Evidence: Islamologen auf Süd-West voraus

Junger Verein „Evidence e.V.“ in Stuttgart mit problematischen Akteuren

Der noch relativ junge Verein „Evidence e.V.“ aus Stuttgart ist seit etwa anderthalb Jahren eingetragen. Trotz dieser kurzen Bestehenszeit ist es dem Verein nach eigenen Angaben gelungen, das „Demokratiezentrum Baden-Württemberg“ als „Kooperationspartner“ zu gewinnen:

https://www.evidence-institut.de/referenten/

Das allerdings kann nicht mit rechten Dingen zugehen. In der „Präambel“ finden sich zwar schöne Worte über den Wert der Verfassung, über deren Ethik und Moral:

Die Mitglieder des Vereins “Evidence e.V.” geben sich
– geleitet von der gemeinsamen Überzeugung, der deutschen Verfassung und dem Islam, insbesondere ihrer Moral und Ethik verpflichtet zu sein:
– einig darin,
das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, die Verfassung der Bundesländer, und das deutsche Recht in seiner Gesamtheit zu befolgen.“

Und weiter:

Bei der Auswahl der Mittel und Wege zur Erfüllung der gemeinsamen Aufgaben des Evidence e.V. werden die islamischen Lehren im Rahmen des Grundgesetzes und im Einklang mit den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland angewendet. Ist ein solcher Einklang nicht gegeben oder bestehen Zweifel daran, so geht die Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland vor.

https://www.evidence-institut.de/fileadmin/user_upload/PDF/Satzung%20des%20Vereins%20Evidence%20e.V.pdf

Fragt sich immer, wo und bei wem solche Zweifel aufkommen könnten. So mancher ist da ja überaus flexibl und sieht keinen Widerspruch – sofern er nicht darauf angesprochen wird und am besten erst gar keinr die Widersprüche entdeckt. Auch sind die Herrschaften, die im Vereinsregister auftauchen, (noch) weniger bekannt:

Gemeinschaftlich vertretungsbefugt im Vorstand sind:

Herr Phillip Nürk
Frau Hyat Abdul Ghani
Frau Süreyya Simsek-Merdivan
Frau Amaal Misir
Frau Sara Behr

https://www.evidence-institut.de/rechtliches/impressum/

Doch schon in seiner Satzung heißt es unter § 2:

Der Verein strebt zudem nach einer eigenen Einrichtung zur islamwissenschaftlichen und islamologischen Aus- und Weiterbildung für Muslime und Nichtmuslime.

https://www.evidence-institut.de/rechtliches/satzung/

Wenn man denn kundig ist, ist das ein wichtiger und auch oft weiterführender Hinweis, denn dann muss man schauen, wer dies betreibt und ob die Spur nicht nach Wien führt. Völlig offensichtlich wird es dann beim Angebot der Veranstaltungen, Lehrinhalte und vor allem bei dem genaueren Blick auf die Referenten*:

https://www.evidence-institut.de/referenten/

Dr. Amir Zaidan ist ebenso langjährig einschlägig bekannt wie Dr. [Michael Frank Ahmad] Abdurrahman Reidegeld. Zum Herrn Zaidan, der in Wien das „Islamologische Institut“ betreibt, siehe unter anderem:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/08/30/mainzer-huetchenspiele/

Man machte beim „Islamologen-Tag“ 2017 mit:

http://islam.de/28793

https://www.islamische-zeitung.de/von-empoerung-zum-engagement/

Beim Blick in das Video von dem Tag klärt sich wohl auch die Sache mit dem „Kooperationspartner“:

Man beachte bei 1:21 etwa auch unerwartete Besucher: Das sind wohl die Herren Hoffmann und Kil von „Realität Islam“ **:

Quelle: obiges Video

[Bemerkenswert auch die Geschlechtertrennung schon beim Essen.]

Das „Demokratiezentrum Baden-Württemberg“ machte dort wohl schlicht einen Stand. So flott wird Weiterlesen

Stuttgart, Bremen: Inkarnierter Fanatismus

Über verstörend aggressive Kulthandlungen mit Kindern und Jugendlichen bei einigen Schiiten

Über die Instrumentalisierung und frühe Indoktrinierung in einem Bremer schiitischen Verein, der Al Mustafa Gemeinschaft, war hier bereits berichtet worden.

https://vunv1863.wordpress.com/2017/10/06/hizbollah-kinder-in-bremen/

Die verstörenden Bilder zeigen Kinder, die von früh an in dem Geist erzogen werden, dass sie persönlich nichts sind, dieses Kollektiv alles und die intensiv lernen, dass ihre Gefühle fokussiert werden auf das Kollektiv und die Narrative dieser Gemeinschaft.* Der totalitäre Zugriff auf das Individuum ist umfassend. Gelingt dieser Zugriff, wird subjektiv eine andere Art von Realität geschaffen, die abgekapselt und gegen Außeneinflüsse immunisiert wird. Der Betroffene lebt im wahrsten Sinne des Wortes gedanklich in seiner eigenen Welt, die er nur mit jenen teilt, die ähnliche Erfahrungen machten. Durch diese frühe Fokussierung und emotionale Einengung können kollektiv Emotionen und Aggressivität beeinflusst werden, die in fanatischen Kulthandlungen einer emotionalen Wucht kulminieren, die in mitteleuropäischen Kontexten allenfalls noch an die Flagellanten** erinnern.

Die folgenden Bilder stammen von der Al Mustafa Gemeinschaft Bremen und da dort wenig Abgleich stattfindet, wie diese Bilder auf andere, die nicht dieser Indoktrinierung unterlagen, wirken mögen, werden sie veröffentlicht und sind frei verfügbar:

Das ist nicht „bunt“, keine harmlose Folklore, sondern böse und höchst widerwärtig.
Man beachte auch das militärische Gebrülle, die Formation und die Fahnen, mit denen auch die Kinder herumziehen.

Was dort (noch) überwiegend mit der Umlenkung auf Autoaggressivität dargeboten wird, erzeugt mit dem militärisch anmutenden Aufmarsch und den Fahnen einen Eindruck, der zu Überlegungen verleitet, gegen wen sich diese entfesselte Aggressivität richten möge, sollte sich die Gruppe einmal herausgefordert sehen oder eine entsprechende Anweisung erhalten. Das ist nicht unbegründet nicht nur verstörend, sondern auch beängstigend.

Der Verein ist übrigens IGS-Mitglied:

Quelle: Der Verein ist übrigens IGS-Mitglied: , Abruf 24.09.2018

Man entsinne sich, das ist der Dachverband, der erhebliche öffentliche Mittel erhält, um angeblich gegen Extremismus etwas zu machen:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/11/17/gefoerderte-spiegelfechterei/

Die Bild hatte das einige Monate später aufgegriffen

https://www.bild.de/politik/inland/islamismus/eu-gelder-bka-igs-extremismus-54204484.bild.html

https://www.bild.de/politik/inland/iran/iran-anfrage-gruenen-zu-vereinsfoerderungen-54652812.bild.html

In einem weiteren schiitischen Verein in Stuttgart*** dienen Kinder als „blut“getränkte Statisten für das Weiterlesen

Offenbach: Dawat e Islami plant Einrichtung

Problematische Gruppierung will in Offenbach aktiv werden

Die pakistanische Missionsbewegung Dawat e Islam will eine Moschee in der Schloßstraße in Offenbach eröffnen. Die Hauptströmung, der die Bewegung zugeordnet werden kann, Barelwi, macht regional unterschiedlich erhebliche Bevölkerungsanteile in Pakistan aus. Die Barelwi-Bewegung grenzt sich (wie auch umgekehrt) von anderen lokal relevanten Richtungen ab. Schwerpunkt ist die Provinz Punjab:

The stronghold of Barelvism remains Punjab, the largest province of Pakistan. By one estimate, in Pakistan, the Shias are 18%, ismailis 2%, Ahmediyas 2%, Barelvis 50%, Deobandis 20%, Ahle Hadith 4%, and other minorities 4%. “

https://www.globalsecurity.org/military/intro/islam-barelvi.htm

Auch wenn einige theologische Herleitungen und Handlungsweisen mit dem Sufismus gemein sind bzw. auch von Sufis vollzogen werden, erlaubt dieser Umstand im Gegensatz zur öffentlichen Assoziation per se keine Aussage über die Friedfertigkeit (das ist eine ganz andere Frage). Die obige Abgrenzung geht bis hin zu dem Punkt, an dem der andere zum Ungläubigen erklärt wird. Zur Strömung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Barelw%C4%AB-Bewegung

Das Oberhaupt der Untergruppe Dawat e Islami:

Dennoch wurde die Barelwi-Bewegung durchaus in Pakistan eine zeitlang staatlich gefördert, um ein Gegengewicht zu den seinerzeit als gefährlicher eingestuften Deobandi (die ideologisch z.B. die Taliban beeinflussten) zu schaffen. Dies wurde insbesondere nach 2001 voran gebracht und mündete in einer gewissen Institutionalisierung:

After 9/11, the Musharraf regime started to institutionalize Sufi Islam in Pakistan to counter the new wave of religious extremism by establishing the ‘National Council for Promotion of Sufi Council.’ It was argued that Sufism was based on tolerance and harmony which suited Pakistan’s diversity. The United States also took a great interest and even sponsored the Sunni Ittehad Council (SIC)—a Barelvi religious party which was primarily established to incite Barelvis to counter the influence of the Taliban and extremist ideologies. After the Musharraf regime, the Pakistan People’s Party—consisting mainly of the descendants of Sufis i.e. Pirs (saints) and Pir-landlords – also started to promote Sufi values to counter the threat of extremism and terrorism by renaming the Council as ‘Sufi Advisory Council’ (SAC). Barelvi clerics also declared that Deobandis were responsible of the violent extremism in the country and this narrative further widened the gulf of sectarianism in society.“

Quelle: nächster link.

So weit die staatliche Planung. Unterschätzt wurde jedoch, dass diese fundamentalistische Strömung mit ihren vielen Unter-Organisationen dennoch das blieb, was sie ist: Ein Sammelbecken unterschiedlicher fundamentalistischer Organisationen und Unter-Strömungen, die bei einem einenden Ereignis gemeinsam agieren können. Ein gemeinsamer Feind, eine gemeinsam verurteilte und abgelehnte Haltung kann sofort das Ende der vorher gut geglaubten Zusammenarbeit und der Friedfertigkeit bedeuten. Wenn nicht die Haltung bekämpft wird, Menschen abzuwerten, sondern nur auf eine momentane Friedensbekundung gesetzt wird, ändert sich nichts am erheblichen und sofort aktivierbaren Fanatismus und der dann zutage tretenden gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Dieser Fall ist in Pakistan eingetreten und die Strömung wirkt zunehmend radikal und militant: Weiterlesen

Offenbach: Salafistische Vernetzung

Fragwürdige Aktivitäten in Offenbach

Die Moschee Al Fath des marokkanischen Vereins in der Offenbacher Waldstraße besteht seit etlichen Jahren. 2006 sollte dorthin Pierre Vogel kommen, was aber dann doch nicht stattfand. Weniger wahrzunehmen war jedoch, dass eine Reihe noch problematischerer Prediger immer wieder zu Gast war. Das beginnt mit Tarik ibn Ali, der wiederholt auftrat.* Der Prediger sitzt mittlerweile in Großbritannien ein und steht unter dem Verdacht, eine Terrorgruppe instruiert zu haben. Allgemein wurde vermutet, dass er Gelder nicht nur für Moscheebauten, sondern auch für die Unterstützung des IS einsammelte. Seine Betätigungen sind in etlichen Beiträgen hier auf dem blog dokumentiert. Das geht über Amen Dali, der Anfang 2016 in der Einrichtung predigte. Dali ist der Imam des unter Beobachtung stehenden Al Faruq Centers:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/03/04/seelenfang-statt-seelsorge/

Dali ist im Netzwerk des Stuttgarter Imams Fathy Eid und des Neil bin Radhan. Dieses Netzwerk ist salafistisch ausgerichtet und seit Jahren Gegenstand der Beobachtung des baden-württembergischen Verfassungsschutzes. Siehe dazu auch:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/01/30/heilbronn-stuttgart-und-halal/

Zu bin Radhan:

http://www.verfassungsschutz-bw.de/,Lde/Startseite/Arbeitsfelder/Neil+ibn+RADHAN+propagiert+den+bewaffneten+Angriffskrieg+und+eine+als+islamisch+verstandene+_Sex_Sklaverei_

In diesem Netzwerk ist auch Issam Abu Abdallah alias Abu Abdallah At Tunissi alias Issam Benhamed – wohl in Frankfurt wohnhaft – immer mal aktiv (Benhamed ist wie Dali tunesischstämmig).**

 

So hier in Stuttgart:

 

Oder beim gemeinsamen Seminar mit dem Herrn bin Radhan:

 

Benhamed war vor wenigen Tagen wieder in der Al Fath Moschee in Offenbach:

 

Dies war jedoch wohl nicht der erste Besuch:

2016, beispielhaft:

 

Letzten Dezember, beispielhaft für verschiedene Aktivitäten im Jahr 2017:

 

Und hier eine Konversion in der Al Fath letzten November:

 

In den Jahren 2016 und 2017 gab es also etliche Gastauftritte in der Al Fath.

Benhamed scheint auch Wohnungs-Dawa zu machen:

 

Der Herr Benhamed legt seine Vorstellungen zu Neuerungen dar:

Es wird maximale Unterwerfung und Gehorsam gepredigt, Die einzig richtige Gottesliebe ist Gehorsamkeit. Jede Neuerung (bida) wird abgelehnt.**

Über seinen youtube-Kanal verbreitet er seine Predigten und die Inhalte anderer ausgewählter Personen:

https://www.youtube.com/channel/UCzM1Ei8XY8UkGjLgo6xliJw

Das ist so exklusiv, dass neben ihm fast nur Fathy Eid bzw. die Kommentierung eines Buchs von Eid selektiert wird:

https://www.youtube.com/channel/UCzM1Ei8XY8UkGjLgo6xliJw/videos?sort=dd&view=0&shelf_id=1

Unter anderem die Videos werden auch auf Facebook verbreitet:

https://www.facebook.com/al.estiqamah.de/

Mit Amen Dali und anderen werden Seminare veranstaltet:

 

Diese Einbindung in salafistische Kreise wird auch hier deutlich:

Gefällt mir Angaben fb Profil Benhamed

Wohl nicht nur über den Studienort Darmstadt – eigene Angabe – bestehen Kontakte auch zur dortigen Szene, siehe Facenook-Profil, Interaktionen von Aktivisten der „Darmstädter Muslime“, „gefällt mir“ Angabe bei „Islamic Care“ (siehe Beiträge dazu auf diesem blog).

Es fragt sich also, warum man bei der Al Fath einen Prediger etliche Male wiederholt einlädt, der derartig eingebunden ist und derartige Inhalte verbreitet. Man muss auch deutlich damit rechnen, dass ein solcher Prediger ähnlich strukturiertes Publikum zusätzlich anzieht. Solche Auftritte sprechen sich ja herum. Will man in Kauf nehmen, dass v.a. Jugendliche zusätzlich auf einen sehr fundamentalistischen Weg geführt werden? Integrativ ist das alles nicht.

Und auch ein Trauerspiel: Die andere Moschee, in der sich marokkanischstämmige Mitbürger in Offenbach engagieren bzw. aufsuchen, wirkt zunehmend muslimbrudernah (die zugehörende Koranschule sollen über 400 Kinder (!) aufsuchen). Marokkanischstämmige Muslime sollten in Offenbach darauf achten, was ggf. ihren Kindern beigebracht wird. Und die Stadtgesellschaft sollte hinschauen, in welcher Weise an diesen Einrichtungen agiert wird.

 

 

*
Aus den Jahren 2012 und 2013 liegen Videos vor.
ibn Ali war aber neben weiteren Problemmoscheen auf seinen Tourneen auch in der Al Huda-Moschee in Offenbach (das ist die weitere Einrichtung Marokkanischstämmiger, die im Beitrag benannt wird). ibn Ali tourte im Schnitt zweimal pro Jahr in der Region.

**
Man beachte den Hintergrund:

**
Eune aktuelle Predigt, gehalten an unbekanntem Ort. So zwischendrin, ab 11:40 auch etwas in deutsch (was mir aber unwesentlicher erscheint):

Heilbronn, Stuttgart und halal

Ein wenig über weiter bestehende und aktive salafistische Netzwerke im Südwesten

Der Heilbronner Neil Bin Radhan ist seit langen Jahren als Aktivist der salafistischen Szene im süddeutschen Raum bekannt. Er ist bestens vernetzt, wirkt aber mehr in die Szene hinein denn zur Mehrheitsgesellschaft hin. Aktuell macht er wieder Werbung für seine „Islam-Akademie“, mit der auch Einnahmen generiert werden sollen.*

Der Herr Radhan hat eine Reihe von Zugängen zu den sozialen Medien, hier nur Facebook:

https://www.facebook.com/neilbinradhan/

https://www.facebook.com/islamakademie/ *

https://www.facebook.com/darulkitabverlagshaus/?hc_ref=ARQWzpp5yG2J_dk-y0zJNRzN2Cowiib-j2tRQUwajkFWtE_pWuKZHAlxh0syBd7ddDw&fref=nf

Er verweist auch intensiv auf einen Verein Güte e.V. Der neuere Verein hat zwar als Vereinsvorsitzenden einen Markus Iljas Röhrle:

Dieser ist jedoch zugleich Vorsitzender des „Hohenloher Deutschsprachiger Muslimenkreis e.V.“;

Die beiden Vereine scheinen ideologisch und von der Ausrichtung dem Netzwerk von Radhan sehr nahezustehen:

Auf der Facebookseite des Vereins wird eifrig Werbung für die Schriften aus Radhans Verlag gemacht;

https://www.facebook.com/gueteverein/

Der Verein bemüht sich jedoch auch, in die Mehrheitsgesellschaft hineinzuwirken. Anscheinend war der berichtende Journalist des nachfolgenden Artikels nicht im Bilde: Es mag sich um ein übliches Anliegen handeln, aber ein normaler Muslim ist der Herr Röhrle sicher nicht:

https://www.swp.de/suedwesten/staedte/schwaebisch-hall/neue-haller-bestattungsregelung-fuer-muslime-_das-macht-nicht-jede-stadt_-23108707.html

Haltungen und Einbindungen sind eben nicht üblich.

Dem Herrn Röhrle schwebt z.B. nach seinen Einlassungen in dem Video unten der breitflächige Auf- und Ausbau einer parallelen sozialen Infrastruktur vor: Von der Wiege bis zur Bahre soll alles gesondert sein und insbesondere die Kinder sollen nicht auf die Idee kommen, das elterliche Dictum zu hinterfragen. In jedem Lebensbereich soll sich die Gegengesellschaft manifestieren.

Um so bedenklicher ist es, dass sie nach Angaben vom Herrn Röhrle „Flüchtlingsarbeit“ anbieten und machen:

 

Daneben wird von Radhan ein Verlag betrieben, dessen Sitz jetzt in Heidelberg angegeben wird:

https://www.darulkitab.de/impressum/

http://durus.de/events/range.listevents/-

In Heilbronn steht Radhan dem Bilal Verein nahe bzw. predigte dort. Sein Portal „durus.de“ ist bei denic noch an derselben Adresse wie der Bilal Verein mit einer „Shayla UG“ gemeldet. Nunmehr wird Weiterlesen

Opfer-Regeln für Köln

Die Stuttgarter, Hamburger und Kölner Vorgänge in der Silvesternacht, Raub und sexuelle Übergriffe in größeren Männergruppen, haben es denn doch breiter in die Medien und die internationale Presse geschafft. Sogar die New York Times berichtete nachfolgend. Die Politik greift es auch auf und spricht von ungeheuerlichen Vorfällen. Hinsichtlich der Einordnung ist man sich jedoch noch nicht so sicher. Was heißt das nun?

In Köln gab es heute eine „Krisensitzung“, in der Vorgänge und evtl. Versäumnisse beleuchtet werden sollten. Die Polizei hatte in ihrem Bericht von der Silvesternacht zwar von einer Gruppe von etwa 1000 Personen berichtet. Sexuelle Übergriffe kamen darin jedoch nicht vor. Heute wurde nun ergänzt, dass die Lageeinschätzung wohl falsch war:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/henriette-reker-sieht-keine-hinweise-auf-fluechtlinge-als-taeter-13998784.html

Man muss sich fragen, wenn die Lageeinschätzung so falsch war und es wohl zu etlichen Übergriffen kam, wie dann von einer ausreichenden Präsenz gesprochen werden kann. Wenn Übergriffe nicht einmal bemerkt wurden, ist „ausreichende Präsenz“ schon die nächste falsche Einschätzung. Polizisten werden nicht wie Tannenbäume nach Fläche berechnet, sondern ob die Aufgaben erfüllt werden konnten, was hier offenkundig nicht der Fall war. Man sollte aufhören, das zu beschönigen.

Sicher muss bei den nun vorliegenden 90 Strafanzeigen geschaut werden, was eine Relevanzschwelle überschreitet. Unter dem Aspekt, dass eine solche Strafanzeige von weiblichen Personen, die meist wissen, dass vor Gericht im Zweifelsfall penibel und peinlich nachgefragt wird, eher nicht erstattet wird bzw. große Hemmungen bestehen, kann man jedoch eine gewisse weitere Anzahl im Hintergrund vermuten. Solche Strafanzeigen werden, zumal sie nicht in einem Beziehungszusammenhang stehen, in dem Falschanzeigen schon mal vorkommen, meist nicht leichtfertig gestellt.

Es wird eine Aufarbeitung geben, die sicher einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Da mit dem Kölner Karneval bereits das nächste Großereignis absehbar ist, haben die Kölner Verantwortlichen auch bereits dieses in ihre Überlegungen einbezogen. Ab diesem Punkt wird es jedoch ebenso weltfremd wie bizarr..

So soll es etwa „Verhaltensregeln“ für junge Frauen und Mädchen geben, „damit ihnen solche Dinge nicht widerfahren“, sagt Reker mit Bezug auf die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht. Es gebe bereits einen Verhaltenskatalog, der nun aktualisiert würde und bald online abrufbar sein wird.

Einen ersten Vorgeschmack gibt es bereits:

Frauen sollen zu Fremden „eine Armlänge“ Distanz halten

http://www.rp-online.de/nrw/panorama/koeln-krisenstab-will-verhaltensregeln-fuer-karneval-aufstellen-aid-1.5669639

http://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Verhalten-der-Taeter-war-absolut-intolerabel-article16695326.html

 

atoms

Kölner Modell gegen Vergewaltigung im Bild rechts Bild: http://www.chemguide.co.uk/atoms/properties/atradius.html

 

Das wird sicher ein Exportschlager.

Reker und der Kölner Polizeipräsident scheinen die eigenen Berichte nicht gelesen zu haben und auch nicht die aus Hamburg. Da war von Jagden auf Frauen die Rede und Umzingelungen. Reker und Albers scheinen sich so etwas gar nicht vorstellen zu können: Personen, die einen feuchten Kehrricht auf die eigenen Distanzbemühungen geben, sondern trotz Aufforderung und eigenem Abrücken so nah kommen, dass man ihren Atem im Nacken spürt. Eine Armlänge Distanz ist irrelevant, wenn man gejagt wird. Ist man umzingelt auch. Rekers und Albers Tipps hätten – eingehalten – den Opfern ungefähr so geholfen wie der Knoblauch auf der Fensterbank.

Es ist aber mehr als Hilflosigkeit, wenn solche Statements erfolgen: Es ist der alte Minirock im neuen Schnitt: Mädchen, passe dein Verhalten an, dann passiert weniger. Regeln für die Frauen zu machen, heißt Regeln für die Opfer zu machen, weil man die Regeln bei potentiellen Tätern nicht durchsetzen kann. Man macht weitere Regeln für diejenigen, die Regeln einhalten, weil man bei denen, die Regeln nicht einhalten, nicht oder nicht spürbar genug durchgreifen kann. Und natürlich ist das im Vorfeld schwierig. Diese Bankrotterklärung nebst mehr Regeln für die Regelgetreuen hätte man sich aber sparen sollen. Dann lieber ehrlich gesagt: Wir denken noch mal in Ruhe drüber nach, was man zweckmäßig machen kann.

Ich gebe zu, dass das Sicherheitskonzept für den Karneval herausfordernd ist. Was aber Reker und auch Albers dringend begreifen müssen, ist, dass Regeln für den sind, der sie bricht. Bei den Männern, nicht bei den Frauen.

Sonst ist das erste wirklich abschließend Geschaffte der Kölner Karneval.

It´s a man´s Kölle

Über die „Maskulinisierung des öffentlichen Raumes“, zur Einordnung der Vorfälle in mehreren Städten in der Silvesternacht, bei denen es zu erheblichen sexuellen Belästigungen von Frauen kam

Mancher wird sich noch an die Minirock-Debatten der 70er erinnern oder hat über sie gelesen: Sind Frauen selbst daran schuld, wenn sich Männer nicht mehr beherrschen können? Kann die „Provokation“ den Übergriff erklären, kann sie Grund für Strafmilderung sein?

Die Gesellschaft hierzulande hat sich nach erbitterten Debatten und manchem Rückschlag zur Zeit so entschieden, dass Männer sich im Griff haben müssen. Sie müssen ein Nein akzeptieren und da gibt es auch keine Debatten mehr. Schon das zu intensive Schauen, das Gaffen, wird gesellschaftlich abgelehnt, da hat Mann noch gar nichts gesagt, geschweige denn getan. Das gilt für Frauen in jedwedem Bekleidungszustand, Nicht wenige europäisch sozialisierte Männer, vor allem der akademischen Schicht, sind mittlerweile so konditioniert, dass sie sich kaum noch trauen, Frauen überhaupt zu fragen, ob denn vielleicht was möglich wäre, es sei denn, sie bekommen von der Frau klare Signale, dass eine Anfrage nicht nur in Ordnung ist, sondern vielleicht auch erfolgversprechend sein könnte. Ausnahmen gibt es immer.

Frauen haben sich also daran gewöhnt, dass sie im öffentlichen Raum meist unbelästigt bleiben können, egal was sie tragen. Leider gibt es Kulturkreise, in denen das noch sehr, sehr anders ist. Vor drei Jahren ging der Fall einer indischen Studentin um die Welt, die von 6 Männern brutal vergewaltigt wurde. Man benutzte sie wie ein Stück Vieh und warf sie zum Sterben auf die Strasse. Schon aus dem relativ nüchternen Wikipedia-Beitrag erkennt man die völlige Empathie-Losigkeit der Täter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gruppenvergewaltigung_in_Delhi_2012

 

Solche Taten sind nicht so selten in Indien, wenn auch dieser Fall durch besondere Grausamkeit imponiert. Oft werden die Frauen, auch Kinder oder halbe Kinder, „nur“ vergewaltigt und danach getötet oder sie werden von den Verwandten als Exemplar nun ohne Wert umgebracht. Opfer erzählen oftmals also besser nicht von der Tat; sie werden dadurch ein weiteres Mal Opfer. Sie leben fortan in Angst, denn der Vergewaltiger könnte von der Vergewaltigung erzählen, sie könnten gezwungen werden, ihn zu heiraten. Frauenverachtung ist dort gesellschaftlich akzeptierte Haltung, Frauen gelten als minderwertig. Verbreitet werden weibliche Föten abgetrieben, was den Frauenmangel zusätzlich zuspitzt. So eine Haltung gibt es durchaus verbreitet in Afrika, Indien, Pakistan, Bangladesh, im nahen und mittleren Osten. Beispielhaft:

http://www.smithsonianmag.com/smart-news/egypt-99-women-have-been-sexually-harassed-180951726/?no-ist

Gesellschaften, die immer noch Clanstrukturen aufweisen, auf die modernere Gesellschaftsstrukturen gleichsam draufgepfropft wurden. haben eine besondere Beharrungstendenz in diesen archaischen Mustern. Es sind Männergesellschaften, in denen die Frauen im öffentlichen Raum nicht oder kaum vorkommen. Sind sie das doch, dann nehmen sich Männer häufiger das, was sie dann als herrenloses Gut meinen klassifiziert zu haben. Es gibt ekelhafte Sprichwörter, die sich darum drehen, dass Männer wie Hunde wären und Frauen wie Fleisch. Das Menschenbild ist für beide Geschlechter gleichermaßen widerwärtig. Personen aus einfacheren Schichten werden oftmals so erzogen, dass das die Normalität in den Köpfen ist. Auch die akademische Schicht ist davon manchmal noch nicht frei (es wäre wichtig, dass die freiheitlich Denkenden hier lebenden darunter sich jetzt engagieren und aufklären!). In der Gruppe auf der Strasse können Männer relativ sicher sein, dass ihre Tat schlimmstenfalls halbherzig verfolgt und bestraft wird. Sind sie daher in der Gruppe auf der Strasse, agieren sie oftmals als Gruppe. Berichte von Frauen aus den genannten Ländern über das tägliche Spießrutenlaufen finden sich in großer Zahl im Internet inkl. widerwärtigster Videos, die manchmal von den Tätern selber veröffentlicht wurden.

Kindermund:

In völlig islamistischen Ländern wie Saudi-Arabien oder dem Iran kommt es durch die verbreitete Geschlechtertrennung kaum noch zu solchen Strassenszenen. Vielfach wird die Frau jedoch der Unzucht angeklagt und oft auch von Staats wegen getötet, sollte sie eine Vergewaltigung anzeigen oder dies öffentlich werden.

Diese Haltung wirft auch noch einmal ein Licht auf die Entsendung von mehrheitlich jungen Männern in der aktuellen Lage: Misstrauen in die Disziplin schon der mitreisenden Männer ist wohl Teil des Kalküls.Vergewaltigungen auf der Flucht sind nicht unüblich und werden häufig berichtet.

Derlei Dinge sind bei uns ganz unverstellbar. Die brutale Frauenverachtung ist fremd und die Gruppenaktionen sind noch befremdlicher. Zum Vergleich die vielen Gelegenheiten von public viewing die letzten Jahre: Auch da ein Männerüberhang, darunter auch viele alkoholisierte Männer, aber dass sich ganze Gruppen zusammentaten, um über Frauen herzufallen, ist ein untypisches Verhalten.

Ihn Köln brach sich jedoch genau ein solches Verhalten, wie man es z.B. in den Strassen von Kairo nicht so selten beobachten kann,  in der Silvesternacht Bahn. Eine große Anzahl von Männern, jeweils in Gruppen, belästigte Frauen und raubte sie bei Möglichkeit gleich noch aus. Polizei, Polizeigewerkschaft und Stadt sind sich einig, dass so etwas noch nie da war und dies eine völlig neue Qualität sei:

http://www1.wdr.de/themen/aktuell/koeln-uebergriffe-silvester-hauptbahnhof-100.html

Die Berichterstattung über dieses Phänomen läuft erst mühsam an. Vielleicht weiß man in den Redaktionsstuben nur nicht, dass es das Phänomen auch andernorts gibt und setzt daher nicht in Zusammenhang. Es ist redlich und richtig, dass man versucht einer evtl. möglichen Pauschalisierung entgegenzuwirken und das ist auch etwas, was nicht sein darf. Trotzdem sollte und muss man die Struktur dieses Verhaltens erkennen. Das gab es nämlich auch noch in anderen Städten:

Zum Beispiel in Stuttgart, dort ein Vorfall mit ähnlicher Masche, auch aus der Gruppe heraus:

http://www.focus.de/regional/stuttgart/vorfall-in-stuttgart-junge-maedchen-sexuell-belaestigt-und-ausgeraubt_id_5188052.html

Ähnliche Vorgänge gab es wohl auch in Hamburg in der gleichen Nacht. Ein Augenzeuge berichtet:

[…]

„Danke! Da gab es kein „Entgegenstellen“. Da waren hunderte, die nur aufeinander zugerannt sind und allen Frauen zwischen die Beine gegriffen haben!
Es war eine halbe Massenvergewaltigung/-Nötigung.
Unfassbar!!!
Die Polizei hat den ganzen Abschnitt gesperrt!“ […]

„Hätten uns hunderte Deutsche Skinheads eingekreist, hätte ich etwas über das Nazi-Pack gepostet.
Hand drauf.
Das ist KEINE Propaganda.
Das ist Realität!
Ich wünsche dir und deinen Lieben, dass du NIEMALS so etwas erleben musst. Wenn doch: Dann bin ich auf deine „Propaganda“ gespannt.
Wenn du ggf. zur gleichen ethnischen Gruppe gehören solltest: Du hast mein Mitgefühl, dass du indirekt unter den Taten dieser widerlichen Wichser leiden musst.“

Die Bild hat es gerade eben aufgegriffen:

„Einige Mädchen wurden wie Vieh gejagt. Das so etwas in Hamburg möglich ist, macht mich fassungslos. Da bekommt man Angst, auf dem Kiez zu feiern.“
Andere Frauen schilderten in sozialen Netzwerken, dass ihnen unter den Rock gegriffen wurde. Wenn sie sich wehrten, wurden ihnen die Hände festgehalten.“

http://www.bild.de/regional/hamburg/sexuelle-belaestigung/auf-der-reeperbahn-44017940.bild.html

Im StGB ist im § 177 die sexuelle Nötigung qualifiziert u.a. durch:

(2) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn

1. der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt oder an sich von ihm vornehmen läßt, die dieses besonders erniedrigen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Vergewaltigung), oder
2. die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen wird.

Das kann, muss aber nicht Haft bedeuten (genau 2 Jahre können noch zur Bewährung ausgesetzt werden). Kommt da noch etwas hinzu, ist es sicher Haft. Eine Ausweisung ist bislang ab 3 Jahren Haft möglich. Meiner Ansicht nach sollte das auf ein Jahr abgesenkt werden.

Es wird jetzt wichtig sein, die Täter zu fassen und die Vorgänge so gut es geht, aufzuklären. Es wird ebenfalls wichtig sein, zu erkennen, was an Aufklärung über hiesige Gebräuche und Regeln in der Vermittlung unabdingbar ist. Sollte die Einschätzung von Opfern und Polizei zutreffen, wären das auch Personen, die keinen Anspruch auf Aufenthalt hätten, also im Prinzip illegale Einwanderer, auf die man natürlich üblicherweise kaum Zugriff hat. Unter den Festgenommenen scheinen viele keine Papiere mit sich geführt zu haben, was alles erschwert. Ungeachtet dessen muss dort gegengewirkt werden. Es wäre nicht hinnehmbar, dass Frauen sich im öffentlichen Raum abends weniger frei bewegen können. In Köln, in Stuttgart, in Hamburg und anderswo. Dieser Preis wäre zu hoch.