeinsam gedachte Ideologie stärker gewichten als ihre eigentliche Zugehörigkeit zu einem westlich gedachten Kulturraum – als vielmehr eine gemeinsame Bekämpfung des Säkularen? Die Frage nach dem Schutz der eigenen Gläubigen wird nicht oder kaum vernehmbar öffentlich gestellt, weil der mit den Aggressoren manchmal verbundene hiesige Vertreter als Instrument gebraucht werden soll, um den als gefährlicher für die eigene Ideologie empfundenen Abfall vom Glauben zu bekämpfen? Gemeinsame Gegenhaltung zu von Menschen gemachten Gesetzen? Ideologieschutz vor Menschenschutz? Die Verfolgung der eigenen Gläubigen weitgehend schweigend als Kollateralschaden hinnehmen, wenn denn nur ein gemeinsam gedachter Glaube überdauert? In Kauf nehmend, dass die Unterordnung einen point of no return erreichen könnte, weil man die Grundsatzfragen dauernd verschob um einer gemeinsamen Gegenhaltung Willen? Man akzeptiert die Rechte als Mensch zweiter Klasse, weil in der gemeinsamen Gegenrealität der Glaube an sich nicht hinterfragt wird, sondern „nur“ eine andere Hierarchie gilt? Wenn man so weit entgegenkam, wann will man das Trennende besprechen, die eigene Glaubensidentität, wo die rote Linie ziehen? Wie häufig zeigt sich das auch daran, wo Israel in dieser gedachten Zukunftslandschaft gesetzt wird.

Aktuell wurde eine „christlich-muslimische Friedensinitiative“ gegründet:

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