Frankfurt: Verspieltes Vertrauen

Tarik ben Ziad Moschee mit Doppelstrategie

Die Frankfurter Tarik ben Ziad Moschee war vor Jahen immer wieder einmal in den lokalen Medien, weil sie Prediger einlud, die problematisch sind. Mal war es 2012 der Wuppertaler Prediger Abu Jibriel alias Mohamad Gintasi*:

An diesem Sonntag sind es rund 400, die gekommen sind um Muhammad Abu Jibril zu hören, der durch seine Videos im Internet bekannt ist. Er wird vom Verfassungsschutz beobachtet und soll laut den Staatsschützern salafistische Inhalte predigen und sogar Kontakte zu dschihadistischen Netzwerken haben.

http://www.fr.de/frankfurt/tarik-moschee-kein-platz-fuer-radikale-gedanken-a-858730

Mal war es der seit einem Jahr wegen Terrorverdachts in Großbritannien einsitzende Tarik ibn Ali:

 

Mal war es der Herr Bouniss, den man ähnlich verorten kann und der sich mit Tarik ibn Ali sozusagen einen Dolmetscher teilte:

 

Die Tarik ben Ziad Moschee war nach letztem Kenntnisstand, also bis der Deutsch-islamische Vereinsverband (DIV) seine Mitglieder dann nach der Bekanntgabe der Beobachtung durch das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) im August 2016 nicht mehr öffentlich machte, Mitglied im DIV:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/12/07/islamisten-skat/

Der Herr Mohammed Mustafa Antar**, seinerzeit Imam in der Tarik ben Ziad, war älteren Angaben zufolge, die jetzt nicht mehr auf der aktuell benutzten Seite vorzufinden sind, 2. Vorsitzender des Rats der Imame und Gelehrten (RIGD):

https://rigd.wordpress.com/vorstand/

https://www.facebook.com/notes/iis-mainz-die-gruppe-der-begegnung/der-rigd-rat-der-gelehrten-und-imame-in-deutschland-verurteilt-die-untat-von-ale/120044564731814/

Auch der RIGD steht unter Beobachtung des LfV, weil er als Struktur der Muslimbruderschaft gilt (auch wenn dort noch einzelne anders zuzuordnende mitmachen).

In den letzten Jahren wurde die Strategie verbessert. Man machte einiges zusätzlich im Rahmen einer doppelten Wahrnehmung bzw. einer zur Mehrheitsgesellschaft hin suggerierten Konformität:

Der Tarik-Ben-Ziad-Verein steht hinter dem Angebot – auch, wenn zunächst Aufklärungsarbeit nötig war, wie Vorstandsmitglied Ahmed Araychi sagt. „Aber wir haben nur positive Erfahrungen gemacht. Die Kooperation zeigt, dass wir offen sind für alle“, meint Araychi.

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt-frauen-trainieren-kampfkunst-in-moschee-14156410.html

Man liess sich vom OB besuchen:

http://islam.de/29181

Man lud andere Gäste ein (beispielhaft):

https://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Panorama-2/Der-Tarik-Ben-Ziad-Verein-lud-ein-Zum-Fastenbrechen-in-die-Moschee-27370.html&login=1#sozial_kommentar

– um doch der gleiche Verein zu bleiben und die „andere Seite“ weiterhin auszuleben. Nur das Marketing wurde wohl „verbessert“. Man lädt jetzt freundlich die Vertreter der Mehrheitsgesellschaft ein und tut ein bisschen so als ob. Denn der Verein blieb wohl weiterhin im DIV, der Herr Antar ist in vielerlei Muslimbruderzusammenhängen bundesweit unterwegs. Das ist nicht unüblich, denn die Imame gehen mal in diese, mal in jene Moschee des Verbundes, mal von Mainz nach Frankfurt, mal von Rüsselsheim nach Frankfurt usw.

Und dann sind da die Veranstaltungen, bei denen man „unter sich“ bleibt. Da ist dann nicht die Marketing-Abteilung zur Mehrheitsgesellschaft zugange, sondern man lädt die Herrschaften, die in der „eigenen“ Community Rang und Namen haben. Die heißen dann Ferid Heider vom unter Beobachtung stehenden Berliner Verein Teiba Kulturzentrum, Taha Zaidan, wie auch Amir Zaidan ein in allerlei Muslimbruderzusammenhängen auftretender Akteur und Taha Amer, seines Zeichns amtierender Vorsitzender des RIGD:

 

Da gibt es dann keine Presse-Bekundungen, keine Ladungen von Stadt-Honoratioren. Die lässt man da weg, weil da keine Sonntagsreden für die Ohren der Mehrheitsgesellschaft geschwungen werden, sondern das identitäre Moment zum Tragen kommt, wo die Religion in der strömungstypischen Weise angeboten und propagiert wird.

Da das Bild entfernt wurde, hier die zu Belegzwecken gespeicherte Kopie:

Quelle: fb-Profil Herr Zaidan, Abruf 17.05.2018 https://www.facebook. com/146089215990444/photos/a.152607305338635.1073741828.146089215990444/205902666675765/?type=3&theater

Der bei der Veranstaltung kooperierende Berliner Verein „Die barmherzigen Hände“ war auch schon Thema auf diesem blog:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/04/28/berlin-nil-novi-sub-sole/

So lange man – als Verein – solche Einbindungen weiter aufrecht erhält, so lange man als Verein Imame mit dieser Ausrichtung hat, darf man sich nicht wundern. Da ist Vertrauen, wie es immer wieder entgegengebracht wurde, irgendwann verspielt. Dieses Vertrauen basierte auf dem Marketing, das ein weiteres Mal für bare Münze genommen wurde. So mancher der Gutgläubigen, wie sie z.B. im Frankfurter Rat der Religionen (RdR) vornehmlich sitzen, mag auch die andere Seite, die Einbindungen nicht kennen oder nicht wahrnehmen wollen. Andere aus diesem und anderen Gremien merken sehr wohl, dass die Einrichtung und die Verantwortlichen sich nicht grundsätzlich ändern werden und wohl auch nicht ändern wollen. Das Ziel einer Gegengesellschaft bleibt. Dass Einrichtung und Verantwortliche so sind, wie sie halt sind und sein wollen. Damit die Erfolglosigkeit des Tuns des RdR – man gibt ja vor, integrativ zu wirken, gibt vor, den übertragenen Teil Religionspolitik sorgsam zu verwalten – nicht so arg ins Auge springt, geht mancher dazu über, zur Mehrheitsgesellschaft hin einfach das Marketing muslimbrudernaher Strukturen mitzumachen. Das gibt es allerorten, ist also kein Frankfurter Spezifikum. Diese Akteure beteiligen sich am schönen Schein, definieren die Muslimbruderschaft zu normalen Muslimen um, stellen sich gegen Verfassungsschutz und Gerichte im Zweifelsfall. Spricht man diese Probleme an, wird mancher ärgerlich, man müsse halt mit den Muslimen arbeiten, die man habe. Nun, zum einen muss man das nicht. Das muss man nur, wenn man selber Ziele mit Menschen verfolgt. Zum anderen ist es ein ganz falscher Weg, Strukturen einen Persilschein zu geben, nur weil es in die eigene Agenda gerade passt. Das ist nicht nur unredlich, sondern tut vor allem allen anderen Muslimen Unrecht, die nichts mit der Muslimbruderschaft zu tun haben wollen. hinter denen aber diese Kollaborateure aus der Mehrheitsgesellschaft diese fragwürdigen Strukturen gerne verstecken wollen. Islamistische Strukturen und Akteure werden versteckt, der politische, legalistische Islam verschwindet so im Hintergrundrauschen muslimischer Vielfalt. Leidtragende sind all jene, die nicht so informiert sind, Muslime wie Nichtmuslime. Auch so mancher Akteur aus der Mehrheitsgesellschaft hat da Vertrauen verspielt. Das muss man neu denken.

 

 

 

 

 

 

 

*
Zu diesem Prediger, dem vor einem halben Jahr die Einbürgerung eben wegen dieser Betätigungen verweigert wurde, siehe auch

https://vunv1863.wordpress.com/2017/10/13/der-erziehungshelfer/

**
Der Herr Antar unterhält auch an der Adresse Zeil 44 in Frankfurt ein Einzelunternehmen, das einen religiösen Reiseservice anbietet:

“ Im Jahr 2005 wurde das Einzelunternehmen Tarik Ben Ziad gegründet, dass sich auf die Organisation und Durchführung von Umra- und Hadschreisen fokussiert. Es ist eine große Ehre, durch diese Arbeit Pilgerern den Besuch zum Hause Allahs zu ermöglichen und diesen Ort zu besuchen ist das, was man jedem Muslim und jeder Muslima von Herzen wünscht. Ausgehend von diesem Grundsatz besteht Tarik Ben Ziad bereits seit“

http://tarikbenziad.com/index.php

http://tarikbenziad.com/detailes.php?module=topic&id=4

In Ermangelung eines vollwertigen Impressums, das er als Kaufmann bei einem Auftritt, der lediglich dem Verkauf dieser Dienstleitung dient, eigentlich haben muss, hilft ein Blick ins Unternehmensregister:

Quelle: Unternehmensregister, Abruf 18.05.2018

Ein Gedanke zu „Frankfurt: Verspieltes Vertrauen

  1. Die Kirchen, die sich ja immer wieder schützend auch vor solche muslimbrüder-nahen Vereinen stellt, würde ich aber nicht zur ahnungslosen Mehrheitsgesellschaft zählen. Die haben kein Vertrauen verloren, im Gegenteil. Sie unterstützen offenbar ganz bewußt und sehr machtvoll die Ausbreitung des fundamentalen Islam und wollen nun sogar die Kahane-Stiftung mit einbeziehen, um das Internet nach „islamfeindlichen“ Äußerungen zu durchforsten und sie „anzuprangern“, weil das in deren Augen „rassistisch“ sei (für ein paar Silberlinge geben die sich wirklich sehr große Mühe). In diesem Sinne könnten solche modernen Inquisitoren früher oder später auch auf diesen hervorragenden Block hier treffen und mit aller Macht versuchen, ihn auszulöschen. Denn die hier aufgedeckten Tatsachen werfen ein negatives Licht auf den Islam und werden daher von Kirchenfürsten als „rassistisch“ bezeichnet und „zum Abschuß freigegeben“(siehe hier: https://www.cicero.de/kultur/netzteufel-evangelische-kirche-amadeu-antonio-stiftung-hass-im-netz).

    Auch bei vielen Akteuren aus der Politik kann ich mir mittlerweile nicht mehr vorstellen, dass wir hier völlig ahnungslose Dummerchen vor uns haben. Ich schlußfolgere daraus, dass der fundamentale Islam bei uns unterstützt werden soll. Mit voller Absicht soll hier in Deutschland eine sehr gefährliche, verfassungsfeindliche Strömung etabliert werden (gemeint ist wahrscheinlich eine besonders zuvorkommende Art des Kundendienstes…). Genau danach sieht die politische Landschaft in Deutschland aus. Und wenn man sich so anschaut, wohin Gelder fließen und mit welchen Leuten sich die Bundesregierung umgibt, etwa im Auswärtigen Amt, und welche Schwerpunkte in der Nahost-Politik gesetzt werden, komme ich eher zu dem Schluß, dass die EU, allen voran Deutschland, Dschihadisten eher unterstützt, als bekämpft. Vielleicht ist dies etwas übertrieben, aber im Auswärtigen Amt scheint es von Palästinensern nur so zu wimmeln. Man ist „gut-freund“ mit Leuten, die Israel Tod und Teufel an den Hals wünschen. Dazu kommen noch die schwerwiegenden wirtschaftlichen Beziehungen der EU mit islamischen Staaten in bedeutsamer Größe.

    Und hier liegt der Hase im Pfeffer begraben: sobald die Mächtigen in der EU aufhören würden, mit dem fundamentalen Islam super Geschäfte zu machen, würde sich die Haltung zum Islam schlagartig ändern -also normalisieren- und alle Erkenntnisse des Verfassungsschutzes würden genutzt, um verfassungsfeindliche Umtriebe vollständig zu unterbinden, von der Ausweisung bis zum Zwang, Predigten und Koranschulen nur noch in deutscher Sprache abzuhalten. Das „Marketing“ der Islamisten würde als solches öffentlich benannt werden und mit Fragen zu Homosexualität und freien Frauen enttarnt werden. Und auch die Kirchen würden mitziehen und sich daran erinnern, wie sie den Islam noch vor 100 Jahren bewertet hat.

    Aber solange Europa seine Seele im wahrsten Sinne des Wortes „verkauft“ hat („Scharia-Kapitalismus: Den Kampf gegen unsere Freiheit finanzieren wir selbst“, Sascha Adamek, 2017), solange werden solche eindeutigen Islamisten als „nette, bemühte“ Integrations-Personen angesehen und unterstützt. Und genauso lange wird von uns verlangt, in potentielle Mördern (Menschen, die wortwörtlich nach dem Koran leben wollen, der zu 66% aus Anweisungen zur Schädigung von Menschen besteht), nur religiöse Menschen zu sehen, die ein Recht auf ihre Religion und deren Ausübung haben.
    Stünden wir auf der Seite Israels, hätten wir eine ganz andere Politik, aber mit ölreichen Scheichs läßt sich mehr Geld verdienen.
    Wer also diesen Islam wirklich wirksam bekämpfen will, der braucht auch Infos über die wirtschaftlichen Vernetzungen, damit man solche Waren meiden kann. Nur ein Islam, der keinen Gewinn verspricht, wird in unserem System zwangsläufig (wenn man das GG ernst nimmt) zu einer bekämpfbaren Größe.

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