EFOMW: Feministisches Tarngewand der Muslimbruderschaft

Das „European Forum of Muslim Women“ ist eine Lobby-Organisation, die in Brüssel versucht, politische Entscheidungsprozesse zu beeinflussen. Die Organisation tritt als ein Zusammenschluss von Frauengruppierungen aus verschiedenen Ländern auf, ganz so, als habe man sich auf dem Marsch zu den und durch die Institutionen eher zufällig, rein sachlich begründet, zusammengefunden. Bei näherem Hinsehen ist die Organisation jedoch von der  Gründungsgeschichte und der Führung her der Muslimbruderschaft zuzuordnen. Das zeigt sich auch am neuen Präsidium.

Belegbild: „Claim your rights“-Video des EFOMW, Abruf 30.01.2020

In Brüssel geben sich Lobbyisten die Klinke in die Hand. Meist ist jedoch erkennbar, welche Interessenlagen und -gruppen diese Akteure vertreten. Ein Verband, der vorgibt, die Interessen muslimischer Frauen zu vertreten, muss sich allerdings fragen lassen, welchen Islam er vertritt und welche gesonderten muslimisch-weiblichen Interessen das jenseits des Anmahnens von Rassismus sein könnten. Gleiche Rechte mit Männern? Das könnte man auch in anderen Frauenorganisationen machen. Die treten aber meist für die Frauenrechte nach Allgemeiner Erklärung der Menschenrechte ein – etwas, was Musliminnen tunlichst unterlassen sollen, wenn es nach fundamentalistischen Organisationen geht. Denen geht es nicht um tatsächlich gleiche Frauenrechte, sondern um die Religion.Und die gibt Fundamentalisten vor, wie weit oder eng weibliche Rechte zu fassen sind. Unabänderlich, nur allenfalls leicht interpretierbar. Denn wer alte religiöse Vorgaben als allgültig betrachtet, kann allenfalls das Marketing verändern, nicht aber die Buchstaben. Das European Forum of Muslim Women (EFOMW) ist eine solche Lobby-Organisation und war bereits Thema auf diesem Blog. Als Lobby-Organisation sind sie gegenwärtig nicht – mehr – aufgeführt. Aber das kann leicht wieder geändert werden. Andernorts hat man auf jeden Fall im letzten Jahr einen Claim abgesteckt:

Bildbeleg: Facebook-Seite des EFOMW, Abruf 29.01.2020

„Claim your Rights“ heißt auch eine Kampagne, die das EFOMW gegenwärtig betreibt (siehe das unten verlinkte Video). Diese Kampagne richtet sich an die Mehrheitsgesellschaft, sie soll Musliminnen dazu bringen, religiöse Rechte einzufordern. Die eigene Agenda wird auf der Internetseite des EFOMW so beschrieben:  „Our mission is to address intersectional discrimination at EU level and advance Muslim women’s rights through our influential advocacy, a strong network of women’s organisations and our evidence-based expertise in Muslim women realities.“ Die minderen Rechte muslimischer Frauen in Relation zu muslimischen Männern in den Gesellschaften sind jedoch nicht Gegenstand der Sorge um „gleiche Rechte“. Die strukturelle Zweitklassigkeit von Frauen im fundamental-islamischen Gesellschaftsentwurf wird vom EFOMW nicht hinterfragt. Das ist etwas, das muslimische Frauen, die tatsächlich an gleichen Rechten interessiert sind, machen und die deshalb vor allem erst einmal mit der „eigenen“ Community und ihren patriarchalen Vorgaben in Konflikt stehen. Die „gleichen Frauenrechte“ a`la EFOMW allerdings richten sich im Wesentlichen nur darauf, diese strukturelle Zweitklassigkeit als vermeintlich individuelle religiöse Freiheit überall einfordern und ausleben zu können, wo religiöse Zurschaustellung eher unerwünscht ist oder die Ausführung religiöser Handlungen und Beharren auf religiöse Normen mit der „westlichen“ Gesellschaft in Konflikt steht. Die Frauen sollen sich identitär rückbesinnen und die Rechte der Frau nach der Kairoer Erklärung einfordern.

Das, was da mit modernen Vokabeln wie „Empowerment“ und Intersektionalität daherkommt, ist also Weiterlesen

Mullah-Propaganda auf Frankfurter Straßen

Die Offenbacher Ehlibeyt-Gemeinde rief zu einem Umzug anlässlich des „Al-Quds-Tages“ auf. Der fand – von den Medien nur wenig beachtet – am Samstag in Frankfurt statt. Mit dabei war eine Jugendgruppe einer assoziierten Gemeinde aus Osterholz bei Bremen.

Die schiitische Ehlibeyt-Gemeinde in Offenbach war wegen ihrer Umzüge und sowie ihrer Sympathie für die Terror-Organisation Hizbollah bereits letztes Jahr Thema auf diesem Blog:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/11/18/hizbollah-fans-am-bieberer-berg/

Anlässlich des „Al-Quds-Tages“, einer Erfindung Ayatollah Khomeinis, bei dem regelmäßig zur Vernichtung Israels aufgerufen wird, fand – relativ unbeachtet von den Medien – am Samstag wieder ein Umzug in Frankfurt statt. Der Demonstrationszug verlief vom Hauptbahnhof zur alten Oper, wo auch die Abschlusskundgebung abgehalten wurde:

Hier auf der Seite des Vereins:

 

In dem Video von der Veranstaltung ist erkennbar, dass auch Frauen und Kinder skandierend mitlaufen: Weiterlesen

Hizbollah: Früh geübt und dann weiter

Jugend des Özoguz-Vereins „Islamischer Weg“ kooperiert mit Hizbollah-Unterstützungs-Verein

Über die Betätigungen der schiitischen Bremer Al-Mustafa-Gemeinschaft war hier bereits mehrfach berichtet worden. Der Verein taucht auch im Bremer Verfassungsschutzbericht auf, Seite 76:

Die ca. 60 Anhänger der „Hizb Allah“ in Bremen sind in dem Verein „Al-MustafaGemeinschaft e.V.“ organisiert. Dieser arabisch-schiitische Kulturverein fungiert als Anlaufstelle für schiitische Muslime in Bremen, insbesondere aus dem Libanon. Die „Al-Mustafa-Gemeinschaft“ unterstützt die „Hizb Allah“ im Libanon insbesondere durch die Sammlung von Spendengeldern. Von besonderer Bedeutung war in diesem Zusammenhang der bundesweit tätige Spendenverein „Waisenkinderprojekt Libanon
e.V.“, dessen Zweck in erster Linie in der finanziellen Unterstützung der Hinterbliebenen gefallener „Hizb Allah“-Kämpfer bestand. Am 8. April 2014 wurde der Verein vom Bundesministerium des Innern verboten. Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. November 2015 wurde das Verbot bestandskräftig.

https://www.senatspressestelle.bremen.de/…/20180618_Verfassungsschutzbericht.pdf

Besonders problematisch schon auf den ersten Blick stellt sich die schon sehr früh beginnende „Jugendarbeit“ dar:

Eine Einordnung mit weiteren Eindrücken:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/10/06/hizbollah-kinder-in-bremen/

Der Verein „Der islamische Weg“ der Gebrüder Yavuz und Selim Özoguz wiederum war ebenfalls bereits Thema:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/08/03/delmenhorst-teheran-und-zurueck/

Auf der Seite des Muslimmarkts, eines Informationsangebots der Brüder, wird auch ein Hinweis zur Jugendarbeit des Vereins gegeben. Der Özoguz-Verein führt seine Jugendarbeit regelmäßig einmal im Monat bei der Al-Mustafa-Gemeinschaft durch bzw. gestaltet deren Jugendarbeit mit seit einiger Zeit: Weiterlesen

Zu diesem Blog, Unterstützungsmöglichkeiten

Hinweis auf Unterstützungsmöglichkeiten

Dieser Blog, dieses Projekt richtet sich an die Allgemeinheit, insbesondere Eltern, Lehrer und kommunale Entscheider. Auch Journalisten sind Zielgruppe. Medienvertreter haben heute oftmals nicht die Möglichkeiten, weitergehend und länger zu recherchieren, Zu vielen Sachverhalten sind zur Einschätzung auch Fachkenntnisse erforderlich, die nicht vorausgesetzt werden können oder die man sich langjährig erarbeiten muss.

Informationen und Zugänge, Sachverhalte und Zusammenhänge im Themenfeld Islamismus werden erläutert. So erläutert, dass sie leicht, nur mit etwas verstehendem Lesen, und meist auch ohne Vorkenntnisse erfassbar sind. Dazu werden, s. Seite Methodisches, eine Vielzahl an Quellen beigezogen. Manche Informationen sind nur hier auf dem blog mit einer fachlichen Einschätzung öffentlich verfügbar, ohne Bezahlschranke zugänglich oder aktuell abrufbar.

Das ist wichtig, um im komplexen Feld als der- oder diejenige, der oder die konkret mit Akteuren und Strukturen konfrontiert ist, rasch ein Mindestmaß an Übersicht zu gewinnen oder sich ein Bild vom Gegenüber zu machen.

Auf diesem blog wurde frühzeitig gewarnt oder – nach Anlass – aufmerksam gemacht auf:

– die später verbotene Gruppierung „LIES!“
– die später verbotene Gruppierung „Osmanen Germania“
– den später verbotenen Verein „Al Madinah“ Kassel
– das später in die Beobachtung gekommene IIS in Frankfurt
– die Fehlförderung des später in die Beobachtung genommenen Dachverbands „Deutsch-islamischer Vereinsverband“ durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“
– die Gruppierung „Realität Islam“
– die Gruppierung „Generation Islam“
– div. andere problematische Internetportale oder Anspracheformen
– div. andere verfassungsfeindliche Haltungen und Handlungen
– mögliche Unterwanderungen
– div. Fehlförderungen

Schon die Einsichtnahme in Register verursacht aber Kosten.
Auch viele andere Aktivitäten, die dem Betrieb, dem Ausbau und der Sicherung von Inhalten dienen, die dann hier öffentlich zur Verfügung gestellt oder vorgehalten werden, sind ohne Mittel nicht möglich. Diese Mittel werden durch Vortragsgelder, Strukturanalysen und Fortbildungs-Honorare, aber auch Spenden erwirtschaftet, also überwiegend durch eigene Quersubventionierung, getragen.

Dieses Projekt bezieht keine Gelder aus Programmen der öffentlichen Hand, auch weil die freie Kritik an Fehlentwicklungen und Mißständen im Rahmen öffentlicher Förderungen oder öffentlicher Akteure möglich sein soll. Oder die an öffentlich geförderten Akteuren. Diese Kritik ist leider notwendig.

Die hier verfügbaren Informationen oder von mir für Vorträge und Fortbildungen aufbereiteten Inhalte sind von öffentlich eingebundenen Akteuren manchmal nicht erhältlich. Dies hat seinen Grund in den Begrenzungen, denen öffentliche Akteure unterliegen, sei es durch Verwaltungsrecht oder gesetzlichem Auftrag. Diesen Begrenzungen unterliegt dieses Projekt nicht, sondern nur den allgemeinen Gesetzen.

Wer dieses Projekt gut und wichtig findet, kann es nicht nur ideell unterstützen. Eine Bezahlschranke Weiterlesen

Zusammenkunft der Furkan-Bewegung in Dortmund

Ankündigung für den Sonntag in Dortmund

Dortmund ist eine der Hochburgen der türkisch-fundamentalistischen Furkan-Bewegung. Die zugehörenden Strukturen stehen in NRW und Hamburg jeweils unter Beobachtung der Landesämter für Verfassungsschutz. Die Anhänger träumen von einer Wiederbelebung einer eigenen „Zivilisation“, gedacht in der Rückbesinnung auf islamische Werte der Frühzeit in eigener Auslegung:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/04/20/heute-gehoert-uns-dortmund-morgen/

Das Oberhaupt der Furkan-Bewegung, Alparslan Kuytul, sitzt seit einem dreiviertel Jahr in der Türkei in Haft:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/01/31/tuerkei-oberhaupt-der-furkan-gemeinschaft-inhaftiert/

Anfang November gab es eine Anhörung zu den Vorwürfen:

https://www.sonhaberler.com/gundem/alparslan-kuytul-olayli-gosteriyle-ilgili-savunmasini-yapti-h668749.html

https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=tr&u=https://www.sonhaberler.com/gundem/alparslan-kuytul-olayli-gosteriyle-ilgili-savunmasini-yapti-h668749.html&prev=search

Die Gruppierung selber verweist darauf, dass wohl einige Anklagepunkte fallen gelassen wurden:

 

Kuytul sitzt nach wie vor ein.

Im Oktober hatten Anhänger in Hamburg demonstriert, wobei man beachten sollte, welche Akteure evtl. kooperieren:

So handelt es sich bei dem Anmelder der Versammlung am kommenden Sonnabend um eine Person, die an den früheren salafistischen Dawa-Ständen der Organisation „Siegel der Propheten“ agierte. Personelle Schnittmengen der Furkan-Gemeinschaft gibt es nicht nur mit dem salafistischen Milieu, sondern auch mit der mit einem Betätigungsverbot belegten Hizb ut-Tahrir.

https://www.hamburg.de/innenbehoerde/schlagzeilen/11747128/furkan-gemeinschaft-demonstration/

In Hamburg könnte es da neben Anhängern der nunmehr unter diesem Namen inaktiven „Siegel der Propheten“-Gruppe eine Schnittmenge mit den Anhängern von „Generation Islam“ geben; in Dortmund ist wiederum „Realität Islam“ stärker vertreten. Beide Gruppierungen sind Hizb ut Tahrir nah.

Anfang November veranstalteten die Dortmunder Anhänger einen Marsch:

 

Für den nächsten Sonntag hat man nun die „Lara-Event-Halle“ in Dortmund angemietet:

 

Die Halle ist diese hier:

https://www.facebook.com/eventhalle.lara.dortmund/

Ob der Betreiber wohl weiß, wer sich da eingemietet hat?
Da kann man sich auch einmal fragen, wer die Kosten für solche Betätigungen aufbringt.

Unabhängig davon sind solche Salafisten-Treffen sicher Events, die eine Kommune nicht wirklich braucht. Immerhin dient das ja der Befestigung der Gruppen-Identität. Die Kommune und die Zuständigen werden das hoffentlich gut im Blick haben.

Frankfurt: Kindererziehung zur Selbstschädigung

Über einen Erziehungsverein schiitischer Ausprägung in Frankfurt

Das „Erziehungszentrum Maria e.V.“ ist ein Verein, der im Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach in unmittelbarer Nähe zur Ahmadiyya Moschee residiert. Die Einrichtung ist noch recht jung und wendet sich an Eltern. Der Verein schreibt über sich:

Über uns
Erziehungszentrum Maria e.V. ist eine Initiative der erzieherische Experten , mit der Absicht die Eltern und ihre Kinder in den Schwierigkeiten in vielen Lebensbereichen wie schulischen und außerschulischen Entwicklung zu unterstützen und zu fördern. Der Verein verfolgt keine politischen Ziele und versteht seine Arbeit als ein Angebot an alle Interessierten ohne Beachtung der politischen und konfessionellen Überzeugung.[…]
[Fehler im Original]

http://www.ez-maria.de/index.php/k2-user-groups/ueber-uns/149-ueber-uns

update 24.10.2018, 12:20: Da der Verein jetzt die ganze webseite in den Wartungsmodus versetzt zu haben scheint, hier der zu Belegzwecken gespeicherte Screenshot des Sachverhalts:

Quelle: Internetseite des Vereins, Abruf 23.10.2018, 00:18 Uhr

Neben Nachhilfe, die „eingekauft“ wird (10 € pro Stunde werden Nachhilfe-Lehrern geboten), und Beratung wird als Projekt auch ein „Erzählcafe“ angeboten, das gefördert wird durch die Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration:

http://ezmaria.de/index.php/157-tell-cafe-im-erziehungszentrum-maria?fbclid=IwAR0voJCOFKCBQKUby_6NeVgnyMI0jml4x-R_R-gJZP9UPRMvpW1TFW4YcoM

Auch der Verband DaMigra unterstützt diesen Verein im Rahmen des MUT-Projekts bei diesem Angebot. Der Verband ist eine Migrantinnen-Selbstorganisation.

Der Verein wird nach aktuellem Vereinsregisterauszug geleitet von Fatemehsadat Fatemi und Fatma Bayar*.

Was bis an diesen Punkt relativ harmlos aussah, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als stramm islamistischer Verein, in dem Kinder in der Gefahr sind, indoktriniert zu werden. Der Aktivist Tariq Al Sayyid hatte auf seiner fb-Seite auf diesen Verein hingewiesen:

Im Angebot sind neben üblichen Reisen schiitischer Muslime:

Das wurde wohl entfernt. Deshalb hier der zu Belegzwecken gespeicherte Screenshot:

Quelle: fb-SEite des Vereins, Abruf 23.10.2018, 01:13 Uhr

auch Kinderangebote: Weiterlesen

Mainzer Hütchenspiele

Verfassungsschutz sieht bei Mainzer Verein den Verdacht extremistischer Bezuge

Vorgestern gab Rheinland-Pfalz bekannt, dass die Gespräche hinsichtlich des Islamunterrichts mit den Verbänden erst einmal neu justiert werden müssen. An einigen Schulen im Land gibt es zwar modellhaft bereits Islam-Unterricht; bei diesem sind die Verbände jedoch nicht eingebunden. Aktueller Anlass war die Veröffentlichung zweier Gutachten zu den muslimischen Akteuren in Rheinland-Pfalz, die sich um eine Einbindung bewerben. Die Gutachten sollten den politischen Entscheidern Entscheidungshilfe hinsichtlich einer Einbindung bieten. Es wurden wieder die gleichen Gutachter beauftragt wie 2014, als schon einmal wissenschaftlicher Rat eingeholt worden war :

Unterbrochen sind die Verhandlungen mit diesen beiden Organisationen [Schura und DITIB, SHM] sowie mit dem Verband Islamischer Kulturzentren (VIKZ) und der Ahmadiyya Muslim Jamaat seit 2016. Erstellt wurden die Untersuchungen von dem Bayreuther Religionswissenschaftler Christoph Bochinger und dem Kölner Juristen Stefan Muckel. Beide sind auch die Autoren von zwei ersten Gutachten aus dem Jahr 2015, die den Verbänden noch grundsätzlich den Status einer Religionsgemeinschaft attestierten.

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/Verhandlungen-um-Religionsvertrag-Land-stellt-Gutachten-zu-islamischen-Verbaenden-vor,studie-ditib-100.html

Aus dem Gutachten von Bochinger geht nun hervor, bei welchen Mitgliedern der Schura, einem Dachverband, der Verfassungsschutz extremistische Bezüge sieht, S. 58 f.:

Dem rheinland-pfälzischen Verfassungsschutz hegen im Falle der nachfolgend genannten
Mitgliedsvereine der Schura Rheinland-Pfalz Anhaltspunkte für den Verdacht extremistischer
Bestrebungen vor:
Arab Nil-Rhein Verein e.V,
Islam Info Service Mainz e. V.,
Verein der Islamischen Kultur Koblenz e. V. Abu Bakr-Moschee.
Dieser Einschätzung liegen insbesondere wiederholt festgestellte Bezüge zur Muslimbruderschaft
und ihren Organisationseinheiten in Deutschland zugrunde. In geringerem Maße
wurden auch Bezüge zum Salafismus in seiner gewaltfreien Ausprägung festgestellt.

Die Gutachten sind u.a. hier abrufbar:

Keine Verhandlungen mit islamischen Verbänden in Rheinland-Pfalz

Der Arab-Nil-Verein und der Koblenzer Verein wurden hier schon mehrfach behandelt.*

Der Islam Info Service Mainz e. V. (IIS-MZ) ist ein eingetragener Verein, so dass die Eckdaten im Vereinsregister (VR) hinterlegt sind. Sieht man nur die Facebook-Seite an, die diesen Namen führt, so erscheint diese Seite als ein typischer Account, wie ihn Einrichtungen aus dem Aktionsgeflecht der Muslimbruderschaft unterhalten. Beispielhaft der Herr Zaidan in Mainz:

 

Der Verein IIS-MZ lädt zu Veranstaltungen in die Bihildisstr. 2 in Mainz ein:

https://www.facebook.com/events/258576801546449/

Hinsichtlich der Referenten und Inhalte kann man ihn wie ein Spiegelbild der entsprechenden Wiesbadener Dependance sehen:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/06/03/wiesbaden-keine-bannmeile-fuer-muslimbrueder/

Man beachte die vielen Gemeinsamkeiten hinsichtlich Themen und Referenten.

Hier findet sich eine ältere Eigenauskunft, die aber auf ein Gründungsdatum von 2003 verweist:

http://www.lichtwort.de/iis2

Dort ist die Flachsmarktstr. 22 als Adresse eingetragen. was sich mit der Angabe im VR deckt.

Als Kontakt für männliche Anrufer (geschlechtergetrennt!) wird auf Eddine Ljajic verwiesen. Ljajic ist auch bei der Wiesbadener Einrichtung in zentraler Funktion. Weiterlesen