Frankfurt: Kurze Wege in die Radikalisierung

Die Frankfurter Bilal-Moschee war schon mehrfach Thema auf diesem Blog. Als Ort, an den international bekannte Hassprediger eingeladen wurden, als Ort, in den eine Kita-Gruppe hineingeriet und auch als Ort, an dem es bei der Suche nach einem tunesischen Terrorverdächtigen eine Durchsuchung gab. Die Moschee ist auch Ort eines Frankfurter Moscheen-Projekts. Das hindert die Verantwortlichen aber nicht – ganz im Sinne einer Doppelstrategie – regelmäßig problematische Prediger einzuladen.

Die Bilal-Moschee im Frankfurter Stadtteil Griesheim ist seit Jahren ein Ort, an dem immer wieder problematische Bezüge sichtbar werden. So war die Frankfurter Einrichtung 2016 als „Spielwiese für Hassprediger“ benannt worden. Auch der belgische Prediger Tarik ibn Ali, gegen den in Spanien noch wegen Terrorverdachts ermittelt wird, war dort eingeladen. Parallel gab es Ereignisse wie dieses, an dem Kita-Kinder in der Moschee waren. Nur zwei Tage später gab es dort auf der Suche nach dem tunesischen Terrorverdächtigen Haykel S. eine Durchsuchung. Trotzdem blieb man uneinsichtig.

Wie bereits im Juli berichtet, ist Amen Dali seit einiger Zeit ständiger Gast in dieser Einrichtung ständiger Gast. Das zeigt der YouTube Kanal der Bilal-Moschee. Und auch letzten Freitag war Dali erneut zu Gast, wie ein entsprechendes Video dokumentiert:

Parallel dazu laden Frankfurter Nichtregierungsorganisationen im Auftrag der Stadt auch noch in die Moschee ein, so, als ob da nichts anders wäre als in anderen Moscheen:

Belegbild: Facebook-Account der Einrichtung: facebook.com/bilal.moschee.ffm/, Abruf 18.8.2019

Das Projekt „Ummi im Zentrum“ war hier bereits vorgestellt und kommentiert worden. Das war vor zweieinhalb Jahren. Das Projekt aber wird weitergeführt. Nach wie vor wird dadurch in die muslimische Community gespiegelt, dass man seine Kinder unbesorgt dorthin gehen lassen kann. Immerhin lädt man ja sogar im Namen der Stadt – wie sollen Eltern also darauf kommen, dass das kein guter Ort ist und die Wege zur Radikalisierung nur kurz sein können?

Aus meiner eigenen Praxis sei der Fall eines verzweifelten Vaters erwähnt, dessen Ex-Frau die Kinder zur Charakterbildung in diese Moschee sandte. Nach kurzer Zeit war der mittlere Sohn derart fanatisiert, dass er seine Familie nötigte und zu schlagen versuchte. Bei seinen Leistungen in der Schule, in die er ging, sackte er völlig ab. Er war binnen Monaten ein Fall für den Frankfurter Staatsschutz. Es bestand die Gefahr, dass er nach Syrien gehen könnte. Es sind übrigens Fälle bekannt, in denen Jugendbehörden einen „Heimat-Aufenthalt“ unterstützten, um die „Heimat-Kultur“ kennenzulernen.

Solche Dinge passieren, weil nicht öffentlich vor dieser Einrichtung gewarnt wird und man stattdessen auf einbindende Konzepte setzt, die insbesondere Eltern über den Charakter dieser Moschee täuschen und völlig falsche Signale setzen. Das ist nicht sachgerecht und man lässt damit Eltern, aber auch Kita-Erzieher und Lehrer mit dem Problem alleine. Natürlich sorgt man mit dem Konstrukt auch dafür, dass die Frauen nur ja keinen Schritt aus der Gegengesellschaft tun müssen. Fände das im wenige hundert Meter entfernten Saalbau Griesheim statt, hätten die Frauen ja einen Grund, sich mal außerhalb des religiösen Rahmens zu begeben. Auch würden mehr als die Frauen aus einer Gemeinde angesprochen. Es wird alles in dieses alternative Gemeindezentrum getragen. So lässt man auch die Frauen alleine, die sich jeden Zentimeter Freiraum erstreiten müssen.

Letztlich gibt das kurze Wege in die radikalen Haltungen: Eine Moschee, die einfach so weitermacht, die seit 2013 denselbe Vorsitzenden hat, der man zugleich aber durch die Stadtgesellschaft freie Bahn gibt und – mehr noch – bislang uninformierte Eltern in falscher Sicherheit wiegt. Da wird es dann keinen Mangel an Nachschub von Kindern geben, die im Sinne dieser Gegengesellschaft eingeschworen werden.

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