Guten MuTeS Spenden vergeben?

Über ein Projekt von Islamic Relief: das muslimische Seelsorge-Telefon

Das Muslimische Seelsorge Telefon, kurz MuTeS, ist ein Projekt von Islamic Relief. Diese Organisation ist wegen struktureller und personeller Bezüge dem Aktionsgeflecht der Muslimbruderschaft zuzuordnen. Die weltweit wohl größte muslimische Wohltätigkeitsorganisation war auf diesem blog schon etliche Male Thema. Zum Einstieg „Öffentliche Gelder für Israelfeinde?“ I-III:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/06/30/oeffentliche-gelder-fuer-israelfeinde-teil-i/

und zuletzt:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/06/16/islamic-relief-vermeidbare-eigentore/

MuTeS tritt trotzdem als für sich selbst stehend auf, quasi als eigene Organisation, z.B. hier:

http://leadership-berlin.de/beirat/

Man kann jedoch direkt auf der Seite von Islamic Relief für dieses Seelsorge-Telefon spenden:

https://www.islamicrelief.de/spende/mutes/

Auch im Finanzbericht wird MuTeS ausgewiesen:


https://www.islamicrelief.de/fileadmin/user_upload/pdf/2017/Jahresbericht_2016/IRD_Finanzbericht_2016.pdf

Man ist also finanziell völlig inkorporiert. Ob Menschen, die Muslimen in seelischen Nöten Gutes tun wollen, billigen, dass das Geld in den großen Islamic Relief-Topf kommt? Der Organisation mit obigen Problematiken („Öffentliche Gelder für Israelfeinde?“)? Personen, die Muslimen Gutes tun wollen, aber pro-israelisch eingestellt sind, könnten da in Gewissenskonflikte geraten und sich auch getäuscht fühlen.

MuTeS hat aber auch noch eine eigene Seite:

http://www.mutes.de/home.html

Geschäftsführer ist seit 2008 nach eigenen Angaben Imran Sagir:

http://www.mutes.de/wer-wir-sind/geschaeftsfuehrer.html

Sagir agiert u.a. als Gefängnis-Imam:

Imran Sagir ist einer der Seelsorger. Dabei spielt er eine führende Rolle bei der Muslimischen Jugend in Deutschland, bei Inssan und Islamic Relief – alles Vereine, die kritisch von Verfassungsschützern beäugt werden.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/jva-ploetzensee-imran-sagir-kuemmert-sich-um-muslimische-haeftlinge-26234122

Er wird einschlägig als Referent geführt:

http://www.vereint-im-islam.de/m-imran-sagir/

Kooperationspartner ist nach Angaben von MuTeS die Kirchliche TelefonSeelsorge Berlin (KTS):

Die KTS arbeitet mit dem Muslimischen SeelsorgeTelefon zusammen. Die Zusammenarbeit bezieht sich vor allem auf die Bereiche Ausbildung, Weiterbildung, Beratung und Supervision.

Der Dienst wird von Herrn Uwe Müller geleitet, der auch einer der Ausbilder und Supervisoren des Muslimischen SeelsorgeTelefons ist.

http://www.mutes.de/unterstuetzer/partner.html

Beispielsweise kostet die Ausbildung eines ehrenamtlichen Telefonseelsorgers durchschnittlich etwa 1500 €.“

http://www.mutes.de/wie-ich-helfen-kann/spenden.html

Islamic Relief bzw. MuTeS ist also ein Abnehmer für diese Kurse.

Wo gehen ausserdem Gelder hin?
Wohl auch in das „fromme Werk“ – einschlägiger Art.
So bietet MuTeeS Unterstützung hier bei dieser Betätigung des Vereins Tauhid e.V.:

 

Noch mal vergrößert, „sponsored by MuTeS und Islamic Relief“:

Dasselbe hier:

 

In dem Verein „Tauhid e.V.“ ist auch Abdul Adhim Kamouss als eingetragener „Berater“ aktiv (nach aktuellem Abruf Vereinsregister). Kamouss agiert seit einiger Zeit nah im und am Aktionsgeflecht der Muslimbruderschaft. So war er z.B. bei der Konstituierung des Fatwa-Ausschusses Deutschland mit dabei (Bilder liegen vor).*

Zum Berliner Verein Tauhid e.V., mit Einladung von Al Arifi:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/04/17/tauhid-e-v-berliner-luft/

Zur Zeit scheint man in der Berliner Seituna Moschee aktiv. Seituna ist ein wenige Jahre alter Verein nach Vereinsregister, der aber durch solche Aktivitäten seine Ausrichtung zeigt. Auch sonst lädt man in der Seituna-Gemeinde muslimbrudernah.**

Und wieder mal wird ein Jugend-Projekt an einer solchen Einrichtung mit diesen Einbindungen gefördert – von „Demokratie leben“:

http://www.seituna-berlin.de/kieztour/

Schon die Kleinkinder sind im Visier:

Monatliches Treffen der Kleinkinder jeden letzten Samstag des Monats um 12:00 Uhr.

http://www.seituna-berlin.de/aktivitaten/

Man aquiriert im Aktionsgeflecht überall öffentliche´Mittel, sei es über Wohltätigkeit (MuTeS, Islamic Relief), sei es, indem man Jugendarbeit, angebliche Antirassismusarbeit oder Gefängnisseelsorge feilbietet. Derweil vernetzt man parallel fleißig, schafft einen Filz aus Kirchen, Politik, NGO und öffentlicher Hand. Man baut darauf, dass Komplexität nicht mehr durchschaut wird und wenn jeder mit jedem agiert, das auch nicht mehr entwirrbar ist, weil sofort das Testimonial-Netzwerk aktiv wird. Begründet kann man zu bedenken geben: Da werden in diesem Filz dann auch problematische Betätigungen und Unterstützungen verborgen. Man hofft wohl, dass man die Doppelstrategie auch mit Mitteln machen kann. Das allerdings ist eine Fehleinschätzung, auch wenn das lange Jahre funktioniert hat. Das muss und das wird entwirrt werden. Fakt ist: MuTeS-Spenden landen im Finanzsäckel von Islamic Relief Deutschland.

Muslimische und auch nichtmuslimische Spender sollten sich also fragen, ob sie wirklich wollen, dass ihre Spendengroschen für „Korannächte“ und dergleichen ausgegeben werden, von den sonstigen Betätigungen von Islamic Relief einmal abgesehen. Die Spenden sind ja eigentlich für seelisch oder körperlich Notleidende gedacht – nicht für Gebetsevents oder diesbezügliche Preisgelder.

 

 

 

 

*
In der Seituna-Moschee finden auch solche Veranstaltungen statt wie die mit Taha Amer, dem Vorsitzenden des Rats der Imame und Gelehrten (RIGD), einer Institution, die unter Beobachtung des LfV Hessen steht:

 

Oder so etwas mit dem Herrn Hanafy, Vorsitzender des Fatwa-Ausschusses Deutschland (uB des LfV Berlin und Hessen):

2 Gedanken zu „Guten MuTeS Spenden vergeben?

  1. Ich weiß nicht, ob’s bekannt ist:
    In 2010 war MuTeS einer der Preisträger im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ (Auswahl aus 2009).des vom Innen- / Justizministeriums gegründeten ‚Bündnisses für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)‘.
    http://www.buendnis-toleranz.de/system/files/dokument_pdf/7860_Presseeinladung_BfDT-Preisverleihung_Bernau_08.10.2010.pdf

    Interessant die Begründung:
    U.a. deswegen, weil MuTeS dadurch „Integration fördern und die Entstehung von Parallelwelten vermeiden“ würde, dass es „MigrantInnen islamischen Glaubens“ mit ‚Hemmungen‘ vor „deutschen und d.h. oft christlich geprägten Institutionen“ der Notwendigkeit entheben würde, sich letzteren gegenüber „zu öffnen“!
    *gnihihi*
    (Wie muss man gestrickt sein, um auf so etwas zu kommen?)

    Lustiger Zufall: Bei der selben Preisverleihung in Bernau bei Berlin war ebenfalls der in einem neueren Artikel erwähnte …
    „Diamant – Sozialer Integrationsverein für Zuwanderer des Landkreises Barnim e.V.“
    … an prominenter erster Position vertreten. Die Welt ist klein. ;o)

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  2. Danke für den Hinweis.
    Ja, mancherorts wird unter Integration sogar verstanden, wenn es Aktivitäten gibt, die dafür sorgen, dass neue Bürger erst gar nicht mit der Mehrheitsgesellschaft in Kontakt kommen.
    Ja, unter den Preisträgern des bfdt finden sich einige Organisationen und Akteure, die bei genauem Hinsehen genau gegen Demokratie und Toleranz eingestellt sind, aber besonders treuherzig in ihren gegenteiligen öffentlichen Bekundungen wirken.

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