Durchsuchungen Göttingen und Nordhessen

Reaktionen der Szene

Die Verflechtungen einer Göttinger Gruppe und der nordhessischen Szene zwischen Salafisten und Metin Kaplan-Anhängern mit Bernhard Falk als reisendem Vernetzer war bereits mehrfach Thema hier auf dem blog, s.u. Gestern fanden nun Durchsuchungen in Göttingen und Nordhessen statt:

http://www.goettinger-tageblatt.de/Goettingen/Uebersicht/Kalifatsstaat-Islam-Auftrag-und-Dschihad

https://www.hna.de/lokales/goettingen/goettingen-ort28741/nach-razzien-goettingen-polizei-sind-weitere-gefaehrder-bekannt-7381813.html

Zur Zeit ist von dem nächtlichen Einsatz der Polizei nichts mehr zu sehen. In die Straße ist Normalität zurückgekehrt. Auf einem abgestellten schwarzen 3er BMW steht in weißen, der arabischen Schrift nachgeahmten Buchstaben: „Im Auftrag des Islam“. mib“

http://www.goettinger-tageblatt.de/Goettingen/Uebersicht/Goettingen-Zwei-Gefaehrder-festgenommen

Dass man nunmehr bereit zu Taten war, wurde wohl anhand eines abgehörten Telefonats deutlich:

Wie FOCUS Online aus Sicherheitskreisen erfuhr, habe die Polizei auf Anraten des Bundesamts für Verfassungsschutz zugeschlagen. Dieses hatte durch verdeckte Ermittler und Quellen aus dem Umfeld des einen, aus Nigeria stammenden Terrorverdächtigen, erfahren, dass dieser zweimal um Waffen gefleht hatte. Damit sei er jedoch ins Leere gelaufen. Den Ausschlag für den Zugriff habe gegeben, dass dem Terrorverdächtigen geraten wurde, doch ein Messer zu nehmen. Darauf habe dieser in einem abgehörten Telefonat geantwortet: Nein, ein Messer reiche nicht, er wolle eine große Schar von Menschen umbringen.

http://www.focus.de/politik/deutschland/razzia-mit-zwei-festnahmen-messer-reicht-nicht-goettinger-terrorverdaechtiger-verriet-sich-am-telefon_id_6621986.html

Wie uneinsichtig und ideologisch festgelegt man generell ist, zeigt sich in einem interessanten Video, das etwa ein Jahr alt ist und Anhänger der Szene zeigt, darunter ein junger Mann, der bereits mehrfach von der Göttinger Polizei nicht nur eine Ansprache erhielt:

 

Man beachte auch den Hinweis im Video, dass der interviewte junge Mann so einige Male in Kassel aktiv war. Die Zahl der in Frage kommenden Orte für seine Aktivitäten ist da überschaubar.

Die Fraktion der hessischen und Göttinger Aktivisten, die von den Durchsuchungen gestern wohl nicht ganz direkt betroffen waren, frohlockt:

 

Man sollte dazu wissen, dass der Mann rechts schon mit einem Gewehr posierte und bei dem jungen Weiterlesen

Kumpan von Berhard Falk verhaftet

Über einen jungen Deutsch-Marokkaner, der sich „Abu Dharr“ nennt, war hier schon vor über einem Jahr berichtet worden:

https://vunv1863.wordpress.com/2015/10/06/falks-dependance-in-berlin/

Gestern gab es in Berlin Festnahmen:

In Berlin wurden am Dienstagabend drei Männer festgenommen, die offenbar für den IS kämpfen wollten. Zwei sollen Kontakt zum Lkw-Attentäter Amri gehabt haben.

http://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/razzia-gegen-islamisten-berlin-hessen-festnahmen100.html

Da war er wohl dabei. Dann aber sollte die Reise wohl eher zur Dschabhat Fatah asch-Scham  (ehemals Dschabhat an-Nusra, al Qaida-nah) gehen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Nusra-Front

Der Herr Falk verkündet die Festnahme:

 

Der Herr Falk fordert auch zu Bittgebeten auf (macht Duà).

Anstatt jetzt Bittgebete zu machen, hätte ja vielleicht der Herr Falk genügend Einfluß und auch Weiterlesen

Ruhe ist erste Salafistenpflicht

Übergriff auf ben Abda durch Pierre Vogel?

Man kann über die Herren Vogel, Gümüs, Falk und ben Abda sicher einiges sagen. Zum Beispiel, dass sie allesamt ein flexibles Verhältnis zur Realität haben. So mancher von ihnen hat da so seine ganz eigenen Wahrheiten, die einem intersubjektiven Diskurs schon nicht standhalten, erst recht nicht einem Faktencheck.

Richtig ist jedoch, dass sie sich zur Zeit nicht sonderlich grün sind. So schreibt Bernhard Falk heute auf seiner Facebook-Seite:

 

 

Grundlage dieser Schilderungen sind allerdings lediglich die Angaben von ben Abda. Wenn das so stattgefunden hat, wie er das angibt, so muss man trotz aller begründeten Gegnerschaft sagen: Gewalt ist kein akzeptables Mittel, von niemandem gegenüber niemandem. Die Herren täten gut daran, ihre Meinungsverschiedenheiten anders beizulegen.

Es ist zwar zutreffend, dass eine Anzeige von Herrn ben Abda eingegangen ist, wie aus Polizeikreisen bekannt wurde. Wie es jedoch dazu kam, wird erst überprüft werden müssen. So etwas ist der ordentlichen Ermittlungs- und Polizeiarbeit überlassen und die Herren Falk und ben Abda täten gut daran, ihre Anhänger da zu bremsen anstatt sie anzuheizen. Was nämlich völlig im Dunklen bleibt, ist Weiterlesen

Bernhard Falk: Eigenmarketing – und die Realität

Gefangenenhilfe als Geschäftsmodell

Bernhard Falk war schon häufiger Thema auf diesem blog:

https://vunv1863.wordpress.com/2015/04/06/extremistische-wiederganger/

Mehr dazu (und mittels der Suchfunktion):

https://vunv1863.wordpress.com/2015/05/29/politik-mit-anderen-mitteln/

Falk wirbt Gelder für seine Betätigung, also Häftlinge zu „betreuen“ und Prozesse zu besuchen, bei der islamistischen Community ein:

Falk Werbung 160812
Davon bestreitet er u.a. wohl neben den Kosten für die Reisetätigkeit auch seinen Lebensunterhalt.
Schon vor einiger Zeit hatte er angegeben, kein eigenes Konto zu besitzen (wohin führt paypal?), sondern gibt auf telefonische Anfrage hin Konten an, auf die überwiesen werden könne:

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Das ist natürlich auch ein perfekter Weg, Einnahmen zu verschleiern, denn diese Einnahmen sind ihm Weiterlesen

Göttingen: Radikale Szene trifft sich im Mahatma-Gandhi-Haus

Islam-Seminar mit dem Tagesordnungspunkt „Millatu Ibrahim“

Über die Verbindungen Sontra – Göttingen war hier schon wiederholt berichtet worden. Immer wieder dabei ist auch Bernhard Falk als Person, die vernetzt und Input gibt. Falk steht in engem und andauerndem Kontakt zu der Sontraer und Göttinger Gruppe, was durch viele Bilddokumente belegt ist. Zum Teil werden auch in anderen Städten (z.B. Berlin) Aktionen gemeinsam durchgeführt. In Göttingen ist, wie auch hier dargestellt, die Anhängerschaft von Metin Kaplan seit einiger Zeit Kristallisationskern der radikalen Szene:

Ausgangspunkt in Göttingen sei die Anhängerschaft des früheren sogenannten „Kalifatstaat“ um Metin Kaplan, den sogenannten „Kalifen von Köln“. Kaplan war Chef der radikalen islamischen Vereinigung Kalifatsstaat und wurde 2004 in die Türkei ausgewiesen, wo er zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde. Dass die verbotene ehemalige Kaplan-Moschee im Untergrund weiterhin aktiv ist, will die Polizei nicht bestätigen.

Seit 2015, erklärt die Polizei, hätten sich in Göttingen Gruppierungen entwickelt, „die dem Neo-Salafismus zuzurechnen sind. Unter Hinzurechnung sympathisierenden Umfeldes dürfte diese Szene über eine Klientel im mittleren zweistelligen Bereich verfügen.“ Gemeinsamer Nenner sei die bedingungslose Bejahung der Ideen des Salafismus. Dazu zählt auch die Errichtung eines Kalifats als einziger glaubenskonformer Staats- und Gesellschaftsform.

http://www.goettinger-tageblatt.de/Goettingen/Uebersicht/Sicherheitsbehoerden-Goettingen-salafistischer-Brennpunkt

Aktuell haben die Göttinger und die Sontraer Gruppe ein Seminar in Göttingen durchgeführt:

karacar-bala-kokacaplan-goettigen-161016

Screenshot vom 16.10.2016

Einige Eindrücke von Teilen der Tagesordnung, sozusagen der öffentliche Teil:
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Sontra – Göttingen – Hildesheim

Über Vernetzungen, Uneinsichtigkeit und fruchtlose Maßnahmen

Der junge Göttinger Ferhat K., ein islamistischer Aktivist, war bereits im Kontext der Sontraer Gruppe von Metin Kaplan-Anhängern um Furkan Karacar und Yasin Bala sowie deren enger Kumpanei mit Bernhard Falk erwähnt worden:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/03/22/falks-goettinger-jugendarbeit/

Es bestehen Verbindungen hin zu Abu Walaa.

Die Behörden haben an Ferhat K. in den letzten Monaten etliche Ansätze ausprobiert, um ihn von seinem auch für ihn persönlich fatalen Weg abzubringen und ihn aus dieser speziellen Gegenrealität zu holen. Ganz harmlos ist dies nämlich nicht, denn es bestand schon mindestens einmal der Verdacht, er habe sich Sprengstoff besorgt.

Die beschriebenen Maßnahmen, die er zu erdulden hatte nebst 60 Stunden Deradikalisierungstraining, hatten aber nicht die erhoffte Wirkung.

Nach wie vor ist der 21 Jährige eng in die Szene verwoben und weint sich an der Schulter von Bernhard Falk über die aktuellen „Repressionen des BRD-Kufr-Staates“ aus:

 

Und so kommentiert der junge Mann im Verbund mit dem Herrn Bala seine eigene Lage sowie die der Hildesheimer „Brüder“ und hofft durch diese Art der Öffentlichkeitsherstellung, Druck auf diesen Staat ausüben zu können. Das stellt er zumindest als seine Absicht dar: Weiterlesen

Ein bisschen Frieden?

Islamisten in Ramstein

Gestern protestierten tausende Menschen vor der Militärbasis in Ramstein. Die Einrichtung soll wichtiger Stützpunkt auch bei Drohneneinsätzen sein insbesondere durch den Einsatz der Relaisstation SATCOM, die Signale aus den USA kommend weiterleitet. Die Schätzungen hinsichtlich der Teilnehmerzahlen gehen auseinander, zwischen 2000 und 5000 Personen sollen vor Ort  gewesen sein.

http://www.n-tv.de/politik/Tausende-protestieren-gegen-US-Drohnenkrieg-article17916346.html

Zwischen all den meist harmlosen Friedensaktivisten waren aber auch Personen, deren Grundhaltung abweicht, auch wenn man sich einer Aktion gegen die Amerikaner gerne anschließt. Es gibt neben einer pazifistischen Haltung* als Herleitung auch noch Menschen, die rein aus einer antiwestlichen Gesinnung solche Demonstrationen aufsuchen. Es geht ihnen weniger um den Frieden allgemein und auch weniger um die Aggression an sich, sondern mehr um den Gegner. Eine pauschale antiamerikanische Haltung ist häufig der Boden, auf dem solche Aktionen entstehen und Anhänger finden.

Schon am Freitag, noch in Berlin, hatte Bernhard Falk auf diese Demonstration hingewiesen. Hier war er anscheinend direkt vor dem Kampagnenbüro:

 

Gestern dann – so wird zumindest der Eindruck erweckt – war er persönlich in Weiterlesen