Die neun Leben des Denis Cuspert

Aktuell geht durch die Medien, der deutsche Salafist Denis Cuspert alias „Deso Dogg“ alias „Abu Talha al Almani“ sei getötet worden:

http://www.heute.at/news/welt/art23661,1224880

Meldungen dieser Art gab es bereits mehrfach, so dass Skepsis durchaus begründet ist, auch wenn es diesmal besser bestätigt ist, als die Male zuvor.

Der Erasmus Monitor meldet:

http://erasmus-monitor.blogspot.se/2015/10/neue-geruchte-um-denis-cuspert.html

Cuspert, eigentlich ein erfolgloser Rapper wie so viele, ist seit 2012 in Syrien aktiv. Im normalen Leben hat er nie Fuß gefasst, zu groß war die Diskrepanz zwischen den Wohlstands- und Bedeutungswünschen und dem eigenen Können und der eigenen Disziplin. Er ist einer von den Fällen, die bei Verallgemeinerung zu dem Schluß führen könnten, dass es v.a. Bildungsversager und gesellschaftliche Verlierer sind, die radikalem Gedankengut anhängen. Das mag bei so einigen der Fall sein, eine Blaupause ist es jedoch nicht. Die bizarre Dichotomie zwischen dem Eigenbild, das wohl mehr durch diesen kurzen Film dargestellt wird:

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und der tatsächlichen Betätigung als brutaler Schlächter, der keinerlei Mitleid empfindet, sondern seine Gegner noch im Tod verhöhnt, könnte schärfer kaum sein.

http://www.liveleak.com/view?i=108_1415124887

 

In 2013 und 2014 hatte sich Cuspert zu einer der wichtigsten Propagandastimmen des sogenannten Islamischen Staates entwickelt. Er wird als internationaler Topterrorist geführt. In unzähligen Videos ist er nicht nur die Stimme des IS, die verklärt, sondern auch Darsteller widerwärtigster Grausamkeiten. Völlig verroht schändet er Leichen, wünschte sich lachend hilflose Menschen als Opfer, denen er mit stumpfem Messer die Kehle durchschneiden könne.

Sollte er dieses mal wirklich tot sein, gibt es sicherlich nicht viele Menschen, die um ihn trauern. Vielleicht seine Mutter, die sich fragen mag, was sie falsch machte. Die Angehörigen seiner Opfer sicher nicht. Und auch seine Kumpane werden nicht trauern, denn für sie ist er nun vielleicht als Shaheed gestorben, als Kämpfer im Heiligen Krieg. Um solche Personen trauert man nicht, man feiert sie. Sollte er wirklich tot sein, wird er noch im Tod als Vorbild gehandelt werden.

Möge er möglichste wenige Nacheiferer finden.

„… die deutschen Schläfer warten…“

Dennis Cuspert ruft zum Jihad in Europa

Dennis Cuspert alias Deso Dogg oder großspurig „Abu Talha al Almani“, seines Zeichens aktuell in Syrien agierender IS-Propangandist, steigert sich seit Monaten immer mehr in einen Blutrausch hinein.

Vor Jahren noch wies er, damals schon Salafist, zurück, dass er eine terroristische Neigung habe. Dann wurde er militant. Schließlich ging er 2013 nach Syrien. Zwischenzeitlich kursierten Todesnachrichten, als er wohl einmal aus einem eigenen taktischen Fehler als Kämpfer verwundet wurde.

Ende 2014 tauchte ein Video von ihm auf, in dem er lachend mit Mordkumpanen durch die syrische Einöde fährt und sich wünscht, er könne eine Person lebend fangen und ihr dann mit einem „stumpfen Messer den Kopf langsam abschneiden“. Dieses Video wurde von Jugendlichen wohl sehr häufig angesehen. Mir begegnete einmal auf der Zeil ein Junge, der Cusperts Wunschvorstellung an mir zu zelebrieren wünschte, sofern die Polizei nicht anwesend wäre. Ein durchschlagender Erfolg also hinsichtlich der Verbreitung dieser Inhalte.

In einem nächsten Video, das er veröffentlichte, sah man einen ernsten Cuspert, der an Leibern und Köpfen vorbeigeht und sie mustert. Wie ein Jäger, der die Strecke abschreitet. Auch tauchte eines auf, in dem er Tote tritt.

Das aktuelle „Kampflied“, ein sogenannter Nasheed, übertrifft jedoch an ekelerregender Phantasie-Artikulation sogar noch die grauenerregenden Bilder aus den Videos.

Cuspert berauscht sich halb singend-stammelnd an Verstümmelung und Quälereien. Etwas so abgrundtief Bösartiges und Krankes hört man in der Regel nicht einmal in der geschlossenen Psychiatrie. Selbst Jack the Ripper hätte es wahrscheinlich so nicht gesungen und schon Hannibal Lecter muss um seinen Spitzenplatz ringen als irrer Mörder.

Doch das hört man – sofern man es sich antun mag – am besten selbst, denn da gehen einem die angemessenen Worte aus:

Ein Satz in dem sadistischen Singsang lässt jedoch aufhorchen:

„… die deutschen Schläfer warten…“

Ob es sich wirklich so verhält, wie Cuspert es in seinem jüngsten Erguss ankündigt, wird noch abzuwarten sein. Er ruft konkret zum Jihad in Europa auf, man solle seinen Nachbarn, den Ungläubigen, töten. Zum Beispiel, weil er „den Gesandten beleidigt“ habe. Die Sicherheitsbehörden seien da davor.
Fakt ist jedoch, dass auch dieses Propagandalied wieder weite Verbreitung finden wird. Jugendliche, die schon weit genug in diese Parallelwelt eingebunden sind, werden weiter verroht. Jugendliche, die eigentlich ganz andere, natürliche Impulse haben sollten, die in manchen Bevölkerungsteilen jedoch nicht altersgemäß ausgelebt werden dürfen, sind so durchaus in Gefahr, in sadistischer Weise geprägt zu werden.

Was waren das für friedliche Zeiten, in denen aggressive Impulse in freiwillige sexuelle Aktionen umgelenkt werden sollten. Heute heißt es in einigen Kreisen: Make war, not love.

Keine schönen Aussichten.

 

Nachtrag: Hier das Video zum Nasheed, das von Cuspert & Co mit Bildern unterlegt wurde:

Unser Mann in Syrien

Das 2013 verbotene salafistische Netzwerk Dawaffm residierte in Frankfurt. Vor dem Verbot organisierte man Grillfeste für die Brüder, Islam-Seminare und vernetzte sich bundesweit. Dawaffm beteiligte sich nachweislich auch an den öffentlichkeitswirksamen LIES!-Koranverteilungen im Frankfurter Raum.

Nach dem Verbot der Organisation sind die Menschen natürlich immer noch da. Abdellatif Rouali, der Kopf der Organisation, betrieb 2014 bis vor wenigen Tagen trotz allerlei Schwierigkeiten den „Mekka-Shop“ 100 m von der Zeil entfernt. Andere wie Abu Dujana, der durch seine denkwürdige Interpretation von „Sünder kommen in die Hölle“ im Gedächtnis blieb, reisen durchs Land, vernetzen, halten Vorträge.

Und natürlich sind die ganzen Jungen und Männer da, die nicht predigen, sondern die die Stände der LIES!-GmbH als Kristallisationspunkte der salafistischen Anwerbungen nutzen. Nicht erst seit der Dokumentation „Sterben für Allah“ zeigte sich, dass der Weg direkt von der Zeil ins Zielgebiet Syrien führen kann.

Nützlich, wenn da vertraute Kämpen sind, die das frische Kanonenfutter entgegennehmen können und auch noch Werbung machen für die „heilige Pflicht“.

Einer der Top-Propagandisten der Szene ist Dennis Cuspert alias Deso Dogg oder Abu Talha al almani.
In letzter Zeit tauchten besonders abscheuliche Videos von ihm auf: Deso Dogg bei der wilden Wüstenfahrt, bei der er sich lachend wünscht, einem Opfer mit einem stumpfen Messer langsam den Kopf abzuschneiden. Oder Deso Dogg bei der Totenbesichtigung, mit Köpfen in den Händen von realen Opfern, bei denen er seinen Wunsch wohl umsetzte.

Natürlich ist die Szene ab einem gewissen Level überschaubar in Deutschland und es war anzunehmen, dass sich Deso Dogg und die Dawaffm-Leute kannten. Neu gefunden habe ich allerdings dieses Video von Anfang 2011, in dem Deso Dogg gemeinsam mit den Dawaffm-Leuten einen Seminar-Tag in Mayen bestreitet.

Darin sinniert er u. a., dass er „ganz friedlich Deutschland erobern“ wolle.

Wie viel von dieser angeblichen Friedlichkeit übrig blieb, verdeutlichen die aktuellen Videos von ihm.

Eines ist nun jedoch klar: Auch der Dawaffm-Kontakt ist jetzt belegt und damit kann auch Abdellatif Rouali einstimmen: Wir haben unseren Mann in Syrien, einen guten, uns persönlich bekannten Bruder.

Kontakte sind halt alles.