Mahnwache vom 13.06.2015

Von 17-19 Uhr vor dem „My Zeil“. Ein herzlicher Dank an die Frankfurter Polizei für umsichtigen Schutz.

Mit dabei war wieder die Kurdisch-Israelische Freundschaftsverein e.V. (KIFA). Danke für die Unterstützung.

Da uns unsere Schilder vor 2 Wochen gestohlen worden waren, hatten wir Ersatz besorgt. Neu ist, dass wir auch auf die anderen Gruppierungen, die auf der Zeil relevant sind, aufmerksam machen. Das erscheint nicht nur wegen der Verwirrung der Passanten, sondern möglicherweise auch auf der einen oder anderen Behördenseite ratsam. So mancher Passant könnte ja bei „Medizin mit Herz“ spenden und das für eine Sache wie „Aktion Sorgenkind“ (die Älteren spenden mehr, sind aber leider auch leichter zu täuschen) halten. Sein Geld wird jedoch für nicht nur für humanitäre Zwecke (auch da wohl selektiv) verwendet, sondern wohl auch für wenig humane Ziele.

Mahnwache 150613 1

 

„Jesus im Islam“ dürfte als Gruppierung nicht jedem bekannt sein. Mancher könnte das für eine christliche Aktion halten. Ist es aber nicht. Ebenso Siegel der Propheten. Hier werden diese für Frankfurt relevanten Gruppierungen einmal erklärt:

https://vunv1863.wordpress.com/2015/06/14/islamistisches-panoptikum-auf-der-zeil/

Bei vielen Debatten war gestern wieder zentral, dass alle Medien der Mehrheitsgesellschaft „lügen“ würden. Da ist man also bei sehr vielen Unterstützern, aber auch nicht wenigen muslimischen Passanten ganz nah am Begriff der „Lügenpresse“. Die Verschwörungstheorien mögen dezent unterschiedlich sein, der Tenor ist jedoch sehr ähnlich. Zumindest könnten sich Islamisten und manche Pegidisten – betrachtet man die schlichteren Gemüter und deren Haltungen bei den -ida-Strömungen – sicher irgendwie darauf einigen, dass z.B. die Juden wieder einmal schuld sind oder andere Minderheiten. Der gemeinsame Nenner ist die Suche und der vermeintliche Fund eines Sündenbockes, mag das auch noch so abwegig sein. Da geht der Umweg beim einen über Bilderberger und Rothschilds und beim anderen über den amerikanischen Geheimdienst etc. Das Ergebnis ist jedoch ähnlich, die schlichte (und bösartige!) Denke aber auch.

Mehrere Mädchen z.B. gaben genau dies kund. Jedweden Beleg für die Betätigungen von LIES! taten sie als erlogen ab und wollten nur gelten lassen, wenn man sozusagen direkt dabei war. Denn Indizien galten auch nicht. Also vielleicht hätte gegolten, wenn ich von einem Frankfurter Protagonisten aus LIES!-Unterstützerkreisen getötet worden wäre. Aber nur dann, wenn ich das auch selber vorgetragen hätte, was die Sache schwierig macht. Zumindest außerhalb dieses spezifisch islamistischen Holodecks*.

Auch wurde gestern wieder äußerst großzügig mit der Wahrheit umgegangen von den Sympathisanten der LIES!-Aktivisten. Während bei der Mahnwache nach eigener Angabe fast nur Einser-Abiturienten (die Diktion ließ schon erhebliche Zweifel an nur irgendeinem Schulabschluß aufkommen mehrheitlich) auf der Gegenseite waren, wurden die Mitstreiter und auch ich durchweg als bildungslose Harzt IV Empfänger bezeichnet (man beachte in diesem Zusammenhang das Ashraf Rammo-Lied über Bilal Gümüs). Gestern waren mit einer Ausnahme als Mahnwache-Mitstreiter durchweg mehrfach akademisch Gebildete aktiv. Auf der Gegenseite bezeichnete man sich frei – je nach Gesprächslage – nicht nur als Abiturient, obwohl man erst 16 schien oder mal als promovierten Historiker (!) und einmal als Islamwissenschaftler. Letzterer wusste jedoch nicht einmal, dass das von ihm Zitierte eben nicht im Koran steht, sondern nur in Hadithen tradiert wird. Diese Unkenntnis war sicher nur Zufall.

Mahnwache 150613 2

 

Manchmal trifft man auf der Zeil auch bekannte Gesichter. Gestern traf ich auf eine Genossin, mit der ich mich vor Jahren schon und bis vor einiger Zeit immer wieder einmal auseinandersetzte, und zwar ausschließlich zu Integrationsthemen, denn das scheint weitgehend das Einzige, was sie interessiert. Sie hat als Kopftuch-tragende Muslima (was mir egal wäre)  all die Jahre immer wieder dazu geraten, Pierre Vogel zu ignorieren. Die LIES!-Kampagne zu ignorieren. Einfach alles zu ignorieren, was mit Islamismus zu tun hat. Insofern kann man uns auch durchaus als innerparteiliche politische Gegner bezeichnen. Wir als Gesellschaft haben schon zu wenig gemacht. Hörte man auf die „Expertise“ dieser Art, kann man den jungen Männern auch gleich das Gewehr in die Hand drücken, denn Vogel und Co wollen doch nur spielen und wenn man nur tüchtig genug wegguckt, löst sich alles in Wohlgefallen auf. Ich hatte gestern mein „Freiheit, Gleichheit, Mitmenschlichkeit“-Shirt an und ein Islamismus-Erklärungs-Plakat in der Hand. Ich erkannte die Genossin am Rand. Sie schaute unfreundlich und um mich herum. Als ich in meinen Möglichkeiten neutral auf sie zulief, versuchte sie so zu tun, als erkenne sie mich nicht. Auf mein „Hallo“ meinte sie nur, sie frage sich, warum ich noch in der SPD sei. Ich meinte „Weil ich für die Grundwerte der SPD stehe. Wenn für Dich Freiheit, Gleichheit, Mitmenschlichkeit NICHT mit der SPD vereinbar sind, ist mir schleierhaft, warum DU drinnen bist und vor allem, was an diesen Werten falsch ist.“ Sie merkte in etwa an, sie wundere sich, ich hätte ja doch mehr verstanden.Das letztere verstehe ich bis jetzt nicht ganz. [Dialog sinngemäß] Wir schieden grußlos.

Insbesondere die Zuordnung auf dem einen Plakat Islamismus – Antisemitismus/Judenfeindlichkeit weckte starke Emotionen. Mehrheitlich wurde das nicht reflektiert, sondern vermeintlich gekontert, dass „wir Deutschen“ schlimmer seien. Muss man nicht mehr nachdenken über aktuelle Geschehnisse  weil es den Holocaust gab? Muss man nicht sogar besonders wachsam sein gegen Totalitarismus? Da ist sie wieder: Hier Geborene sehen sich nicht als Deutsche, wenn es darum geht. Dann muss man nichts erinnern und sich nicht auseinandersetzen. Und vor allem muss man sich mit dem real und jetzt existierenden Antijudaismus nicht befassen, allenfalls mit dem von Nazis, was ja auch schon ein Fortschritt wäre zu manchen fb-Einlassungen.

Die LIES!-Aktivisten waren gestern nur ca 100 m entfernt. Dort hatte man sich – so wurde mir berichtet – vor der Mahnwache beraten. Die Unterstützerszene sowohl männlich wie weiblich war gestern stark vertreten. Viele bekannte Gesichter, die die ebenfalls bekannten Manöver zum x-ten Mal versuchten. In der Spitze waren es wohl um die 100 (m/w), durchsetzt mit ein paar Passanten.

 

* Ein Holodeck ist eine fiktive Räumlichkeit, in der man sehr realitätsnahe Simulationen laufen lassen kann. Eine Idee/ein Konzept aus der Science Fiction, genauer Star Trek.

Advertisements

Mahnwache vom 06.06.2015

Von 16-18 Uhr vor dem Brockhausbrunnen. Einen besonderen Dank an die Frankfurter Polizei, die in ihren Uniformen auch in der prallen Sonne ausharrte. Das war sicher schweißtreibend.

Herzlichen Dank auch für die Unterstützung durch den Kurdisch-Israelischen Freundschaftsverein (KIFA).

Zur Vorgeschichte:
Letzten Samstag mussten mehrere Strafanzeigen gestellt werden, u.a. wegen Sachbeschädigung und Diebstahl. Mehrere Sympathisanten schrieben mich im Zwischenraum an und beschimpften mich. Bilal Gümüs, der Verantwortliche für diese fb-Seite:

https://www.facebook.com/pages/Lies-Frankfurt-Quran-Verteilung/348659275257514?fref=ts

hatte zwei Handy-Videos von Unterstützern eingestellt, auf denen Mitstreiter angegangen werden. Auf die Aufforderung hin mit Fristsetzung auf Entfernung reagierte er nur, indem er die Nachricht, mit der ich ihn auf den begründeten Wunsch der beiden gefilmten Männer hinwies, nicht auf seiner Seite abgebildet zu werden, öffentlich machte:

Herr Gümüs hat natürlich Recht, wenn er meint, das stünde nicht im Grundgesetz, aus dem er immer gerne den „Paragraphen 4“ (O-Ton) zitiert. Wenn er nur für verboten hält, was dort explizit aufgeführt ist, erklärt das natürlich einiges aus seiner persönlichen Vorgeschichte. Die einschlägigen Paragraphen, gegen die er weiterhin verstößt, stehen im StGB und im KunstUrhG. Alleine Letzteres ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bewehrt.

Die Veröffentlichung der fraglichen Videos und der Aufforderung, diese zu löschen, darf man getrost als Versuch sehen, einzuschüchtern. Man sollte allerdings zur Kenntnis nehmen, dass dies zwecklos ist.

Trotz der großen Hitze war es deshalb gestern besonders wichtig, Flagge zu zeigen, einfach da zu sein.
Nicht verschwiegen werden soll, dass die Diskussion darüber. wie eine angemessene Reaktion auf die Vorkommnisse des letzten Samstages aussehen muss, in der Gruppe noch im Gang ist. Eine Vorbeugung gegen Manöver wie „Schwalben“ kann es kaum geben, es sei denn man hält mehr Abstand, als dies für Gespräche noch sinnvoll erscheint. Manch ein Teilnehmer möchte da weniger das Gespräch führen, wenn solche Manöver drohen. Manch einer möchte auch, bis da Gruppenkonsens erzielt ist, dies nicht nach aussen geben. Ich persönlich halte es jedoch für wenig zweckmäßig, nicht darüber offen zu sprechen bei Nachfrage. Die Debatte ist insofern noch nicht abgeschlossen.

Da mir gestern die Frage gestellt wurde, wie ich zu Pegida stehe und auch zur Frau Mund, noch ein weiteres Mal explizit: Unsere Mahnwache hat mit Pegida nichts zu tun und will dies auch gar nicht. Private Frömmigkeit ist uns egal. Und Muslime werden von uns nicht unter Generalverdacht gestellt. Bei uns machen Menschen einiger demokratischen Parteien mit (wenn auch nicht gestern, es war einfach zu heiß; wir waren in kleiner Besetzung vor Ort). Bei uns machen Menschen verschiedener Weltanschauung mit. Auch Muslime. Wir haben nichts gegen Migranten und gegen bedrohte Flüchtlinge. Bei uns machen Personen verschiedener Herkunft bzw. Nationalität mit. All das ist bei Pegida anders oder höchst fraglich. Frau Mund (ich kannte sie damals nicht und sie hatte sich dazu gestellt) war einmal bei uns vor Ort vor Monaten. Nach kurzer Zeit (es war einiges los an an dem Tag) habe ich sie der Veranstaltung verwiesen, da sie sich nicht angemessen äußerte bzw. reagierte. Ihre weitreichenden Vorstellungen zum Islam und ihren öffentlichen Umgang lehne ich ab. Mir scheint, sie möchte den Staat auch nicht neutral. Insofern gibt es da keine Schnittmengen.

In der Hitze und bei praller Sonne waren die Passanten weniger diskussionsfreudig als üblicherweise.

Mehrere junge Männer liefen vorbei und riefen nur „Allahu akbar“.

Eine Gruppe Menschen hatte sich um einen Mitstreiter geschart. Der Wortführer, ein junger, sehr großer und stabiler Mann, forderte die Erläuterung verschiedener Begriffe. Da ich immer versuche, sofern ich selber die Lage überblicke, bei aggressiveren Diskutanden das Gespräch von einem männlichen Mitstreiter zu „übernehmen“ (das nimmt etwas Spannung heraus, alleine weil ich eine Frau bin), ging ich hinüber. Der junge Mann war sehr davon überzeugt, voll informiert zu sein, während ich keine Ahnung hätte, lies jedoch kaum ausreden. Flankiert wurde er von einigen aufgeregten Frauen. Er fragte, was ich unter „Jihad“ verstünde. Ich hob an mit der Erklärung, dass manche Muslime das als Überwindung der eigenen Schwächen deuteten. Er platzte hinein und fragte, welche Gelehrten das so sähen. Ich wollte eine Aufzählung beginnen und startete mit Mouhanad Khorchide. Er kannte ihn nicht, lies ihn also nicht gelten. Gut, Rückfrage, welche er denn kennt. Er nannte Vogel, Pierre Vogel. Wir kamen dann nicht einmal überein, uns wenigstens auf diesen Begriff und die Eigenschaften eines Gelehrten, der diesen Namen verdient, einigen zu können.

Einige Jungen, die schon mehrfach vorbeigekommen waren und dem weiteren Unterstützerfeld zuzuordnen sind, suchten uns wieder auf. Mit dem einen konnte ich – obwohl sein Kamerad sich ständig lustig machte – ein halbwegs anständiges Gespräch führen. Vielleicht hilft es ja, die von LIES! propagierten Sichten zu relativieren.

Die organisierte Akhi*-Szene fehlte gestern.
LIES! war in kleiner Besetzung (ohne Gümüs) vor dem Mcdonalds. Wenige neue, einer in Kaftan. Der Herr Gümüs war nicht da.

Vor „My Zeil“ soll gestern die Gruppierung „Jesus im Islam“ angemeldet haben. Da ich nicht vom Veranstaltungsort weg konnte, konnte ich dies nicht überprüfen, hole dies aber noch nach. Möglicherweise handelt es sich um eine Fehleinschätzung der zuständigen Stellen: Das ist keine christliche Sekte, wie man annehmen könnte als Unkundiger. Das sind die Extremisten, die der Herr Marcel Krass organisiert, s. z.B. Beiträge „Krasse neue Welt“ und „Krasse neue Welt II“.

Man darf sich also nicht nur auf LIES als „Freiluftsprechstunde“ und Kristallisationspunkt der Szene konzentrieren. Es gibt andere Materialien bei „Jesus im Islam“, ja. Die vorgeschobene Zielgruppe sind auch eher Christen. Aber: Das Unterstützerumfeld ist identisch. Ds Radikalisierungspotential ist identisch. Die Kontakte sind identisch.

Für „Jesus im Islam“ ist also von städtischer Seite mindestens eine gleichartige Behandlung wie bei der LIES!-GmbH sinnvoll. Ich werde das einmal anregen.

Mahnwache vom 23.05.2015

 

 

 

Von 16-18 Uhr vor dem „My Zeil“. Herzlichen Dank für freundlichen Schutz von der Frankfurter Polizei.

Mit dabei war wieder der Kurdisch-Israelische Freundschaftsverein (KIFA). Vielen Dank für die Unterstützung.

Ein junger Mann, groß und rothaarig, vielleicht 22 und wohl autochthon, trat hinzu und wünschte mir mit feinem Lächeln AIDS. Als ich nachfragte, er missverstehe wohl und warum er mir das wünsche, meinte er , er verstehe sehr wohl und ging ein paar Schritte weiter. Nach wenigen Minuten kam er mit seiner Freundin zurück und wiederholte seinen Wunsch. Die Freundin nickte, hörte aber meinen wenigen Sätzen der Entgegnung zu, schien auch eher zu verstehen. Auch das Beispiel mit der Mutter und ihrem seit 1,5 Jahren vermissten Sohn, der durch LIES! radikalisiert wurde, zog bei ihm nicht. Er meinte dann, er wünsche sich auch, dass „die Polizei verschwinde“ und ich geschlagen würde. Die Freundin stand stumm daneben, obwohl sie nach meinem Eindruck verstanden hatte, dass wir nichts gegen private Frömmigkeit haben, die jedem selber überlassen ist. Ich fragte ihn ungläubig: „Wegen meiner Meinung, die sie nicht mal nachvollziehen wollen und können, wünschen Sie mir, verprügelt zu werden?“ Er bestägtigte dies unumwunden, weiterhin fein lächelnd. Ich musste ihm leider sagen, dass er erst mal etwas zur freien Meinungsäußerung lernen müsse und zur Möglichkeit in einer freien Demokratie, dass man diese ohne Androhung von Gewalt müsse äußern können. Solche Haltungen, wonach das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf körperliche Unversehrtheit gleichermaßen zur Disposition gestellt werden, seien im Kern totalitär. Ich befürchte allerdings, dass er auch das nicht verstand, obwohl er formal gebildet erschien und in ganzen Sätzen sprechen konnte.

Ein öfters aufgefallener fanatischer Unterstützer der LIES!-Aktivisten wartete am Rande ab bis „seine Leute“ hinzukamen. Alleine bzw. ohne Publikum beobachtet er nur und wartet auf einen geeigneten Moment. In den letzten Monaten wird er nach zwischenzeitlicher Besserung zunehmend aggressiv.

Eine ältere Dame stellte sich nach Erläuterung  direkt neben mich zur „moralischen Unterstützung“, wie sie sagte. Ein Schild mochte sie nicht halten, wollte aber trotzdem gerne dabei stehen. Weitere ältere Damen, die häufiger vorbeischauen, flankierten in der Menge durch Gespräche und Erläuterungen. Sie finden alleine schon die Diskussion wichtig und wollen dazu in einem geschützten Rahmen beitragen.

Mehrfach konnte ich Passanten, älteren männlichen Muslimen, vermitteln, dass der Begriff „Islamismus“ zwar stören mag und erklärungsbedürftig ist, aber doch das Diskussionsangebot und schon den sprachlichen Kompromiss zwischen beiden Seiten darstellt. Dass wir ihn als Gesellschaft also brauchen, um darüber überhaupt reden zu können: So klar wie nötig, so freundlich wie möglich.

Eine Gruppe junger Mädchen, Muslimas, verteidigte die Koranverteilungen als ganz normale religiöse Betätigung. Der Zusammenhang mit der Radikalisierung und so manchen Ausreisen war nicht vermittelbar, da sie „westliche Medien“ ablehnten. Sie gaben an – ich glaubte ihnen das – dass sie hier geboren seien und hier aktuell zur Schule gingen. Es ist sicher schwierig im Sozial- und Gemeinschaftskunde-Unterricht, wenn hiesige Medien grundsätzlich abgelehnt werden.

Mahnwache 150523 1

Zwischendurch lief – als sei es das Normalste von der Welt – ein Pärchen mit großer schwarzer Schahada-Flagge an uns vorbei. Es handelte sich – nach vorsichtiger und rein äußerlicher Einschätzung  – um Anarchos, vielleicht auch Antifa-Leute der speziellen Art. Als Anarcho – wenn es denn so wäre – nun ausgerechnet die Herrschaft des Islam so offenkundig zu fordern, könnte man jedoch nur als äußerst verwirrt bezeichnen. Der Flaggenträger war auf jeden Fall sehr erstaunt, als er sich umgehend von einer Reihe Polizisten umringt sah, die ihn befragten. Diese Fahne ist zwar (noch) nicht verboten, aber das musste wohl erst noch geprüft werden. Ich war so frei, da nur zu beobachten.

Mahnwache 150523 2

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Banner

Gestern versuchte man also die Flagge des Dschihad – auch diese Flagge wird nur zu diesem Zweck öffentlich gezeigt – über der Frankfurter Zeil wehen zu lassen. Die Polizei holte die Flagge dann mal bis auf weiteres ein.

Eine junge Mutter blieb länger stehen. Muslimin, „westlich“ gekleidet und eher säkular eingestellt fragte sie nach dem Anlass unserer Aktion. Ich erklärte den Zweck unserer Mahnwache. Sie bekundete, da auch in Sorge zu sein und die gegenwärtige Entwicklung nicht zu verstehen. Sie bekomme nur mit, dass sich das Klima verschärfe, obwohl es hier allen in den Grenzen der Möglichkeiten und sicher schichtabhängig gut gehe. Das bereite ihr große Sorgen. Ich versuchte, ihr etwas Mut zu machen, dass wir nur die Möglichkeit hätten, als Gesellschaft das menschenfreundlich, aber frei und klar zu diskutieren. Dass wir darüber sprechen müssten, wie wir zusammen leben wollen. Und dass die Wortführer leider die sehr konservativen Verbände mit klarer Agenda „Zurück in die Zukunft“ seien, während die vielen, vielen säkularen Muslime nicht ausreichend organisiert seien.

Mahnwache 150523 3

Eine Gruppe LIES!-Unterstützer („Akhis“) diskutierte vor mehreren weiblichen Unterstützern über den bekannten Begriff „Islamismus“, den sie schon viele Male erklärt bekamen. Gestern wurden wieder viele judenfeindliche Ressentiments geäußert. Die verbreitete Forderung war, wir sollten „erst mal was gegen die 500 palästinensichen Kinder, die die Juden jeden Tag töten“ machen. Das Problem ist, dass diese jungen Leute weder die normalen Medien oder auch nur schlichte Zahlen wahrnehmen. Dass bei ~ 180.000 getöteten Kindern im Jahr längst niemand mehr da wäre, während die Bevölkerung dort real stark wächst, wird nicht zur Kenntnis genommen, bzw. das wird als Lüge abgetan. Diese Verschwörungstheorie und der Antisemitismus sind derart verfestigt, dass dem nur schwer beizukommen ist. Dem Anschein nach wird das in den Schulen nicht thematisiert. Geschichtsbücher oder seriöse Medien werden nicht herangezogen. So überlässt man nicht wenige Kinder den Haltungen aus den Elternhäusern und den sozialen Medien. Die von diesen Jugendlichen genutzten sozialen Medien sind voll von Zuschreibungen, die ebenso hanebüchen wie bösartig sind. Das hindert aber nicht, dass dann, wenn es um den eigenen Status hier in Deutschland geht, man den Holocaust bemüht. Schon banale IS-Kritik wird zum Teil damit abgewehrt, dass wir als Deutsche zu den IS-Gräueln nichts sagen dürften, weil wir ja viel schlimmer seien. Dass sie hier sicher, ruhig und gleichberechtigt leben können, ist ihnen nichts, wir seien „sowieso alle Nazis“, die „ruhig zu sein hätten“. Dass genau diese Haltung „alle Deutschen sind gebürtige und unheilbar Nazis“ ihrerseits faschistoid ist, weil sie aus einer ethnischen und nationalen Zugehörigkeit eine innere Haltung für die Zukunft festschreibt und die Person und ihre aktuellen Haltungen und Handlungen nicht betrachtet, also pauschal abwertet als Mensch und Person, ist nicht vermittelbar. Man wehrt sich gegen die Zuschreibung „alle Muslime sind gleich“. Das ist eine berechtigte Forderung (ungeachtet struktureller Erfassung, die anders zu bewerten ist, also Gruppe wie LIES! oder die „Grauen Wölfe“ z.B., also einer politischen Einordnung), wird aber nicht auf andere Menschengruppen angewandt. In diesen jungen Köpfen steht also gleichermaßen nebeneinander „Muslime sind nicht alle gleich“ und „Juden sind alle gleich“ bzw. „Deutsche sind alle gleich“ (zusammen „alle Ungläubigen sind gleich“ und gleich minderwertig und sollen minderberechtigt sein). Man macht es sich also passend je nach Bedarf, erfasst aber die grundsätzliche Problematik von Pauschalisierungen sowie geschichtliche Einordnungen nicht.

Ein mehr im Hintergrund der öffentlichen LIES!-Betätigungen stehender junger Mann, der im letzten Jahr als Unterstützer aufgefallen war und im inneren Zirkel der Frankfurter Gruppe zu verorten ist (auch nach eigenem Bekunden „Insider“), versuchte eine meiner Debatte mit jungen Leuten an sich zu reißen. Er hörte zunächst zu und bezeichnete dann meinen Verweis auf die Doku „Sterben für Allah“ als irreführend. In der der Doku sei alles erlogen. Er kenne oder haben die Protagonisten, also Enes und seine Mutter, gekannt und wisse daher, was abgelaufen sei. Da ich mich an ihn und seine Argumentationsweise (er ist nach meiner Erinnerung Student) erinnerte, brach ich das Gespräch mit ihm ab und meinte nur, dass wir beide es nach den Debatten vom letzten Jahr dabei belassen könnten, dass wir beide grundsätzliche politische Gegner seien.

Die LIES!-Aktivisten sowie nennenswerte Teile der Akhi-Szene waren gestern nicht auf der Zeil. Da der maßgebliche Organisator Gümüs zur Zeit wohl anderweitig beschäftigt ist, wird sich zeigen, ob die Frankfurter Aktivitäten wieder kontinuierlich weitergeführt werden. Eine Rolle mag spielen, dass wir deren Betätigungen – es war u.a. widerrechtlich n.m.M. die Fussgängerzone mit einem Kleintransporter befahren worden – auch entsprechend zur Kenntnis nehmen und geben.

Mahnwache vom 02.05.2015

Von 16-18 Uhr vor dem Brockhausbrunnen auf der Zeil. Ein herzlicher Dank an die Frankfurter Polizei für die freundliche Betreuung.

Mit dabei waren eine kleine Delegation syrischer Kopten und der Kurdisch-Israelische Freundschaftsverein (KIFA), Vielen Dank für das Ausharren im Namen des gemeinsamen Anliegens!

Kaum ein Bürger dürfte den vereitelten Terroranschlag auf das Radrennen in Oberursel nicht wahrgenommen haben. Bei den Diskussionen gestern spielten diese Vorgänge jedoch wiederum keine Rolle (exakt das gleiche Bild wie nach den Anschlägen von Paris). Über die ganzen zwei Stunden kein Gesprächsansatz, der darüber begonnen wurde oder dazu geführt würde. Stattdessen die immer gleiche Zurückweisung des Begriffs Islamismus als erster Einstieg. Das Wort wird als Angriff verstanden auf die Religion und auf die Person. Die Trennung zwischen Religion(szugehörigkeit) und Person wird von so enigen nicht vollzogen: Ich bin Muslim, also bin ich.

Das ist eine Haltung, die immer zu Diskussionen führt. Über Haltungen, die über die private und privat ausgelebte Frömmigkeit hinausgehen, muss man reden können. Dafür braucht man den Ausdruck Islamismus.

Eine Gruppe junger Frauen forderte die Herausnahme des Wortes „Islamismus“ aus unseren Schildern. Es folgte leider eine stereotype Abfolge: Immer aggressiveres Fordern, wenn man auf dem Recht, mit genau diesem Schild so dazustehen, beharrte. Die Stimme überschlägt sich, aus der Gruppe kommen weitere Fragen parallel und der Umstand, dass man als einzelne Person nicht alle Fragen gleichzeitig beantworten kann, wird als „Sieg“ verbucht.

 

Ganz am Anfang:

Eine besonders engagierte junge Frau, sehr stark geschminkt und noch mit Zahnspange, machte sich über meine Zähne lustig. Auch das ist leider eine sehr verbreitete Vorgehensweise: Körperliche Merkmale werden hergenommen, um herabzusetzen und zu verunsichern. Auf meine Anmerkung, für seine Zähne könne man ja nichts und das wisse sie ja wohl, wurde sie etwas ruhiger. Und auch als ich anbot, wir könnten gerne mal über Make up sprechen, das in der freien Wahl stünde. Das musste in der Situation mal sein.

Zwei Mitstreiterinnen wurden wegen ihrer Herkunft gesondert angegangen.

Als eine jüdische Mitstreiterin von einer unfreundlichen Muslima trotz ihres Widerspruchs aufgenommen wurde, fotografierte diese dann zurück. Dieses nun führte zu erheblichen Beschwerden (auch bei der Polizei). Wenn zwei das Gleiche tun…

Ein etwa 6 jähriger Junge, der bei einer Mädchengruppe war, versuchte mich zu schubsen und sagte, er hasse mich. Nun ja, armes Kind.

Einer Gruppe Jungen, die dann bei beharrlichem und ruhigem Erklären nach anfänglichem verbalen Säbelrasseln doch zuhörten, konnte ich vielleicht ein paar Gedanken mit auf den weg geben.

Als mehr Passanten da waren, waren verteilt auch drei Bodybuilder-Typen an den Diskussionen beteiligt. Sie agierten aber nicht gemeinsam, auch wenn sie „ihre“ Gruppen dabei hatten. Sie blieben aber trotz Anspannung, die ihnen anzumerken war, im Rahmen. Vielleicht lag das auch daran, weil die Polizei sie auch ausgemacht hatte und ein Schrittchen näher rückte.

Zwei junge Türken, Muslime sunnitischen Glaubens, aber wohl nicht sehr religiös, sprachen mit einer Mitstreiterin. Sie waren sehr interessiert an KIFA und lehnen sowohl die LIES als auch Erdogan ab und waren beunruhigt, was sich in Deutschland mit diesen Fanatikern aktuell entwickelt. Ich würde mir mehr Menschen bei uns wünschen, die ihre Befürchtungen artikulieren und auf die Strasse tragen. Nicht zuletzt geht es um Meinungsfreiheit, Deutungshoheit und auch um die Macht auf der Strasse: Gehört diese noch den Bürgern oder schon einer Masse, die dort mitten auf der Zeil bei einfacher Diskssion schon das Lebensrecht aberkennt und aggressiv zu werden droht?

Eine Gruppe junger Frauen, Muslimas, hatte eine immer schriller sprechende Wortführerin. Diese Gruppe hatte auch drei Muslimas mit engem Kopftuch dabei, die sich weniger beteiligten Die eine nahmen meine ruhigen Erklärungen einfach nur darüber, was Islamismus sei, emotional so mit, dass sie zu weinen anfing. In manchen Momenten wird die bei einigen wohl vorliegende Gehirnwäsche so deutlich, dass einen das Mitleid ergreift: Wenn es keine Worte gibt für Kritik, wenn es keine geben kann, dann ist man als Person natürlich sofort beteiligt. Kritik und Kritikfähigkeit müssen auch eingeübt sein.
.
Einige Männer, die teils ordentlich mit Mitstreiterinnen diskutierten, mal allgemein, mal mit der jüdischen Mitstreiterin über Israel, verfingen sich dann doch in Verschwörungstheorien. Sie sahen Völkerbund und dann UNO als Handlanger Israels und USA. Geschichtsrevisionimus, immer mit Verweis auf You Tube, da „Bücher, Zeitungen, etc.“ alle manipuliert seien.

Die Unterstützer-(„Akhi“-)Szene fehlte weitgehend, es waren nur einzelne Protagonisten zu sehen. Einer, der in letzter Zeit besonders schlechte Laune hatte und sie auch gerne bei uns rauslies, bekam von einem zwei Kopf längeren Polizisten eine kleine Ansprache, die ihn sichtlich verblüffte. Er machte sich dann langsam von dannen, nicht ohne – hinter dem Rücken des Polizisten versteht sich – diesem noch einen Figer zu zeigen. Nicht den zeigefinger. ich war leider nicht geistesgegenwärtig genug, um Bescheid zu sagen. Das ist einer von den Herren, die durchaus einmal ein wenig Folgen ihrer Handlungen als Rückmeldung erhalten sollten.
Ein Diskussionspulk, wie er sich typischer Weise rasch bildet:

 

Der LIES!-Stand selber wurde am Samstag jedoch nicht aufgebaut, der Cheforganisator war zu Besuch in London mit Abou-Nagie. Vielleicht zum five o clock tea mit Anjem Chowdry und für den Frankfurter evtl. das „Damen-Programm“ am dortigen LIES!-Stand.

Vielleicht war es dadurch weniger aggressiv als sonst.

Mahnwache vom 25.04.2015

Vor dem „My Zeil“, diesmal zu späterer Zeit von 17:30 bis 19:30 Uhr. Wir bedanken uns bei der Frankfurter Polizei für die freundliche Betreuung.

Mit dabei waren wieder eine kleine kurdische Delegation und der Kurdisch-Israelische Freundschaftsverein (KIFA), sowie ein Mitstreiter, der eine erhebliche Anreise in Kauf genommen hatte. Herzlichen Dank für das außerordentliche Engagement.

Kurz nach Beginn, die ersten Passanten waren da und diskutierten, lief ein junger Mann laut schreiend an uns vorbei und konnte sich gar nicht beruhigen. Er versuchte, andere aufzuwiegeln, indem er ständig rief, dass „man“ das nicht hinnehmen könne und dass „man“ was gegen und unternehmen müsse. Sein Erfolg war eher bescheiden. Einige bewegten sich eher langsam auf ihn zu. Dass sich da nicht mehr fanden, war allerdings Zufall und wäre bei stärkerer Frequentierung durch Unterstützer sicher auf fruchtbareren Boden gefallen. Die Polizei ließ da aber nichts anbrennen und klärte den Herrn am Rande auf.

Ganz am Anfang:

Eine Gruppe junger Männer und Jungen hatte sich einen hochgewachsenen jüngeren Mitstreiter ausgesucht und bedrängte ihn. Da es sehr lautstark wurde, stellte ich mich hinzu, was nur wenig milderte. Ein Teil zog sich dann zur Beratung zurück an den Rand und palaverte mindestens eine halbe Stunde lang. Anscheinend überlegte man, was man zweckmäßigerweise unternehmen könne. Dabei fiel ein Junge auf, der in der Gruppe dabei war, aus der mir vor einigen Wochen ein Bub das eigenhändige Köpfen angekündigt hatte, wenn die Polizei nicht da wäre. Manche Gesichter vergisst man auch bei einmaligem Sehen nicht.

Einige ezidische Mitbürger berichteten – sie kamen nicht das erste Mal – von der Situation, wie sie ihre Familien erleben. Sie sind noch im Irak und leben in ständiger Furcht.

Einer jüdischen Mitbürgerin wurde mehrfach gesagt, sie dürfe eigentlich gar nicht hier leben nach den Zuständen und Vorfällen in Gaza. Gängige Behauptung: In Gaza würden „von den Israelis täglich 1000 Babys ermordet“. Ihre Entgegnung, wonach das 365.000 Babys im Jahr wären und das selbst bei maximaler Reprodukutionsfokussierung nicht stimmen könne, wird meist abgetan. Es war der Tag, an dem man gerne einmal aus Deutschland verwiesen wurde. Auch mir wurde dies zweimal angeraten, weil ich das Schild „Frankfurt zeigt Gesicht gegen Islamismus“ hielt und dies nicht sogleich herunter nahm auf Befehl.

Dazwischen immer wieder gute Gespräche wie das mit zwei jungen Männern, beide Muslime, die kritisch beäugten, dann herüberkamen und mit denen dann doch ein wirklich gutes Gespräch möglich war. Wir bedankten uns gegenseitig für den Austausch und sie liefen dann noch ein wenig bei den anderen Mitstreitern herum und lauschten. Mehrere gute Gespräche waren mit Passanten mögich, die sich wunderten, dass so wenige sich anschließen, dann aber selber Angst hatten.

Ein Mitstreiter, vor einigen Jahren aus einer Diktatur nach Deutschland gekommen, wunderte sich auch. Er habe Tage Dunkelhaft erlitten für eine freie Meinung, habe hinter sich nichts gehabt als die Ungewissheit, und hier sei man mit dem Rechtsstaat hinter sich so ängstlich, so verzagt.

Verzagt waren Samstag auch die LIES!-Aktivisten. Sie tauchten nicht auf. Auch die männliche und die weibliche Unterstützerszene fehlten komplett.

Wie sich allerdings insbesondere jüdische Mitstreiter fühlen, wenn, wie geschehen, mehrere kleine Jungs an Hitler erinnern und „Gas, Gas macht Spaß“ rufen, kann man nur erahnen.

Eins ist allerdings sicher: In manchen Familien scheinen Kinder schon früh mit einem brutalen Antisemitismus aufzuwachsen. Da ist es anscheinend normal, andere Menschen abzuwerten und über den Holocaust Witze zu machen. Unvorstellbar.
Ich vermute, die Abwertung wird alle „anderen“, alle Nichtmuslime betreffen, wenn auch nicht mit gleicher Wucht.
Ob Schulbücher so etwas aufnehmen?
Wie kann Schule da nur gegenwirken? Kann sie das überhaupt?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort etwas so Elementares besprochen wird, dem anderen sein Lebensrecht anzuerkennen. Es wird schlicht vorausgesetzt.

Es scheint, wir müssen bei manchen ganz, ganz vorne beginnen.

Augen voller Krieg

Von einem Bekannten, der gerade im syrischen Grenzgebiet ist:

„Liebe Sigi,

ich befinde mich aktuell in şanlı urfa nähe Syrien. Ich bin geschockt, was die IS mit den Andersgläubigen anstellen. Ich habe ca. 1000 euro für die Kinder gespendet, die hier leben. Ich konnte meine Tränen nicht halten, als ich diese Menschen sah, was für eine Angst die in den Augen haben. Das Morden und die Verfolgung der Christen in der islamischen Welt ist schrecklich. Was die Türkei betrifft: Die IS Kämpfer können ohne Kontrolle ein und ausmarschieren, wie sie wollen. Es gibt nur ein paar Kontrollpunkte, ansonsten ist die Grenze offen. Ich habe sogar gesehen, dass die IS Kämpfer in türkischen Krankenhäusern behandelt werden medizinisch. Die haben in mein Handy geschaut und mich aufgefordert, die Bilder zu löschen. Es fliegen aber auch massig Kampfjets. Ich hoffe, die machen alle IS Kämpfer platt .

Viele Grüße in die Heimat“

Wenn man solche Dinge persönlich mit ansieht, dann verändert das eine mitfühlende Person. Man will nur, dass das aufhört, weil es eigentlich gar nicht zu ertragen ist, das alleine schon zu wissen und die Folgen zu sehen.