Frankfurt – Berlin: Kurze Wege

NBS, I.I.S. und ihre ähnliche Doppelstrategie

Seit einiger Zeit tritt für die Pressearbeit der Neuköllner Begegnungsstätte eine eigene Pressesprecherin auf, Frau Juanita Villamor-Meyer. Sie gibt z.B. solche schönen und freundlich-verbindlich scheinenden Interviews wie hier im August. Da ist alles schön und warm, die NBS ein Opfer finsterer Verfasssungsschützer, die wegen der Nennung im Verfassungsschutzbericht natürlich verklagt werden sollen:

Mehr Religion als Mittel gegen Terrorismus? Und dann genau dann natürlich die eigene Variante? Spannend.

Frau Villamor-Meyer wird auf der Seite der NBS direkt aufgeführt:

http://www.nbs-ev.de/kontakt/2-pressekontakt

Frau Villamor-Meyer war einem größeren Publikum erstmals im Frühjahr bekannt geworden:

 

Dazu:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/03/30/berlin-verkennungen-einer-begegnungsstaette/

Auch in der aktuellen Frage übernimmt sie für die NBS die Kommunikation mit der Presse:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/12/24/nbs-zurueck-in-die-zukunft-iii/

Vorher war Frau Villamor-Meyer für das „Berliner Forum für Religionen tätig“:

https://vunv1863.files.wordpress.com/2017/03/villamor-meyer-170330-verein-e28093-berliner-forum-der-religionen.pdf

Auf der Seite der „franziskanische Initiative 1219. Religions- und Kulturdialog e.V.“ zeichnete sie die guten Wünsche zum Jahreswechsel 2015/6 mit

http://1219.eu/gruesse-zu-weihnachten-und-zum-jahreswechsel/

Der Mitzeichner Dr. Thomas Schimmel ist einer derjenigen, die sich derzeit vehement für die NBS und auch Herrn Sabri persönlich einsetzen. Dies geschieht, in dem man zum Beispiel Journalisten, die ihren Job machen und kritische Fragen – die mehr als berechtigt sind – stellen, persönlich angeht mit „Offenen Briefen“. Diese Briefe stellen genau die in

https://vunv1863.wordpress.com/2017/12/24/nbs-zurueck-in-die-zukunft-iii/

beschriebenen Manöver dar. Es wird angegangen, die Berichterstattung angeprangert und dann eine dicke neue Schicht Marketing drübergepinselt. Das Wahre soll hinter dem vielen, angeblich Schönen und Guten zum Verschwinden gebracht werden. Potemkin in der live-Schalte.

Schaut man bei Frau Villamor-Meyer noch weiter zurück, so wirkte Frau Villamor in den Jahren zuvor in Hessen: Weiterlesen

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Nah, näher, am nächsten

Neues zum I.I.S

Der Frankfurter Verein „Islamischen Informations- und Serviceleistungen e.V.“ ist wiederholt Thema auf diesem blog gewesen.

https://vunv1863.wordpress.com/2015/05/09/der-nette-muslimbruder-von-nebenan/

https://vunv1863.wordpress.com/2015/09/12/ihr-bruederlein-kommet/

Aktuell plant dieser Verein eine große Moschee in Frankfurt, in Bergen Enkheim:

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Bergen-Enkheim-Moscheeplaene-neben-Wohngebiet-sorgen-fuer-Kritik;art675,2767013

Nun ist dieser Verein, insbesondere in Person seines Öffentlichkeitsbeauftragten Mohamed Naved Johari, über jahrelange Betätigung nah dran an der Frankfurter Stadtgesellschaft:

https://www.iisev.de/verein/ueber-uns/vorstand/

Vertreter des Frankfurter Rats der Religionen stellten sich vor die Einrichtung, auch nachdem bekannt wurde, dass der Verein unter Beobachtung des Landesamtes für Verfassungsschutz steht.

https://vunv1863.wordpress.com/2016/09/04/der-pudel-im-saeurebad/

Der Verein wird der Islamischen Gemeinde in Deutschland (IGD) und damit der größten Organisation, in der sich Muslimbrüder zusammenfinden, zugerechnet::

IIS ist laut LfV Hessen Mitglied in der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD) und damit Teil der größten MB-Organisation hierzulande.

http://ezw-berlin.de/html/15_8530.php

Die Muslimbruderschaft (MB) verfolgt weltweit eine Unterwanderungstrategie, ist panislamistisch aufgestellt und verfolgt das Ziel einer schrittweisen Ausweitung sozialer und rechtlicher Räume auf eine islamische Gesellschaft hin. Sie hat neben der legalistisch (zumindest in Minderheitenposition) islamistischen Hauptrichtung Zweige und Ableger, die auch extremistisch-jihadistisch agieren. Einige dieser Unterorganisationen oder Abspaltungen sind in Deutschland verboten. z.B. die Hizb ut Tahrir. Das ist also prinzipiell weder eine freundliche noch friedliche Gruppierung. Man agiert nur mit dem Ziel, überall das für ihre Richtung sinnvollste Mittel einzusetzen. Das ist mal die eher stille, legalistische Unterwanderungsstrategie, mal die noch extremistischere Variante. Erst kürzlich wurde das Ziel, die langfristige Errichtung eines Kalifats, erneut von einem hochrangigen Vertreter bestätigt.

Zurück nach Frankfurt.
Die Öffentlichkeitsarbeit zur Stadt ist von Ausdauer und ostentativer Freundlichkeit geprägt. Erst der Mitbegründer Mohamed Sahin, später dann Mohamed Johari vernetzten eng zum Rat der Religionen und anderen, vor allem politischen Entscheidern. Zur Community hin sieht es etwas anders aus. Sahin war in den letzten Jahren in der Kritik, als bekannt wurde, dass der Flughafenattentäter Arid Uka und der „Fussfessel-Islamist“ Hassan Masood in seinem Pflegedienst Praktika absolviert hatten:

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Der-rote-Faden-Prophet-im-eigenen-Land;art675,156015

https://vunv1863.wordpress.com/2016/09/07/fussfessel-islamist-hassan-masood-wohl-tot/

Mohamed Johari wird seit einiger Zeit auf dem Extremistenportal „way to Allah“ gelistet:

Er muss wohl im Laufe des Jahres 2016 dort aufgenommen worden sein.

Die anderen Herren, der Herr Fadil, der Herr Dr. Reidegeld und der Herr Heider (Berlin) sind seit langen Jahren einschlägig bekannt. Einrichtungen und Personen wecken immer wieder einmal das Interesse der Sicherheitsbehörden. Das ist insofern zwar keine überraschende Nähe, aber doch keine „Nachbarschaft“, die positiv zu bewerten wäre.

„way to allah“ wird vom NRW-Verfassungsschutz in das extremistisch-salafistische Zwischenfeld verortet. Der Verfassungsschutz und nachfolgend einige andere Organisationen warnten vor Jahren einmal explizit vor einer Schrift aus dem Kreis:

http://www.verfassungsschutz.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.242040.de

http://www.mi.niedersachsen.de/aktuelles/presse_informationen/95050.html

Das MIK NRW: Weiterlesen

Hase und Igel

Über das Versteckspiel islamistischer Strukturen in Frankfurt und Darmstadt

Die Struktur und die Einbindungen des Deutsch-Islamischen Vereinsverbandes Rhein-Main e.V. (DIV) waren bereits etliche Male Thema auf diesem blog. Nachdem die offizielle Beobachtung durch das Landesamt für Verfassungsschutz im August öffentlich wurde, wurde erst noch ebenfalls öffentlich geklagt. Mittlerweile ist es sehr still geworden um den Verband. Die Verbandsseite ist seit Monaten im Wartungsstatus:

https://www.div-rm.de/

Da scheint nicht nur der Internetauftritt komplett überarbeitet zu werden. Prominente Vertreter des Verbandes, die vorher sehr lautstark und öffentlich vernehmbar agierten, sind nahezu in der Versenkung verschwunden. Die Vereine selber treten meist wieder einzeln in Erscheinung. Das Frankfurter Europäische Institut für Humanwissenschaften (EIHW) und der Verein Islamische Informations- und Serviceleistungen e.V. (I.I.S.) beispielsweise machen ihre Veranstaltungen unbeirrt weiter*. Gemeinsam mit dem neuen Gremium „Deutsche Koran Gesellschaft“:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/11/06/neue-struktur-in-frankfurt/

veranstaltet man z.B. solche Events für die Glaubensgenossen aus dem Ruhrgebiet anreisten und sogar aus Kalifornien:

 

Zumindest die problematischeren und muslimbrudernahen Vereine im DIV scheinen also schon eine neue gemeinsame überregionale Struktur aufgebaut zu haben. Es wird sicher weitere Kooperationen und absehbar wahrscheinlich auch einen neuen, anderen Dachverband geben: Protagonisten, Strukturen und Motivation sind weiterhin vorhanden. Jetzt fehlt es nur noch an einer Struktur, mit der man erneut gegenüber der Mehrheitsgesellschaft gemeinsam auftreten kann und darauf pochen kann, dass man als Gremium, als Organisation neu betrachtet werde.

Ähnliches scheint sich nun in Darmstadt abzuzeichnen. Das B.I.S. ist ein Dachverband aus Bilal e.V., Weiterlesen

Erneuerbarer Islamismus

Nicht ganz neu als Vehikel und Tarnung für islamistische Betätigungen sind manche Aktivitäten, die man auch als „grün-alternativ“ bezeichnen kann. Ist es bei anderen Muslimen völlig normal und auch nicht Gegenstand einer Betrachtung hier, sind Betätigungen, die von bestimmten Einrichtungen und Personen ausgehen, durchaus geeignet, zumindest Interesse und Nachfragen auszulösen. Das Landesamt für Verfassungsschutz merkt z.B. an:

In Anlehnung an ihre ägyptische Mutterorganisation versucht die IGD durch soziales und religiöses Engagement sowie durch Dialogangebote Akzeptanz in der Gesellschaft zu finden. Letztlich zielen diese Versuche darauf ab, die Ideologie der MB gesellschaftsfähig zu machen.

https://lfv.hessen.de/sites/lfv.hessen.de/files/Bericht2013/html/02_Islamismus/02_Beobachtungsobjekte/02_Muslimbruderschaft/index.html

Global denken, lokal handeln.

So versucht die Frankfurter Einrichtung Islamische Informations- und Serviceleistungen e.V. I.I.S. etwa seit Jahren, über einen „Fair trade“-Shop und entsprechende Angebote den Gang durch die jeweiligen grünen Institutionen. Über gemeinsame „faire“, hier wohl eher katholisch geprägte, Betätigung werden dem Anschein nach wertvolle Fürsprecher gewonnen:

https://www.iisev.de/aktivitaeten/fairtrade/

https://www.iisev.de/news/die-tour-de-fair-macht-halt-im-iis/

Man kann sicher zu Recht vermuten, dass über solche Aktionen

https://www.iisev.de/48-0-Fairtrade-Produkte-im-IIS-Infoladen.html

und solche Broschüren

http://www.weltladen-bornheim.de/wp-content/uploads/2016/04/Fair-Trade-und-Islam-Aufl-2016.pdf

besonders wohlwollende Mitstreiter gewonnen werden können. Mitstreiter, die wohl wenig Fragen über den ideologischen Hintergrund stellen und das vermeintlich gemeinsame große Ganze im Blick haben. Es grünt so grün. Parallel kann man über den Mitstreiter dann politische Entscheider zu Grußworten, Glückwünschen und anderem bringen: mehr Testimonials.

Frankfurt ist nicht die einzige Kommune, in der so etwas funktioniert. In Darmstadt gibt es den Verein „Nour energy“. Nach Eigenangabe widmet man sich mit Hingabe der Verbreitung „alternativer Energien“:

http://www.nour-energy.com

http://www.nour-energy.com/team/

Man kann sich schon etwas wundern, wenn bei etwas so vermeintlich Harmlosem wie grünem Engagement die Beteiligten nur bildlich, aber nicht namentlich erwähnt werden. Grün, aber nicht transparent.

Das grüne Engagement ist es aber wohl nicht ganz oder nicht alleine, was die seltsam im Dunklen bleibenden Akteure des Vereins antreibt. Auf Tagungen werden andere „alternative“ Akteure eingebunden und in Darmstadt die evangelische Kirche zu gemeinsamen Tagungen gebracht:

http://www.nour-energy.com/wp-content/uploads/2015/09/Flyer-NE-Tagung-2015.pdf

Da finden sich dann auch Beflissene, die aus anderen Zusammenhängen bekannt sind:

 

Man beachte auch den Abspann: Die Robert Bosch Stiftung sponserte und – Islamic Relief war auch Weiterlesen

Unbelehrt

Hanauer Verein versucht dieselbe Vorgehensweise wie der DIV e.V.

Der Deutsch-islamische Vereinsverband e.V. (DIV) wurde Mitte August offiziell unter Beobachtung des Landesamtes für Verfassungsschutz gestellt, siehe Beiträge hierzu auf diesem blog.

Neben der finanziellen Förderung durch das Bundesfamilienministerium aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ vergab auch die Bundeszentrale politische Bildung (bpb) über das „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ (bfdt) etwas Geld an den Verband für ein Projekt bzw. als Preisgeld:

http://www.buendnis-toleranz.de/themen/demokratie/170119/ich-waehle-anerkennung

Man machte also ein paar Plakate etc. Ob die Projektangaben so stimmen, sei einmal dahingestellt. Relevanter ist, dass der nunmehr unter Beobachtung stehende Verband weiterhin mit dem Preis wirbt:

bfdt DIV 160714

Screenshot von der DIV Seite

Das bfdt lässt es demnach zu, dass ein unter Beobachtung stehender Verein mit ihrem Logo für sich wirbt und Spender täuscht. Das ist inakzeptabel und deutlich anzumahnen.

Aus diesem Fall kann man nun lernen, dass das bfdt es wohl bis auf Weiteres nicht beabsichtigt, diese Auszeichnung, die damals zwar auf den guten Glauben hin erfolgte, aber unter aktuellen Gesichtspunkten etwas definitiv falsches suggeriert, an die aktuellen Sichten anzupassen. Darunter leidet der Ruf des bfdt: Wenn Verfassungsfeinde dieses Siegel weiterhin tragen dürfen, wird das Logo völlig entwertet, denn es ist genau nicht mehr geeignet, den guten Demokraten vom Verfassungsfeind zu scheiden. Das muss also definitiv entfernt werden, soll der Ruf des bfdt nicht fortgesetzt beeinträchtigt werden. Man kann weiterhin daraus lernen, dass der DIV durch die Verfassungsschutzbeobachtung wenig beeindruckt ist und das Logo weiterhin nutzt.

In diese Grundlinie passt auch, dass nun ein Verbandsmitglied des DIV genau dieselbe Vorgehensweise versucht: Das Hanauer Islamische Informations- und Begegnungszentrum e.V. I.I.B bewirbt sich um genau denselben Preis: Weiterlesen

Muslimbrüder in Frankfurt: Gut vernetzt ist halb gewonnen I

Als vor einigen Tagen die Förderung des Deutsch-islamischen Vereinsverbandes e.V. (DIV) gestoppt wurde, war eines der interessanten Details der Meldung, dass das hessische Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) nun neben dem „Europäischen Institut für Humanwissenschaften e.V.“ (EIHW) die Einrichtung “ Islamische Informations- und Serviceleistungen e.V.“ (IIS) klar „der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland e. V.“ (IGD) zuordnet. Der IIS ist Mitglied beim DIV:

Außerdem gehört dem DIV der „Verein Islamische Informations- und Serviceleistungen e.V.“ (IIS) in Frankfurt an.

Der Verein wird vom LfV „der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland e. V. (IGD) zugeordnet“. Die IGD wiederum gilt als die mitgliederstärkste Organisation von Anhängern der Muslimbruderschaft in Deutschland.

https://www.tagesschau.de/inland/bundesprogramm-islamisten-101.html

Das ist nicht nur für Frankfurt interessant, weil der IIS bestens vernetzt ist. Nicht nur in die Frankfurter Stadtgesellschaft, sondern auch mit weiteren Strukturen in Frankfurt und Hessen, die in einem weiteren Beitrag thematisiert werden.

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In dem enger betroffenen Teil der Frankfurter Stadtgesellschaft scheint die Kunde, dass man jahrelang mit Verfassungsfeinden den Dialog führte, wenig beeindruckt zu haben. So mag sich der Islambeauftragte des Bistums Limburg, der Frankfurter Professor und Herr des „Hauses am Dom“, Dr. Joachim Valentin, der neuerdings gegenüber der DITIB den markigen Rote-Linien-Zieher gibt:

Die Geduld kirchlicher und staatlicher Gesprächspartner, die die DITIB jahrelang mit viel Aufwand in die Rolle eines geschätzten Kooperationspartners gebracht haben, ist zu Ende.

http://www.katholisch.de/aktuelles/standpunkt/ditib-muss-sich-entscheiden

zum IIS anscheinend nicht äußern und wird unwirsch:

Valentin will sich nicht zu dem Extremismus-Verdacht äußern. Er sehe es nicht als seine Pflicht an, Gemeinden „auf ihre Verfassungsstreue zu überprüfen“.“

http://hessenschau.de/gesellschaft/islamismus-verdacht-schwesig-streicht-foerdermittel-fuer-moschee-dachverband,moscheedachverband-100.html

Interessanterweise wird über das IIS in dem folgenden Artikel gar nicht gesprochen, Weiterlesen

Ihr Brüderlein kommet

Frankfurter I.I.S. aktiv in der Flüchtlingshilfe

Die Muslimbrüder residieren an verschiedenen Orten im Rhein-Main-Gebiet. Der den Muslimbrüdern sehr nahe stehende Verein I.I.S. in der Mainzer Landstr. 116 z.B. in der Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofs. Sie rufen aktuell dazu auf, in der Flüchtlingshilfe aktiv zu werden:

https://www.iisev.de/startseite/fluechtlingshilfe/

https://www.iisev.de/startseite/organigramm-fluechtlingshilfe/

Ja, die Ankunftszahlen sind so groß, das zu Beginn fast jede helfende Hand nützlich ist. Bei nur temporärer Hilfe und Erwachsenen ist man auch versucht zu sagen, dass dies noch im Rahmen ist. Es wird wie selbstverständlich (aus dem zweiten link ersichtlich) nach dortiger Angabe ein Lager der Stadt Frankfurt mitgenutzt. Bei Jugendlichen, die stationär in Frankfurt aufgenommen werden, gar noch in fußläufiger Nähe zu den I.I.S., kann man da jedoch Bedenken haben. Erst recht, wenn von Muslimbrüdern Kinder adoptiert werden sollen, die gar nicht wissen, in welcher Indoktrinationsmühle sie im Zweifelsfall landen. Die, die es wissen könnten, sind entweder machtlos oder nicht informiert zum konkreten Fall.

Nun ist das Adoptionsrecht ein persönliches Recht, bei dessen Ausübung die Ideologie der potentiellen Eltern nicht erfragt wird. Damit es keine Missverständnisse gibt: Ich will das nicht aberkennen. Ich habe aber Bedenken, ähnliche Bedenken, wie ich sie auch bei überzeugten Faschisten hätte. Dass das Kind nämlich nicht individuell, sondern strukturell betrachtet wird.

Das Frankfurter Amt für multikulturelle Angelegenheiten und das Frankfurter Jugendamt* haben, wohl nach Beratung u.a. durch die katholische Stadtkirche, anscheinend jedoch keine Probleme, Muslimbrüdern auch bei der Mission und Adoption zu helfen. Schließlich ist Herr Johari auch Multiplikator beim AmkA. Das Jugendamt selber kennt Muslimbrüder mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht namentlich und kann daher nicht tätig werden.

Über den direkten Kontakt in einer neuen Umgebung soll ein Band geknüpft werden, das den Tag überdauert. Das mag bei Erwachsenen wenig fruchten. Bei Kindern sieht das anders aus, sie bleiben auch eher in Frankfurt. Sie sind daher leichter verfügbar und leichter indoktrinierbar. Mohamed Johari nahm am 08.09. an einem Informationstag im Jugendamt teil, wie er selber in einer Freitagspredigt berichtet. Er stellt die Zahlen der minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge (muF) heraus, die das Jugendamt an dem Tag bekannt gab: 1192 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge sollen es sein (Zeitrum nicht angegeben), davon 406 aus Afghanistan, 302 aus Eritrea, 300 aus Somalia. Die Zahlen für dieses Jahr seien wesentlich höher.

Alleine letzten Dienstag seien von der Bundespolizei 50 muF in die Obhut des Frankfurter Jugendamtes übergeben worden, gibt Johari bekannt. In der Vorwoche waren es gesamt fast 90, wie aus guter anderer Quelle berichtet wurde.

 

 

Ja, manchmal ist Mildtätigkeit nur Mildtätigkeit. Bei Muslimbrüdern besteht jedoch der begründete Zweifel, dass die Kinder und Jugendlichen nicht auf dem Boden des Grundgesetzes erzogen werden. Man kann vermuten, wenn so allgemein aufgerufen wird, dass die Jugendlichen als Rekrutierungspotential gesehen werden, das man nicht der Wertegemeinschaft der Mehrheitsgesellschaft überlassen möchte.

Passend dazu wird am Sonntag Khaled Hanafy über „Adoption und Pflegeelternschaft im Islam“ referieren:

https://www.iisev.de/startseite/adoption-und-pflegeelternschaft-im-islam/

Hier würde nicht einmal – wollte man das so tun, also theoretisch – die Aufhebung des Datenschutzes gegenüber dem Jugendamt helfen: Manche Daten werden schlicht nicht erhoben wie Gruppierungszugehörigkeit, was man ja auch gut finden kann. Der Staat hält sich also jenseits des organisatorischen Ablaufs relativ zurück. Hier jedoch lässt er die Kinder alleine, die das nicht wissen können. Ich habe da ähnliche Bauchschmerzen, wie ich sie bei der Vermittlung – mindestens – an Fundamentalchristen hätte, die ihren Kindern die Schule verweigern.
Diese Kinder bekommen ein falsches Bild von der Gesellschaft, die sie aufnahm.
Kein gutes Vorzeichen für gelingende Integration.

Das Frankfurter Jugendamt schickt also wohl junge Flüchtlinge zum I.I.S. Gleichzeitig werden die Muslimbrüder vom Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet, ergo auch das I.I.S. Vielleicht sollte das Landesamt für Verfassungsschutz das Jugendamt beobachten, könnte man spöttisch anmerken, denn das ist derart verantwortungslos und hilflos, dass es einen gruselt.

Jeder sieht nur seinen kleinen Zuständigkeitsbereich: Das Jugendamt sucht muslimische Ansprechpartner und bevor es sich (das ist allerdings weniger die Blöße des Jugendamtes denn der muslimischen Gemeinden!) die Blöße gibt zu sagen: Nein, wir können KEINE Einrichtung empfehlen, macht man lieber den ganz, ganz flauen Deal mit einem den Muslimbrüdern nahe stehenden Verein. Das ging schon bei Hassan Massood, dem „Fussfessel-Islamisten“, der derzeit in Syrien kämpft, schief und das ging auch bei anderen schief.

Das ist furchtbar und das ist verantwortungslos, denn dieses kleine Problem, mal eine Hilflosigkeit zuzugeben, wird durch diese Rückendeckung für die Muslimbrüder zum sehr großen und langfristigen: Man macht eine Einrichtung, hinter der eine totalitäre Ideologie steht, hoffähig.
Die Stadt Frankfurt, zuständig ist direkt Prof. Dr. Daniela Birkenfeld von der CDU als Dezernentin, ist leider völlig planlos in dieser Hinsicht. Man fährt auf Sicht und der wohlmeinende, im Ergebnis aber fatale Integrationsplan ist da nicht hilfreich. In Ermangelung einer echten Opposition in Frankfurt – jeder macht da mit jedem herum politisch und so mischen zwar alle irgendwie mit, aber keiner mahnt mehr so richtig an, Selbstreflexion ist ja nicht erste politische Tugend bei vielen – will da keiner ran. Jeder hofft, dass man noch die Zeit der eigenen „Verantwortung“ übersteht, OHNE ernsthafte Entscheidungen treffen zu müssen. Man versucht auszusitzen, was aber hier definitiv nicht funktioniert. „Nach mir die Sintflut“ ist politische Verwahrlosung.

Da müsste man auf Landesebene herunterwirken als Aufsichtsstruktur, denn Frankfurt schafft das offenkundig nicht mehr selber, zu verflochten ist alles. Man meldet anscheinend nach „oben“ immer, alles sei irgendwie gut und werde noch besser. Das Landesamt für Verfassungsschutz kann da nichts machen; die stehen daneben, haben aber keine Rechtsgrundlage, deutlich(er) zu intervenieren. Das müsste also vom Innenminister kommen. Da kommt aber nichts.

Und so geht das Verhängnis seinen Lauf.

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* In einem aktuellen Artikel der ZEIT:

„Die Gefahr ist aber ganz real, dass muslimische Gruppierungen mit einem zweifelhaften Verhältnis zu Demokratie und Grundgesetz versuchen, aus der allgemeinen Verunsicherung mit der islamistischen Radikalisierung von Jugendlichen Einfluss und Geld zu ziehen. Im Rhein-Main-Gebiet lässt sich das am Verein Islamische Informations- und Serviceleistungen e.V. (IIS) beobachten. Er hat verschiedene Ableger, deren Mitglieder sich dort, wo radikalisierte Jugendliche auffallen, den Sozial- und Jugendbehörden als Ansprechpartner in religiösen und integrationspolitischen Fragen anbieten. Dankbar lassen Träger der Jugendhilfe, wie die Frankfurter Caritas, ihre Sozialarbeiter in Fragen des Islams durch IIS-Funktionäre schulen. Jugendliche, die sich radikalisiert haben, werden vom Jugendamt aus in die geistliche Obhut von IIS-Imamen gegeben.“

Wenn dorthin schon die radikalisierten Jugendlichen gesandt werden, dürfte es bei anderen kein Halten geben. Oder Sinn und Verstand.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-09/islamische-sozialarbeit-intergration-muslime-deutschland?commentstart=65#comments