Sächsische Begegnungsstätte auf Expansionskurs

SWR berichtete über weitere Betätigungen im Raum Karlsruhe

Die „Sächsische Begegnungsstätte“ SBS gUG war bereits vor einem Jahr hier Thema. Anlass war die mehrfache Begründung von Gebetsstätten in Sachsen. Auch durch Sichtung der Betätigungen in den sozialen Medien konnten Bezüge zur Muslimbruderschaft aufgezeigt werden:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/04/16/claims-abstecken-im-osten/

Der SWR hat sich nun in Baden-Württemberg die weiteren Betätigungen der SBS angesehen. In Rastatt war man vor Ort. Eine Einschätzung des Baden-Württembergischen Verfassungsschutzes:

Es weist alles daraufhin, dass wir es mit Leuten zu tun haben, die im Sinne der Muslimbruderschaft arbeiten wollen. Und letztlich haben Muslimbrüder ein von religiösem-totalitären Denken bestimmtes Gemeinwesen im Blick […], und das ist mit unseren verfassungsmäßigen Grundsätzen nicht vereinbar.

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/Im-Fokus-des-Verfassungsschutzes-Moschee-in-Rastatt-unter-islamistischem-Einfluss,moschee-rastatt-einfluss-muslimbruderschaft-100.html

Auch daraus:

Ein Sprecher teilte schriftlich mit, die Behauptungen stützten sich „auf extrem schwache und fragwürdige Indizien“. Der Verfassungsschutz greife „selektiv, tendenziös und in unlauterer Absicht Passagen aus den Social Media Veröffentlichungen“ heraus. […] Offenbar ist die Gruppierung offenbar derzeit nur in Rastatt aktiv. Verantwortliche der Al Takwa Moschee in Raststatt sagten, man habe sich von der SBS getrennt und einen eigenen unabhängigen Verein gegründet. In diesem hat der SBS-Geschäftsführer allerdings eine wichtige Position. Er ist dort stellvertretender Vorsitzender.

Bei dem „Sprecher“ handelt es sich wahrscheinlich um Dr. Muhammed Ronald Wellenreuther, der nach eigenen Angaben auch Mitbegründer der SBS gUG ist:

http://sbs-net.de/ueberuns.php

Den Nachweis der verdeckten Aktivitäten dieser Strukturen und Akteure zu führen, die Diskrepanz zwischen Eigenmarketing und Realität aufzuzeigen, als „unlauter“ zu bezeichnen, offenbart ein erhebliches Selbstbewußtsein. „Lauter“ wäre nach dieser Zuordnung wohl nur, wenn man der Eigenbeschreibung völlig glaubte und nichts nachprüfte. Eine reichlich bizarre Forderung für einen Akteur, der in der Öffentlichkeit agiert.

Im Vereinsregister war hier Dr. Elgazar immer noch als zweiter Vorsitzender aufgeführt:

Schon im Verzeichnis „Moscheen in Deutschland“ ist auch Dr. Elgazar aufgeführt:

https://www.moscheesuche.de/moschee/Rastatt/AL-takwa/402

In Bruchsal bei Karlsruhe ist eine Adresse angegeben, die das Gelände des alten Schlachthofs Weiterlesen

Kein Wandel durch Handel

Ein paar Materialien zum beabsichtigten und aktuell aufgeschobenen Geldtransfer in den Iran

Ein geplanter großvolumiger Geldtransfer in den Iran aus Deutschland heraus war vor vier Wochen von der BILD-Zeitung aufgegriffen worden:

Nach BILD-Informationen plant das iranische Regime, 300 Millionen Euro Bargeld von Deutschland in den Iran zu fliegen! Der Grund: In den nächsten Monaten werden scharfe amerikanische Sanktionen gegen den iranischen Finanzsektor in Kraft treten.

https://www.bild.de/politik/ausland/iran/will-300-mio-euro-aus-deutschland-einfliegen-56255348.bild.html

Das geht durchaus: 300 Mio € wiegen in 500 € Scheinen ungefähr 600 kg.

Der Fall sorgte für einiges Aufsehen. Mit am schnellsten reagierte wohl die HELABA:

https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/sanktionen-helaba-stoppt-iran-zahlungsverkehr/22791348.html?ticket=ST-1259611-sytDCROzbqrK2guHFHJf-ap6

Seitens der Bundesbank ist man in der Zwischenzeit auch aktiv geworden und passt die eigenen Geschäftsbedingungen diesen nicht neuen, aber im Maß relevanten Herausforderungen an. In der BILD gestern:

Bis zur Klärung von Vorgängen dürfen die Bundesbanker Geschäfte verweigern!

Auch wenn kein Verdacht auf Terror-Finanzierung oder Atomrüstung besteht, darf die Bundesbank die Barauszahlung z. B. wegen eines US-Embargos ablehnen.

https://www.bild.de/geld/wirtschaft/iran/vermasselt-die-bundesbank-den-mullahs-die-tour-56500384.bild.html

Heute dazu auch die FAZ:

Die staatliche Europäisch-Iranische Handelsbank (EIHB) in Hamburg hatte Anfang Juli bei der Bundesbank beantragt, mehr als 300 Millionen Euro in bar abzuheben. Nach Informationen der F.A.Z. war sogar von 350 bis 380 Millionen Euro die Rede. Dem Vernehmen nach soll es sich um Guthaben der iranischen Zentralbank bei der EIHB handeln.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/deutsche-bundesbank-verhindert-bargeldwunsch-von-iran-15718441.html?GEPC=s33

Das ist auch im Hinblick auf andere Akteure und Bestrebungen interessant. Insofern hier die Quellen dazu im Wortlaut. Weiterlesen

Wolfsburg: Schwarz-weiß ist das neue bunt

Wolfsburger Kulturzentrum mit Doppelstrategie

Die Islamische Kulturzentrum Wolfsburg war auf diesem blog schon mehrfach Thema. Hier zur Finanzierung und dahinter stehender Ideologie

https://vunv1863.wordpress.com/2017/04/05/moschee-report-diesmal-eine-ganz-andere-moschee/

Leider hat die bisherige öffentliche Aufmerksamkeit nicht dazu geführt, dass sich in Wolfsburg etwas bewegt hätte. Allenfalls werden die „Sphären“ jetzt noch stärker getrennt.

Die WAZ berichtet über die Eröffnung eines „Jugendraumes“ in dieser Moschee:

http://www.waz-online.de/Wolfsburg/Stadt-Wolfsburg/Jugendraum-im-Islamischen-Kulturzentrum-eroeffnet

Benannt wird eine Förderung durch „Demokratie leben“.
Nicht benannt wird hingegen, dass dieser Verein der Muslimbruderschaft nahesteht.

Wohin die Reise geht, kann man hier erahnen:

Es wird religiös konnotiert.

es sind sie, die wahrhaft verderbt sind“ [gemeint sind die, die Gott „vergessen“ haben]
nicht gleich sind jene, die für das Feuer bestimmt sind“ [dito]

Man fragt sich, warum dieser Vers ausgewählt wurde.
Da hilft auch das „diversity“-buzzword nichts mehr.
Das ist sehr dichotom.
Und der lokale politische Akteur spricht von „euren Jugendlichen“, denen Raum gegeben wird.
Ach.
Er vergleicht, wohl ernst gemeint, die Jugendarbeit bei den Pfadfindern mit dieser religiösen Jugendarbeit.
Warum fördert die Stadt Wolfsburg so etwas? Das wird vielleicht hier ersichtlich. Man projiziert kirchliche Jugendarbeit auf diesen Verein und hält das für dasselbe:

https://scontent-frt3-2.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/23755182_1874749799219055_8522370573935554808_n.jpg?_nc_cat=0&oh=ab7b3f899b207c3e5b0c205e0a933a84&oe=5BC82BF4

Wolfsburg sollte einmal eine realitätsnähere Sicht auf die Einrichtung gewinnen, bevor sie da öffentliche Gelder geben. Wurde beim Verfassungsschutz Niedersachsen nachgefragt? Wohl kaum.
Da wird also am falschen Ort gespart: Jugendarbeit darf nicht in die Hände solcher Akteure gegeben werden, darf nicht Teil einer solchen Institution sein. Man unterstützt damit eine letztlich segregative Jugendarbeit, mag da noch so oft „diversity“ draufstehen. Man fördert deren ureigene und religiöse Verbandsarbeit wenigstens mittelbar, denn Jugendlich lernen, dass dort Jugendarbeit angeboten wird.

Indem die lokale Presse das Problem nicht benennt, sehen sich weder Verein noch Stadt veranlasst, etwas an ihren Handlungen zu ändern. So kommt es, dass die Gemeinde trotz ihrer Einbindungen mittelbar öffentlich gefördert wird. So kommt es, dass die Stadt beim Mummenschanz mitmacht, um keine Alternativen (die vielleicht teurer wären) anbieten zu müssen.

Denn dort ist man definitiv unbelehrt. Weiterlesen