Moschee-Report Teil 1, ein Nachtrag

Über die NBS 

Von Gastautor

Über die seit Kurzem regelmäßig ausgestrahlte ARD-Sendung „Moscheereport“, für die Constantin Schreiber Moscheen in Deutschland besucht, wird derzeit viel debattiert. Für die einen legt er den Finger in die Wunde, macht auf Missstände aufmerksam, für die anderen sind Schreibers angebliche handwerkliche Fehler und die ihm unterstellte tendenziöse Darstellung das eigentlich größere Problem. Die öffentliche Debatte schwebt nun irgendwo zwischen diesen beiden Polen. Hier noch einmal das Online-Angebot zum Beitrag:

https://www.tagesschau.de/inland/moschee-report-101.html

Auch wenn man grundsätzlich Constantin Schreiber sehr dankbar sein muss für seine Bemühungen um einen konstruktiven, kritischen Dialog über die konkreten Inhalte von Predigten, muss man doch festhalten, dass er relativ sanft vorging. Weiter- und tiefergehende Einbindungen der Vereine wurden wohl nicht untersucht. So wurden zum Beispiel die interviewten Vertreter der „Neuköllner Begegnungsstätte e.V.“ (NBS) nicht danach gefragt, weshalb verschiedene fragwürdige Veranstaltungen dort stattfanden (z.B. Gründung des Fatwa-Ausschuss Deutschland) oder weshalb dort im Jahr 2013 Mohammad al Arifi auftreten durfte. Auch letzteres hätte dem Zuschauer nicht vorenthalten werden dürfen, denn es handelt sich hierbei um einen der bekanntesten salafistischen Prediger weltweit mit enormem Einfluss. Eine Hausnummer: Al Arifi hat über 17 Mio Twitter-Follower, Papst Franziskus 10,6 Mio.

Zitat Muhammad al Arifi am 5. Februar 2012 in einer ägyptischen Fernsehsendung:

„Es besteht kein Zweifel daran, dass die Hingabe an den Dschihad um Allahs Willen und um den eigenen Willen, Blut zu vergießen, Schädel zu zertrümmern und Körperteile abzuschlagen, um Allahs Willen und zur Verteidigung seiner Religion eine Ehre für den Gläubigen ist. Allein diese Vorstellung in deinem Herzen ist ein Zeichen der Ehre, auch wenn du nicht wirklich zum Dschihad schreitest.“

 

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