Mahnwache vom 15.10.2016

Vor dem Brockhaus-Brunnen von 17-19 Uhr. Herzlichen Dank an die Frankfurter Polizei für den freundlichen Schutz.

In den vergangenen Wochen fand keine Mahnwache statt. In dieser Zeit wurde von einem Wiederaufleben der Betätigungen der LIES-Aktivisten berichtet. Dies kann eine einfache Korrelation sein und ist wahrscheinlich nicht kausal bedingt. Die Aktivisten von LIES laufen mit Flugblättern auf der Zeil herum, stehen v.a. aber auch vor dem „My Zeil“ oder auf der Freifläche zwischen Karstadt und P&C herum:

 

Zwei jüngere Männer traten heran. Der größere von ihnen – eine Kommunikation war nur auf englisch möglich – fragte nach dem Grund der Aktion. Nach Erläuterung verstanden sie den Sinn und stimmten spontan zu. Sie seien Flüchtlinge, schilderte der junge Mann, und sie wüßten ganz genau, was wir meinten. Er selber käme aus Waziristan, sein Freund aus Afghanistan, sie würden den Krieg und die Weiterlesen

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Andorra ist überall

Wie Behörden islamistischen Gruppierungen bei der Außendarstellung helfen

Die Not von Politik und öffentlichen Akteuren ist groß: Man möchte gerne muslimische Ansprechpartner einbinden in ähnlicher Weise, wie das bei den Kirchen üblich ist. Zusätzlich benötigt man aktuell jede Hilfe bei der aktuellen Flüchtlingsproblematik, die man finden kann. Es sind sehr viele Neuzugänge da, von denen erhebliche Anzahlen Neubürger werden wollen. Es werden also reichlich Dolmetscher und Integrationshelfer benötigt.

Es mangelt jedoch an ähnlich strukturierten Organisationen wie den Kirchen, auch wenn es reichlich mittlerweile organisiertes muslimische leben in Deutschland gibt. Da man nicht auf eine in der Zukunft liegende eine gemeinsame Stimme warten kann, meint man, auf bereits bestehende muslimische Institutionen zurückgreifen zu müssen. Das hat bei der Gestaltung eines muslimischen Religionsunterrichts – die Kirchen stellten sich hinsichtlich ihres Religionsunterrichts und eines gemeinsamen Ethikunterrichts meist quer – dazu geführt, dass u.a. die Ahmadiyya und die DITIB berücksichtigt wurden, ob wohl sie bei äußerlichem Bekenntnis zur FDGO durchaus eine jeweils eigene Agenda verfolgen.

 

Jenseits des Religionsunterrichts, zu dessen Mitgestaltung man relativ durchstrukturierte Gruppierungen bevorzugt, ist der kommunale oder allgemein der politische Akteur jedoch mit weiteren Institutionen und Gruppierungen konfrontiert. Einige sind bereits seit vielen Jahren da. Manche gerieten bereits in Konflikte mit dem Verfassungsschutz, anderen steht das noch bevor. Weitere sind unproblematisch. Bei denen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden, zeichnet sich wie bei denen in der Grauzone ab, Weiterlesen

Genderapartheid ante portas

Die Trennung des männlichen und des weiblichen Lebensbereichs ist eine Gestaltung der sozialen Zone, die seit einigen Jahren mehr oder weniger verdeckt wieder vorangetrieben wird. Im Unterschied zu „Sex“ oder „Geschlecht“ bezeichnet Gender das soziale Geschlecht, die gesellschaftliche Zuordnung und die jeweils für dieses Geschlecht als angemessen oder untypisch oder gar verboten zugeordneten Verhaltensspannbreiten oder Handlungsoptionen. Genderapartheid ist demnach die unterschiedliche Behandlung der biologischen Geschlechter und die Zuordnung von Geschlechterrollen. Einschränkungen im Vergleich zum jeweils anderen Geschlecht betreffen beide Geschlechter, jedoch stärker Frauen, da diesen meist mindere Rechte und eine untergeordnete Stellung zugewiesen wird.

Gleichberechtigung und der gleich mögliche Zugang von Frauen zu allen Lebensbereichen ist ein Kernmerkmal unserer demokratischen Gesellschaft. Wer dieses Kernmerkmal angreift und in Frage stellt, stellt die gleiche Behandlung und die gleichen Rechte von Menschen generell in Frage.

 

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Das Ende vom Lied Bild: http://rawa.org/beating.htm , Taliban schlägt Frauen

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Mahnwache vom 28.11.2015

Von 14-16 Uhr vor dem Brockhaus-Brunnen auf der Zeil. Herzlichen Dank an die Frankfurter Polizei für die Betreuung.

Mit einzelnen muslimischen Passanten waren gestern ganz passable Aufklärungsgespräche möglich. Mehrere junge Frauen konnten zu Nachdenken bewegt werden, nachdem sie zunächst den Begriff Islamismus erläutert haben wollten. Passanten diskutierten intensiv miteinander, wobei viele auch nur von der Ferne zusahen oder die Plakate nur mit der Begleitung besprachen. Die Resonanz war gemischt. Paris war nur insoweit Thema, als dass das Paris-Plakat einigen muslimischen Passanten Anlass bot, über die mangelnde Berücksichtigung der als eigen empfundenen Opfer Klage zu führen. Zumindest ich habe gestern auch wieder kein Wort des Bedauerns gehört. Also nicht: Paris – das ist traurig und furchtbar und dann vielleicht, dass man an die anderen denken müsse, sondern gleich: Paris – warum wird für xy kein Schild aufgestellt oder gar xy ist schlimmer. Ein Mitstreiter regte ein Schild an. Statt „Wir müssen über Paris reden“ „Wir sollten über Paris reden, bevor wir über Frankfurt reden müssen.“

Mehrere Passanten verstanden das Anliegen nicht und warfen nur böse Worte hin, ohne sich erklären lassen zu wollen. Gestriges Highlight: „Hurentochter“. Es ist teilweise erschütternd, wie sehr die Lesefähigkeit bei manchen zurückgegangen scheint. Das Plakat wird gesehen, „irgendwas mit Islam“ wahrgenommen und dann wird gar nicht mehr überlegt, sondern in die eine oder andere Richtung geflucht, polemisiert und teilweise beleidigt im Vorbeigehen. Bedenklich auch die Protagonisten, die plötzlich einen Ort sehen, undifferenziert auf Flüchtlinge zu schimpfen. Aber die schicke ich mit einer deutlichen Ermahnung weiter, sich zu belesen und nachzudenken, wie sich das mit Pauschalisierungen so verhielte. Meist sind sie dann einsichtig.

Zwei wohl nichtmuslimische Autochthone beschwerten sich – obwohl sie erkennbar den Sinn der Veranstaltung nicht erkannten, aber auch weder von mir noch einer Mitstreiterin erklärt haben wollten – zunächst einzeln lautstark und ziemlich aggressiv. Sie fanden dann in der Menge zueinander und beschwerten sich dann gemeinsam bei der Polizei. Der geduldige Beamte erläuterte es ihnen bestimmt eine Viertelstunde lang. Sie schienen nicht zufrieden. So einfach ist es denn doch nicht, sich durch einfache Beschimpfung mal als aufrechter Bürger zu fühlen.

Eine junge Frau baute sich vor einer Mitstreiterin und mir auf und wollte uns fotografieren, damit „meine Kumpels heute abend was zu lachen haben“. Wir fragten nach, ob sie denn die Strassenradikalisierung lustig fände, ob sie überhaupt verstünde, worum es geht? Sie verstünde völlig, meinte sie. Genau daran hatte ich erhebliche Zweifel. Ich empfahl wie so häufig die Bundeszentrale politische Bildung. Oh, meinte die junge Frau, sie studiere Politik und wisse daher sehr wohl Bescheid… Die Mitstreiterin konnte sie dann doch ins Gespräch ziehen. Nach 10 Minuten entschuldigte sie sich für ihre Fehleinschätzung. Das ist ok.

In einer der Passanten-Diskussionsgruppen outete sich eine junge Frau als Religionswissenschaftlerin, die die Aktion interessant und ausbaufähig fand. Sie diskutierte mit einigen weiteren Frauen, ich stieg dann ins Gespräch ein, erläuterte ein wenig. Wir vereinbarten weiteren Austausch, denn diese Erhebung der Reaktionen auf der Strasse sind auch eine Art teilnehmende Beobachtung, im Prinzip auch als Feldforschung zu betrachten.

Die Akhi-Szene war wiederholt nicht vor Ort, auch die weiblichen Unterstützer fehlten.

Vor dem „My Zeil“ hatte sich eine Gruppe „Kultur verstehen“ angemeldet. Ein Mitstreiter meldete, dass dort nach seiner Meinung auf der Strasse sehr üble Anti-Israel-Propaganda betrieben werde. Er ging zur weiteren Informationssammlung noch mal hin und brachte einen Flyer und die Beobachtung mit, dass großflächig Ständer mit großformatigen Plakaten aufgebaut würden, die die Passanten behinderten. In der Mitte sei auf etwa 15 m kein Durchkommen mehr. Einige „Anti-Imps“ (linksextreme Gruppierung) seien wohl auch dabei. Ich sah mir den Flyer an: Ja, genug Anhaltspunkte für eine staatsanwaltliche Prüfung auf den Paragraphen 130 StGB. Von mir als hetzerisch eingestufte, bluttriefende  Darstellungen, Schmähungen von Netanjahu, Obama, Merkel und sogar Peter Feldmann (dem ich wegen der Tatsachenbehauptung: „Peter Feldmann … unterstützt die israelischen Kriegsverbrechen.“ zu einer eigenen Anzeige raten werde):

 

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Als Namensangabe ein „Mostafa Elhady (Politikwissenschaftler)“ mit Mobilnummer.
Selbstbeschreibung: „Wer wir sind: Wir sind Menschen arabischer, deutscher und anderer Herkunft, die die Sachen mutig beim Namen nennen möchten und sich für Gerechtigkeit einsetzen.“

Nachdem ich Anzeige zwecks einer juristischen Prüfung erstattete und den Mitstreiter auch zur Polizei schickte, um auf die nicht statthaften bzw. so sicher nicht angemeldeten Bauten hinzuweisen, fand dort eine Überprüfung statt. Die Bauten waren natürlich – gemäß der Voreinschätzung – nicht angemeldet und mussten entfernt werden.

Man wird sehen, welches rechtliche Nachspiel der verteilte Flyer bzw. die getätigten Darstellungen noch werden haben.

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Nachtrag: Auch am 21.11. gab es eine Mahnwache, wenn auch unter sehr erschwerten Bedingungen: die erste Stunde fast durchgehend Nieselregen, auch danach kam nur schleppend etwas in Gang. Ein „freundlicher“ muslimischer Mitbürger wünschte mir im Vorbeigehen, dass ich „noch heute abend sterben“ solle. Besonders interessant war das Gespräch mit einem Ahmadi, der sich vor einer Menge Passanten sehr laut gerierte und die Menge offensichtlich gegen mich aufzuwiegeln trachtete. Das war u.a. daran zu erkennen, dass er, als ich laut meinte, dass seine Haltungen wenig freundlich seien und er als Person recht aggressiv, dass das so gar nicht zur gewünschten bzw. als verbindlich gesehen Aussendarstellung der Ahmadiyya passt, er meinte, ich würde wohl die Menge gegen ihn aufbringen wollte. Projektionen sind manchmal so primitiv. Nein. ich wollte nur den Gegensatz zwischen dem Motto „Liebe für alle und Hass für keinen“ und seinen Ausführungen verdeutlichen. Also den Passanten klar machen, dass das Marketing und die realen Haltungen mitnichten kongruent sein müssten.

Seltene Einsichten in die Ahmadiyya-Gruppierung

Die Ahmadiyya sind eine ursprünglich aus Pakistan, der Provinz Punjab, stammende missionarische islamische Gruppierung. Mitglieder sind nahezu weltweit vorzufinden. Es gibt eine „Zukunftssicht“ vom Gründer, der von den Anhängern als Erneuerer des Glaubens, als Messias verehrt wird. Das Oberhaupt ist ein Khalif, der zwar „gewählt“ wird; die Wahl kann man jedoch schwerlich demokratisch nennen, auch wenn die Mitglieder der Gruppierung das gerne verkünden. Seit sie 1974 quasi aus der Gemeinschaft der Sunniten ausgeschlossen wurden, wird diese religiöse und machtpolitische Differenz in einigen Ländern auch mit Repressionen und Gewalt von Seiten der jeweiligen Mehrheitsgesellschaft ausgetragen.

Weitere Erst-Infos zur Gruppierung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmadiyya

Zur Lehre allgemein:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmadiyya-Lehre

Wegen der nach Ländern durchaus unterschiedlich intensiven Benachteiligung und Verfolgung wird i.A. den Mitgliedern in der EU, insbesondere aber in Deutschland politisches Asyl gewährt. In diesem Zusammenhang gab es einige kritische Medienberichte und Insider-Aussagen. In Hessen wurde auf Grundlage einer modifizierten Vereinssatzung aus 2012 im Jahr 2013 der Körperschaftsstatus gewährt. Diese Satzung kann man hier einsehen:

Ahmadiyya Satzung 2012

Wohl aktueller Vorstand (abgerufen vor ca. einem Jahr):

Ahmadiyya Vorstand 150417

Man kann einige Passagen der Satzung für ungewöhnlich und befremdlich halten und liegt damit nicht ganz falsch: Es ist nicht sehr üblich, dass in einem deutschen Verein die Mitgliederversammlung nicht das höchste Organ darstellt bzw. ihre Entscheidungen unter Genehmigungsvorbehalt stehen. Das ist zwar wegen einer Ausnahmeregelung im BGB noch statthaft, wird aber meist nicht thematisiert. Die deutsche Sektion kann weder ihren Vorsitzenden selber verbindlich bestimmen noch absetzen, sondern ist abhängig vom Hauptsitz der Gruppierung, mag man den nun in Pakistan oder London (dort residiert wohl der gegenwärtige Khalif) verorten. Auch muss man sich fragen, was so wichtig ist am Transfer dieses deutschen Vereins von Geld ins Ausland, das dies sogar Niederschlag in der Vereinssatzung fand.

In der Außendarstellung agiert man überaus geschlossen und man kann sagen, dass allermeist nur das nach außen dringt, was einer positiven Selbstdarstellung dient. Für diese Art Religions-Marketing ist u.a. Khola Maryam Hübsch verantwortlich, die quasi bundesweit als Pressesprecherin bzw. Mediengesicht fungiert.

Als im Januar eine junge pakistanischstämmige Frau in Darmstadt tot aufgefunden wurde, geriet sehr bald das familiäre Umfeld in den Fokus. Es stellte sich heraus, dass die Familie den Ahmadiyya angehört und der Dissens, der letztendlich wohl in den gewaltsamen Tod der jungen Frau führte, durchaus auch der Gemeinde bekannt war. Sogar der Khalif war eingebunden worden. Bei dem familiären Zwist handelte es sich schlicht darum, ob die junge Frau einer persönlichen Zuneigung zu einem jungen Mann nachgeben und diesen heiraten (!) dürfe. Der junge Mann ist ebenfalls Ahmadi. Schon das mag schockieren: Eine höchstpersönliche Frage nach unseren Wertmaßstäben wird zu einem internen, aber durchaus internationalen Politikum.

Die Eltern, die das Mädchen schließlich töteten, haben dies wohl getan, da sie zumindest Vorbereitungshandlungen für vorehelichen Sex traf (sie wurde wohl beim Diebstahl von Kondomen erwischt) und nicht von ihrem Wunsch abliess.

 

Ahmadiyya

Its a mans world… Ahmadiyya Treffen in Alton 2011 Bild: http://www.bbc.co.uk/news/uk-england-hampshire-14273476

 

Das Verfahren gegen die Eltern läuft noch und während der Verhandlung sind nun Einblicke in eine Gesellschaft zu gewinnen, in der entgegen der Außendarstellung völlig andere Normen gelten. Dankenswerterweise hat der Verein peri e.V. es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Prozeß intensiv meist durch eine juristisch geschulte Person begleiten zu lassen. Aus diesen Protokollen wird nachfolgend zitiert.

Zu den Weisungen innerhalb der Gruppierung, auch bei persönlichen Fragen wie die Eheschließung, sagte der Darmstädter Imam aus:

Auf die entsprechende Frage der Staatsanwältin erklärte der Zeuge, dass der Rat des Kalifen bindend, also eine Anweisung sei,

Nochmals wurde nach den Strafen gefragt: Wer bestimmt die Strafen? 
Antwort: der Kalif in England. 
Die Staatsanwältin zeigte sich erstaunt: Der Kalif in England bestimmt weltweit die Strafen? 
Antwort: „Wir schicken den Bericht, der Kalif entscheidet.

http://www.peri-ev.de/news-presse/fall-lareeb-khan/3-bericht-lareeb/

Da die Gemeinde weltweit geschätzt mindestens 10 Mio. Anhänger hat, ist davon auszugehen, dass solche Streitigkeiten selten vorkommen, sich also die Kinder in der Regel dem Elternwillen beugen. Der Treueid wird also todernst genommen.

Der Zeuge Abdulla Wagishauser ist der Deutschland-Emir der Gruppierung. Er ist Konvertit und leitet die deutsche Sektion seit vielen Jahren. Vor Gericht nahm er seine Kappe nicht ab. Er gab – nach dem Bericht von peri e.V. – an, dass er dies aus „religiösen Gründen“ tue. Da eine Kopfbedeckung für Männer nicht vorgeschrieben ist und nur Sunna, der bedeckte Bereich auch nicht der Aura zugehört, also dem Bereich bei einem Mann, der verpflichtend auch vor anderen Männern bedeckt bleiben muss, bleibt da nur wenig Interpretationsspielraum. Die „religiösen Gründe“ liegen n.m.M. wohl in einer grundsätzlichen Nichtanerkennung der gerichtlichen Autorität. Wagishauser weiß im Gegensatz zum manchem pakistanischstämmigen Zeugen, dass die Abnahme der Kopfbedeckung hier üblich ist und Respekt vor dem Gericht bezeugt. Den verweigert er und der vorsitzende Richter Wagner nimmt das hin, da er die Hintergründe nicht kennt.

Auch Wagishauser spricht von einer Anordnung

und der Kalif hätte dann angeordnet, dass die beiden verheiratet werden sollten.

und stellt klar, dass es völlig normal für ihn ist, sich um die sexuellen Betätigungen seiner Gemeindemitglieder zu kümmern und auch Sanktionen zu verdeutlichen:

bestätigt dann, dass in dem Fall, in dem außerehelicher Verkehr bekannt wird, die Gemeinde aktiv wird und das Paar ausgeschlossen wird. Ob die Eltern auch betroffen seien? Der Zeuge: „Nicht immer, nur wenn sie die Beziehung gutheißen. Sie müssen ihre Tochter dann verstoßen, als Tochter musst Du wählen zwischen der Beziehung oder der Familie“.“

Befragt zur Konfrontation der unterschiedlichen Normensysteme meinte er:

Der Zeuge meinte daraufhin, man müsse ja nicht deshalb die religiösen Gesetze an die Welt anpassen. Die Regeln sind im Koran festgelegt und bindend;…

http://www.peri-ev.de/news-presse/fall-lareeb-khan/4-bericht-lareeb/

[Man beachte auch die stark unterschiedlichen Verhaltensweisen der Mutter des Opfers hinsichtlich der von ihr beabsichtigten Wirkung.]

Am 5. Prozesstag sind die beiden psychiatrischen Gutachten besonders interessant. Sie zeigen Personen auf, die Form über Inhalt stellen und deren Emotionaltät wohl nur über eine religiöse Bindung abrufbar ist. Sogar die nächsten Menschen erscheinen in dieses formale Gerüst eingeordnet.

http://www.peri-ev.de/news-presse/fall-lareeb-khan/5-bericht-lareeb/

Frau Hübsch, die im Frühjahr bei den Römerberg-Gesprächen schon durch die Darstellung auffiel, die Scharia sei am weitestgehenden in Neuseeland durchgesetzt, da dort ein Maximum an Transparenz und Menschenrechtsumsetzung herrsche, preist immer wieder die arrangierte Ehe.

http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/buxtehude/panorama/diskussion-ueber-liebe-und-partnerschaft-im-islam-d36997.html

Eine arrangierte Ehe habe nichts, aber auch gar nichts mit Zwangsheirat zu tun.

Nun ist eine Ehe, die auf Wunsch der Eltern oder sogar des Khalifen geschlossen wird, bei der Sanktionen drohen bei mangelndem Gehorsam und bei der eine Frau (!) sich entscheiden muss zwischen Gehorsam und sozialem Tod und Eltern zwischen dem Kind, Subordination und sozialem Tod (die Außenkontakte sind ja oft – wie auch hier – überschaubar) sicherlich so frei wie in Neuseeland die Scharia maximal umgesetzt ist. Der Khalif noch im Bett des geringsten seiner Untertanen sozusagen dabei. Der Umstand, dass man den Lebenspartner erst BEI der Eheschließung sieht, also nach Vertragsschluss sozusagen, was Herr Wagishauser völlig normal findet:

Im Islam ist das anders, da ist das gleich.“ Im Islam sei es nicht erlaubt, dass sich Mann und Frau vor der Ehe treffen.

trägt dazu bei, dass eine menschliche Bindung/Beziehung von Sex und Unterordnung abgetrennt wird. Die innigste Intimität, die Menschen aufbauen können, der Kontakt von Körper und Geist in Selbstbestimmung und freiem Willen, wird so sehr erschwert. Liebe zwischen Mann und Frau soll keine Rolle spielen und soll keine Geborgenheit spenden. Das kontrolliert das Individuum maximal und wenn sich zwei Eheleute physisch abstoßend finden, so haben sie nach Binnensicht nicht einmal den Trost, dass wenigstens der Tod scheiden mag. Eine beständige Quelle persönlichen Unglücks, die das Begehren minimiert, im Grunde nur die reine physische Ausübung ohne psychische Beteiligung zulässt. Und selbst wenn man sich – was dem Zufall überlassen bleibt – mögen oder doch wenigstens ertragen lernt, so ist dies fragil, denn es gibt weitere Erschwernis.

Der Treueid zerrüttet eigentlich jegliche menschliche Beziehung, sofern man sie so aufgewachsen überhaupt in der Lage ist aufzubauen, denn die menschliche Beziehung bleibt immer unter Vorbehalt: Du darfst dein Kind lieben – wenn der Khalif es nicht verstösst. Du darfst deinen Mann lieben – wenn der Khalif ihn auch liebt. Ausgenommen von diesen Vorbehalten sind nur der Khalif und Gott. Mit Liebe können aber wohl beide nicht so arg viel anfangen (nimmt man mal das Imaginäre weg), sondern sie wollen vor allem eines: Unterwerfung unter den Willen, der sich im artikulierten Willen des Khalifen sublimiert

Man kann das berechtigt totalitär finden.

Einen schlanken Fuss macht so etwas natürlich nicht – trotz Körperschaftsanerkennung, die wohl auf formal korrekte Weise, aber doch kenntnislos zustande kam. Die Ahmadiyya versuchen insofern schlicht eine Umdefinition von Begriffen. Zwang ist keiner, sondern Wunscherfüllung (den der Eltern oder des Khalifen, wer wird denn da an eigene Wünsche denken…), Unterwerfung ist in Wirklichkeit Liebe und überhaupt:

„Liebe für alle und Hass für keinen“

Wer allerdings Liebe so definiert, braucht gar keinen Hass mehr, er wurde wegdefiniert. Ein geschicktes Marketing.

Danke fürs Gespräch.

Keiner hört auf Abou Nagie

Von jemandem, der Korane verteilt unter anderem mit der Aufforderung, man möge diese lesen, sollte man eigentlich annehmen, dass er selber das getan hätte. Sollte man.

Die Realität sieht jedoch ein wenig anders aus. Erol Selmani, Chef von „Siegel der Propheten“ und wiedervereinigt mit Ibrahim Abou Nagie

https://vunv1863.wordpress.com/2015/09/17/nagie-und-selmani-wiedervereinigung-der-herzchen/

scheint die Aufforderung von Wiedergänger-Chef Abou Nagie nicht allzu ernst genommen zu haben. Anders ist dieses Video, das Selmani vor einigen Monaten ins Netz stellte, kaum zu erklären:

 

 

Man sehe einmal von der ätzenden Angstmacherei bei den 10 Jährigen ab. Auch vom eigentlichen Inhalt des Videos, sondern konzentriere sich auf den Titel:

Islamhasser versucht mit falschen Koran (von Ahmadiya), kleine Kinder zu widerlegen

Die Ahmadiyya haben eine „eigene“ Koranübersetzung. Zumindest dem Titel nach. Inhaltlich bzw. von der Übersetzung her ist diese Übersetzung jedoch quasi textgleich mit der von ibn Rassoul.

Das Peinliche daran ist: Das ist die von Abou Nagie verteilte Übersetzung.
Die Textkenntnis von Herrn Selmani reicht also nicht einmal so weit, diesen Umstand zu kennen (ein durchaus verbreiteter Irrtum).

Da wird der Herr Abou Nagie seinem neuen „Abteilungsleiter NRW“ aber einmal ins Gewissen reden müssen. Den Firmen-Slogan nicht ernst genommen? Geht gar nicht!

Vielleicht kann der Herr Abou Nagie dem Herrn Selmani einmal ein paar Coaching-Stunden spendieren. Gibt es in anderen Firmen ja auch. Die Aufforderung „LIES!“ alleine tat es offenkundig nicht. Da muss dann schon eine richtige Nachschulung her. Oder ein Hörbuch, wenn es mit dem Lesen nicht so klappt.

Auf jeden Fall ist da noch einiges zu tun.
Oder: Bleiwe losse und vielleicht mal nicht mehr nur „Chief Executive Officer“ (kein Scherz, Eigenbezeichnung*) bei „Siegel der Propheten“, öhm, Allah, öhm, freiberuflicher Lagertätigkeit sein.

 

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* In einem kleinen Verein wie SDP ist der „CEO“ natürlich Mädchen für alles:

Das ist an sich normal und bei jedem kleinen Verein so. Das ist völlig in Ordnung und man sollte darüber kein Wort verlieren und schon gar nicht spotten. Aber sich bei noch selbstausgeführten Lagertätigkeiten dann „CEO“ zu nennen, ja, das offenbart schon ein gewisses Geltunsgbedürfnis. Zudem darf man berechtigt fragen, was der Herr Selmani unter „privaten Ermittlungstätigkeiten“ versteht. In anderer Leute Unterhosen schauen? Nicht doch, wer wird denn.