Eindruck schinden mit Hasspredigern

Über neue, kleine Medien-Kooperationen in NRW

Ambitionen, ähnlich wie in anderen Ländern ein visuelles Angebot für fundamentalistische Kreise zu gestalten, gibt es reichlich. Muslim Mainstream, das Video-Angebot der Gebrüder Özoguz, nicht zuletzt auch das Ahmadiyya-Video-Format MTV sind weitere Versuche, strömungsnah, also für die jeweils eigene Community, auch die eigene Sicht auf den Lauf der Welt zu artikulieren. Es gibt also immer wieder neue Versuche, Muslime und auch Islamisten anzusprechen. Zuletzt fiel damit Muhamed Ciftci auf:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/11/19/gegengesellschaft-on-air/

Der Erfolg von Predigern wie dem derzeit gesuchten indischstämmigen Akteur Dr. Zakir Naik weckt ebenfalls bei anderen Personen Begehrlichkeiten. Naik hat Millionen Anhänger weltweit. Auch der in Deutschland vereinzelt auftretende Dr. Haitham Al Haddad hat ein Portal, das allerdings allermeist englische Angebote bereit hält:

https://www.islam21c.com/

Al Haddad ist ein europaweit aktiver britischer Hassprediger, der zuletzt im Juni in Niedersachsen für ein Medienecho sorgte. Kontakte zwischen Al Haddad und Cifti, aber auch Naik sind belegt.

Das relativ neue Angebot „Eindruck TV“ sitzt nun nach eigener Angabe in Duisburg:

Quelle: Facebook-Seite Eindruck TV“, Abruf 30.11.2017

Diese Angabe kann, muss aber nicht stimmen, denn auch bei der zugehörenden Internetseite hält man sich hinsichtlich des Urhebers und des genauen Sitzes bedeckt:

https://eindruck.tv/

Der youtube-Kanal:

https://www.youtube.com/channel/UCdvDVAgeFDA5dG2IekyYxXg?pbjreload=10

Klarer ist da schon die ideologische Verortung. Mit der Auswahl der bislang bereitgestellten Videos zeigt sich die Grundlinie auf. Vieles von Marcel Krass, vieles von Muhamed Ciftci.

Beteiligt sind als jüngere Akteure ein Tobias Ibrahim, ein Mehdin Masinovic, ein Abdelilah Belatouan und ein Sameh Elbehouti. In einer selbst bezeichneten Kooperation mit einem Medien Kanal „Muslim Media“ wird ein Kurzfilm zur Verfügüg gestellt:

 

Verantwortlich für den Film zeichnet Coskun Gezer.

Das Motto wird nachgereicht: „Integration zum Ablachtarif“, „Gib Vorurteilen keine Chance“ und „Sei kein Abnicker der Medien“. Interessanterweise spielt den „Shaikh“ Talha Kemiksiz

https://www.facebook.com/talha.kemiksiz.79

Er machte wohl früher einiges* mit Sabri ben Abda, der ja auch in Form von „irgendwas mit Medien“ (zur Zeit „Believers Place) weiterhin aktiv ist. Kemiksiz ist häufiger bei „Muslim Media“ als Protagonist, macht aber – da schließt sich der Kreis zu Marcel Krass – mittlerweile dem Anschein nach auch Umrah-Reisen, auch organisiert über Kaaba-Reisen.

Könnte man das – für sich genommen und ohne Kenntnis der Personen – noch akzeptieren, kehrt sich das durch die Betreiber und das Umfeld, in dem dieser Kurzfilm präsentiert werden, in das Gegenteil: Weiterlesen

Wuppertal: Ein Lehrstück über Grenzen der Deradikalisierung

Wuppertaler Jungprediger weiter in problematischem Umfeld

Ein Junge, Saif Eddine Chourak, der sich von Wuppertal aus ins Licht zumindest der islamistischen Szeneöffentlichkeit begeben hatte, war auf diesem blog schon mehrfach Thema. Sein Beispiel ist deshalb relevant, weil sich der Zugang des Jungen zum einen von ihm selbst gewollt öffentlich abspielt, zum anderen weil die Personen seines Umfeldes durchaus prominent sind in Salafi-Kreisen (z.B. Sven Lau, Abou Nagie). Zum Dritten zeigt sein Beispiel, wie solche Prozesse voranschreiten, wenn weder der Junge selber noch seine Eltern dem Anschein nach mit Behörden kooperieren bzw. Hilfsangebote annehmen. Dies schlicht deshalb, weil in der Familie offenkundig kein Hilfsbedarf gesehen wird (abgesehen von Verwandschaft, die wenig Einfluß hat: Der Junge beklagte einmal bei Abou Nagie, er hätte Debatten zu Hause). Über den Jungen, der dem Anschein nach weiterhin in Wuppertal wohnt:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/05/23/essen-jungprediger-im-pott/

https://vunv1863.wordpress.com/2016/05/24/wuppertal-ein-jungprediger-viele-vaeter/

und einige weitere.

Solche Konstellationen sind nicht so selten. Auch bei anderen Predigern bzw. deren Nachwuchs zeigt sich, dass die Erziehung wirkt und manche Söhne aus ihrem „eigenen“ Willen heraus in die Fussstapfen der Väter treten. Genannt seien beispielhaft Said El Emrani über Mohanned Ayyub* bis hin zu Taha Zeidan, deren Väter schon auf gleichem Terrain ihre Beiträge lieferten (muslimbrudernahes bis anders fundamentalistisch konnotiertes Umfeld). In Zeiten vor Internet und sozialen Medien fiel dieses jedoch weniger auf.

Saif Eddine Chourak ist also weiterhin aktiv. Letztes Jahr verließ er die Realschule. Die Schule, an der er seinen Abschluß machte, war dem Anschein nach überfordert und hatte auch einige Umstände wohl schlicht nicht erkannt. So machte der Junge am Tag der offenen Tür an seiner Schule einen kleinen LIES!-Stand:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/05/25/wuppertal-die-offene-tuer-fuer-die-gegengesellschaft/

Der weitere Werdegang in Ausbildungshinsicht ist nicht bekannt bzw. wird nicht öffentlich zentriert. Öffentlich zelebriert wird jedoch die „muslimische Identität“, die für den jungen Chourak dem Anschein nach weiterhin den wichtigsten Identitätsaspekt darstellt. Vielleicht ist auch mittlerweile das soziale Umfeld so beschaffen, dass man nur noch Glaubensbrüder ähnlicher Strenge bis hin zum extremistischen Umfeld um sich hat. Mit Mitschülern ist man ja wahrscheinlich nicht mehr täglich konfrontiert.

Nach verschiedenen Videoprojekten ist Chourak nun für „Tuba TV“ bzw. die Bekleidungslinie Tuba Collection“ aktiv. Diese Betätigung steht im Zusammenhang mit einer Kleidungsvermarktung eines Kevin Schneider aus Wuppertal**. Keine gewöhnliche Kleidung, sondern Kleidung mit Message: Zwar nach Eigenangabe fair gehandelt; jedoch wird unter „fairem Handel“ etwas verstanden, was eine zusätzliche Bedeutung hat (und die mit ökologisch fairem Handel wohl eher weniger zu tun zu haben scheint):

Daher bezieht TUBA COLLECTION von der Herstellung bis zum Verkauf verschiedene muslimische Unternehmen ein, denen dabei die unikale Möglichkeit gegeben wird in angebrachter Weise ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

https://www.tuba-collection.de/tuba-startseite/%C3%BCber-uns/

[Sprachliche Merkwürdigkeiten original.]

Saif Eddine Chourak macht Werbung für die Linie:

 

Man beachte die Sprachmelodie und die Gestik. Das ergibt sich häufig, wenn das soziale Umfeld einschlägig eingeengt ist.

Eine Facebook-Seite gibt es auch:

https://www.facebook.com/Tubacollectiongermany/?hc_ref=PAGES_TIMELINE

Das wird von Seiten wie der von Sven Lau, die in Abwesenheit weiter geführt wird (er sitzt ein; sein Verfahren nähert sich dem Ende), verbreitet.

Wo der bisherige online-Shop „Tuba Collection“ unterkommt? Bei Ansaar International. Da vergrößerte gerade  Weiterlesen

Vogel und Krass: Mummenschanz mit IHED

Hinter die Reisetätigkeiten der Prediger Pierre Vogel und Marcel Krass geschaut

Die beiden Konvertiten Pierre Vogel und Marcel Krass sind schon lange in islamistischen Kreisen zugange. Der eine eher laut und seit mehreren Jahren bundesweit bekannt, der andere nicht weniger fanatisch wirkend, aber meist ruhiger auftretend. Krass schafft es, völligen naturwissenschaftlichen Nonsense mit bebender Stimme als letzte Wahrheiten zu verkaufen. Selbst nicht Verstandenes wird weniger formal Gebildeten (Krass ist nach eigener Angabe Ingenieur) zusammen mit Wundergeschichten nahegebracht. Das wirkt auf manchen, als ob da Gehaltvolles zur Welt und wie sie funktioniert, geäußert würde. Aber Letzteres ist nicht der Kern der Kritik.

Beide bieten auch seit einigen Jahren durch sie begleitete Mekka-Reisen an.

Pierre Vogel kooperiert dabei mit dem Anbieter „Bakkah Reisen“. Das nächste Mal wird zusammen mit Abul Baraa gereist:


Krass bietet beim nächsten Mal einen drei Tage längeren Aufenthalt als Vogel und Baraa an, jedoch im gleichen Zeitraum Ende August – Anfang September über den Anbieter IME:

Bei Bakkah Reisen findet sich im Impressum eine Lame gUG: Weiterlesen

Rechenschaft vor den Kuffar

Vierter Tag der Verhandlung gegen Aria L. vor dem OLG Frankfurt am 17.05.2016

Teil 1: https://vunv1863.wordpress.com/2016/05/03/schoene-landschaft-mit-viel-blut/
Teil 2: https://vunv1863.wordpress.com/2016/05/04/ausser-kontrolle/
Teil 3: https://vunv1863.wordpress.com/2016/05/11/mucke-muckis-und-moschee/

 

Zur Verlesung kommen weitere Auszüge aus der Telekommunikationsüberwachung (TKÜ). Aria L. telefoniert viel und lange zu nächtlicher Stunde. Viel mit Hayat L., die er nach der Rückkehr kennen lernte. Ihr erzählte er auch von der Zeit vor der Ausreise.

Zeitweise bestand bei L. wohl der Plan, gemeinsam mit einem Kumpanen nach Marokko zu gehen, dort einen Laden zu eröffnen. Der Vater werde alles vorbereiten und organisieren. Er sei für das Leben hier nicht geeignet, meint er. Der Plan zerschlägt sich dann.

Es wird im Verlauf deutlich, dass L. viele marokkanische Freunde aus Nador hat. Er sei von den älteren Marokkanern der Moschee, in der er verkehrte, häufig eingeladen worden. Gegessen habe er bei ihnen, aber auch den Kindern Nachhilfe in Mathematik erteilt. Auch Glaube sei ein Thema gewesen. Viel Dawa habe er aber auch mit R. gemacht, habe viel mit den Brüdern von Lies unternommen. [gemeint ist wohl Tunay R. aus Dietzenbach; es wird nicht ganz klar, in welchem Zeitraum das erfolgte, SHM]

Er habe auch viele Vorträge gesehen auf seinem Tablet. Das sei jetzt noch in Syrien, das habe er vergessen. Es seien sehr viele Videos darauf. L. empfiehlt anderen die Vorträge von Abul Baraa und Marcel Krass. Letzterer halte jetzt „undercover“ Vorträge. Gemeint ist wohl die Wohnungsdawa wie sie auch Vogel durchführt, oder die „Seminare“, die er offiziell seinem „Dex-Institut“ zuordnet.

Von der Mekka-Reise im Dezember 2013 kehrt L. in einem desolaten psychischen Zustand zurück. Er Weiterlesen

Pierre Vogel macht (verspätete) Aprilscherze

Pierre Vogel trifft sich mit Hassprediger Bilal Philips

Der umtriebige Prediger Pierre Vogel, aktuell wieder auf Reisen, hat sich vor einigen Tagen mit Dr. Bilal Philips getroffen. Gegen Philips gibt es immer wieder Einreiseverbote, so z.B. in die USA und Australien, da er als radikaler Hassprediger gilt. In Deutschland gilt er als eher unerwünschte Person. Als 2011 bekannt wurde, dass er im Lande ist, wurde ihm eine Ausreiseverfügung binnen 3 Tagen zuteil.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bilal_Philips

Wer sich mit Philips trifft, setzt damit Zeichen für die Szene*. 2011 war Philips nämlich auf Vogels Einladung zu einer Frankfurter Kundgebung geladen. Ideologisch sollte, zumindest wenn die Kameras aus sind, wenig inhaltliche Differenz zwischen beiden bestehen.

Von dem kürzlich absolvierten Besuch gibt es das Video „Dr Bilal Philips & Pierre Vogel – Verändert die Lage der Umma durch Bildung, nicht durch Anschläge!“: Weiterlesen

Bilal Gümüs und das alles erklärende Fliwatüt

„Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.
Bertrand Russell, englischer Mathematiker und Logiker, 1872-1970

Die Evolutionslehre ist für Personen, die einem fundamentalistischen Glauben anhängen, meist ein Stein des Anstoßes. Hinsichtlich der Ablehnung dieser Lehre sind sich die Argumentationsmuster außerordentlich ähnlich. Am liebsten würden sie sie ganz verbieten. Wissenschaft ist des Teufels und die Evolutionslehre die Mutter aller Teufel.

Russel hatte auf der persönlichen Ebene schon recht hinsichtlich der subjektiven Wirkung, die auch Eigenreflexion hat. Aber natürlich kann man Abläufe in der Natur, sofern sie der Beobachtung zugänglich sind, so gehaltvoll abklären, dass man von Sicherheit sprechen kann. Der einzelne Mensch ist vielleicht unsicher, Wissenschaft aber als Gemeinschaftsprojekt in der ständigen selbstgewählten Verbesserung baut auf und aus. Treten bahnbrechende neue Erkenntnisse oder Schlüsse hinzu, werden sie inkorporiert. Es geht vom Speziellen zum Allgemeinen.

Die Evolutionslehre zählt zu den Erkenntnissen, die so gut abgesichert und mit so vielen Beispielen untermauert sind, dass andere Vorstellungen recht abwegig sind. Man findet immer wieder Aspekte, die Nuancen beleuchten. Wer jedoch etwas gegen den Kern der Evolutionslehre vorbringen will und ernst genommen werden möchte, muss unserer Tage mit sehr, sehr guten Belegen kommen. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird es ein kleiner Trugschluss sein, Bedingungen, die nicht beachtet wurden etc.

Personen, die die Lehre jedoch nicht verstanden haben und auch sonst in der Schule wohl entweder nicht gut aufpassten oder schon dort „doppelte Buchführung“ vollzogen, haben nach wie vor Probleme mit den Aussagen. Zu schwierig, zu kompliziert, da gefallen einfache Metaphern und Bildchen besser. Die Vorstellungskraft, die bei Imaginiertem ganz ordentlich ist, versagt bei der Vorstellung langer Zeiträume oder chemischer Abläufe. Auch der narzisstische Verlust ist hoch: Von der Krone der göttlichen Schöpfung, von Gottes Ebenbild degradiert zu einem Wesen, das Ergebnis von Zufällen ist. Das gefällt ganz und gar nicht.

Der Frankfurter Lies-Protagonist Bilal Gümüs meint aktuell, einen Beitrag zur Debatte liefern zu müssen.

 

Da freut sich die Zielgruppe: Doch so einfach? Ja, wenns der Herr Gümüs sagt…

Dieselbe Verkennung und Unwissenheit über naturwissenschaftliche Grundfakten und Fehldeutungen sowie Trugschlüsse, aber schon in der Version für die „Intellektuellen“ von Marcel Krass, der das gläubige Klientel immer wieder mit seinem in diesem Zusammenhang völlig belanglosen Dipl. Ing. zu beeindrucken sucht. Er fordert Beweise für Nichtexistenz gleichermaßen wie für Existenz. Schon da hapert es, denn Beweise für Nichtexistenz sind weder Usus noch erbringbar. Das ist zumindest theoretisch so; in der Praxis arbeitet man da mit Wahrscheinlichkeiten.

 

 

Auch die anderen Prediger fühlen sich immer wieder berufen, über diese Dinge zu schwadronieren. Immer irgendwo zwischen direkter Textauslegung und Intelligent Design* Plagiat. Der türkische Kreationist Harun Yahya ist da sozusagen höchste Instanz. Er hat sein Archtekturstudium abgebrochen (was keine Schande ist) und macht seit vielen Jahren auf Biologie-Guru (was eine Schande ist bei dem Kenntnisstand).

Gümüs befindet sich also in illustrer Gesellschaft.
So wird es also weitergegeben. Warum sich mit Chemie quälen, wenn es doch sowieso nur Trugbilder sind? Warum Biologie begreifen wollen, wenn es nur Gottes prüfungen sind, die den wahren Gläubigen verwirren sollen?

Bilal Gümüs auf jeden Fall ist den einfachen Weg gegangen. Den ohne Chemie und Biochemie, aber dafür mit einer Selbstgewißheit, die aus allen Poren quietscht.

 

 

* „Intelligent Design“ ist die US-amerikanische, fundamentalchristliche Variante, die nur dezent anders daherkommt. Es werden meist immerhin Beispiele genannt, die aber dann so falsch benutzt werden, dass aus einer statthaften Frage eine bizarre Antwort erfolgt. q.e.d.

Krasse Feiertage

Salafistische Prediger und Vordenker legen großen Wert darauf, dass insbesondere Konvertiten übliche Feiertage nicht bei und mit ihren Familien verbringen. Das ist Teil der strategischen sozialen Isolation, um aus familiärer Bindung und feiertäglicher Ruhe und Gesprächen nicht eine Umkehr auf dem fundamentalistischen Weg werden zu lassen. Diese Methode der sozialen Isolation ist bekannt von vielen Sekten und äußerst effektiv: Wenn es dem Menschen schlecht geht oder er einsam ist, findet er nur noch „Brüder“ im sozialen Nahfeld vor. Das ist die mitunter tödliche, feste Umarmung des Totalitarismus. Eines der ersten Opfer ist die familiäre, die menschliche Bindung.

Ostern, Weihnachten und Silvester sollen also nicht gefeiert werden, weswegen man gerne „Alternativen“ anbietet. Seminare, Treffen, gemeinsame Aktionen.

Damit es nicht allzu offensichtlich ist, wird das verschieden begründet. Einige Highlights:

 

Abula Baraa macht klar, dass man seiner Ansicht nach nicht mit am Tisch sitzen darf, wenn Alkohol getrunken wird. Dass man keine Geschenke kaufen darf. Und dass sich ihre Identität aus der Religion ableite (etwas, was er auch Christen unterstellt). Kompromisse seien nicht statthaft, denn das Wort Allahs sei nicht abänderbar oder Gegenstand von Kompromissen. Immerhin schlägt er vor, den Eltern ein anderes Angebot zu machen und an anderen Tagen „etwas Schönes mit ihnen zu unternehmen“).

 

Abdellatif Rouali rät ab, da man bei der Teilnahme an Weihnachtsfeiern als Ungläubiger stürbe.

 

Abou Nagie sieht in der Teilnahme an Weihnachtsfeiern „Shirk“ (Beigesellung, Götzendienst). Das führe direkt in die Hölle, meint er. Auch der frohe Weihnachtswunsch ist verboten, der Besuch bei den Eltern ebenfalls, s.o.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schirk

 

Pierre Vogel ist der gleichen Meinung. Man beachte die vielen dicken Bücher, in denen sich Deutungen, Interpretationen und Erläuterungen befinden (so ähnlich wie Gesetz und Kommentare im Juristischen).

 

Abdel Adhim Camous bekundet, dass die Teilnahme generell von den Gelehrten abgelehnt werde. Unterschiedlich werde der Weihnachtsgruß bewertet, der von manchen gebilligt werde.

 

Marcel Krass erklärt Silvester so: Es ist erstens ein Geburtstag. Und zweitens der eines christlichen Papstes. Doppelt verboten und daher nach Krass´Einschätzung „schlimmer als Mord“.
[Nebenbei meint er, dass „dieses Land in den letzten 50 Jahren in ein totales Chaos verwandelt wurde von den Kuffar…]

Abu Dujana:sieht den „Zorn Allahs“ bei Silvester-Feiern insbesondere in den Kirchen herabregnen.

Diese illustre Gesellschaft ist sich also einig: Weihnachtsfeiern und -grüße führen in das persönliche Verderben. Sollte man eindeutig nicht machen. Am besten man ignoriert das oder verbringt die Feiertage in der Gesellschaft der Brüder, um den Glauben zu bestärken.