Angst schüren zum Ramadan

Glaubensvermittlung über Furcht

Zu Beginn der islamischen Fastenzeit wird an vielen Orten von Muslimen eine intensivierte Religiosität ausgelebt. Oftmals abendlich in der Gruppe wird gemeinsam die eigene Religion und die Tradition gefeiert und begangen. Das gibt vielen Muslimen etwas und dabei ist ihnen Freude und gelungene Erbauung zu wünschen. Während viele also eine verstärkte Spiritualität feiern, wollen andere diese Besinnung eher dazu nutzen, ihnen zuhörende Muslime zu ängstigen. Es wird nicht die besondere Belohnung für die Selbstkasteiung in den Mittelpunkt gestellt oder die Freunde an einer als schön empfundenen Tradition, sondern die Vergegenwärtigung einer jenseitigen Strafe für geringste Abweichungen von ihrer Lehrmeinung.

Vor allem bei suggestiblen, labilen und jüngeren Menschen bleiben fanatische Reden oftmals nicht ohne Wirkung. Aggressiv wird Unterwerfung eingefordert und das ewige Höllenfeuer beschworen. Ein herrsch- und rachsüchtiger Gott wird als Bild entworfen, ein Gott, als dessen Sprachrohre sich diese Prediger fühlen und vorgeben, ganz genau zu wissen, was dieser nicht nur von ihnen selber, sondern von allen Menschen fordere. In einer sehr grundlegenden Selbstverliebtheit und Selbstüberhöhung wird die Welt geteilt in jene, die diese maligne Egozentrik teilen, und den anderen Menschen, die eine andere Sicht haben. Ob sie dabei eine ähnliche, nur anders gelagerte bzw. hergeleitete generelle Weltsicht haben oder eine gänzlich andere Weltanschauung haben, ist für diese Herrschaften sekundär. Schon der andere Muslim ist für sie im Grunde ein Ungläubiger, weil er nicht ihre spezielle Lesart teilt und sie vielleicht auch nicht als den Solisten der Welt sehen, sondern nur als eine Stimme im Chor.

Um die Menschen dazu zu bringen, nur sie als Quelle der Rechtleitung anzuerkennen, beschwören diese Herrschaften ihr Gottesbild: Wer sich nicht ihrer strengen oder speziellen Auslegung unterwirft, den strafe strafe angeblich Gott. Das sagen sie nicht so explizit, es wird aus ihren Reden aber deutlich. Soe und nur sie sind das Maß der Dinge. Es wird aufgeheizt, entdifferenziert und vergröbert, um Ängste, eine starke Emotionalität also gegen die Zuhörer in einem eigennützlichen Sinne zu kanalisieren. Man soll sie als Rechtgeleitete anerkennen, wofür die Belohnung Gottes in Aussicht gestellt wird. Personen, die ihr schwarz-weiß Bild von Gesellschaft und vor allem dem Menschen selber nicht teilen, drohe ewige Verdammnis. Eine Hausnummer kleiner geht es nicht, denn die Egozentrik dieser Prediger geht mit einer Selbstüberhöhung einher, die vermuten lässt, dass sie sich in ihrer eigenen kleinen Welt als die linke Hand Gottes fühlen (die rechte ist denn doch meist noch dem Religionsgründer vorbehalten). Sie benutzen die Ängste von Menschen, um sie ihrem persönlichen Willen zu unterwerfen.

Einige Beispiele für diesen Fanatismus folgen.

Der Herr Baraa in Höchstform, anschreien der Zuhörer, tüchtig Angst machen für Suggestible:

 

Ein neueres Portal, wieder eine Person, die sich im Inbesitz der einzigen wahren Rechtleitung wähnt (es ist zu befürchten, dass der Titel zynisch gewählt ist, um Aufmerksamkeit zu erzielen):

 

Für Jüngere, hunderte Male geteilt, allerdings weniger aggressiv als sonst auf diesem Portal: Weiterlesen

Einmal Mitte Hamburger Art!

Über Einbindungen und die Ausrichtung des Präventionsprojekts „Al Wasat – die Mitte“ in Hamburg

In der Hansestadt Hamburg gibt es seit vielen Jahren eine verfestigte islamistische Szene. Von dem Vorsitzenden der Schura, Mustafa Yoldas, der vor Jahren die u.a. wegen Hamas-Unterstützung verbotene IHH leitete und hinsichtlich des Verbots nach wie vor uneinsichtig erscheint, bis hin zu Anhängern der ebenfalls verbotenen Hizb ut Tahrir, radikalen Schiiten, Muslimbrüdern und Jihadisten ist vieles vor Ort vorhanden, was man als Beobachter der islamistischen Szene beachtenswert findet. Die Vielfalt der islamistischen Betätigungen ist bunt wie selten. Hinsichtlich der primär beobachteten Gruppe alleine stellte der Hamburger Verfassungsschutz fest:

Die Zahl der erfassten Salafisten in Hamburg ist nach Angaben des Landesamtes für Verfassungsschutzes auf etwa 620 gestiegen. Von ihnen seien rund 310 sogenannte Dschihadisten, also Anhänger des bewaffneten Heiligen Krieges.

http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article208138319/Radikale-Islamisten-haben-weiter-Zulauf-in-Hamburg.html

Hamburg hat also ein erhebliches Problem mit diesem Personenkreis und ihren Unterstützerstrukturen. Im Gefolge der Priorisierung bei den Sicherheitsbehörden wurden wohl einige Gruppen und Einrichtungen gar nicht mehr beobachtet, obwohl sie unter strukturellen Aspekten und früheren Kriterien durchaus beobachtet werden sollten. So geht es also bei der Schura recht bunt zu. Der Vorsitzende Mustafa Yoldas beklagte auf der Seite der Schura seinerzeit sogar das Verbot der IHH:

http://www.schurahamburg.de/index.php/2-uncategorised/69-presseerklaerung-von-dr-mustafa-yoldas-zum-verbot-der-ihh

In der Schura findet sich neben weniger problematischen Einrichtungen (warum machen die da mit?) eine ganze Reihe höchst zweifelhafter Vereine, die unter Beobachtung stehen oder stehen sollten:

http://www.schurahamburg.de/index.php/ueber-uns/mitglieder

Das stört obigen Vorsitzenden offenkundig nicht, was nicht verwunderlich ist, da er ja schon nicht nachvollziehen kann, warum man die IHH verboten hat.

Das ist also einer der Akteure, mit denen man in Hamburg an einem Tisch sitzt: To big to fail?

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Selbstsichten.

In Hamburg kann also eigentlich kein Kommunalpolitiker sagen, man hätte nicht gewußt, wer dort mit am Tisch saß oder wie die Grundlinie der Akteure ist. Eine so umfängliche und nachweisliche Kapitulation vor dem legalistischen Islamismus und Islamisten ist selten derart offen zu begutachten. Das ist schädlich nicht nur wegen der zu billigen Preisgabe demokratischer Werte, sondern auch fatal hinsichtlich der Wirkung in die islamische Community: Wenn das schon „die Guten“ sein sollen, wer oder was ist dann noch abzulehnen? Um der kurzfristigen Bequemlichkeit einiger politischer Akteure halber, die unschöne, aber notwendige Debatten nicht führen wollen, wird das Problem dieser Struktur zum Problem Hamburgs. Das Haus brennt, aber man macht erst mal schöne Selfies: Gutes Licht heute im Schein des Feuers.

Es ist nämlich nicht hilfreich, einfach die Standards relevant zu senken und problematische Strukturen und Akteure nicht mehr zu benennen. Legalisten werden uns als Problem erhalten bleiben, sie unterwandern, sie bereiten einen unguten Boden. Das mag Druck aus der Personalsituation bei den Sicherheitsbehörden nehmen, es mag auch zuerst bequemer sein für die, die eigentlich Verantwortung tragen sollten, führt aber sonst keinen Meter weiter, sondern man verlagert die Probleme nur weiter in die Zukunft.

Da ist es eigentlich folgerichtig, dass man auch in der Prävention nicht so ganz im Blick hat, wen man alles einbindet bzw. auch meint, Akteure einbinden zu müssen, bei denen begründete Zweifel Weiterlesen