Mode für Märtyrer

Sabri ben Abda mit neuer Geschäftsidee und klarem Bekenntnis

Wie sollte die Kleiduung für den modernen Märtyrer in spe heute aussehen? Schnittfest, feuerfest, selbstreinigend? Mit oder Hüftschutz? Also unschicke Funktionskleidung? Mitnichten. Der gepflegte Opferbereite  kann auf eine kleine, aber feine Kollektion trendiger City-Mode zurückgreifen, die an der ideologischen Ausrichtung und intellektuellen Ausstattung des Trägers wenig Zweifel lässt:

 

Mujahid Shirt 150826

 

Wer da diese modernisierten Braunhemden in allerlei Farben anbietet, ist kein geringerer als Sabri ben Abda, der nach der Trennung von United Network Cells, seinem „Dienstleister der Ummah“-Projekt vom Beginn des Jahres 2015 wieder auf neuen Wegen schreitet.

Auf seiner neuen Facebook-Seite:

https://www.facebook.com/pages/Sbamedia/355849581278616?fref=ts

kündigt er den Verkauf dieser Kleidung mit den Worten an:

DAWA COLLECTION_Demnächst in ausgewählten Shops erhältlich!
•Der Gewinn kommt dem Jihad, notleidenden Waisen & Witwen in Sham zugute.
[0% an Kuffar]
In sha’Allah
I LOVE MY KALIFAT_

Das passende Shirt gibt es auch:
Kalifat Shirt Sabri 150826

In den Geschäften sollen also mit Verkäufen Gewinne erwirtschaftet werden für eine terroristische Organisation. Ein Fall für die Strafverfolgungsbehörden, wenn das so erfolgen sollte.

Auch wird auf dieser Facebook-Seite Werbung geschaltet, z.B.:

 

Mujahid Werbung Sabri 150826

 

 

Für die Seite „News aus der islamischen Welt“, die allerlei Kontakte zu Terrorwilligen und -fähigen unterhält, wird ebenfalls Werbung gemacht.

Ben Abda hat also wieder mal ein neues Geschäftsmodell. Es ist wieder in seiner salafistischen Parallelwelt, jedoch auch wieder in Deutschland. Da ben Abda nicht zuletzt vor 2 Jahren sogar ein explizites Werbevideo drehte, in dem er dazu aufrief, nach Syrien zu kommen, wenn man „ein echter Mann“ sei, ist auch der Umkehrschluß dieser Aufforderung wenig erfreulich.

 

 

Auch wer kein „echter Mann“ ist, kann andere radikalisieren und auf einen für sie und andere fatalen Weg führen. Er kann nämlich durchaus ein echter Hetzer und Aufwiegler sein.

Das ist dann wohl die Vision des Sabri ben Abda: Die gehirngewaschenen Schlächter laufen in seinen Klamotten über die Zeil oder die Kö.

 

Bayah Sabri 150826

 

Gegen diese an den Kleidungsstücken haftenden Assoziationen erscheinen nicht nur wegen der Aktualität Thor Steinar Klamotten eher wie Kindergartenlätzchen. Das sind keine bösartigen Träume von „vergangener Größe“ oder zukünftig umgesetzten nationalistisch-rassistischen Größenwahns, sondern das ist aktuell und möglich und findet nur einen Flug und eine Busreise entfernt gerade statt. Ben Abda scheint diese Shirts als Uniform einer (un-)heimlichen Armee zu wähnen. Wer nicht nach Syrien geht, kann ein „echter Mann“ auch hier sein und zum Schlachtemesser greifen, wie Mohamed Mahmoud neulich empfahl. Platz ist in der kleinsten Hütte für die Jihad-Grundausstattung.

Sabri ben Abda bekennt sich also klar zum IS, klar zum Kalifat, klar zum Jihad. Es wird zu prüfen sein, ob nicht das eine oder andere in Verbindung als Aufforderung zur Gewalt gewertet werden kann.

Es ist zu hoffen, dass weder Haltung noch Mode sich verbreiten. Man kann sich schon vorstellen, wie ein ganzes Abteil in der S-Bahn die Luft anhält, wenn einer mit so einem Shirt es betritt. Auch das kann man als Terror sehen, als die Angst, die benutzt wird, um mürbe zu machen.

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https://vunv1863.wordpress.com/category/united-network-cells/