Rheinland-Pfalz: Kardinalproblem mit dem Islamunterricht

Nicht nur Arab Nil und I.I.S. problematisch

Aktuell hat sich der salafistisch beeinflusste Mainzer Verein „Arab Nil-Rhein Verein – Al Nur Moschee e.V“ (kurz Arab Nil) aus einem Mainzer Arbeitskreis einiger der dortigen Moscheevereine zurückgezogen. Der Arab Nil Verein ist zugleich Betreiber einer öffentlich geförderten Kita in Mainz und war über den Arbeitskreis mit organisiert, um auch hinsichtlich des Religionsunterrichts mitzuarbeiten

Für eine weitere Zusammenarbeit beim islamischen Religionsunterricht in Mainzer Schulen hatte das Land gefordert, dass der AKMM den Arab-Nil-Rhein-Verein als Mitglied ausschließt oder den Kontakt ruhen lässt. Das soll aber auch für den Islam-Info-Service gelten, bei dem der Verfassungsschutz ebenfalls Bezüge zur Muslimbruderschaft und zum Salafismus sieht.

http://www.fr.de/rhein-main/mainz-rueckzug-aus-arbeitskreis-der-muslime-a-1632174

Dieser Arbeitskreis setzt sich so zusammen:

Quelle: Seite der Al Nur Moschee, Arab Nil, Abruf 14.12.2018, eigene Markierungen farbig

[Rote Kreuze: Beobachtung durch das LfV, gelbes Kreuz: frühere Beobachtung des Dachverbands IGMG, A MB : Aktionsgeflecht der Muslimbruderschaft, Fragezeichen: mindestens konservativ bis fundamentalistisch]

Hinsichtlich der engen Verknüpfungen I.I.S. und IBIZ siehe:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/08/30/mainzer-huetchenspiele/

Da stellen sich alleine in Mainz schon noch sehr viel mehr Fragen als bislang öffentlich besprochen wurden.

Hinsichtlich des Islamunterrichts des Landes wurden jedoch auch noch mit einigen anderen Akteuren Weiterlesen

Problematischer Mainzer Verein auch in Flüchtlingsarbeit aktiv

Der Mainzer Arab Nil e.V. ist ein Moscheeverein mit angeschlossener Kita. Diese Kita bekommt wegen eingehaltener Formalien einen Zuschuss an öffentlichen Geldern in Höhe von 15.000 € monatlich von der Stadt Mainz:

https://vunv1863.wordpress.com/2015/08/04/organisierte-gegengesellschaften/

Die Einladung des international bekannten Predigers Al Arifi* führte 2013 zu einigem Gesprächsbedarf:

http://www.deutschlandradiokultur.de/salafisten-auf-dem-vormarsch.1001.de.html?dram:article_id=248795

Auch ist die angeschlossene Moschee weiterhin ein „Approved Exam Center“ der Bilal Philips Online University:

http://www.islamiconlineuniversity.com/bais/approved-exam-center.php

Bilal Philips ist ein international bekannter Hassprediger. Warum die Stadt Mainz immer noch öffentliche Gelder vergibt an einen Verein zur Unterhaltung einer Kita, der wiederholt ein deutliches Problem damit hat, sich von Hasspredigern fernzuhalten, ist wohl nur einer verwaltungsrechtlichen Ängstlichkeit und politischer Unentschlossenheit geschuldet.

Der Vereinsvorstand ist im Grunde uneinsichtig. Hassprediger geladen? Ja, warum hat man ihnen auch keine schwarze Liste gegeben:

Auch heute findet El-Hagrasy nichts daran, dass es zur Einladung des Salafisten-Predigers gekommen ist, von dessen frauenverachtenden und homophoben Thesen er nichts gewusst haben will: „Wir sind ein offener Verein und haben Al-Arifi im Rahmen seines Deutschland-Besuches eingeladen, ohne vorher recherchiert zu haben, was für einen Hintergrund er hat.“ Wenn, dann trügen andere die Schuld am Versäumnis: „Niemand hat uns vorher vor seinen problematischen Äußerungen gewarnt.

http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/arab-nil-rhein-verein-in-mainz-bei-religion-hoert-fuer-sie-der-spass-auf_15950974.htm

Eine Kontaktaufnahme zu Flüchtlingen kann man also begründet kritisch sehen. Genau diese fand vor wenigen Wochen statt:

 

 

 

 

Diese Kontakte sollen weiter ausgebaut werden: „Die Vereinsmitglieder helfen den Zugewanderten dabei, besser in Deutschland zurechtzukommen, sie organisieren ehrenamtlich Deutschkurse, stellen die Lehrbücher und sind vor allem für die Kinder da.“

https://merkurist.de/mainz/gesellschaft/vorurteile-und-aengste-abbauen_7x

Flüchtlingsheim => Kurse und Ausflüge mit dem Arab Nil Verein => Einbindung in diese Parallelgesellschaft.

Die Kinder und Jugendlichen sollen also v.a. Teil dieser Parallelgesellschaft werden. Am besten, bevor sie noch die Vorzüge einer freien Gesellschaft kennenlernten. Antiwestliche Haltung, Abwertung und elitärer Dünkel sind wirksame Abgrenzungsmechanismen. Stattdessen Einbindung in eine Parallelgesellschaft, die sich aktuell noch mühsam und in legalistischer Weise in die hier herrschende Ordnung einfügt, aber Claims abzustecken sucht wie beim Schwimmunterricht. Jedes Nachgeben ist nicht Ziel, sondern Etappe. Und wird es doch einmal eng wegen kritischer Haltungen oder kritischer Gäste, kann man sich gewiß sein, dass man mit ein wenig Opferdiskurs manchen Medienvertreter schon wieder gewogen stimmen kann. Die Einbindung neuer Personen verläuft also bislang ungestört. Auch gegenüber seriösen Organisationen wirkt die öffentliche Unterstützung wie ein Schutzschild. Wer würde denn hinter einem Verein, der öffentlich gefördert wird, Arges vermuten, wer da nachfragen?

 

 

 

 

Video nur zu Dokumentationszwecken; es ist komplett in arabisch gehalten: