Ziemlich grau in Offenbach

Über Betätigungen der Grauen Wölfe in Offenbach

Türkischer Nationalismus inkl. Militarismus war zuletzt in den Medien wegen Kindergruppen in DITIB-Moscheen, die Soldaten mimten. Zumindest die Jungen. Mancherorts war auch den Mädchen eine Rolle zugedacht. Sie übten schon einmal Märtyrer beweinen. Doch nicht nur bei der DITIB finden sich irritierende nationalistische Inhalte. Um weitere Gruppierungen Türkeistämmiger ist es jedoch stiller. Ihre Betätigungen finden eher verdeckt statt, weil man aus früheren Jahren noch einen wenig friedlichen Ruf hat und eher vermeiden möchte, dass die Mehrheitsgesellschaft ihre Zugehörigkeit thematisiert. Zu diesen Gruppen zählt man die verschiedenen Verbände, die den „Grauen Wölfen“ zugerechnet werden.

Zugehörig zum Spektrum der türkisch-nationalistischen Grauen Wölfe sind im wesentlichen drei Dachorganisationen: Die ADÜTDF, kurz ATF, die ATIB und als kleinste Gruppierung die ADIB. Die Unterschiede sind vorhanden; geteilt wird jedoch eine stramm nationalistische Haltung, mal mehr, mal weniger stark islamistisch konnotiert. Gemeinsam träumt man von einer Großtürkei, Turan, und einer Wiederbelebung des Osmanischen Reichs. Betätigungen von Personen aus dem Spektrum werden kommunal jedoch oftmals nicht ausreichend wahrgenommen, da sich die Haltungen weniger im Verhältnis zur Mehrheitsgesellschaft, sondern mehr in den Wechselwirkungen innerhalb der Community der Türkeistämmigen zeigen. Am kommunalen Integrationstisch mag man mit anderen Gruppierungen sitzen, auch wenn ansonsten auf Abgrenzung und Abwertung gesetzt wird. Schließlich erhofft man sich Vorteile, Akzeptanz und Wertschätzung durch die Mehrheitsgesellschaft für die „kulturelle Betätigung“; über Problematisches wird in solchen Gremien kaum einmal gesprochen.

Dies trifft für viele Kommunen zu: Auch mit Akteuren, deren Haltungen eigentlich bekannt sein sollten, wird so verfahren, als nehme man ihre Ausrichtung und die vertretenen Positionen nicht wahr. Als sei genau die Betätigung, die an solchen Gremien teilhaben lässt, im Grunde weder ernst gemeint noch relevant. Dass über die vertretenen Haltungen nicht gesprochen wird, führt jedoch nicht weiter. Redet man über solche Haltungen nicht, sind bei öffentlicher Wahrnehmung dann beide Seiten überrascht (oder tun so).

Das Landesamt für Verfassungsschutz Hessen gibt die grundlegende Ausrichtung so wieder, S. 194 des Berichts 2016:

Diese Haltung kommt im „Ülkücü-Eid“ zum Ausdruck:
„Ich schwöre bei Allah, dem Koran, dem Vaterland, bei meiner Flagge. Meine Märtyrer, meine Frontkämpfer sollen sicher sein, wir die idealistische türkische Jugend, werden unseren Kampf gegen Kommunismus, Kapitalismus, Faschismus und jegliche Art von Imperialismus fortführen. Unser Kampf geht bis zum letzten Mann, bis zum letzten Atemzug, bis zum letzten Tropfen Blut. Unser Kampf geht weiter, bis die nationalistische Türkei, bis das Reich Turan erreicht ist. Wir, die idealistische Jugend, werden niemals aufgeben, nicht wanken, wir werden siegen, siegen, siegen. Möge Allah die Türken schützen und sie erhöhen“.

https://lfv.hessen.de/sites/lfv.hessen.de/files/content-downloads/Verfassungsschutzbericht%202016.pdf

Aus einem allgemeinen Artikel zu den Verbänden von der bpb:

Im Zuge interner Auseinandersetzungen spalteten sich von der Türk Federasyon die ATB (Europäisch-Türkische Union) und ATIB (Türkisch Islamische Union Europa) ab, die sich mehr als islamisch orientierter Flügel der Szene der „Grauen Wölfe“ verstehen. Bundesweit unterhalten Türk Federasyon, ATIB und ATB gemeinsam ungefähr 300 lokale Vereine und Zweigstellen […] Ein Teil des Erfolgsrezepts der drei Dachverbände ist, dass sich ihre lokalen Mitgliedsvereine häufig als türkische Selbsthilfeorganisationen und Moscheegemeinden etablieren konnten. So haben Türk Federasyon, ATIB und ATB Einfluss auf zahlreiche Kultur- und Elternvereine, Unternehmerverbände, Jugendgruppen, Fußballclubs und Moscheen – und damit auf das soziale Leben vieler türkei-stämmiger Menschen in Deutschland.

https://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/260333/graue-woelfe-die-groesste-rechtsextreme-organisation-in-deutschland

Es empfiehlt sich auch, die ZDF-Doku anzuschauen; hier die webstory dazu:

http://webstory.zdf.de/graue-woelfe/

Einer der Vereine in Offenbach, die sich dergestalt „kulturell“ betätigen, sitzt in der Offenbacher Geleitsstrasse. Der „Türkisch-Deutscher Freundschaftsverein“ ist nach Vereinsregister seit Mitte der 90er eingetragen.

Die Grauen Wölfe bzw. deren Umfeld in Offenbach haben verschiedene Accounts in den sozialen Medien, auf denen sie sich ungeniert der einschlägigen Symbolik bedienen. Oder auf denen Personen der Bewegung wie der Begründer gepriesen werden. Einige Beispiele mögen dies verdeutlichen. Hier ein Bezug auf den Begründer Alparslan Türkes:

Quelle: Fb-Account, https://www.facebook .com/Offenbachulkuocagiresmisayfa/ , Abruf 11.07.2018

Der Deutschland-Präsident in Offenbach: Weiterlesen

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Berlin: Die Suche geht weiter

Aktuelles Immobilien-Geschäft der As Sahaba Moschee gescheitert

Über die aktuellen Bemühungen des bundesweit bekannten Predigers Abul Baraa, für seine Betätigungen eine neue Stätte zu finden, war bereits berichtet worden:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/06/14/berlin-sahaba-moschee-schliesst-neues-domizil-gesucht/

https://vunv1863.wordpress.com/2018/06/23/taqwa-moschee-hamburg-abul-baraa-auf-sammeltour/

Nachfolgend war dies breiter von der Berliner Presse aufgegriffen worden.

Nach der Sammlung einer relevanten Summe Geldes, über 100.000 € scheint aber der Eigentümer nach jüngsten Ankündigungen nicht mehr bereit, an Baraa zu verkaufen:

Diese Pläne scheinen nun gescheitert. Nach Informationen der Berliner Morgenpost verkauft der Eigentümer des Grundstückes nicht. Zumindest nicht an mutmaßliche Salafisten.
„Ich will keine Probleme mit dem Verfassungsschutz oder sonst einer Behörde bekommen“, zitiert die Morgenpost den Eigentümer. Namentlich wolle dieser nicht genannt werden. „Ich bin selbst Muslim. Aber mit solchen Extremisten möchte ich nichts zu tun haben, und schon gar nicht werde ich denen ein Gebäude verkaufen.

https://www.focus.de/regional/berlin/berlin-neue-salafisten-moschee-grundstuecks-eigentuemer-will-nicht-an-islamisten-verkaufen_id_9228060.html

Aufmerksamkeit bringt doch manche Wirkung.

Derweil trübt der Vorgang die Stimmung von Herrn Baraa erheblich. Dies trotz des Umstandes, dass er dies in Binnenlogik doch dankbar als Prüfung seines Gottes annehmen sollte. Dankbarkeit bei Prüfungen macht den wahren Gläubigen aus, schließlich geschieht nichts ohne den göttlichen Willen. Er nimmt doch für sich in Anspruch den wahren Glauben zu lehren. Er irrt allerdings völlig, wenn er meint, man habe Angst vor ihm.

In mehreren Videos beklagt er sich aktuell über die ungerechte Mehrheitsgesellschaft, die ihn seine Religion nicht ausüben lasse, und über die „zionistische Presse“:

 

Das Objekt steht auch nach seiner Aussage nicht mehr zur Verfügung.

Das, was er als „Provokation“ bezeichnet, nämlich die Einschränkung seiner Betätigungen, ist eine völlig normale Folge seiner Handlungen. Das Recht der freien Ausübung nach Art 4 (2) GG ist beschränkt durch andere Grundrechte und die allgemeinen Gesetze, mindestens aber abzuwägen. Diese Abwägung kann bei bestimmten Betätigungen zuungunsten freier Handlungen erfolgen.

Er kündigt an, nunmehr im Geheimen vorzugehen, also den Eigentumserwerb mehr im Stillen weiter zu betreiben. Durch diese Vorgehensweise dürfte es aber wesentlich schwerer fallen, die benötigte Summe aufzubringen. Weiterlesen

Osmanen Germania: Verbot der Gruppierung

Verbotsverfügung des Bundesinnenministeriums ergangen

Wie das Bundesinnenministerium heute bekannt gab, ist die Gruppierung „Osmanen Germania“ verboten worden. Die Osmanen Germania stellten eine türkisch-nationalistische Bewegung mit islamistischen Konnotationen dar. Mitglieder schienen auch Bezüge zur organisierten Kriminalität zu haben. Aus der Verfügung:

Der Verein „Osmanen Germania BC“ einschließlich seiner Teilorganisationen ist verboten und wird aufgelöst. […] Der Zweck und die Tätigkeit des Vereins „Osmanen Germania BC“, einschließlich seiner Teilorganisationen im Inland, dem „Osmanen Germania BC Ahlen“, dem „Osmanen Germania BC Balingen“, dem „Osmanen Germania BC Crailsheim“, dem „Osmanen Germania BC Duisburg“, dem „Osmanen Germania BC Essen“, dem „Osmanen Germania BC Gelsenkirchen“, dem „Osmanen Germania BC Nomads“, dem „Osmanen Germania BC Heilbronn“, dem „Osmanen Germania BC Kaiserslautern“, dem „Osmanen Germania BC Koblenz“, dem Osmanen Germania BC Köln“, dem „Osmanen Germania BC Lüdenscheid“, dem „Osmanen Germania BC Nagold“, dem „Osmanen Germania BC Pforzheim South Beast“, dem „Osmanen Germania BC Nomads South“ und dem „Osmanen Germania BC Witten“ laufen den Strafgesetzen zuwider.

https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?session.sessionid=b41b24cb75324161d0ed7a995471a31a&page.navid=detailsearchlisttodetailsearchdetail&fts_search_list.selected=14cafde72835feee&fts_search_list.destHistoryId=08474

Von der Gruppierung, so das BMI nach hr-info, gehe eine „Gefahr für die Allgemeinheit“ aus:

Von dem Verein geht eine schwerwiegende Gefährdung für individuelle Rechtsgüter und die Allgemeinheit aus“, erklärte das Ministerium am Dienstag in Berlin.

https://www.hessenschau.de/politik/seehofer-verbietet-rockergruppe-osmanen-germania,osmanen-germania-112.html

Zu der Gruppierung, u.a.:

https://vunv1863.wordpress.com/2015/08/31/boxen-fuer-den-sultan/

https://vunv1863.wordpress.com/2015/09/09/osmanische-eroberungstraeume/

https://vunv1863.wordpress.com/2017/02/14/osmanen-unter-sich/

https://www.br.de/nachrichten/osmanen-germania-tuerkische-rocker-nationalismus-100.html

Eine Doku:

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/osmanen-germania-rocker-oder-boxclub-102.html

Die Gruppierung war bundesweit durch ihr Auftreten und ein martialisches Video aufgefallen. Es gab mehrere Razzien im Vorfeld des Verbots, die wegen Straftaten auch zu Festnahmen führten.

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.osmanen-germania-ins-bein-geschossen-und-ohne-betaeubung-operiert.9c4d7b72-631d-489d-96fd-fa2f72edbd3b.html.

In manchen Untergruppen gab es schon für die Kleinen ein entsprechendes Programm:

Quelle: Fb, Abruf 29.10.2016

Das Verbot war das Ergebnis diverser Razzien und Gegenmaßnahmen.

Die Personen jedoch, die solcherart Kinder prägen oder ihren türkischen Nationalismus auf diese Weise ausleben, werden sich andere Formate suchen, um ihre Intention umzusetzen. Diese Gruppen von Personen wird man weiterhin im Auge behalten müssen. Auch die Bezüge solcher Personen zum türkischen Geheimdienst sollten weiterhin intensiv betrachtet werden, da diese nachgewiesen wurden:

Eine wichtige Rolle spielt dabei eine Gruppe türkischstämmiger Rocker: die Osmanen Germania. Nach außen präsentieren sich die Osmanen als Boxclub. In Videos auf YouTube geben sie vor, Jugendliche von der Straße holen zu wollen. Tatsächlich aber rekrutieren sie damit neue Mitglieder für ihre Geschäfte: den Handel mit Drogen und Waffen. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg schätzt, dass es momentan 400 Osmanen in ganz Deutschland gibt, die meisten in den Regionen Frankfurt, Stuttgart und Wuppertal. „Die Osmanen sind nicht nur eine kriminelle Vereinigung, sie arbeiten im Interesse der türkischen Regierung“, sagt Sebastian Fiedler, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter in Nordrhein-Westfalen. Es gebe sowohl konkrete Kommunikation als auch Geldflüsse zwischen Ankara und den Osmanen.

https://www.zeit.de/2018/16/osmanen-germania-recep-tayyip-erdogan-tuerkei-kritik

Das Verbot richtet sich gegen die Strukturbildung. Die Akteure jedoch bleiben und sie werden neue Wege einer Betätigung finden.

Guten MuTeS Spenden vergeben?

Über ein Projekt von Islamic Relief: das muslimische Seelsorge-Telefon

Das Muslimische Seelsorge Telefon, kurz MuTeS, ist ein Projekt von Islamic Relief. Diese Organisation ist wegen struktureller und personeller Bezüge dem Aktionsgeflecht der Muslimbruderschaft zuzuordnen. Die weltweit wohl größte muslimische Wohltätigkeitsorganisation war auf diesem blog schon etliche Male Thema. Zum Einstieg „Öffentliche Gelder für Israelfeinde?“ I-III:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/06/30/oeffentliche-gelder-fuer-israelfeinde-teil-i/

und zuletzt:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/06/16/islamic-relief-vermeidbare-eigentore/

MuTeS tritt trotzdem als für sich selbst stehend auf, quasi als eigene Organisation, z.B. hier:

http://leadership-berlin.de/beirat/

Man kann jedoch direkt auf der Seite von Islamic Relief für dieses Seelsorge-Telefon spenden:

https://www.islamicrelief.de/spende/mutes/

Auch im Finanzbericht wird MuTeS ausgewiesen:


https://www.islamicrelief.de/fileadmin/user_upload/pdf/2017/Jahresbericht_2016/IRD_Finanzbericht_2016.pdf

Man ist also finanziell völlig inkorporiert. Ob Menschen, die Muslimen in seelischen Nöten Gutes tun wollen, billigen, dass das Geld in den großen Islamic Relief-Topf kommt? Der Organisation mit obigen Problematiken („Öffentliche Gelder für Israelfeinde?“)? Personen, die Muslimen Gutes tun wollen, aber pro-israelisch eingestellt sind, könnten da in Gewissenskonflikte geraten und sich auch getäuscht fühlen.

MuTeS hat aber auch noch eine eigene Seite:

http://www.mutes.de/home.html Weiterlesen

Berliner Teiba-Moschee baut an neuem Standort Einfluß aus

Zweiter Vorsitzender Hajjaj sitzt mit Berliner Senat am Tisch, Ausbau des Netzwerks

Der Verein, der die Berliner Teiba Moschee betrieb, taucht seit Jahren verlässlich im Berliner Verfassungsschutzbericht auf. Der Verein zeigt sich in vielerlei Hinsicht als Teil eines Netzwerkes, das nicht nur Berlin durchzieht. Geleitet wird der Verein von Ferid Heider, einem bundesweit bekannten Prediger, der vor allem junge Menschen ansprechen und zu einer fundamentalistischen Lesart hinbringen will. Heider tritt auch im ganzen Bundesgebiet in einschlägigen Vereinen auf, die der Muslimbruderschaft zuzuordnen sind. Über den youtube-Kanal „Islam Media“ werden seine Video-Botschaften (neben anderen einschlägig bekannten Akteuren wie Mohamd Matar oder Taha Zeidan)überall verfügbar gemacht.

https://www.youtube.com/channel/UCeVYiJ7jFIoLaswemAltvcQ/videos

Im letzten Bericht des Berliner Verfassungsschutzes aus dem Jahr 2017, S. 75

Die mitgliederstärkste Organisation von MB-Anhängern in Deutschland ist die „Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V.“ (IGD), die aus der 1960 in München von dem ägyptischen MB-Mitglied Said Ramadan gegründeten „Moscheebau-Kommission e.V.“ hervorging. Die IGD hat Verbindungen zu einer Reihe von Vereinen. In Berlin zählen hierzu das „Interkulturelle Zentrum für Dialog und Bildung e.V.“ (IZDB), das „Islamische Kultur- und Erziehungszentrum e.V.“ (IKEZ), die „Neuköllner Begegnungsstätte e.V.“ (NBS), auch bekannt als „Dar as-Salam Moschee“, und das „Teiba Kulturzentrum zur Förderung der Bildung und Verständigung e.V.“ (TKZ). Das TKZ verfügt über keine eigenen Räumlichkeiten mehr und nutzt für ihre Freitagspredigten stattdessen eine Turnhalle in Spandau.

https://www.berlin.de/sen/inneres/verfassungsschutz/publikationen/verfassungsschutzberichte/

Der Verein hat nach Angabe des Vorsitzenden eine neue Räumlichkeit in Berlin Spandau gefunden:

 

Aus dem Zusammenhang wird auch deutlich, dass dem Verein anscheinend immer noch nicht die Gemeinnützigkeit entzogen worden ist. Das ist skandalös und sollte, auch nachträglich, angepasst werden, da die Vorgabe des BFH nach der Entscheidung vom Mai eindeutig ist.

Weniger in Erscheinung tritt in seiner Funktion dort beim Teiba-Verein der zweite Vorsitzende Mohamed Hajjaj: Weiterlesen

Aachen: ein wenig Historie II

Zu einer der Gründerfiguren der Muslimbruderschaft in Deutschland

Fortsetzung zu:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/09/23/aachen-zmd-ein-wenig-historie/

Der syrischstämmige Issam el Attar ist ein alter Herr, der seit etlichen Jahrzehnten in Aachen residiert. Zusammen auch mit dem Vater von Aiman Mazyek hat er die erste islamische Aachener Gemeinde aufgebaut:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/09/23/aachen-zmd-ein-wenig-historie/

In den 60er Jahren war er mit der Tatsache konfrontiert, nach einer Mekka-Reise nicht mehr nach Syrien zurück zu können*. Er wählte dann Deutschland als Zielort:

https://de.wikipedia.org/wiki/Issam_al-Attar

El Attar ist ein geprüfter Mann: Seine politischen Betätigungen waren in den 80er Jahren wohl der Grund, weshalb seine damalige Frau ermordet wurde. Der Täter konnte nie gefunden werden und die Tat blieb weitgehend im Dunkeln.

Er blieb jedoch eine wichtige Person, die abseits der Wahrnehmung der Mehrheitsgesellschaft agierte. El Attar ist jenseits der Sicherheitskreise kaum bekannt. Er hat – das mag angesichts des Alters erstaunen, er ist Jahrgang 1926** – öffentlich einsehbare Facebook-Profile.

https://www.facebook.com/issam.elattar.75

Und das arabischsprachige:

https://www.facebook.com/Issam.ElAttar1/

Diese werden wohl von Helfern betrieben, denn insbesondere der arabischsprachige Account hat einen nennswerten output. Das deutschsprachige Profil ist relativ mager und unauffällig. Das arabischsprachige hat jedoch weit über er 300.000 Follower und dort wird immer wieder auch zu aktuellen Vorgängen Stellung bezogen. So heute z.B. zur Beerdigung von Fuat Sezgin, einem auch deutschlandweit bekannten Orientalisten, der lange in Frankfurt wirkte:

Quelle: ar. fb-Profil von El Attar, Abruf 02.07.2018

El Attar bezeichnet Erdogan als eine Hoffnung für die islamische Welt:

Quelle: ar. fb-Profil El Attar, Abruf 02.07.2018

Hier das Original:

Das Placet des alten Herrn hat durchaus Gewicht.

Auf dem Profil werden mehrheitlich eher religös wirkende Botschaften an die Anhänger verbreitet. Interessanter sind da schon die Besucher. Da kommt mal Dr. Omar Abdelkafi zu Besuch (links):

Abdelkafi war auch bei der Konstituierung des Fatwa-Ausschusses Deutschland zugegen. Ein alter Freund, im folgenden Video schon 2003 in Aachen: Weiterlesen

Heidelbergs radikale Ecke

Über eine arabische Moschee in Heidelberg – und ihre salafistischen Bezüge

Der Betreiberverein der arabischen Moschee in Heidelberg, der „Verein für Muslime in Heidelberg e.V.“ möchte seit geraumer Zeit auf dem Grundstück Kurpfalzring Ecke Im Klingenbühl bauen. Dies wurde schon in der Presse aufgegriffen:

Offenbar befürchtet man bei der Stadt, dass durch die geplanten Übernachtungsmöglichkeiten ein salafistisches Ausbildungszentrum entstehen könnte.

Wohl nicht ohne Grund: Denn nach RNZ-Informationen ist der „Verein für Muslime“ nur Mieter im Gebäude, das Grundstück gehört der Al-Nour-Stiftung mit Sitz in Heidelberg, die den offenen Dialog der muslimischen Gemeinschaft in Deutschland mit anderen gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Gruppen fördern will. Im letzten Jahr soll diese Stiftung in Rotterdam als Käuferin für ein geplantes salafistisches Zentrum aufgetreten sein. Der Kaufpreis des 7000 Quadratmeter großen Areals in den Niederlanden soll bei 1,7 Millionen Euro gelegen haben. In Heidelberg tritt allerdings nicht die Stiftung als Bauherr für das „islamische Kulturhaus mit Tiefgarage“ auf, sondern ihr Mieter, der „Verein für Muslime“.“

https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-Heidelberg-Moschee-im-Pfaffengrund-Verhindert-die-Stadt-Heidelberg-den-Neubau-_arid,270200.html

Zum Vorgang in Rotterdam:

https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=nl&u=https://www.nrc.nl/nieuws/2016/07/01/zorg-over-grote-salafistenschool-3003712-a1504409&prev=search

Weitere Hintergründe:

https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=nl&u=http://www.carelbrendel.nl/2017/01/11/bestuurslid-al-fourkaan-moskee-lid-van-nog-meer-extremistische-organisaties/&prev=search

Die Presse zur Al Nour Stiftung:

https://www.rnz.de/nachrichten/metropolregion_artikel,-Metropolregion-Die-Region-ist-und-bleibt-eine-Stifter-Hochburg-_arid,15220.html

In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage aus dem Jahr 2016 ist die Stiftung im Auszug aus dem Stiftungsregister Karlsruhe zwar aufgeführt, S. 149:

https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/1000/16_1016_D.pdf

Ein aktueller Abruf aus dem online Stiftungsregister des RP Karlsruhe führt die Stiftung jedoch nicht (mehr):

Quelle: Stiftungsregister RP Karlsruhe, Abruf 24.06.2018 http://www.rp.landbw.de/stvz/apex/f?p=110:5:0::NO::P5_X:A

http://www.rp.landbw.de/stvz/apex/f?p=110:5:0::NO::P5_X:A

Da ist also die Frage berechtigt, wo das Geld für den Umbau nunmehr herkommen soll.

Hier die Selbstdarstellung des Vereins zum Bau:

https://www.islam-heidelberg.de/moschee/bauprojekt-moschee-deutsch/

Die Befürchtung der Stadt ist gut begründet und dürfte durch einen weiteren Aspekt erheblich an Weiterlesen