Der Fluß des Geldes

Über die Geldsammlungen des Tarik ibn Ali

Der belgische Prediger Tarik Chadlioui oder Tarik ibn Ali macht auf seinen Europareisen häufiger, so zwei-dreimal im Jahr auch Station in der Rhein-Main-Region. Er zählt zu den problematischen Figuren, die Problemvereine miteinander vernetzen. Einstieg und Zusammenfassung hier in diesem älteren Dossier:

https://vunv1863.wordpress.com/2015/05/07/tarik-ibn-ali-dossier/

Der Herr Chadlioui sucht dabei vornehmlich marokkanische Moscheevereine und Veranstaltungen, er gibt auch den Hochzeitsredner, auf. Hier z.B. wahrscheinlich im Frankfurter Westen:

 

[Hinterher hat er noch einen speziellen Dönerladen in Höchst empfohlen.]

In den Moscheevereinen wird mitunter eine kaum erklärbare Menge Geldes gesammelt. Offizielles Ziel sind immer irgendwelche Moscheebauten, für die aber noch anderorts gesammelt wird. Beispiel:

http://www.ad.nl/gouda/1-1-miljoen-euro-binnen-voor-goudse-moskee~af1da9b8/

Andernorts ist man allerdings der Meinung, das viele Geld werde anders verwendet:

He is well respected in the Salafist Berber community that spans a large part of Europe.[…]

In December 2011, at a conference in the Fourkaan Mosque in Eindhoven, the Netherlands, Chadlioui liaised with Mohammad al-Arifi. In June 2014, the United Kingdom Home Office said in a statement, “We can confirm Mohammad al-Arifi has been excluded from the United Kingdom.”

During the past year [2013] Chadloui spoke in Mosques in Belgium, the Netherlands, Germany, Denmark, Norway, France and Spain, and raised money both to build Salafist mosques in each of these countries and to support the Syrian cause.

http://insidethejihad.com/2014/09/tarik-ibn-ali-an-important-jihadi-facilitator-operating-in-europe/

Er schafft es wohl, sehr eindringlich Ängste zu wecken und die Strafe Gottes zu fürchten. Da helfen einige Dinge. Spenden z.B., die er gerne entgegennimmt. Mit anderen Worten: Der Herr Chadliuoui unterhält ein schwunghaftes Geschäft, das mindestens eine Art Ablasshandel darstellt.

Schaut man sich nur schon die öffentlich verfügbaren Summen der Eigenangaben (!) an, so kann man sich nur wundern:

tia-geld-1-170207

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Vernetzungen Darmstadt – Offenbach

In Offenbach treten immer wieder Prediger in bestimmten Moscheen auf, die auch in anderen problematischen Vereinen anderer Städte schon gesichtet wurden. Tarik ibn Ali, Amen Dali und andere, weniger bekannte Gesichter. Es gibt lokal Gruppierungen wie „Wacht auf“, das als Derivat des Millatu Ibrahim-Nachfolgers Tauhid Germany gesehen werden kann (beide Organisationen sind verboten). Die „Muslime Offenbach“ wirken, es gibt eine kleine Dependance von Ansaar International in der Friedensstraße und bei so manchem anderen Verein tut man sich schwer damit, den Spagat zwischen öffentlicher Wirkung, die beabsichtigt ist, und Realität, die mancherorts durchleuchtet, wirklich in einer für Verein UND Öffentlichkeit befriedigenden Weise zu gestalten. So manches Mal ist das, wie der Verein sich darstellt und die Realität schlicht nicht in Kongruenz zu bringen. Vieles ist aber sehr abgeschottet und die Aktivitäten zur Mehrheitsgesellschaft hin beschränken sich schon bei den „offeneren“ Vereinen auf mal eine Moschee-Führung in jahrelangem Abstand. Erst jenseits dieser offeneren Vereine wird es jedoch meist erst relevant in der Betrachtung hinsichtlich islamistischer Aktivitäten. Die Vernetzungen zwischen Darmstadt und Offenbach kann man auf verschiedenen Radikalisierungsstufen beobachten.

Zwischen Darmstadt und Offenbach gibt es – auf beiden beiden betrachteten Stufen – mehr gemeinsame Netzpunkte als zwischen diesen beiden Städten jeweils und Frankfurt (das wiederum etwas anders vernetzt ist). Darmstadt ist auch mehr zu Fulda vernetzt als zu Frankfurt (Ausnahme: Muslimbruderschaft).

Für die islamistische Szene gibt es in Offenbach einige Anlaufstellen. So traf man sich einige Zeit vor den Koranverteilungen immer vor der Tauhid-Moschee in der Karlstrasse. Das ist die Moschee, vor der das SWR-Team einen Übergriff erdulden musste 2013. Längere Zeit war man dort auch Prüfungsort für die Bilal Philips- online University. Manchmal trafen sich die LIES-Aktivisten auch bei der El Fath Moschee. Die Einrichtung in der Waldstrasse selber lud wiederholt Tarik ibn Ali ein, hier beispielhaft:

 

Auch Amen Dali, ein Imam aus der unter Beobachtung stehenden Al-Faruq Moschee in Mannheim und Mitglied im RIGD, ist ein gern gesehener Gast in Darmstadt. Er war vor einem Jahr etwa auch schon in in der El Fath in Offenbach: Weiterlesen

Dietzenbach lernt nicht von Frankfurt

Flüchtlingsunterkunft direkt neben Problem-Moschee

Die Dietzenbacher Tawhid-Moschee war schon verschiedentlich aufgefallen. So wurde dorthin wiederholt der radikale belgische Prediger Tarik ibn Ali geladen:

https://vunv1863.wordpress.com/2015/05/07/tarik-ibn-ali-dossier/

Der Kontakt zum Verein bleibt weiter schwierig, wenn er überhaupt zustande kommt, was in der Vergangenheit nicht immer gelang:

Allerdings scheint es auch nicht einfach zu sein, mit den Verantwortlichen der marokkanischen Moschee ins Gespräch zu kommen. „Der Kontakt gestaltet sich schwierig“, sagt Kolmer, der aber alles daran setze, dort schnellstmöglich ein klärendes Gespräch zu führen. Keinen Kontakt zu Vertretern der Tawhid-Moschee hat jedenfalls der Ausländerbeirat, wie Vorsitzende Helga Giardino auf Anfrage bestätigte.

https://www.op-online.de/region/dietzenbach/salafisten-treffen-dietzenbach-kontakte-marokkanischen-tawhid-moschee-schwierig-4661793.html

Nun wird wenige Meter neben dem Neubau der marokkanischen Gemeinde eine Flüchtlingsunterkunft (neben der Unterkunft sind im Gebäude allerdings auch Büros öffentlicher Akteure) in Betrieb genommen:

https://www.stadtpost.de/stadtpost-dietzenbach/neue-unterkunft-bietet-platz-fuer-180-fluechtlinge-id3138.html

Dem Anschein nach hat man in Dietzenbach jenseits der wirtschaftlichen Erwägungen weitere Umstände nicht ausreichend in Betracht gezogen. Schon in Frankfurt führte die billigende Inkaufnahme einer solchen Umgebung zu Problemen: Weiterlesen

Offenbach: Schulbesuche bei Fundamentalisten

In manchen Kommunen machen Schulen seit einigen Jahren Moschee-Besuche. Es gilt als integrationsförderlich und so mancher Lehrer zieht dies in Erwägung. Auch wenn man berechtigt fragen kann, ob die intensive Beschäftigung mit eher religiös-kulturellen Dingen nun wirklich noch in den Besuch von Gebetshäusern münden muss, scheint dies nicht breiter hinterfragt zu werden. Der gemeinsam verbrachte Vor- oder Nachmittag könnte ja alternativ auch in den vielen Museen verbracht werden. Geschichte, Handwerks- oder Naturkunde bieten auch für Kinder und Jugendliche fassbarere Konzepte als unterschiedliche Vorstellungen, die rein kultureller Natur sind, aber soziale Auswirkungen haben. Nun könnte man auch darüber noch – sofern die Pädagogen gut geschult und im Bilde sind, wohin sie sich begeben – hinwegsehen, sofern begleitend Informationen vom Pädagogen kommen. Sind die Pädagogen jedoch selber nicht im Bilde, werden evtl. Kinder in Kontakt gebracht zu Personen, deren Verhältnis zur FDGO man begründet in Zweifel ziehen kann. Oder um es klarer zu sagen: Bei jeder anderen Extremismusform wäre es ganz undenkbar, Kinder und Jugendliche erst in Kontakt zu bringen mit Personen und Institutionen, bei denen zumindest Zweifel bestehen. Beim Islamismus herrscht jedoch verbreitet Unkenntnis vor und so kann es geschehen, dass Lehrer mit ihren Klassen mal kurz auf Stippvisite in Problem-Moscheen gehen.

In Offenbach z.B. fanden wohl im Mai und Juni durch gleich zwei Schulen Besuche an der Al Huda Moschee statt, gibt der Verein auf seiner Seite bekannt:

al-huda-of-schulen-160918

Screenshot 18.09.2016

http://adkulturverein.de/2016/06/

Die Al Huda Moschee ist Mitglied im Dachverband Deutsch-islamischer Vereinsverband Weiterlesen

Essen: Play it again, Sam

Erklärungen hören sich meist gut an. Sie klingen nach frischem Wind und Tatkraft, nach Absicht und gutem Willen. In Essen hat die Komission Islam und Moscheen (KIM) im Jahr 2005 eine Erklärung verfasst, die als Reaktion auf 9/11 gedacht war. Soweit zumindest der Text. Nach vier Jahren (!) hatten sich die Vertreter der meisten Essener Moscheegemeinden geeinigt, etwas gemeinsam zu unterzeichnen:

http://www.islamischer-bund.de/home/images/stories/essenerErklaerung/Erklaerung_Essener_Muslime.pdf

Was erstaunt:

Diese gemeinsame Aktion wird unterstützt durch • Dr. Wolfgang Reiniger, Oberbürgermeister der Stadt Essen • Gudrun Hock, Geschäftsbereichsvorstand Soziales, Arbeit und Gesundheit • Polizei Essen • Integrationsbeirat der Stadt Essen • RAA/Büro für interkulturelle Arbeit • Essener Verbund der Immigrantenvereine e. V. • Zentrum für Türkeistudien • Islambeauftragte der Polizei, der katholischen und der evangelischen Kirche in Essen

Warum machen bei einer „Erklärung der Essener Muslime“ die Polizei, Kirchen, Wissenschaft und die Kommune mit? Was ist der Anteil dieser Institutionen an dieser Erklärung?

 

In den meisten Fällen st das ein Hinweis darauf, dass die Moscheegemeinden bzw. ihre Dachorganisation das nicht ganz freiwillig, also aus sich heraus machte, sondern dass eben die genannten „Partner“ an dieser Stelle heftig gedrückt, geschoben und ggf. schon vorformuliert haben. Für etwas, das man aus sich heraus macht, braucht es auch keine vier Jahre. Für etwas, wohinter man wirklich steht, was man will und auch kann, braucht es keine gemeinsame Aktion, das schafft man leicht selbst. Das hat etwas von assistiertem Schreiben bei Koma-Patienten.

Und auch anders herum muss man fragen: Wenn auch Polizei und Kommune bei einer solchen Aktion die Feder führen, so gab es doch sicher Anlässe, eine solche Erklärung auch vier Jahre nach 9/11 noch Weiterlesen

Duisburg: Buy one, get two

Auch Duisburg hat weiteren Moscheeverein, der Hassprediger einlädt

Vor zwei Wochen, nach den Anschlägen von Brüssel, sollten zwei deutschlandweit bekannte Hassprediger. Tarik Chadlioui und Abdelkader Chouaa, in Duisburg und Essen auftreten. Beide Oberbürgermeister positionierten sich eindeutig zu diesen Veranstaltungen. Es gab ein großes Medien-Echo, denn nach Brüssel war man auf belgische Import-Propaganda besonders schlecht zu sprechen. Das Echo ist verhallt, die Problemzonen sind jedoch noch da und alleine durch diese Prediger sichtbar größer als bislang betrachtet. Dies ist jedoch beiden OB möglicherweise entgangen? Dass sie nämlich weitere Moscheevereine in ihrer Stadt haben, die genau die gleichen Handlungen in der Vergangenheit vollzogen. Wie in

https://vunv1863.wordpress.com/2016/04/02/essen-lippenbekenntnisse-zu-hasspredigern/

und

https://vunv1863.wordpress.com/2016/04/02/essen-lippenbekenntnisse-zu-hasspredigern-ii/

dargelegt, sind weitere Moscheen in Essen betroffen.

In Duisburg nun hat die Masjid Ali ebenfalls ibn Ali und andere sog. Hassprediger eingeladen. Weiterlesen

Essen: Lippenbekenntnisse zu Hasspredigern II

Fortsetzung zu

https://vunv1863.wordpress.com/2016/04/02/essen-lippenbekenntnisse-zu-hasspredigern/#more-3808

In Essen besteht die „Kommission Islam und Moscheen“ seit einiger Zeit. Das hört sich wichtig an und vermittelt einen nahezu behördlichen Nimbus. Faktisch ist dies jedoch eine „Kommission“, die eine Ausgliederung darstellt:

KIM – Essen
c/o Essener Verbund der Immigrantenvereine e.V.
Westfalenstr. 202-204
45276 Essen

In dieser Konstellation irritiert dann nicht mehr die doppelte Vorstandsfunktion der Herren Balaban und Karioh. In diesem Migrantenvereine-Dachverband sind derzeit 67 Vereine Mitglied:

http://www.immigrantenverbund.de/mitgliedsvereine/mitgliederliste.html

Es ist dann nicht mehr verwunderlich,  dass mit dieser Kommission dem Anschein nach wenig bewirkt wird (man muss sich fragen, warum OB Kufen Medienberichten zufolge dorthin ging – die Gemeinde ist Weiterlesen