Taqwa Moschee Hamburg: Abul Baraa auf Sammeltour

Prediger Abuk Baraa kommt heute nach Hamburg-Harburg

Der Berliner Prediger Ahmad Abul Baraa war auf diesem blog schon etliche Male Thema. Baraa ist im Internet mit seinen Lehr-Videos fundamentalistischen Inhalts seit Jahren eine feste Größe. Er unternimmt jedoch auch ebenfalls seit langer Zeit Reisen zu Einrichtungen in Deutschland. Diese Einrichtungen sind meist salafistisch orientiert; manchmal wird er jedoch auch von Vereinen einer dezent anderen Strömung eingeladen (so war er 2012 bei einer bosnischen Einrichtung in Offenbach). Aktuell muss er aus der lange genutzten Immobilie heraus, weil der Mietvertrag nicht verlängert wird:.

https://vunv1863.wordpress.com/2018/06/14/berlin-sahaba-moschee-schliesst-neues-domizil-gesucht/

Dazu auch:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/04/30/abul-baraa-westwaerts-unterwegs/

Für eine neue Unterbringung bemüht man sich gegenwärtig (s.u.) um eine Immobile. Heute abend wird Baraa deswegen in Hamburg auftreten und dort Geld einsammeln:

Quelle: fb-Seite von Baraa, Abruf 23.05.2018

[update: Einfügen Screenshot, da Ankündigung gelöscht wurde, 27.06.2018 SHM]

Gesammelt wird hierfür:

Baraa ist seit Jahren bekannt. Wiederholt kam es zu Durchuchungen im Verein:

Die Moschee gilt seit Jahren als Sammelbecken für gewaltbereite Jihadisten.

https://www.mopo.de/hamburg/polizei/razzia-in-taqwa-moschee-das-netzwerk-der-islamisten-25103662

Nach aussen hin ist die Einrichtung unscheinbar:

Die Al-Taqwa-Moschee in Hamburg-Harburg ist leicht zu übersehen. Hinter mit Folie verklebten Fenstern liegt im Erdgeschoss von zwei nebeneinanderliegenden zweistöckigen Wohnhäusern der etwa 15 Meter lange Gebetsraum. Von außen sieht die Etage mit den sechs großen Sprossenfenstern wie ein Gewerberaum aus. Am Eingang steht auf einem Schild „Die Gemeinschaft des Olivenbaumzweigs e.V. Harburg“ und direkt über der Tür ein Glasschild mit vier arabischen Wörtern.

https://www.abendblatt.de/hamburg/harburg/article208723301/Razzia-gegen-Islamisten-in-Harburg.html

Immer wieder finden sich jedoch Bezüge zu Personen, die dann wegen konkreter jihadistischer Bestrebungen auffielen:

Die Angeklagten hätten sich regelmäßig in der Taqwa-Moschee in Hamburg-Harburg getroffen und Koranverteilungsstände organisiert.

https://www.abendblatt.de/hamburg/article210306419/Prozess-gegen-mutmassliche-Unterstuetzer-von-Salafisten-Verein.html

Tatvorwurf war u.a,, die verbotene Gruppierung „Millatu Ibrahim“ fortgeführt zu haben. Zu einer Verurteilung wegen des Tatvorwurf war jedoch die Beweislage unzureichend:

„Die Indizien reichten für eine Verurteilung nicht aus. […] Konkret war den Männern im Alter von 25 bis 37 Jahren vorgeworfen worden, sich regelmäßig zu Schulungen in der Harburger Taqwa-Moschee getroffen zu haben. Diese gilt seit Jahren als zentrale Anlaufstelle der islamistischen Szene. Außerdem sollen sie Koranverteilungsstände organisiert und sich zum Nahkampftraining getroffen haben, um sich auf den „Dschihad“ vorzubereiten. Damit hätten sie gegen das Vereinsverbot verstoßen, so die Anklage.

https://www.abendblatt.de/hamburg/article213288811/Freispruch-fuer-zwoelf-mutmassliche-Salafisten.html

Obwohl es Forderungen (z.B. von der Hamburger FDP) nach Schließung des Vereins gibt und auch immer wieder einmal nachgefragt wird:

Klicke, um auf salafistische-moscheen-in-hamburg-%E2%80%93-wie-ist-die-lage-im-september-2017-.pdf zuzugreifen

ist mit dieser neuerlichen Betätigung klar gestellt, dass der Verein weder geschlossen ist noch seine Ausrichtung geändert hat.

Aus dem aktuellen Verfassungsschutzbericht der Stadt Hamburg, S. 43:

Für Hamburgs Salafisten ist nach wie vor die im Stadtteil Harburg gelegene Taqwa-Moschee der zentrale Anlaufpunkt. Neben politischen Salafisten verkehrt hier insbesondere die jihadistisch-salafistische Klientel aus dem Großraum Hamburg; dieser Personenkreis kommt auch außerhalb der öffentlichen Gebetsveranstaltungen in der Moschee zusammen.“

Klicke, um auf verfassungsschutzbericht-2016-lfv-hh.pdf zuzugreifen

Baraa kann also auf ein volles Haus hoffen.
Ob das allerdings auch einen relevanten Beitrag zu seinem Kaufvorhaben erbringt, wird erst der Tag zeigen. Fraglich ist auch, woher die Gelder aus solchen Spenden stammen.

Die anviserte Immobile liegt wohl in Berlin und soll bei 1200 m2 Grund 800.000 € kosten:

Baraa versucht nun, diese Summe aufzutreiben.

Berliner könnten einmal schauen, ob ihnen die Immobilie bekannt vorkommt. Die Adresse wird absichtlich trotz Nachfrage aus Baraas Community nicht bekannt gegeben. Das deutet darauf hin, dass der Kauf mitnichten in trockenen Tüchern ist. Immerhin sollen – nach Angabe auf Baraas Seite – bis zu 1000 Gläubige erwartet werden. Gläubige, die Baraas Strömung gut finden – da klappts auch schon mal nicht mit dem Nachbarn, wenn z.B. nach einem Parkplatz gesucht wird. Insbesondere Muslime könnten es nicht gut finden, wenn in der Nachbarschaft ein solcher Treffpunkt entsteht, der vielleicht auch ortsansässige muslimische Jugendliche besonders anzieht.

Baraas Sammel_Aktivitäten sollte man also aus vielerlei Gründen im Auge haben.

Ein Gedanke zu „Taqwa Moschee Hamburg: Abul Baraa auf Sammeltour

  1. Ich habe Abul Baraa, den ich seit langem „verfolge“, noch nie so bedrückt erlebt wie gerade. Es läuft wohl nicht so gut mit der Finanzierung des neuen Standortes. Sagt er jedenfalls.
    Was er leider auch sagt:
    „…dieses Objekt, was sehr, sehr geeignet für uns ist, für unsere Kinder sogar. Und wo wir eine grosse Schule machen können.“
    Ab 3:20 hier:

    Es ist seiner Aussage nach gerade ein anderer möglicher Käufer am Objekt interessiert. „Leider nicht von unserer Seite sondern von der Gegenseite.“
    Wobei natürlich „Gegenseite“ alles meinen kann, was nicht salafistisch (des)orientiert ist.

    Das Objekt auszumachen ist mir noch nicht gelungen.
    Übrigens schreiben Sie, die Immobilie solle 800.000 Euro kosten.
    Das muss nicht der Fall sein.
    AB schreibt, s.o. „Wir brauchen zunächst einmal 800. 000 Euro für das Objekt“.

    Was heissen kann, dass man einen Betrag X bereits hat oder es sich um eine Anzahlung handelt.
    Vielleicht hilft das bei der Suche nach dem Standort etwas weiter.

    Ich kann mit aber auch vorstellen dass man in Wahrheit schon weiter ist, weiter Geld sammelt und dann im letzten Moment per göttlicher Fügung eine Wende in der Geschichte präsentiert.

    Liken

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