Wolfsburg: Schwarz-weiß ist das neue bunt

Wolfsburger Kulturzentrum mit Doppelstrategie

Die Islamische Kulturzentrum Wolfsburg war auf diesem blog schon mehrfach Thema. Hier zur Finanzierung und dahinter stehender Ideologie

https://vunv1863.wordpress.com/2017/04/05/moschee-report-diesmal-eine-ganz-andere-moschee/

Leider hat die bisherige öffentliche Aufmerksamkeit nicht dazu geführt, dass sich in Wolfsburg etwas bewegt hätte. Allenfalls werden die „Sphären“ jetzt noch stärker getrennt.

Die WAZ berichtet über die Eröffnung eines „Jugendraumes“ in dieser Moschee:

http://www.waz-online.de/Wolfsburg/Stadt-Wolfsburg/Jugendraum-im-Islamischen-Kulturzentrum-eroeffnet

Benannt wird eine Förderung durch „Demokratie leben“.
Nicht benannt wird hingegen, dass dieser Verein der Muslimbruderschaft nahesteht.

Wohin die Reise geht, kann man hier erahnen:

Es wird religiös konnotiert.

es sind sie, die wahrhaft verderbt sind“ [gemeint sind die, die Gott „vergessen“ haben]
nicht gleich sind jene, die für das Feuer bestimmt sind“ [dito]

Man fragt sich, warum dieser Vers ausgewählt wurde.
Da hilft auch das „diversity“-buzzword nichts mehr.
Das ist sehr dichotom.
Und der lokale politische Akteur spricht von „euren Jugendlichen“, denen Raum gegeben wird.
Ach.
Er vergleicht, wohl ernst gemeint, die Jugendarbeit bei den Pfadfindern mit dieser religiösen Jugendarbeit.
Warum fördert die Stadt Wolfsburg so etwas? Das wird vielleicht hier ersichtlich. Man projiziert kirchliche Jugendarbeit auf diesen Verein und hält das für dasselbe:

https://scontent-frt3-2.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/23755182_1874749799219055_8522370573935554808_n.jpg?_nc_cat=0&oh=ab7b3f899b207c3e5b0c205e0a933a84&oe=5BC82BF4

Wolfsburg sollte einmal eine realitätsnähere Sicht auf die Einrichtung gewinnen, bevor sie da öffentliche Gelder geben. Wurde beim Verfassungsschutz Niedersachsen nachgefragt? Wohl kaum.
Da wird also am falschen Ort gespart: Jugendarbeit darf nicht in die Hände solcher Akteure gegeben werden, darf nicht Teil einer solchen Institution sein. Man unterstützt damit eine letztlich segregative Jugendarbeit, mag da noch so oft „diversity“ draufstehen. Man fördert deren ureigene und religiöse Verbandsarbeit wenigstens mittelbar, denn Jugendlich lernen, dass dort Jugendarbeit angeboten wird.

Indem die lokale Presse das Problem nicht benennt, sehen sich weder Verein noch Stadt veranlasst, etwas an ihren Handlungen zu ändern. So kommt es, dass die Gemeinde trotz ihrer Einbindungen mittelbar öffentlich gefördert wird. So kommt es, dass die Stadt beim Mummenschanz mitmacht, um keine Alternativen (die vielleicht teurer wären) anbieten zu müssen.

Denn dort ist man definitiv unbelehrt. Weiterlesen

Stralsund: Goethe war gut

Über die aktuellen Betätigungen des „Weimar Institut für geistes- und zeitgeschichtliche Fragen e. V.“

Das „Weimar Institut für geistes- und zeitgeschichtliche Fragen e. V.“ ist ein Verein, der maßgeblich auf die Initiative des Rechtsanwalts Andreas Abu Bakr Rieger und einiger anderer Konvertiten (vornehmlich) im Jahr 1996 zurückgeht:

https://de.wikipedia.org/wiki/Weimar_Institut

Der Vereinssitz ist in Weimar. Das Institut ist Herausgeber der Islamischen Zeitung, deren Chefredakteur Stefan Sulaiman Wilms ist:

https://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Zeitung

In den Jahren nach 2000 wohl war das Institut in Potsdam aktiv:

Ganz anders sieht es in der Weinbergstraße 21 aus – die zweite Anlaufstelle für Potsdamer Muslime: das Gebäude des Weimar Instituts für geistes- und zeitgeschichtliche Fragen e.V.. Die hübsch sanierte Villa besitzt im Gegensatz zur Al Farouq-Moschee mehrere großzügige Räume für das Gebet. […] Neben Bosniern, Iranern und Marokkanern gehören vorwiegend zum Islam Konvertierte dem Institut an. Rund 50 Mitglieder hat der Verein in Potsdam, darunter viele Familien mit rund 40 Kindern.

Bei aller Unterschiedlichkeit der Gebäude: Was die Gemeinden in der Leipziger und in der Weinbergstraße eint, ist ihre offizielle Ablehnung des politischen Fundamentalismus und seinem verkündeten Hass gegen die Werte des Westens. […] 

Vorwürfe anderer Art bestehen gegen das Weimar-Institut. Hinter ihm steht die international agierende Murabitun-Sekte. Der Potsdamer Instituts-Geschäftsführer Ahmad Gross war sogar Schüler des Sektenführers Ian Dallas, der sich Scheich Abdalqadir Al-Murabit nennt. Dallas soll in seinen Schriften Adolf Hitler „als erstaunliches und enttäuschend unerfülltes Genie“ gerühmt haben. Auch die deutsche Murabitun-Bewegung soll laut Verfassungsschutz schon in den 90er Jahren mit „aggressiv-antidemokratischen“ und „antisemitischen“ Publikationen auf sich aufmerksam gemacht haben. Jedoch sei bei der Gründung des Weimar-Instituts ein direkter Bezug zu den Murabitum vermieden worden – allerdings ohne im Kern von den Ideen des Scheichs abzurücken. Gegenüber den PNN bestätigte Gross diese Verbindungen.

http://www.pnn.de/potsdam/58971/

Zu den Betätigungen in Potsdam 2006/2007 siehe auch den Verfassungsschutzbericht des Landes Brandenburg 2008, S. 140:

http://www.verfassungsschutz.brandenburg.de/media_fast/4055/VSB_2008.pdf

Die Eigendarstellung des Instituts bzw. das Marketung der Betätigungen finden sich auf der Internetseite des Instituts:

In diesem Sinne lassen sich die regelmäßigen Aktivitäten und Angebote des Weimar Institut e.V. folgendermaßen gliedern:

• Bildungsarbeit und Dienstleistungen für muslimische Frauen und Jugendliche
• Organisation und Durchführung von Bildungsreisen
• Organisation und Durchführung von öffentlichen Vorträgen und Seminaren
• Teilnahme an und Mitgestaltung von Dialog-und Trialogveranstaltungen, Seminaren und Podiumsdiskussionen
Bürobetrieb in Weimar, als Dienstleistung für Kulturinteressierte aus aller Welt.
• Kooperation mit öffentlichen Schulen im Bereich Dialog, Integration und Information
• allgemeine Integrationshilfe
• religiöse Hilfestellung und Beratung für junge und neue Muslime
• Kooperation mit kulturellen und sozialen Einrichtungen in Europa und Afrika
• Betrieb eines Seminarzentrums in Stralsund
• Größere Textübersetzungen
• „Tag der Begegnung“
• Kurse zum Studium von Quellentexten
• Vorträge und Seminare
• Interreligiöser Dialog
• Sprachkurse Deutsch für ImmigrantInnen und StipendiatInnen
• Sprachkurse Arabisch für Erwachsene, Jugendliche und Kinder
• Stadtführungen durch & Seminare in Weimar“

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Moschee Report – diesmal eine ganz andere Moschee?

Über Fragen, die keiner stellt in Wolfsburg

Von Gastautor, Hema

In der neuen Sendung vom 3. April berichtet Constantin Schreiber nun aus dem Islamischen Kulturzentrum Wolfsburg. Dieses soll nun ganz anders, nämlich liberal sein und wird vom NDR zu Anfang wie folgt beschrieben:

Das Islamische Zentrum in Wolfsburg unterscheidet sich von den Moscheen, in denen Schreiber bisher war. Ein heller, moderner Bau, ein Imam, der fließend Deutsch spricht und als offen und dialogbereit bekannt ist.“

http://www.ardmediathek.de/tv/Kulturjournal/Was-predigen-Imame-in-Deutschland/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=3487828&documentId=41959408

Die Reporter vom NDR sind nicht die Ersten, die nur die eine Seite des Zentrums sehen. Auch der Wolfsburger Oberbürgermeister Klaus Mohrs ist gern gesehener Gast, man arbeitet auf scheinbar allen Ebenen zusammen. Kirche, Schulen und Lokalmedien klingen unisono. Über das bißchen Geschlechtertrennung schaut der Bürgermeister dann anscheinend auch hinweg, das Gesprach unter Männern scheint wohl wichtiger:

Die Runde, vor der Mohres sprach, bestand aus Männern und Frauen – jedoch nach Geschlechtern getrennt, wie es im Freitagsgebet üblich ist. Die Männer saßen im Erdgeschoss auf dem Teppich, die Frauen im Obergeschoss.“

 

Interessant wird es, wenn man sich die öffentlich zugänglichen Facebook-Auftritte der Wolfsburger Moschee und des Wolfsburger Imams Mohamed Ibrahim anschaut. Da tauchen nämlich einige bekannte Gesichter auf, die nicht mehr so liberal sind, aber vom NDR leider ebenfalls nicht erwähnt Weiterlesen